TV-Vorschau 23. – 29. Mai 2026
Thomas Mann, seine Familie, seine Romane nehmen viel Raum unter den Geschichtssendungen der neuen Woche ein. Die Geschichte der Pest in Europa steht ebenso auf dem Programm. Und noch einiges mehr. Viel Spaß bei der Auswahl.
Samstag, 23. Mai
- Einen Blick auf eine große Schriftstellerfamilie wirft tagesschau 24 um 20.15 Uhr. „Angeleitet von Elisabeth Mann Borgese macht sich der Film auf die Reise in das System der Familie Mann. In Gesprächen mit Elisabeth, Golo und Monika Mann und unter Verwendung von Dokumenten mit Erika und Katia Mann entsteht ein Kaleidoskop, das sich immer wieder neu zusammensetzt und dennoch nie das Zentrum verliert – der geliebte und gefürchtete Vater. […] In drei 90-Minuten-Dokumentationen entfalten Heinrich Breloer und Horst Königstein den Kosmos der Familie Mann.“ „Unterwegs zur Familie Mann – .Die Kinder des Zauberers“ (Fortsetzung morgen).
- „Macht, Glanz, persönliche Tragödie: Venedig lässt die Menschen noch heute staunen. Sein goldenes Zeitalter war das 15. Jahrhundert und sein bedeutendster Doge damals Francesco Foscari – ein Mann zwischen ambitionierter Expansion, politischer Intrige und dem Verlust des einzigen Sohnes. Ein fesselnder Blick auf den Glanz und das Elend eines konstitutionellen Herrschers.“ „Venedigs goldenes Zeitalter – Glanz und Gewalt“, Arte, 20.15 Uhr.
Sonntag, 24. Mai – Pfingsten
- Die Doku „Unterwegs zur Familie Mann – Das Monstrum“ schließt an den ersten Teil, der gestern zu sehen war an (20.15 Uhr, tagesschau 24).
- Historische Orte in Nordrhein-Westfalen sind im WDR zu sehen: „Mythos Drachenfels“ um 21.45 Uhr. „Er wurde zum Sinnbild der Rheinromantik, die im 19. Jahrhundert Kunst, Literatur und das Lebensgefühl einer ganzen Generation beflügelte. Und er ist seit jeher ein Ort der Sagen und Märchen.“ — Das „Geheimnis Müngstener Brücke“ wird um 22.30 Uhr gelüftet. „Es ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands – ein Gigant aus Stahl und eine technische Meisterleistung der Konstrukteure vor mehr als 125 Jahren. Man wollte zeigen: Das, was der Franzose Gustave Eiffel mit seinem Turm und seinen Stahlbrücken vorgelegt hatte, das konnte man in Deutschland auch. Doch warum steht einer der spektakulärsten Prestigebauten deutscher Ingenieurskunst ausgerechnet über einem abgelegenen Tal im Bergischen Land? Was hat es mit dem Ingenieur auf sich, der in den Unterlagen als maßgeblicher Konstrukteur verschwiegen wurde? Und wie hat die riesige Stahlbrücke nicht nur zwei Weltkriege überlebt, sondern auch den Rost der letzten Jahrzehnte?“ — Um 23.15 Uhr befinden sich die Zuschauer „Auf den Spuren der Römer – Unterwegs im Teutoburger Wald“. „9 nach Christus ereignete sich in Germanien eine Schlacht, die Weltgeschichte schrieb: die Varusschlacht. Arminius, der Cherusker – auch Hermann genannt -, besiegte den römischen Feldherren Varus und drei seiner Legionen. Als Ort dieser Schlacht wird in römischen Quellen ‚saltus Teutoburgiensis‘ angegeben – also im Teutoburger Wald. Lokalzeit-Moderator Hendrik Schulte macht sich auf den anspruchsvollen und 156 km langen Hermannsweg, um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Was ist Mythos, was ist Geschichte? Sähen heutige Städte wie Bielefeld und Detmold anders aus, wenn die Germanen vor 2000 Jahren nicht die Römer geschlagen hätten?“
Montag, 25. Mai – Pfingstmontag
