TV-Vorschau 20. – 26. Februar 2021

Die Beziehungen Chinas zu Europa seit der Frühgeschichte, Kreuzzugsgeschichte aus dem Mittelalter und die Themenwoche „Jüdisches Leben“ stehen im Zentrum der Geschichtssendungen der kommenden Woche. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 20. Februar

  • Um 20.15 Uhr beginnt der TV-Abend auf n-tv mit „Mega Städte“, dem ersten von drei Beiträgen der Reihe „Hitlers Nachkriegsplan“. Es folgt „Amerika“ um 21.05 Uhr und „Britische Hauptquartiere“ um 22.10 Uhr. — Zwei „Mega-Projekte der Nazis“ schließen sich an: Die „Schlacht um Saipan“ um 23.10 Uhr und „Japans letzter Widerstand“ um 0.10 Uhr.
  • Arte erinnert an ein weit zurückliegendes Ereignis. „Der Kreuzzug der Kinder“ war eines der schrecklichsten Kapitel der europäischen Kreuzzugsgeschichte. „Eine unglaubliche Geschichte soll sich vor 800 Jahren in Köln zugetragen haben – ein Kreuzzug der Kinder. Auf Geheiß eines Kinderpropheten sollen sie sich im Jahre 1212 zu Tausenden auf den Weg nach Jerusalem gemacht haben, um die Heilige Stadt von den Muslimen zu befreien. Ohne elterliche Hilfe, unbewaffnet. Sie zogen quer über die Alpen, bis zum Mittelmeer …“ Der „Aufbruch nach Jerusalem“ erfolgt um 20.15 Uhr, „Zwischen Mythos und Wirklichkeit“ bewegen wir uns um 21.05 Uhr. „Dem französischen Hirtenjungen Stephan erscheint Jesus: Er soll mit Tausenden von Kindern nach Jerusalem aufbrechen, um die Heilige Stadt zu befreien. Für sie soll sich das Meer teilen, damit sie es wie Moses und das Volk Israel trockenen Fußes überqueren können. So die Legende vom Kreuzzug der Kinder. Mythos oder historische Wahrheit? Was weiß der Vatikan darüber?“
  • ARD-alpha erinnert mit dem Zweiteiler „Kosmonauten“ daran, „Wie Russland den Wettlauf ins All gewann“ und erzählt das Ringen um den Kosmos aus russischer Sicht. Um 20.15 Uhr geht es um „Sputnik und Gagarin“, um 21.05 Uhr um „Die erste Raumstation“.
  • Martin Luther steht im Mittelpunkt des Abendprogramms von Tagesschau 24. Um 20.15 Uhr schauen wir auf „Luthers Netzwerk – Auf den Spuren unbekannter Reformatoren in Bayern“. „Mit einer Reihe von Personen, die ‚Luthers Netzwerk‘ bildeten, lässt sich die Geschichte von Luthers Reformation erzählen, mit politischen Wegbereitern und philosophischen Vorläufern, mit diplomatischen Unterstützern und radikaleren Kampfgenossen. Ein Roadmovie durch Bayern auf der Suche nach ihren Spuren, ihren Lebensgeschichten, ihrer Wirkung – und nach Menschen, für die diese Personen heute eine Rolle spielen.“ — Um 21.02 Uhr geht es um „Luther und die Frauen“. — „Als Luther die A5 überquerte“ ist Thema um 21.32 Uhr. „Wer denkt bei Martin Luther an Hessen? In aller Regel wird die Reformation in Wittenberg, Thüringen oder auf der Wartburg verortet. Dabei wird gerne vergessen, dass Hessen vor rund 500 Jahren das Musterland des protestantischen Aufbruchs war.“
  • Die Wiederholung der ZDF-History-Folge „Geheimes Deutschland – Rätselhafte Orte der Geschichte“ läuft um 23.15 Uhr auf Phoenix.
  • Das biografische Drama „Kästner und der kleine Dienstag“ (BRD/AUT 2017, Regie: Wolfgang Murnberger) erzählt um 0.15 Uhr im BR von der ungewöhnlichen Freundschaft des Schriftstellers zu einem Jungen, der in der berühmten Ufa-Verfilmung von 1931 als Kinderdarsteller mitwirkte, und die im Dritten Reich auf eine harte Probe gestellt wird.

