TV-Vorschau 2. – 8. Januar 2021

Das neue Jahr beginnt u.a. mit habsburgischer Geschichte und einer Reihe von historischen Dokus und Filmen. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 2. Januar

  • n-tv beginnt den Abend mit zwei Beiträgen über die Zwischenkriegszeit der Reihe „Krieg und Frieden“. Um 20.15 Uhr geht es um „Neue Weltmächte“ und um 21.05 Uhr um „Die Weltwirtschaftskrise“. — Es folgen drei „Mega-Projekte der Nazis“. Um 23.10 Uhr „Hitlers Züge“, um 0.10 Uhr „Züge im Dritten Reich“ und um 1 Uhr „Hitlers Luftwaffe“.
  • Ein Kapitel des 17. Jahrhunderts schildert die Doku „Prinz Eugen – Das Osmanische Reich“ um 20.15 Uhr auf ARD-alpha. „Vor mehr als 300 Jahren, am 11. September 1697, schlug Prinz Eugen von Savoyen in der Schlacht von Zenta die übermächtige Osmanische Armee. Seit damals prägen Faszination und Abschreckung das christlich-muslimische Verhältnis. Der Film stellt die zwei Kulturen in Person zweier Protagonisten vor, die als Außenseiter die starren Strukturen ihrer Zeit aufbrechen und schließlich zu den einflussreichsten Menschen ihrer Reiche werden: Den kleinwüchsigen Eugen, der zum erfolgreichsten europäischen Feldherrn aufsteigt und Gülnüs, eine zunächst griechische Sklavin und dann Lieblingskonkubine des Sultans, die als zweifache Sultansmutter 30 Jahre die Geschicke im Osmanischen Reich mitbestimmt.“
  • Arte schaut zurück auf zwei frühe Kaiser der Habsburger Dynastie. Um 20.15 Uhr steht „Kaiser Karl V. – Wunsch und Wirklichkeit“ im Blickpunkt, der maßgeblich am Verlauf der Reformation beteiligt war. „Kaiser Karl V. wollte eine christliche Universalmonarchie errichten, die den Globus umspannen sollte. Er kämpfte um die Krone, wurde dennoch der erste Kaiser, der abdankte – zermürbt von den Schwierigkeiten, ein großes Reich zu regieren, von zahllosen Schlachten gegen Feinde innen wie außen und enttäuscht vom Sieg der Protestanten. Sein Ideal ließ sich nicht verwirklichen.“ — Um 21.10 Uhr folgt „Liebe, Geld und Macht – Maximilian I.“. „Durch seine Liebesheirat mit Maria von Burgund, der Erbin des reichsten Herzogtums dieser Epoche, macht Prinz Maximilian von Habsburg das Haus Österreich zu einer europäischen Supermacht. Das Doku-Drama porträtiert den späteren Kaiser Maximilian und erzählt, wie dieser fromme und kluge Herrscher die Grundlagen für den Aufstieg der Habsburger zur Weltgeltung legt.“
  • Phoenix startet den Abend mit den Porträts einiger geschichtsträchtiger Orte in Deutschland. Um 20.15 Uhr ist es „Die Schorfheide – Das Jagdgebiet der Mächtigen“. — Um 21.45 Uhr folgen „Geheime Bunker – Beton gegen Bomben“. Teil 2 der Doku mit dem Titel „Angst vor dem Atomkrieg“ schließt sich um 22.30 Uhr an. — Die ZDF History-Folge „Das Boot – Jäger und Gejagte“ ist die Doku zur zweiten Staffel der Serie „Das Boot“ und läuft um 23.15 Uhr.
  • Tagesschau 24 stellt „Das Schloss Bellevue – ein Amtssitz mit Geschichte“ vor (21.32 Uhr). — Um 22.17 Uhr wirft der Film „Kampf am Gartenzaun – Wem gehört die DDR?“ einen Blick auf die dunklen Seiten der deutschen Einheit.