- Weiter geht es mit deutscher Literatengeschichte auf tagesschau 24. Um 20.15 Uhr läuft der abschließende dritte Teil der Dokumentation „Unterwegs zur Familie Mann“ mit dem Titel „Das verschwiegene Haus“. — Um 21.45 Uhr folgt der Film „Buddenbrooks – Thomas Mann und Lübeck“. „Als der Roman „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ (1901) in Lübeck erscheint, löst er einen Skandal aus: Die Stadtbwohner sind empört, fühlen sich getroffen und karikiert – und das von einem Insider, dem Sohn eines Senators! Trotzdem wird der Roman ein Bestseller und bringt Thomas Mann (1875–1955) im Jahr 1929 den Nobelpreis für Literatur ein. Wie kam es dazu, dass aus dem literarischen Bürgerschreck von einst ein Ehrenbürger der Stadt wurde?“
- Balkangeschichte ist höchst komplex und konfliktbeladen. Eine stabile Phase gab es u.a., als Josip Tito Präsident von Jugoslawien war. „Als Marschall befreite er im Zweiten Weltkrieg Jugoslawien von den deutschen Besatzern. Er bot Stalin die Stirn und wurde Präsident auf Lebenszeit. Tito positionierte sich zwischen den Machtblöcken des Ostens und des Westens In den 1960er Jahren erlebte das Land einen wirtschaftlichen Aufschwung. Nach seinem Tod brach der Vielvölkerstaat brutal auseinander. Wer war Josip Broz Tito?“ Dieser Frage geht die Doku „Tito: Der Mann, der Jugoslawien war“ um 20.15 Uhr auf Arte nach. — Danach folgt der Dreiteiler „Europa und der Eiserne Vorhang“. Um 21.45 Uhr geht es los mit den „Satellitenstaaten“, gefolgt von „Stalins Imperium“ um 22.40 Uhr. Am Ende stehen „Aufstände“ um 23.40 Uhr.
- „Rätselhafte Amazonen“ gehören um 21 Uhr zu den „Ungelöste(n) Fälle der Archäologie“ auf Phoenix. „Antike Autoren berichten von kühnen Reiterinnen, die selbst die härtesten Krieger das Fürchten lehrten. Sie stammten angeblich aus den Steppen Eurasiens, doch bisher ist jeder Versuch gescheitert, ihre Heimat zu lokalisieren. […] Aber nicht nur in Asien soll es Frauen gegeben haben, die wie Männer kämpften. In der neuen Welt verdankt ihnen angeblich einer der längsten Flüsse der Erde seinen Namen und in Afrika ist die Erinnerung an sie bis heute lebendig. Die Spur der geheimnisvollen Kriegerinnen zieht sich von der Antike bis in die Gegenwart. Neue Ausgrabungen in der Neuen und der Alten Welt bringen Licht in das Dunkel um die rätselhaften Amazonen.“
Dienstag, 26. Mai
- Der HR beschäftigt sich mit der Aufarbeitung der NS-Geschichte. Um 22.30 Uhr läuft der Film „Das Mädchen mit den Goldhaaren: Eine Spurensuche im Holocaust“. „Los Angeles 1932. Der Deutsche Walter Meyer gewinnt als Ruderer Gold bei den Olympischen Spielen. Er ist Erbe einer Industriellenfamilie, wohlhabend und weltgewandt. Doch nur sieben Jahre später nimmt er als einfacher Soldat am deutschen Überfall auf Polen und der Vertreibung der dortigen jüdischen Bevölkerung teil. In seinem Gepäck: ein Foto, das Jahrzehnte später zum verstörenden Beweisstück wird. Die NDR Story begleitet den Journalisten und Bestsellerautor Malte Herwig bei der Entschlüsselung eines dunklen Familiengeheimnisses. Der Olympiasieger und Soldat ist sein Großvater. […] In seiner ersten Fernsehdokumentation konfrontiert Herwig auf persönlich-radikale Weise das deutsche Klischee ‚Opa war kein Nazi‘. Der Film stellt die bohrende Frage, welche Rolle die eigenen Vorfahren tatsächlich im Dritten Reich spielten. Und was erzählen ihre privaten Bilder, wenn man bereit ist, wirklich hinzusehen? Ein Film über den blinden Fleck der Erinnerung und die Macht der Bilder.“ — Um 23.15 Uhr schließt sich thematisch passend die Doku „Fritz Bauers Erbe: Gerechtigkeit verjährt nicht“ an. „Er kämpfte vergeblich und war doch ein Vorreiter: Jahrzehnte nach Fritz Bauers Auschwitz-Prozessen setzen Gerichte seine Rechtsauffassung zu NS-Verbrechen durch.“
