TV-Vorschau 11. – 17. Juli 2026

Viel Spaß bei der Auswahl der Geschichtssendungen der kommenden Woche.

Samstag, 11. Juli

  • ARD-alpha erinnert um 20.15 Uhr an „100 Jahre Nürburgring – Geschichte einer Kultstrecke“. „Der Nürburgring ist ein Mythos – Spiegelbild von Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte, Politik und Sport der vergangenen 100 Jahre. Einst als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die strukturschwache Eifel entstanden, verhalf die Autoverrücktheit einer ganzen Nation dieser ‚grünen Hölle‘ zu gefürchteter Beliebtheit.“ — Und um 21.45 Uhr geht es „Mit dem Zug zum Matterhorn“. „Inmitten von 28 Viertausendern thront erhaben einer der bekanntesten Berge der Welt – das Matterhorn, 4478 Meter hoch, einer der höchsten Berge der Alpen. Seit 1898 fährt von Zermatt eine Zahnradbahn auf den mehr als 3000 Meter hohen Gornergrat. Dort offenbart sich ein atemberaubender Blick auf die wohl größte Attraktion der Schweiz – das Matterhorn. Ohne Gornergratbahn wäre die Entwicklung Zermatts vom Kuhdorf zum internationalen Alpen-Hotspot nicht möglich gewesen. (Senderinfo)“
  • Auf Arte steht Österreichs wohl bekannteste Kaiserin im Programmmittelpunkt. Um 20.15 Uhr läuft die Doku „Die Kaisermacherin – Sisis Schwiegermutter Sophie“. „Erzherzogin Sophie ist die zentrale Machtfigur der Habsburger im 19. Jahrhundert. Mit politischem Instinkt und unerschütterlicher Disziplin formt sie ihren Sohn Franz Joseph zum Kaiser. Mit Sisi gerät sie heftig aneinander – die Welten der beiden Frauen könnten kaum gegensätzlicher sein. Der Film porträtiert eine Frau, die die Geschicke der Dynastie entscheidend prägte.“ — Um 21.05 Uhr folgt „Sisi – Die Getriebene“. „Schönheitsfanatikerin, Sportlerin, Dichterin: Sisi ist ihr Leben lang getrieben nach Sinn. Das Achilleion, ein romantischer Palast am Ionischen Meer, wird zum filmischen Spiegel, in dem Sisi in ihren Facetten erlebbar wird: Als melancholische, schwärmerische und entschlossene Kaiserin und Frau. Sunnyi Melles ist in dem Dokudrama in der Rolle der Sisi zu erleben.“