Sonntag, 3. Januar

  • „Wieso wählte der eigene Vater Adolf Hitler? Wie sah das Leben eines Jugendlichen in München während der NS-Zeit aus? Und: wie konnte man sich inmitten der Nazi-Diktatur eine andere Meinung bewahren? Der 98-jährige Dr. Walter Grein erzählt in diesem Film von seinem abenteuerlichen Leben voller Eigensinn, Glück und Zivilcourage.“ „Zeuge der Zeit: Dr. Walter Grein – „Wir haben es alle gewusst““, ARD-alpha, 0 Uhr.

Montag, 4. Januar

  • Beheizte Wohnungen sind selbstverständlich. Waren es aber nicht immer. Einen Blick auf die Geschichte (und die Zukunft) der Heizung wirft der Film „Die Heizung“ um 20.15 Uhr auf ARD-alpha.
  • „Die geheimen Depots von Buchenwald“ sind Thema auf Tagesschau 24 um 21.02 Uhr. „Ende der 1980er-Jahre taucht bei Recherchen des amerikanischen Historikers Kenneth Alford in den National Archives in Washington eher zufällig eine mysteriöse handgemalte Skizze auf. Sie zeigt den Steinbruch des Konzentrationslagers Buchenwald, darin eingezeichnet acht Bunker. Stollen, die vermutlich von den Nazis kurz vor Kriegsende in den Berg getrieben wurden. Zwei Stollen wurden von der First US Army 1945 nach ihrer Ankunft in Buchenwald nach Hinweisen entdeckt und geöffnet. Tonnenweise bargen die zusammengerufenen Helfer Raubgut, das als Ladung #16 nach Frankfurt am Main gebracht wurde und deren Spuren sich später in Gänze verlieren. Von den sechs anderen Stollen wussten die Amerikaner nichts. Eine Skizze gab es damals nicht. Doch seit ihrer Entdeckung rätseln Experten und Wissenschaftler, wie auch der Historiker Dr. Harry Stein von der Gedenkstätte Buchenwald, was im Berg wirklich noch verborgen liegt.“ (tv spielfilm).

Dienstag, 5. Januar

  • Unter dem etwas sperrigen Titel „Geschehen, neu gesehen. – ‚Wahre Geschichte‘“ nimmt Arte geschichtsträchtige Personen und Ereignisse in den Fokus und betrachtet diese aus einer neuen Perspektive. Der erste Teil um 20.15 Uhr beschäftigt sich mit der „Entnazifizierung. Eine Geschichte vom Scheitern“. „Die Alliierten erkannten nach 1945 schnell, dass die Entnazifizierung von Millionen NSDAP-naher Deutscher ein nicht realisierbares Ziel darstellte, was der deutschen Bevölkerung zu einer gewissen Rehabilitierung verhalf.“ — Um 21.05 Uhr ist „Die Schweiz im Visier: ‚Bewaffnete Neutralität‘“. „Erst 2002 offenbarten die Archive der Banken und großen Firmen, dass die Schweiz – bewusst oder unbeabsichtigt – die Kriegsanstrengungen der Nazis kräftig unterstützt hatte.“ — Um 22.05 Uhr folgt „Hiroshima. Stalins Niederlage“: „In den Geschichtsbüchern wird die Tragödie von Hiroshima und Nagasaki als einziger Grund für die Kapitulation Japans präsentiert. Diese Aussage verschleiert die wichtige Rolle der Roten Armee bei der Beendigung des Zweiten Weltkriegs.“ — Anschließend geht es einige Jahrzehnte zurück in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. „Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs hofften vor allem viele Völker Osteuropas auf Freiheit und Eigenständigkeit. Zuvor wurden sie beherrscht von den Großreichen Russland, Deutschland und Österreich-Ungarn. Aber die neue Friedensordnung sorgte für Chaos: Polen kämpfte gegen Russland, die Ukraine wurde von Russland und Polen besetzt und im Baltikum tobten Kämpfe an vielen Fronten.“ „Blutiges Erbe – Der Krieg endet nicht“ (22.55 Uhr). — Um 23.50 Uhr schließlich folgt ein Beitrag, der zwar keinen direkten Bezug zum Thema Geschichte hat, aber jeden Geschichtsinteressierten betreffen dürfte: Ein Blick auf und hinter Wikipedia: „Das Wikipedia Versprechen – 20 Jahre Wissen für alle?“

