TV-Vorschau 3. – 9. Oktober 2020

Natürlich steht die Deutsche Einheit weiterhin im Mittelpunkt der Geschichtssendungen der Woche. Aber es gibt auch Archäologie, Musikgeschichte, Kulturgeschichte und und und … Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit

  • N-TV blickt zurück auf die Ereignisse vor 30 Jahren. Um 20.15 Uhr auf „Das Ende der DDR – Aufbegehren und Wende“ und um 21.05 Uhr „Das Ende der DDR – Die Wiedervereinigung“.
  • Archäologie auf Arte: „In der Autonomen Region Kurdistan spielt sich eines der wichtigsten archäologischen Abenteuer der modernen Zeit ab. Vor 5.000 Jahren lag hier zwischen Euphrat und Tigris der Mittelpunkt der Erde: Erste Königreiche mit Palästen und Skulpturen entstanden. Die Dokumentation begleitet Archäologenteams im Wettlauf gegen die Bedrohung und Zerstörung durch den Islamischen Staat.“ (20.15 Uhr) „Kurdistan, Schatzkammer Mesopotamiens“. — „Turkmenistan gehört zu den unbekanntesten und verschlossensten Ländern der Welt. Einst galt das Land als die ärmste Region der Sowjetunion. Heute haben Erdöl und Erdgas Turkmenistan reich gemacht. Zum ersten Mal seit zehn Jahren konnte ein Filmteam ungehindert beeindruckende Ausgrabungsstätten besuchen und internationale Forscher in für lange Zeit verbotene Regionen begleiten.“ „Der Schatz im Wüstensand – Turkmenistans antikes Erbe“ (21.10 Uhr).
  • Bereits gestern auf Tagesschau 24, heute noch einmal: „Das Brandenburger Tor – Geschichte eines Symbols“ (23.02 Uhr).

Sonntag, 4. Oktober

  • Märchen und ihr Kultur- und Mentalitätsgeschichtlicher Hintergrund sind Thema einer neuen Terra X-Reihe „Magie der Märchen“. Im ZDF um 19.30 Uhr steht „Frau Holle und ihre versunkene Welt“ im Mittelpunkt. „Der Brunnen als Tor in die fantastische Welt der Frau Holle. Sie belohnt die Fleißigen und bestraft die Faulen. Wie kein anderes Märchen offenbart die Erzählung, wie nachhaltig die bürgerliche Moralvorstellung des 19. Jahrhunderts das Frauenbild prägte.“ — Um 23.45 Uhr beleuchtet ZDF-History „Die Treuhand – Die wahre Geschichte“.
  • „1.700 Jahre christlicher Kultur verkörpert das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian in Oberösterreich. Seine Gründung verweist auf die frühesten Tage des Christentums im Donauraum. Die Krypta des Klosters bezeichnet den Begräbnisort des heiligen Florian, der im Jahre 304 den Märtyrertod durch Ertränken erlitt. Ein anderes Grab findet heute fast ebenso viel Aufmerksamkeit: der unter der gewaltigen Orgel frei aufgestellte Sarg des genialen Komponisten Anton Bruckner. Dazu kommt die prachtvolle Barock-Architektur Carlo Carlones und Jakob Prandtauers und die Lage des Stifts, eingebettet in die sanften Hügel des Alpenvorlandes, oberhalb der Ortschaft St. Florian, beherrschend und beschützend zugleich.“ „Donauklöster – Am Tisch der Herren – Stift St. Florian“, ARD-alpha, 20.15 Uhr. — Um 21 Uhr schließt sich passend der Film „Aus einer anderen Welt – Bruckner und das Geheimnis von St. Florian“ an. „Anton Bruckners geistige Heimat ist das oberösterreichische Augustiner-Chorherrenstift St. Florian. Hier begegnete der einstige Sängerknabe zum ersten Mal großer Musik, hier war er Lehrer und Organist und hierher kehrte er später mehrmals im Jahr aus Wien zurück, um wieder aufs Neue die Kraft zu finden, sich und seiner Musik Gehör und Anerkennung zu verschaffen. Woher kam diese Musik? Wissenschaftler, Interpreten und Zuhörer versuchen bis heute, dieses Rätsel zu lösen. Unerklärlich erscheint zunächst, wie aus einer engen, ängstlichen und von kleinlichen Sorgen begleiteten Lebenswelt des Anton Bruckner eine Musik erwachsen konnte, die weit über diese Welt hinausgreift und tiefste Geheimnisse berührt. Sie kommt zu den Menschen zurück wie aus einer anderen Welt.“
  • Die Kulturgeschichte eines Flusses steht auf Tagesschau 24 auf dem Programm. „Der Rhein – kein Fluss in Deutschland hat die Menschen mehr bewegt, als dieser Strom. Glück und Leid, Krieg und Frieden, Reichtum und Armut: Alle Facetten menschlichen Lebens und menschlicher Emotionen wurden hier im Laufe der Jahrtausende durchlebt und haben ihre Spuren hinterlassen. In zahlreichen Mythen und Legenden sind diese Spuren zu finden und einige sind weltbekannt geworden. Das Nibelungenlied oder die Sage von der Loreley sind nur zwei davon.“ „Lebendiger Mythos – Märchenhafter Vater Rhein“, 20.15 Uhr. — „Umrahmt von mittelalterlichen Burgen bahnt sich der Rhein seinen Weg das Tal der Loreley: mythisch und dramatisch. Am Rhein leben faszinierende Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Film taucht ein in die besondere Naturlandschaft im Tal der Loreley. Er zeigt, was diese Nahtstelle verschiedener Kulturen, Klimaten und Naturräume ausmacht, die der Mensch im Laufe der Jahrhunderte geschaffen hat. Er fragt auch, ob Veränderungen zur Natur gehören.“ „Wildes Mittelrheintal – Naturgeschichten vom großen Strom“ (21.02 Uhr).