Sonntag, 12. Juli

  • tagesschau24 sendet heute drei Dokumentationen über die langfristigen Folgen des Zweiten Weltkriegs, die sich mit Vermissten, den Schicksalen der „Wolfskinder“ und der Rückkehr von Kriegsgefangenen befassen. Sie zeigen, wie sehr Kriegserfahrungen und ihre Nachwirkungen bis heute in individuellen Biografien und Familiengeschichten fortwirken. Um 20.15 Uhr geht es los mit „Verschollen im Zweiten Weltkrieg – Die lange Suche nach den Vermissten“ „Was wurde aus dem Wehrmachtsoldaten Otto Waischwillat? Das letzte erhaltene Dokument ist ein Todesurteil gegen ihn. Ausgestellt von der Roten Armee. Aber wann und wo wurde es vollstreckt? Sein Enkel Harald Walter aus Peine sucht heute noch nach Antworten. Elfie Barthel wurde als Vierjährige von der Wehrmacht aus Bratislava verschleppt, wuchs später bei einer Pflegefamilie auf. Wer ist ihre Mutter? Wo ist ihre Familie? Millionen solcher Schicksale sind auch 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch ungeklärt. Die Katastrophe wirkt immer noch nach und bewegt viele Menschen und Familien.“ — Der Film „Verschollen in Ostpreußen – Der lange Weg der ‚Wolfskinder‘“ schließt sich um 21 Uhr an. „Genrich Tschupailis lebt in Vilnius, der litauischen Hauptstadt. Eins weiß er sicher: Er lebt unter einem fremden Namen, aber wer er wirklich ist, ist für ihn seit vielen, vielen Jahren ein unlösbares Rätsel. Bis zum Winter 1944/45 war er ein deutsches Kind in Königsberg. Damals begann die Tragödie, nicht nur für ihn. Auf der Flucht vor der Roten Armee verloren Tausende Jungen und Mädchen ihre Eltern. Um nicht in die Sowjetunion verschleppt zu werden, flohen sie in die Wälder und kämpften ums Überleben, sie wurden ‘Wolfskinder’.“„Friedland – Als die Väter nach Hause kamen“ folgt um 21.45 Uhr. „Die Dokumentation erzählt die wahre Geschichte von Heimkehrern aus der Gefangenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Am 12. Oktober 1955, vor fast 60 Jahren, kamen die letzten Gefangenen aus der Sowjetunion nach Deutschland. Noch heute erschüttern die emotionalen Bilder aus dem Lager Friedland: Kinder, die ungläubig auf die ausgemergelte Gestalt starrten, die ihr Vater sein sollte. Frauen, die weinend ihren Ehemännern um den Hals fielen. Mütter, die erkennen mussten, dass ihre jahrelange Hoffnung auf die Rückkehr ihrer Söhne brutal und endgültig zerstört war.“
  • „Wien hat unter den Metropolen der Welt für die Geschichte und Kultur des Judentums stets eine besondere Rolle eingenommen. Trotz zahlreicher Wellen an Verfolgung quer durch die Geschichte hat sich hier immer wieder ein blühendes jüdisches Leben entwickelt. Wien als Haupt- und Residenzstadt des Habsburgerreiches war ein urbanes Machtzentrum, das viele Menschen anzog. Danielle Spera, langjährige Direktorin des Wiener jüdischen Museums führt in dieser zweiteiligen Dokumentation durch das jüdische Wien und seine Geschichte.“ „Das jüdische Wien – Teil 1“ läuft auf ARD-alpha um 20.15 Uhr, „Teil 2“ um 21 Uhr. „Das jüdische Wien in seiner ganzen historischen Breite erlebbar zu machen – das ist auch die Aufgabe des zweiten Teils der Dokumentation. Wie hat es sich als Jude oder Jüdin zu den verschiedenen Epochen in der Kaiserstadt gelebt? Wie liefen die religiösen Feiern ab? Welchem Sozialstand gehörte man damals an?“
  • Terra X History begibt sich um 23.45 Uhr im ZDF auf „Die Jagd nach Hitlers Wunderwaffen“. „Anhand neu ausgewerteter Dokumente zeichnet die Doku nach, wie die Alliierten deutsche Raketen-, Flugzeug- und Waffenprojekte untersuchten und Wissenschaftler für eigene Forschungsprogramme gewannen.“

Montag, 13. Juli

  • Die Reihe „Das Bayerische Jahrtausend“ arbeitet sich ins „17. Jahrhundert: Ingolstadt“ vor. „Ingolstadt ist nicht nur seit 1472 Sitz der ersten bayerischen Universität, sondern auch eine Bastion des Glaubens. Von Ingolstadt aus entwickelt sich binnen weniger Jahrzehnte der Wandel Bayerns zum konfessionell geprägten Staat und zu einem der modernsten Territorien Europas. In Ingolstadt wird das neue öffentliche Recht gelehrt. Die hier ausgebildeten Beamten realisieren die Neuordnung des Finanzwesens und die tief greifenden Reformen in der Verwaltung nach dem Willen des Kurfürsten. Ihr Korpsgeist erleichtert es, die Anordnungen rascher umzusetzen – ein gut funktionierender Verwaltungsapparat.“ (BR, 22.45 Uhr).
  • n-tv stellt die Geschichte der „Mennoniten – Eine geheimnisvolle Glaubensgemeinschaft“ vor. „Die Mennoniten gründeten Kolonien auf vier Kontinenten und blieben dabei unter dem Radar, außer Sichtweite. Eine Gemeinschaft, die 1520 mit einer Handvoll Menschen in einem deutschen Dorf begann und deren Diaspora vier Jahrhunderte später zwei Millionen Anhänger zählt. Diese auf religiösen Grundsätzen beruhende Mikrogesellschaft, die bisher dem Ansturm der menschlichen Evolution und der industriellen Revolutionen widerstanden hat, ist nun wirklich bedroht. Ihre Lebensweise und ihre Werte sind im Begriff, sich unter dem Einfluss einer modernen, globalisierten Welt zu verändern, wenn nicht gar auszulöschen.“ (23.30 Uhr).

