TV-Vorschau 15. – 21. Mai 2021

Der Reichtum in der Menscheitsgeschichte, die Geschichte der Anarchie-Bewegung und ein fast vergessener NS-Kriegsverbrecherprozess bilden die Höhepunkte des Geschichtsprogramms der kommenden Woche. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 15. Mai

  • „In der Antike lebten im Mittelmeerraum einige der bemerkenswertesten Zivilisationen, die die Welt je gesehen hat. Die Dokumentation zeigt mit wissenschaftlichen Daten und atemberaubenden Computergrafiken die Geheimnisse über Aufstieg und Fall der Minoer, Griechen, Karthager und der mächtigen Römer, die sich heute noch am Meeresgrund finden. Und welche mächtigen Naturkräfte waren deren Untergang beteiligt?“ Antworten auf diese Fragen gibt die Doku „Versunkene Zivilisationen“ der Reihe „Röntgenbild Tiefsee“ um 20.15 Uhr auf n-tv. Um 21.05 Uhr schließt sich ebenfalls aus dieser Reihe der Beitrag „Schätze am Meeresgrund“ an.
  • Die Teile 3 und 4 der Reihe „Die Frauen von Heinrich VIII. – Sex, Sünde & Schafott“ laufen um 20.15 Uhr und 21 Uhr auf ARD-alpha.
  • „Von Kyros bis Khomeini. Drei Jahrtausende Iran“ gibt es in drei Folgen auf Arte zu sehen. Um 20.15 Uhr Teil 1, um 21.05 Uhr Teil 2 und um 22 Uhr Teil 3.

Sonntag, 16. Mai

  • Um 22 Uhr fragt die MDR Zeitreise „Großes Kino?! Was bleibt von der DEFA?“ „Wäre es nach den Briten und Amerikanern gegangen, wären in Deutschland nach 1945 keine Filme mehr gedreht worden. Nicht nur, weil der deutsche Film mit seinem nationalsozialistischen Erbe mehr als belastet war, sondern auch, weil es in den Ländern der Alliierten ein eigenes aufstrebendes Filmschaffen gab und Konkurrenz war nicht gewünscht. Aber das Herz des deutschen Filmschaffens, das Erbe der Ufa, lag in Potsdam. Die Sowjets entschieden: Die Deutschen sollen Filme drehen, die sich mit der faschistischen Vergangenheit befassen.“ — Um 22.30 Uhr folgt „Sachsens Glanz und Preußens Gloria – Macht und Mythos“. „die sechsteilige Serie über das Leben und die damit einhergehenden Intrigen am sächsischen Hof im 18. Jahrhundert waren das größte, teuerste und ehrgeizigste Projekt des DDR-Fernsehens überhaupt. Eine Zeitmaschine, die opulent das 18. Jahrhundert in seiner ganzen barocken Pracht wieder aufleben lässt.“ Die Doku berichtet über diese TV-Serie.

Montag, 17. Mai

  • Die „Apokalypse – Der Kalte Krieg“ geht auf n-tv weiter. Um 20.15 Uhr werden die Jahre 1956 – 1962 betrachtet, um 21.05 Uhr die Zeit von 1963 bis 1991. — Es folgen noch drei „Wendepunkte des Zweiten Weltkriegs“. Um 22.10 Uhr „Die Ardennenoffensive“, um 23.30 Uhr „Bomben über Dresden“ und um 0.25 Uhr die „Befreiung von Buchenwald“.
  • „Die Rastatter Prozesse“ stehen um 23.35 Uhr im Blick der ARD-Reihe „Geschichte im Ersten“. „Rastatt, im Frühjahr 1946: Das Tribunal Général der französischen Besatzungszone wird eröffnet. Während der nächsten drei Jahre finden vor dem Gericht im Ahnensaal des Rastatter Schlosses 235 Prozesse statt. 2130 mal wird Anklage erhoben, hauptsächlich gegen das Personal der NS-Lager auf dem Gebiet der französischen Besatzungszone. Damit gehören die Rastatter Prozesse zu den größten alliierten Kriegsverbrecherprozessen nach dem Zweiten Weltkrieg. Trotzdem sind sie weitgehend in Vergessenheit geraten. Das liegt nicht nur an der 100-jährigen Sperrfrist, der die Gerichtsakten bis vor Kurzem unterlagen, sondern auch daran, dass die Verfahren jahrzehntelang im Schatten der großen Nürnberger Prozesse standen. Nachdem die Sperrfrist vorzeitig aufgehoben worden ist, sind nun große Teile der Prozessakten zum ersten Mal einsehbar. Zusammen mit den wertvollen Nachlässen von Prozessbeteiligten gewähren sie einen besonderen Blick auf das Geschehen im Gerichtssaal und ermöglichen es, den Verlauf der Prozesse zu rekonstruieren.“

Dienstag, 18. Mai

  • „Joseph Beuys: der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. Auch über 30 Jahre nach seinem Tod erscheint der Künstler als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Mit Geduld versuchte er schon damals zu erklären, dass “Geld keine Ware sein darf”. Beuys wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. […] Beuys ist kein klassisches Porträt über einen prägenden Künstler mit Brüchen und Verwerfungen, sondern eine vielschichtige Betrachtung des Menschen, seiner komplexen Kunst und seiner neuartigen Ideenräume.“ NDR, 23.55 Uhr.