Montag, 5. Oktober

  • Stefan Zweigs Biografie der schottischen Königin Maria Stuart in der Verfilmung von Thomas Imbach auf Arte um 0.20 Uhr: „Mary – Queen of Scots“ (Schweiz 2013).

Dienstag, 6. Oktober

  • „Potsdams Hügel der Macht – Der Brauhausberg in Potsdam“ ist Thema der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 20.15 Uhr auf RBB. — Um 21 Uhr folgt „Ein Sommer in Potsdam – Zwischen Gestern und Heute“. „Einen Sommer lang flaniert der Film auf Preußens Spuren durch die geschichtsträchtige Mitte Potsdams, zwischen Altem Markt und Neuem Markt, Stadtkanal und Stadtschloss. Hier ist zu erleben, wie Friedrich II. eine Stadt ganz nach seiner Fasson erbauen ließ und warum Potsdam zum preußischen Mythos wurde.“
  • Die Doku „Der Fall Tutanchamun – Reise in die Ewigkeit“ (BR, 22.30 Uhr) beschäftigt sich mit dem wohl bekanntesten Pharao, dessen Grab 1922 von Howard Carter entdeckt wurde. „Die dreiteilige Serie ‚Der Fall Tutanchamun‘ stellt den Pharao in seinen letzten Tagen als Gottkönig vor. Gezeigt wird, wie Tutanchamun als 19-Jähriger eine der fortschrittlichsten Zivilisationen seiner Zeit regierte, und wie sein plötzlicher Tod die Ordnung Ägyptens ins Wanken brachte. Der Archäologe Howard Carter öffnete nach mehr als 3.000 Jahren die Grabkammer Tutanchamuns und wurde damit über Nacht weltberühmt. In der ersten Folge werden die Geheimnisse von Tutanchamuns Begräbnis entschlüsselt und die persönlichen Besitztümer des Pharaos untersucht. Die zahlreichen Grabbeigaben geben ein Gespür für den Reichtum am Hof des Pharaos und lassen seine Lebenswelt erahnen.“ Die Fortsetzung folgt in einer Woche.

Mittwoch, 7. Oktober

  • „Sechs Jahrhunderte lang war das Osmanische Reich eine Großmacht, die sich über drei Kontinente und die sieben Weltmeere erstreckte. Ein riesiges Reich, Heimat der drei monotheistischen Weltreligionen, mit einer Vielzahl an Sprachen, Kulturen und Religionen, das seinesgleichen suchte – und in weniger als einem Jahrhundert zu Fall gebracht wurde. Auf seinen Trümmern ist die Welt von heute entstanden.“ Die zweiteilige Doku „Das Ende des erhabenen Staates“ beleuchtet diese Geschichte auf Phoenix. Teil 1 „Vielvölkerstaat versus Osmanisches Reich“ um 20.15 Uhr, Teil 2 „Der berstende Nahe Osten“ um 21 Uhr.

Donnerstag, 8. Oktober

  • „Hanns Eisler – geboren am 6. Juli 1898 in Leipzig, gestorben am 6. September 1962 in Ostberlin – Jude, Komponist, Sozialist. Musik für die Massen wollte er schreiben, den Soundtrack der Weltrevolution. Seine Regieanweisung für die ‚Vier Stücke für gemischten Chor‘: ‚Dieses Lied singt man eigentlich so: Zigarette im Mundwinkel, Hände in den Hosentaschen, leicht grölend, damit es nicht zu schön klingt und niemand erschüttert wird. Auf den Straßen zu singen.‘“ „Vorwärts und nicht vergessen – Der Komponist Hanns Eisler“, MDR, 23.10 Uhr.

Freitag, 9. Oktober

Heute leider eine Fehlanzeige.

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