Dienstag, 14. Juli

  • „Paris um 1900: In der Männerwelt der Sorbonne hat es Marie schwer. Doch der Wissenschaftler Pierre Curie ist fasziniert von ihr. Er wird nicht nur ihr Forschungspartner, sondern auch die Liebe ihres Lebens. Für ihre bahnbrechenden Entdeckungen erhält Marie Curie als erste Frau 1903 gemeinsam mit Pierre den Nobelpreis für Physik.“ „Marie Curie – Elemente des Lebens“ (GB 2019, Regie: Marjane Satrapi), MDR 23.45 Uhr.

Mittwoch, 15. Juli

  • „Meyer-Burckhardts Zeitreisen – Mit 100 Jahre alten Reiseführern auf Spurensuche im Norden“ gehen weiter. „Promis in den 1920er-Jahren auf Sylt, Austern für Arme und ein Urlaubsflirt auf Norderney: Hubertus Meyer-Burckhardt ist wieder im Norden auf Zeitreise und folgt diesmal nicht nur Spuren aus 100 Jahre alten Reiseführern, sondern auch pointierten Reisebeschreibungen und spannenden Tagebüchern der 1920er-Jahre. […] Erstmals werden in ‚Meyer-Burckhardts Zeitreisen‘ historische Fotos durch künstliche Intelligenz (KI) zum Leben erweckt: Personen bewegen sich, Dampfzüge fahren und als Zuschauer wandelt man scheinbar durch Westerlands Strandstraße, schon in den 1920er-Jahren Sylts Promeniermeile.“ NDR, 21 Uhr.
  • „100 Jahre Nürburgring – Geschichte einer Kultstrecke“ lief am Samstag auf ARD-alpha, heute um 22.30 Uhr auf tagesschau 24.

Donnerstag, 16. Juli

  • Zweimal „Wendepunkte des Zweiten Weltkriegs“ gibt es auf n-tv (20.15 Uhr und 21.05 Uhr). — Um 22.05 Uhr geht es um „Geheimwaffen des Zweiten Weltkriegs“. — Und um 23.30 Uhr und 0.20 Uhr folgt die „Apokalypse – Der Kalte Krieg“.
  • Rassismus ist das Thema des Abends auf Phoenix. „Die Geschichte des Rassismus ist voller gewaltsamer und kaum bekannter Kapitel. Woher kommt der Hass gegen das Fremde? […] Die Dokumentation „Rasse. Wahn. Verbrechen. Die Geschichte des Rassismus“ zeigt, wie sich die rassistische Idee von der Überlegenheit der weißen “Rasse” im 15. Jahrhundert aus einem Pogrom gegen Juden und Muslime in Toledo entwickelt hat und sich in ganz Europa und den Kolonien der “Neuen Welt”, Afrikas und Asiens fortsetzte.“ (22.15 Uhr) — „Y-History-Reporterin Celia kennt Racial Profiling aus ihrem eigenen Leben. Schon als Kind erlebte sie, wie People of Color (POC) häufiger kontrolliert oder schneller verdächtigt wurden. Sie will herausfinden: Hat diese Form polizeilicher Ungleichbehandlung eine längere Tradition? Schon im Kaiserreich wurden marginalisierte Gruppen – darunter Sinti und Roma – systematisch erfasst und überwacht.“ „Racial Profiling – Hat das Tradition?“ (23.45 Uhr).

Freitag, 17. Juli

  • Die Nationalsozialisten haben Sinti und Roma in ganz Europa verfolgt und in KZs gesteckt. Nach dem Krieg war die Ausgrenzung noch lange nicht beendet. „Wallani Georg erkämpfte gemeinsam mit anderen Bürgerrechtlern, dass der Massenmord an den Sinti und Roma 1982 als Völkermord anerkannt wurde. Begonnen hatte es mit einer Besetzung der KZ-Gedenkstätte Dachau. Elf Sinti traten dort 1980 in den Hungerstreik, weil die Verfolgung für Angehörige ihrer Minderheit mit der Befreiung nicht endete, weil der Rassismus gegen Sinti und Roma ungebrochen fortbestand.“ „Der lange Weg der Sinti und Roma“, tagesschau 24, 22.20 Uhr.

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