Mittwoch, 6. Januar

  • „‚Der blonde Hans‘: Hans Albers, Schauspieler, Sänger, Idol der Deutschen – und Liebling der Nazis. Seine große Liebe, Hansi Burg, flieht 1938 vor dem Antisemitismus nach London. Albers aber bleibt in Deutschland. Filmt weiter. 1946, ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs, treffen sie sich wieder: Hansi Burg kehrt zurück in das Land der Mörder ihrer Eltern …“ Das biografische Drama „Die Liebe des Hans Albers“ (BRD 2020, Regie: Carsten Gutschmidt) läuft in der ARD um 20.15 Uhr.

Donnerstag, 7. Januar

  • Kultur- und Religionsgeschichte auf Tagesschau 24. „Die neun Heiligen Berge – acht im Piemont, einer in der Lombardei – sind Pilgerstätten, die an die Stelle des verlorenen Jerusalem treten sollten. Seit Jahrhunderten suchen Menschen hier Trost und Hilfe bei der als wundertätig verehrten Schwarzen Madonna von Oropa. Der englische Schriftsteller Samuel Butler wunderte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts, wie die Schätze der Sacri Monti der Aufmerksamkeit der vielen Italienreisenden so gründlich entgehen konnten. Seither hat sich daran trotz des UNESCO-Welterbestatus leider nicht viel geändert.“ „Heilige Berge – Die Sacri Monti in Oberitalien“ (22.30 Uhr).

Freitag, 8. Januar

  • Der Reihetitel „Superhelden“ täuscht. Die Beiträge beschäftigen sich mit dem historischen Hintergrund diverser europäischer Sagen- und Mythengestalten. Die Folge „Beowulf“ um 21 Uhr auf Phoenix führt ins frühmittelalterliche England. „Das Beowulf-Epos gehört zu den berühmtesten Dichtungen aus dem alten England. Hinter der Sage über Heldenmut und Monster verbirgt sich die Geschichte der Angelsachsen, die nach Britannien auswandern und dort die ersten Königreiche gründen.“ — Der Beitrag „Parzival“ um 21.45 Uhr „spielt in der gewaltsamen Welt der Ritter. Das Werk ist die ebenso humorvolle wie tiefsinnige Antwort auf die verheerenden Verhältnisse im Römisch-Deutschen Reich zur Zeit der Kreuzzüge.“ — Um 1.30 Uhr läuft schließlich die Folge „Odysseus“. „Odysseus muss auf einer langen Irrfahrt mächtigen Göttern, gewaltigen Naturereignissen und Ungeheuern trotzen. Die Abenteuer, die der Held erlebt, sind aber mehr als nur Erfindung. Sie spiegeln die spannende Epoche der griechischen Entdeckungsfahrten im Mittelmeer.“
  • Die Geschichte der innerdeutschen Grenze ist Thema der Doku „Auf der Wacht für die DDR“ um 21.17 Uhr auf Tagesschau 24. „Autobahnkontrollpunkt Marienborn – Für Transitreisende nach Berlin zu DDR-Zeiten ein Ort, der den Puls in die Höhe trieb. Die geringfügigste Überschreitung der rigiden Verhaltensregeln wurde durch die Grenzsoldaten der DDR streng geahndet. Heute ist Marienborn eine Gedenkstätte. Sie dient als Ausgangspunkt für die Geschichte der 1370 Kilometer langen innerdeutschen Grenze.“

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