TV-Vorschau 31. Oktober – 6. November 2020

Nun ist er (fast) da, der Tag der Wahl. Entsprechend gestaltet sich das TV-Programm auch im Blick auf die Geschichtssendungen in der kommenden Woche. Natürlich gibt es auch noch andere Themen, z. B. Das Überleben des Holocaust und dessen Leugnung.

Samstag, 31. Oktober (Reformationstag)

  • N-TVs „Mega-Projekte der Nazis“ beginnen um 20.15 Uhr mit dem Beitrag „Hitlers Kriegsschiffe“, gefolgt von „Hitlers Kamikaze-Bomber“ (21.05 Uhr) und schließlich „Die SS – Himmlers Terror-Staffel“ (22.10 Uhr).
  • „Die Ermordung des Zaren Nikolaus II. und seiner Familie im Juli 1918 bedeutete das Ende der Zarenherrschaft in Russland und einen Triumph für die bolschewistische Revolution. Pierre Gillard, Sohn eines Schweizer Weinbauern war bis zuletzt Hauslehrer der Romanows und erlebte die geschichtsträchtigen Tage hautnah mit. Und notierte sie in seinem Tagebuch …“ „Der Untergang der Romanows – Testat des Tutors Pierre Gilliard“, Arte, 20.15 Uhr.
  • „Der eiskalte Aufstieg der Leni Riefenstahl“ ist Thema einer ZDF-History-Folge um 23.15 Uhr auf Phoenix. „Sie ist der umstrittene Star des deutschen Kinos: Leni Riefenstahl. Er gilt als einer der größten Regisseure: Arnold Fanck. Beide wollen ganz nach oben – koste es, was es wolle.“

Sonntag, 1. November (Allerheiligen)

  • Weiter geht es im ZDF mit der Terra X-Reihe „Mythos Nordsee“. Um 19.30 Uhr stehen „Goldene Zeiten, Piraten und der Blanke Hans“ im Mittelpunkt. „Mit der Hanse tritt im Mittelalter eine neue Macht im Nordseeraum auf. Aus geschäftlichen Absprachen und einem lockeren Kaufmannsbund entsteht der erste Global Player, der sogar Königreichen trotzt.“

Montag, 2. November

  • Kurz vor der US-Präsidentenwahl wirft Phoenix auf die lange Verbindung der US-Filmindustrie mit den Mächtigen: „Hollywood und die Politik“ (20.15 Uhr). — Danach folgt eine Doku über „Martin Luther King und Malcolm X“ (21 Uhr). „Martin Luther King und Malcolm X, die beiden in den 1960er Jahren ermordeten Ikonen der Bürgerrechtsbewegung, gelten bis heute als zwei der berühmtesten politischen Aktivisten der Welt. Doch die beiden Rivalen verkörpern zwei sehr unterschiedliche Träume: zwei Visionen für die USA, zwei politische Strategien – unablässig angefeindet, propagiert und inszeniert von den Medien, vor allem den rasant wachsenden Massenmedien Radio und Fernsehen.“
  • Rechter Terror hat in der Bundesrepublik leider eine lange Tradition. Die ARD-Doku „Dutschke – Schüsse von Rechts“ aus der Reihe Geschichte im Ersten beleuchtet das Attentat auf den Studentenführer unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse (23.35 Uhr).

Dienstag, 3. November

  • Phoenix eröffnet den TV-Abend zur Präsidentenwahl mit einem Rückblick: „Lincolns letzter Tag – Präsidentenmord in Washington“ (20.15 Uhr). „Nur wenige Tage nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs wurde Abraham Lincoln am 14. April 1865 von einer Kugel des fanatischen Südstaatlers John Wilkes Booth tödlich getroffen. Anhand nachgestellter Szenen und zahlreicher historischer Zeugnisse zeichnet die Dokumentation das dramatische Ende des 16. US-Präsidenten nach. […] Historiker schildern und bewerten die historischen Ereignisse“ — Es folgt eine Doku über die Familie des amtierenden US-Präsidenten: „Die Trumps – Aus der Pfalz ins Weiße Haus“ (21 Uhr).