Sonntag, 21. Februar

  • ARD-alpha eröffnet in der Themenwoche „Jüdisches Leben“ eine fünfteilige Reihe über die Geschichte des jüdischen Volkes: „Die Kinder der Tora“. Um 20.15 Uhr geht es los mit „Ein Gott, ein Volk“. — Um 21.15 Uhr sind wir „Zu Besuch im Jüdischen Museum Berlin“.
  • Im HR ist um 20.15 Uhr das Doku-Drama „Meine Tochter Anne Frank“ (BRD 2014, Regie: Raymond Ley) zu sehen. „Der Name Anne Frank steht für Lebensmut und Zuversicht in hoffnungsloser Zeit, aber auch für den frechen und schonungslosen Blick einer Heranwachsenden auf ihre Familie und ihre Umwelt. Millionen Menschen weltweit kennen ihr Tagebuch, sie schrieb es im Versteck vor den Nazis. Jetzt liegt mit diesem Doku-Drama die erste große deutsche Verfilmung der Lebensgeschichte des Frankfurter Mädchens vor. Der Film folgt Annes Schicksal von der glücklichen Kindheit über das Versteck im Hinterhaus in Amsterdam bis zu ihrem Tod im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Er stellt die Beziehung von Vater und Tochter in den Mittelpunkt.“
  • Manche können sich noch daran erinnern: „Als die Sturmflut nach Hamburg kam“. Um 20.15 Uhr berichtet Tagesschau 24 darüber.
  • Der SR sendet um 20.15 Uhr den Beitrag „Die Saar – ein Fluss und seine Geschichte“. „Sie ist Arbeits- und Freizeitfluss, Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, kanalisierte Schifffahrtsstraße und zugleich ungezähmtes Naturparadies. Die Saar ist ein kleiner Fluss – mit überraschend vielen Gesichtern. An Ihren Ufern finden sich einzigartige Technologie-Wunderwerke wie die Völklinger Hütte, grandiose Kulturdenkmäler wie die 6 Fayencerie in Saargemünd und die fast versunkenen Festungsanlagen des großen französischen Baumeisters Vauban in Saarlouis.“
  • „Che – Der private Blick“ ist um 22.45 Uhr auf Arte zu sehen. „Am 9. Oktober 1967 ging eine Nachricht um die Welt: Der argentinisch-kubanische Revolutionär Ernesto ‚Che‘ Guevara ist tot. Inzwischen ist ein halbes Jahrhundert verstrichen. Die Dokumentation nähert sich dem scheinbar unsterblichen Rebellen auf sehr persönliche Weise und zeigt den Bruder, Vater, Weggefährten und Menschen Che von einer unbekannten, sehr privaten Seite.“„Im Jahr 2017 jährt[„e“] sich die russische Oktoberrevolution zum 100. Mal. Die Machtübernahme der kommunistischen Bolschewiki hat die Welt für immer verändert und mit ihr das Leben von Millionen Menschen. Dies spiegelt sich auch im Leben und Wirken dreier großer russischer Komponisten des 20. Jahrhunderts: Dmitri Schostakowitsch, Sergej Rachmaninow und Sergej Prokofjew. Ein Porträt.“ „Im Schatten der Oktoberrevolution“, 23.40 Uhr.

