TV-Vorschau 9. – 15. Oktober 2021

Historische Verbrechen und die Geschichte der Kriminalistik bilden den Rahmen der Geschichtssendungen der kommenden Woche. Dazwischen finden sich Beiträge zur Geschichte des Antisemitismus, der Chemie und Nordrhein-Westfalens. Und vieles mehr. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 9. Oktober

  • Zwei historische Morde sind heute Abend Thema auf Arte. Um 20.15 Uhr geht es um den „Mord im Dom – Die Medici“. „1478. Italien wird auf dem Höhepunkt der Renaissance von dem Attentat auf Lorenzo und Giuliano de‘ Medici erschüttert. Die Schauspielerin und Moderatorin Florence Kasumba rollte den Fall neu auf. Gemeinsam mit ihrem Team ermittelt sie mögliche Motive und vor allem die Hintermänner. Durch die Dechiffrierung geheimer Dokumente können heute die letzten Mittäter enttarnt werden. Das Netz der Verschwörer reicht bis zu Papst Sixtus IV.“ — Um 21.05 Uhr folgt der „Mord im Tower – Die verschwundenen Prinzen“. „Hat der englische König Richard III. 1483 seine beiden Neffen ermorden lassen? Am Tower von London entdeckte Gebeine und Berichte aus der Zeit legen das nahe. Neueste Ausgrabungen ziehen den Mordvorwurf gegen Richard in Zweifel. Florence Kasumba und ihr Team versuchen, die Frage nach Schuld oder Unschuld des Königs am Verschwinden seiner Neffen neu zu beantworten.“
  • In der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ ist heute auf Tagesschau 24 um 21.32 Uhr „Oberhof“ dran. „Oberhof, am Kamm des Thüringer Waldes. Unweit vom Rennsteig, ist er heute nach Erfurt und Weimar der meistbesuchte Ort in Thüringen. Und schon immer war Oberhof beliebtes Ziel von Bergfreunden, Wanderern und Wintersportlern. Ein englischsprachiger Prospekt vermeldete schon in den 1920ern: ‚The most inexpensive luxury in Europe today …‘ Damals, ein gemütlicher Ort, auf dem vielleicht schönsten Hochplateau Mitteldeutschlands, ein heilklimatischer Luftkurort mit Höhensonne. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird es ein ganz besonderer Ort, voller Geheimnisse und unglaublicher Geschichten.“
  • Aus der ZDF-History-Reihe zeigt um 23.15 Uhr Phoenix den Beitrag „Die geheimste Unterwelt der SS“.

Sonntag, 10. Oktober

  • Die neue Doku-Reihe „Wunderwelt Chemie – Die Bausteine der Natur“ startet heute im ZDF um 19.30 Uhr. „Die Frage, woraus die Welt besteht, fasziniert die Menschen seit jeher. In der Antike ging man von vier Elementen aus: Feuer, Wasser, Erde und Luft. Dass Festes flüssig und Flüssiges zu Gas werden kann, inspirierte die frühen Alchemisten, eine solche Verwandlungskunst selbst anzuwenden. Meist auf der Suche nach dem ‚Stein der Weisen‘, der unedle Metalle in Gold umwandeln sollte. Auch wenn alle Versuche ins Leere liefen, erbrachte doch mancher Irrweg wichtige Erkenntnisse.“ — Um 0.20 Uhr läuft in der Reihe ZDF-History der Beitrag „Anarchie im Osten – Die letzten Monate der DDR“. „Es war ein turbulentes Jahr im Osten: die Zeit zwischen dem Mauerfall am 9. November 1989 und der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Die DDR verabschiedete sich aus der Geschichte.“
  • Heute ist ARD-alpha an der Reihe, zwei Beiträge der Serie „Geheimnisvolle Orte“ zu präsentieren. Um 20.15 Uhr „Das verlorene Alt-Berlin“ und um 21 Uhr den „Humboldthain – Volkspark und Kriegsschauplatz“.
  • „Die Männer der Emden“ (BRD 2012, Regie: Berengar Pfahl) ist ein zweiteiliges Historiendrama, das auf wahren Begebenheiten des Ersten Weltkriegs beruht. „Während des Ersten Weltkriegs genießt das deutsche Kriegsschiff SMS Emden auch bei feindlichen Truppen einen legendären Ruf. Dann aber wird die Emden im Indischen Ozean von einem australischen Kreuzer zerstört. Die meisten Besatzungsmitglieder kommen ums Leben oder aber geraten in Gefangenschaft. Doch 50 Männer können entkommen. Anstatt sich freiwillig zu ergeben, wollen sie auf eigene Faust zurück nach Deutschland gelangen. Auf einem alten Schoner brechen sie zu einer abenteuerlichen Odyssee um die halbe Welt auf.“ Teil 1 läuft um 23 Uhr, Teil 2 um 0.30 Uhr, beide im SWR.