Mittwoch, 4. November

  • Auf Phoenix berichtet um 21 Uhr ZDF-History über den „Kampf um die Freiheit“, gemeint ist der amerikanische Bürgerkrieg.
  • „Über Leben in Demmin“„Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Während die Rote Armee anrückt, nehmen sich hunderte Einwohner das Leben. Sie schneiden sich die Pulsadern auf, vergiften oder erschießen sich. Eltern töten erst ihre Kinder und dann sich selbst, ganze Familien gehen mit Steinen beschwert ins Wasser. […] In der Dokumentation sprechen Überlebende zum ersten Mal von den schrecklichen, lange verdrängten Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend.“ (BR, 22.45 Uhr).

Donnerstag, 5. November

  • „Hans Bär besucht nach 80 Jahren Exil in Argentinien zum ersten Mal sein Heimatdorf. Mit 14 Jahren floh er mit der Mutter vor den Nazis. Nun reist er mit seinen Enkelinnen nach Wohnbach in der Wetterau. Was ist aus dem Dorf geworden? Gibt es Menschen, die er noch kennt? Das Dorf bereitet ein großes Empfangsfest vor. Doch was passiert in einem kleinen Ort, wenn jemand zurückkehrt, der an jene Zeit erinnert, in der Juden vertrieben und ermordet wurden?“ „Der Jude und sein Dorf“, HR, 23 Uhr. — „Der Name Anne Frank steht für Lebensmut und Zuversicht in hoffnungsloser Zeit, aber auch für den frechen und schonungslosen Blick einer Heranwachsenden auf ihre Familie und ihre Umwelt. Millionen Menschen weltweit kennen ihr Tagebuch, sie schrieb es im Versteck vor den Nazis. Jetzt liegt mit diesem Doku-Drama die erste große deutsche Verfilmung der Lebensgeschichte des Frankfurter Mädchens vor. Der Film folgt Annes Schicksal von der glücklichen Kindheit über das Versteck im Hinterhaus in Amsterdam bis zu ihrem Tod im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Er stellt die Beziehung von Vater und Tochter in den Mittelpunkt.“ „Meine Tochter Anne Frank“ (BRD 2014, Regie: Raymond Ley), 23.45 Uhr.

Freitag, 6. November

  • „Können wir das heute?“ fragt N-TV. Um 20.15 Uhr geht es um „Die Pyramiden von Gizeh“, um 21.05 Uhr um „Das Kollosseum“.
  • „Im August 1938 schließt die Schweiz ihre Grenze für Flüchtlinge – eine lebensgefährliche Katastrophe für Juden aus Deutschland und Österreich. Doch nicht alle Beamten halten sich an die unmenschliche Weisung. Im Kanton Sankt Gallen nutzt der Kommandant der Schweizer Grenzpolizei Paul Grüninger bürokratische Lücken und setzt aus moralischer Überzeugung alles aufs Spiel. Der historische Paul Grüninger (1891–1972) ging zu Recht als ‚Oskar Schindler‘ des Grenzgebiets zwischen Deutschland und der Schweiz in die Geschichte ein: Er rettete Hunderten Menschen das Leben.“ 3sat zeigt das Historiendrama „Akte Grüninger“ (Schweiz 2013, Regie: Alain Gsponer) um 20.15 Uhr.
  • „Das Rote Rathaus“ ist Thema der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 21.32 Uhr auf Tagesschau 24.
  • Ein spannendes wie historisch bedeutsames Drama sendet der MDR um 0.15 Uhr. In „Verleugnung“ (USA/GB 2017, Regie: Mick Jackson) geht es um den Prozess gegen den wohl bekanntesten Holocaustleugner David Irving. Und es geht um die Frage, ob Gerichtssäle geeignete Orte sind, um historische Fakten aufzuarbeiten.

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