Montag, 22. Februar

Dienstag, 23. Februar

  • „In Hohenlychen, 80 Kilometer nördlich von Berlin, stehen Villen und Häuser im Fachwerkstil am Zenssee. Prunkvolle Treppenaufgänge, Hunderte von Zimmern und Sälen. In den 20er und 30er Jahren gehörte Hohenlychen zu den Orten, an denen sich die nationale und internationale Prominenz der Welt traf. Hohenlychen versprach Genesung, Entspannung und erstklassige medizinische Betreuung, ein kleines Davos mitten in der Mark Brandenburg.“ Daraus wurde „Hohenlychen – Das Sanatorium der Nazis“, das in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 20.15 Uhr auf RBB vorgestellt wird.
  • „Die Seidenstraße – Mehr als eine Handelsroute“ ist Thema einer dreiteiligen Doku auf Phoenix. „Als Kommunikationskanal zwischen China und Europa spielte die Seidenstraße eine enorme Rolle. Über sie wurden neben Waren auch kulturelle, religiöse und technologische Einflüsse ausgetauscht. Durch im Westen vorher unbekannte Kavalleriestrategien oder den Einsatz von Schwarzpulver wandelte sich sogar die Art der Kriegsführung. ‚How the Silk Road Made the World‘ begibt sich in Folge 1 auf die Spuren römischer Krieger, unbeugsamer Hunnen, mittelalterlicher Ritter und mongolischer Reiternomaden.“ „Geboren aus dem Krieg“ (20.15 Uhr). „Leben und Tod“ folgen um 21 Uhr. Der dritte Teil läuft am Mittwoch.
  • Der dritte Teil der Reihe „Die Kinder der Tora“ trägt den Titel „Vom Shtetl in die Stadt“ und läuft um 21 Uhr auf ARD-alpha. — Um 22.15 Uhr folgt „1700 Jahre – Festakt zum jüdischen Leben“. „Aus dem Jahr 321 stammt der erste historische Nachweis jüdischen Lebens nördlich der Alpen: Der römische Kaiser Konstantin erlässt ein Gesetz, das den Provinzstädten die Berufung von Juden in den Stadtrat gestattet, so auch in Köln. Der Festakt, der in der Kölner Synagoge stattfindet, ist der bundesweite Auftakt zu einem besonderen Jahr: Unter dem Titel ‚1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland‘ finden im ganzen Land zahlreiche Veranstaltungen statt. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Dr. Frank Walter Steinmeier übernommen, der auch zur Eröffnung sprechen wird.“
  • „Sie liegen über ganz Mitteldeutschland verteilt, mal versteckt unter der Erde, mal als fensterlose Betontürme in der Landschaft: Bunker des Zweiten Weltkriegs. Diese Bunker sind nicht allein Zeugen des Bombenkriegs, sie erzählen auch von einer Sonderstellung Mitteldeutschlands im gesamten Kriegsgeschehen. Denn hier wurde nicht weniger als über Sieg oder Niederlage der Wehrmacht entschieden, hier rund um Leuna, in Schkopau, Böhlen, Zeitz oder Lützkendorf im Geiseltal. Albert Speer hat während der Nürnberger Prozesse zugeben müssen, dass mit den Angriffen auf die Chemie in Mitteldeutschland “der Krieg produktionstechnisch verloren” war.“ „Die Bunker um Leuna – Von der Naziruine zum Chemiepark“ (MDR, 21 Uhr).

Mittwoch, 24. Februar

  • Auf Phoenix läuft um 20.15 Uhr der dritte Teil der Dokureihe „Die Seidenstrasse – Mehr als eine Handelsroute“ mit dem Titel „Motor des Fortschritts“. — Um 21 Uhr folgt der Film „Schatzjagd an der Seidenstraße“. „Der Mythos von der Isoliertheit und Unabhängigkeit Chinas ist bis heute weit verbreitet. Erst in jüngster Zeit wird er durch einige überraschende Entdeckungen in Frage gestellt. Bereits vor hundert Jahren begannen europäische Archäologen die Wüste Taklamakan im Westen Chinas zu erforschen. Einst führte die berühmte Seidenstraße durch die Wüste und sorgte – wie die Wissenschaftler schnell herausfanden – für einen wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Ost und West seit dem Mittelalter. Doch erst in jüngster Zeit entdecken chinesische Archäologen, dass sich unter den Spuren der mittelalterlichen Seidenstraße Zeugnisse aus noch viel fernerer Vergangenheit finden lassen.“
  • Der vorletzte Teil der Reihe „Die Kinder der Tora“ läuft um 21 Uhr auf ARD-alpha und trägt den Titel „Im Osten“.

Donnerstag, 25. Februar

  • Der letzte Teil der Reihe „Die Kinder der Tora“ mit dem Titel „Das gelobte Land“ ist um 21 Uhr auf ARD-alpha zu sehen.

Freitag, 26. Februar

  • Separatismus ist auch im vereinten Europa ein unbewältigtes und oft verschwiegenes Thema. Schottlands Unabhängigkeitsbestrebungen ebenso wie der Kampf der Katalanen tauchen immer wieder in den Medien auf, anderes ist vergessen. So haben bereits in den 1960er Jahren Unabhänigkeitskämpfer in Südtirol mit Anschlägen für ihre Ziele gekämpft. Die Doku „Bomben gegen Rom: Bayern und der ‚Freiheitskampf‘ in Südtirol“ erzählt von den Hintergründen und männern dieser Bewegung. „Südtirol: Vor 60 Jahren erschütterte eine Serie von Sprengstoffanschlägen die Provinz. Im Kampf um mehr Selbstbestimmung schreckten ‚Freiheitskämpfer‘ – so nannten sie sich selbst – auch vor Gewalt nicht zurück. Es gab auch Tote. Bis heute weitgehend unbekannt: Die Attentäter hatten Hilfe aus Bayern.“ (Tagesschau 24), 23.30 Uhr.
  • Konrad Wolf hat 1968 seine Tagebuchaufzeichnungen der letzten Kriegstage verfilmt und lieferte so ein intensives Zeitporträt: „Ich war neunzehn“ (MDR, 0 Uhr).

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