Mittwoch, 19. Mai

  • „Wie der Bergbau den Harz veränderte“ erzählt um 21 Uhr die Doku aus der Reihe „Unsere Geschichte“ im NDR.
  • Kirchengeschichte im BR. „Die Kirche bin ich – Wie der Papst unfehlbar wurde“ lautet der Titel einer Doku um 22.50 Uhr. „Der renommierte Kirchenhistoriker Prof. Hubert Wolf [„begibt sich“] auf die Spuren des auf dem Ersten Vatikanischen Konzil beschlossenen Dogmas der Unfehlbarkeit des Papstes.“ — Um 23.35 Uhr wird (vielleicht) „Das letzte Geheimnis“ gelüftet. „Seit rund 750 Jahren findet jedes Konklave hinter verschlossenen Türen statt, wie schon das Wort sagt: Konklave – cum clavis – mit dem Schlüssel zugesperrt. Seit Gregor X., der 1271 nach einer Papstwahl, die sich über drei Jahre hingezogen hatte, zum Oberhaupt der römischen Kirche gewählt wurde, ist das Konklave als letztgültige Form der Papstwahl festgeschrieben.“

Donnerstag, 20. Mai

  • Die dreiteilige Doku „Wem gehört die Welt? – Eine Geschichte des Reichtums“ beschäftigt heute Abend 3sat. „Mit der Sesshaftwerdung des Menschen beginnt die Geschichte des Eigentums. Dirk Steffens blickt zurück in die Zeit, in der die Geschichte von Arm und Reich ihren Anfang nahm.“ „Teil 1“ um 20.15 Uhr. — „In der zweiten Folge forscht Dirk Steffens nach den Ursachen, die den rasanten wirtschaftlichen Aufstieg Europas seit dem Mittelalter möglich machten. Woran lag das?“ „Teil 2“ (21.15 Uhr). — Der letzte „Teil 3“ läuft um 22.15 Uhr. „In dieser Folge berichtet Dirk Steffens über den Aufstieg des Kapitalismus von seinen bescheidenen Anfängen bis zur weltumspannenden unangefochtenen Wirtschaftsordnung unserer Tage.“ — Zwischen den einzelnen Folgen laufen jeweils Diskussionsrunden. — Es schließt sich ein Beitrag über „Heim- und Verdingkinder – Die Aufarbeitung eines grossen Unrechts“ an (23 Uhr). „Tausenden von Menschen wurde in der Schweiz im 20. Jahrhundert grosses Unrecht getan. Sie wurden entrechtet, erniedrigt und missbraucht. Nach Jahrzehnten entschuldigte sich die Schweiz, arbeitete auf und leistete Wiedergutmachung. Ein historischer Erfolg? Oder ein fauler Kompromiss?“

Freitag, 21. Mai

  • n-tv erinnert heute an die mittelalterlichen Ritterorden, die „Gotteskrieger“. Es geht um 20.15 Uhr los mit „Die Tempelritter“, gefolgt von „Die Johanniter“ um 21.05 Uhr und schließlich „Der Deutsche Orden“ um 22.10 Uhr.
  • „Die Welten-Saga“ ist eine sechsteilige Serie, in der die Schätze Afrikas, Indiens, Lateinamerikas, Europas, Südostasiens und des Orients vorgestellt werden. Heute sind die ersten drei Teile auf Phoenix zu sehen. Den Anfang machen um 20.15 Uhr „Die Schätze Afrikas“. Um 21 Uhr folgen „Die Schätze Indiens“ und um 21.45 Uhr „Die Schätze des Orients“. Morgen geht es dann weiter. — Um 22.30 Uhr läuft die Doku „Mohammeds Erben“. Sie gibt einen Überblick über rund 1400 Jahre arabische Geschichte. — Dem Thema Nationalsozialismus und Kunst widmen sich zwei Filme. Um 0.45 Uhr geht es um den „Kampf um Frankreichs Schätze – Hitler und die Mona Lisa“. „Hitler plant, in einem Museum die größten Schätze des besetzten Europas zusammenführen und auszustellen. Doch Kuratoren in Frankreich und Anhänger der Résistance organisieren Verstecke für die wertvollen Artefakte an sicheren Orten.“ — Der Beitrag „Leni Riefenstahl – Die Diva und die Stasi“ aus der Reihe Geschichte Mitteldeutschlands folgt um 1.30 Uhr. — Wer ganz lange durchhält, wird mit dem Zweiteiler „Kein Gott, kein Herr! Eine kleine Geschichte der Anarchie“ belohnt. Teil 1 „Lust an der Zerstörung (1840–1914)“ steht um 2.20 Uhr auf dem Programm, Teil 2 „Erinnerung der Besiegten (1911–1945)“ folgt um 3.35 Uhr.

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