Mittwoch, 27. Mai
- Die Pest in der Geschichte ist Thema auf Arte. „Italien und der Schwarze Tod“ läuft um 20.15 Uhr. „Siena ist im 14. Jahrhundert eine aufblühende Metropole, gelegen an den Handelsstraßen und Pilgerwegen dieser Zeit. Doch dann schlägt die Pest zu und tötet fast die halbe Stadt. Ein Augenzeuge schildert, was das für Siena und seine Bewohner bedeutete. Doch woher kam die Pest nach Siena? Neue wissenschaftliche Erkenntnisse lösen das Rätsel um den letzten Ursprung des Schwarzen Todes.“ — Im Anschluss stellt sich um 21.40 Uhr die Frage: „War die Pest die größte Seuche aller Zeiten? Stimmt es, dass …?“. „Die Pest forderte Millionen Leben – und veränderte Europas Gesellschaftsordnung tiefgreifend. Noch folgenreicher war das Massensterben der indigenen Bevölkerung Amerikas durch eingeschleppte Krankheiten nach 1492. Haben winzige Erreger mehr Macht über den Lauf der Geschichte als wir selbst? Und was bringt die nächste Pandemie?“
- Heute blickt auch der WDR auf die Familie Mann. Der Dreiteiler „Unterwegs zur Familie Mann“ läuft hintereinander weg: Um 23.30 Uhr „Die Kinder des Zauberers“, um 0.55 Uhr „Das Monstrum“ und schließlich um 2.25 Uhr „Das verschwiegene Haus“.
Donnerstag, 28. Mai
- Eine „Geschichte der Landwirtschaft“ nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt Arte. „Die Landwirtschaft in Deutschland und im Nachbarland Frankreich hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1990er Jahre dramatisch verändert. In den harten und entbehrungsreichen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg dienten noch Pferde und Ochsen als Zugtiere, und ein Großteil der Arbeit auf den Feldern wurde von Hand erledigt. In den 1950er und 1960er Jahren erleichterte der Einsatz von Traktoren, Mähdreschern und Melkmaschinen die bäuerliche Arbeit und führte zu einer erheblichen Steigerung der Erträge. Gleichzeitig brachte die Mechanisierung eine drastische Reduzierung der in der Landwirtschaft beschäftigten Personen mit sich, was sich auch auf das Leben in den Dörfern auswirkte. […] Während man in der Bundesrepublik und in Frankreich vor allem auf kleinere, familiengeführte Betriebe setzte, wurden in der DDR Großgrundbesitzer entschädigungslos enteignet und das konfiszierte Land wurde neu verteilt.“ „Der Kampf um Grund und Boden“ wird um 20.15 Uhr ausgefochten. Ab 20.55 Uhr erfolgt „Die Industrialisierung“ der Landwirtschaft. — Der Beitrag „Jugendliche im Widerstand: Edelweißpiraten“ läuft um 0.45 Uhr.
- Auf n-tv laufen um 20.15 Uhr und 21.05 Uhr zwei Folgen der Reihe „Apokalypse – Hitlers Krieg im Westen“. — Um 22.05 Uhr ist „Nordhausen – Hitlers Raketenbunker“ an der Reihe.
- Zwei weitere Folgen der Serie „Charité“ laufen im HR. Um 22.30 Uhr titelt die Folge „Im Untergrund“, um 23.20 Uhr „Stunde Null“.
Freitag, 29. Mai
- Auf Phoenix sind drei Beiträge der Reihe „Deutschland in…“ zu sehen. Um 20.15 Uhr „Deutschland in… der frühen Bronzezeit“, um 21 Uhr „Deutschland in… der industriellen Revolution“ und um 21.45 Uhr „Deutschland in… den Goldenen Zwanzigern“. — Um 22.30 Uhr wird noch ein Blick auf „Die sieben Weltwunder – Mythos und Wahrheit“ geworfen.
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