Montag, 11. Oktober

  • Die Dokureihe „Hitler-Deutschland – Leben im Dritten Reich“ ist heute auf n-tv zu sehen („Nazifizierung“ 20.15 Uhr, „Volksgemeinschaft“ 21.05 Uhr, „Der Fall“ 22.10 Uhr). — Um 23.30 Uhr folgt „Die Konferenz – Wie der Holocaust organisiert wurde“. „Als führende NS-Vertreter am 20. Januar 1942 in einer ehemaligen Fabrikanten-Villa am Wannsee die sogenannte ‚Endlösung der Judenfrage‘ besprachen, hatte das Morden längst begonnen. Dennoch gilt die Wannseekonferenz bis heute als Zäsur in der Geschichte des Holocaust. Die Doku geht der wahren Bedeutung der Konferenz nach und beleuchtet den rassistischen Wahn und die politischen Machtspiele der Beteiligten.“

Dienstag, 12. Oktober

  • Im ZDF erinnert der Zweiteiler „Wir Wunderkinder“ an die „Zeit des Aufbaus“. „Die Dokumentation zeigt Prominente, wie sie niemand kennt: aufgewachsen in Ruinen, oft vaterlos. Zwischen Hoffnung und Not, Aufruhr und unverhofftem Erfolg.“ (20.15 Uhr). Fortsetzung folgt in einer Woche.
  • „DDR-Provinz 1982. Die Staßfurter sind Zementstaub in der Luft und Risse in den Häusern gewohnt. Durch die Kaligruben unter der Stadt senken sich ganze Straßenzüge ab. Es gibt wahrlich schönere Plätzchen im Sozialismus. Doch genau hier, gleich neben dem ‚Fernsehgerätewerk Friedrich Engels‘ – der Geburtsstätte des DDR-Fernsehers – ließ Margot Honecker ein lebendiges Zeichen der Solidarität errichten: Die Schule der Freundschaft. Ab 1982 lebten 900 Schüler aus Mosambik und ab 1985 zusätzlich 400 namibische Schüler in einer Plattenbausiedlung am Rande der kleinen Industriestadt. […] Die Dokumentation verfolgt die Lebenslinien einzelner Schüler in Mosambik und Deutschland. Ehemalige Lehrer, Erzieher und die vielen Zuträger der Staatssicherheit liefern eine vielschichtige Innenansicht der ‚Schule der Freundschaft‘. War es für die Schüler ein gefährliches Experiment, das rücksichtslos mit den Lebenserwartungen und Lebenschancen der Kinder spielte? Was ist aus ihnen geworden? […] Historiker Mathias Tullner fällt ein hartes Urteil: ‚Das Experiment ist grandios gescheitert. Diese Schüler waren Spielball von politischen und wirtschaftlichen Interessen, von ideologischer Verbohrtheit, und sie sind dann in eine Mühle hineingekommen, in der sie meistens tragisch endeten.‘“ „Nachwuchs für den Klassenkampf – Die Schule der Freundschaft in Staßfurt“ (MDR, 22.10 Uhr).

Mittwoch, 13. Oktober

  • „Judenhass ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt – aber woher kommt er eigentlich? Schon im Mittelalter wurden Juden verfolgt, weil man ihnen angebliche Kindsmorde unterstellt hat. Bis heute halten sich Verschwörungsmythen gegen Jüdinnen und Juden. Von der Brunnenvergiftung bis zur Weltverschwörung – irgendwie wird ihnen immer die Schuld gegeben. Warum? Die Reporterin geht dieser Frage nach und erfährt dabei, welche Macht und Ausdauer Verschwörungserzählungen haben. Aber auch, was man dagegen tun kann, wie man sie erkennt und was die sogenannten Querdenker und Q Anon mit Judenhass zu tun haben.“ Zur Geschichte des Antisemitismus der Film „Judenhass – Was hat das mit mir zu tun?“ um 23.15 Uhr auf ARD-alpha.

Donnerstag, 14. Oktober

  • „Die Reise der Menschheit“ ist vor allem eine Geschichte der Migration. „Ohne Migration gäbe es die Welt, die wir kennen, nicht – sie hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Denn mit den Menschen wandert alles: Know-how und Kapital, Sprache, Religion und Kultur. Das war schon so, als sich der Homo sapiens vor 60.000 Jahren in seiner Urheimat Afrika aufmachte, um die Kontinente zu erobern.“ Auf Arte erfolgt „Der Aufbruch“ um 20.15 Uhr, „Fremde Welten“ werden um 21.05 Uhr erschlossen. Schließlich ist die „Welt in Bewegung“ (21.55 Uhr).

Freitag, 15. Oktober

  • Nordrhein-Westfalen in den 2000er Jahren stehen im WDR um 20.15 Uhr auf dem Programm: „Zeit, dass sich was dreht – Unser Land in den 2000ern“.
  • Im Fernsehen laufen Krimis auf allen Kanälen. Die Geschichte der Tätersuche ist Thema des Zweiteilers „Verräterische Spuren – Die Geschichte der Forensik“ auf Phoenix. Um 20.15 Uhr stellt sich die Frage, „Was Täter entlarvt“? „Die Idee, einem Mörder oder Betrüger mit Klugheit und genauer Beobachtung auf die Spur zu kommen, ist noch nicht alt. Über Jahrhunderte waren Beweise nur die zweite Wahl, Geständnisse wurden erzwungen, häufig auch durch Folter. Die Verdächtigen gestanden also oft nicht, weil sie wirklich die Täter waren, sondern aus Verzweiflung.“ — Um 21 Uhr geht es darum, „Was Opfer preisgeben“. „Lange Zeit war es undenkbar, Menschen nach ihrem Tod zu öffnen und zu untersuchen. Ärzte stützten sich auf das Werk des Galenos von Pergamon, der im Rom des 2. Jahrhunderts eines der ersten Medizinbücher verfasste. Galenos behandelte Gladiatoren und war der bekannteste Sportarzt der römischen Antike. Sein Werk galt über 1000 Jahre lang als medizinisches Standardwerk. In der Nachbetrachtung erstaunlich, denn seine Erkenntnisse über die menschliche Anatomie fußten auf der Sektion von Schweinen und Affen.“

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