TV-Vorschau 22. – 28. August 2020

Zu den zahlreichen Geschichtsdokus gesellen sich in der kommenden Woche einige Historiendramen und Spielfilme. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 22. August

  • N-TV eröffnet seinen Geschichtsabend mit der Reihe „Nazi-Geheimnisse – Hitlers okkulter Wahn“ (20.15 Uhr), gefolgt von „Nazi-Geheimnisse – Hitler und der Papst“ (21.05 Uhr) und schließlich „Nazi-Geheimnisse – Himmlers dunkle Macht“ (22.10 Uhr). — Um 0.10 Uhr folgt noch der Beitrag „Wir sind Geschichte – Der Vietnamkrieg“.
  • ARD-alpha befindet sich wie bereits letzte Woche „Auf den Spuren großer Entdecker“. Um 20.15 Uhr geht es um „John Muir“. „Der Schotte John Muir (1838–1914) war ein typischer Abenteurer des 19. Jahrhunderts, der die nordamerikanische Wildnis erforschte und sein Leben und seine publizistische Arbeit der Aufgabe widmete, sich für den Schutz der Natur einzusetzen und der Menschheit ihren Platz in ihr zu vermitteln. Muir reiste an einige der spektakulärsten Naturschauplätze des Kontinents wie Alaska, Kalifornien, Florida und die beiden Carolinas. Er war einer der ersten Naturforscher, die darauf hinwiesen, dass außergewöhnliche Landschaften einfach aufgrund ihrer Schönheit geschützt werden sollten. So wurde er zu einem Gründer der nordamerikanischen Nationalpark-Bewegung und später als Vater des modernen Naturschutzes gefeiert.“ — Um 21.05 Uhr folgt „Thomas Blake Glover“. „Der schottische Geschäftsmann Thomas Blake Glover (1838–1911) war einer der großen ‚Anti-Helden‘ unter den britischen Entdeckern. Als gleichsam unsichtbare Hand leistete er einen entscheidenden Beitrag zum Wandel Japans von einer sich abschottenden, in ihren Traditionen verhafteten und kraftlosen Monarchie zu einer globalen Wirtschaftsmacht nach westlichem Vorbild und veränderte damit die Geschichte nicht nur des Landes, sondern der ganzen Welt fundamental.“

Sonntag, 23. August

  • Zwei weitere österreichische „Herrensitze“ stehen bei ARD-alpha auf dem Programm. Um 20.15 Uhr „So jagte Maria Theresia: Schloss Halbturn“ und um 21 Uhr „Sisis Juwelier: Herrenhaus Köchert am Traunsee“.
  • „Die Angst vor Seuchen – Wie Epidemien die Gesellschaft verändern!“ ist Thema der MDR Zeitreise um 22 Uhr. Man „schaut zurück auf jahrzehntelange Pandemie-Bekämpfung im geeinten wie im getrennten Deutschland: Wie ging man auf beiden Seiten der Mauer um mit Kinderlähmung, Ruhr oder Diphterie? Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt? Was hätten wir lernen sollen?“ — Das DDR-Gesundheitssystem ist Thema der anschließenden Doku „Gesundheit DDR!“ (22.30 Uhr). „Die DDR ist eines der ersten Länder, in denen Ende der 1960er-Jahre eine Nierentransplantation gelingt. Andererseits gibt es in Krankenhäusern immer wieder Engpässe bei der Versorgung mit Spritzen und Medikamenten. Das Gesundheitssystem der DDR ist von Anfang an ein Balanceakt zwischen dem großen Anspruch einer kostenlosen Behandlung für jeden, und einer Realität, die von Kostendruck und Mangel geprägt ist.“

Montag, 24. August

  • Um die Rolle der Frauen in der Geschichte geht es Phoenix am späteren Abend. Um 22.15 Uhr stehen „Roms weibliche Superstars“ im Blickpunkt: Gladiatorinnen. „Im Römischen Reich sind sie umstritten, aber sehr beliebt: Frauen, die in der Arena wie Männer um Leben oder Tod kämpfen. Für die einen sind sie ein Skandal, für die anderen: Idole.“„Das Geheimnis der Wikinger-Kriegerin“ folgt um 23 Uhr. — Zeitgeschichtlich ist das Porträt einer herausragenden Engländerin: „Queen Mum – Königin. Mutter. Legende“ (23.45 Uhr). — Um 0.30 Uhr schließlich beleuchtet der Beitrag „Geschlechterkonflikt“ Frauenbilder der Geschichte. *„Als Jäger war der Mann der Haupternährer. Als “Nestbauerin” versorgte die Frau Heim und Herd sowie die Kinder – so lautete die tradierte Vorstellung, wie Menschen seit der Steinzeit gelebt haben. Archäologen dagegen sind sich sicher: Die klassischen Rollenbilder hat es so nicht gegeben. Die Auswertung alter und neuer Funde stellt sie infrage.“
  • Arte zeigt um 20.15 Uhr das Historiendrama „Die Verfolgten“ (FRA 1974, Regie: Michel Mitrani) nach dem Augenzeugen-Roman von Roger Boussinot. „Paris, im Juli 1942: Der junge Student Paul erfährt von der Razzia im Viertel Saint-Paul. Alle Juden, die dort leben, sollen festgenommen werden. Paul will möglichst viele Menschen vor ihrem Schicksal bewahren, doch immer wieder wird er abgewiesen. Nach vielen Rückschlägen trifft er auf Jeanne … — Augenzeuge Roger Boussinot verewigte seine Erlebnisse, die als ‚Razzia des Wintervelodroms‘ in die Geschichte der Judenverfolgung eingingen, in seinem Roman ‚Les Guichets du Louvre‘, der 1974 verfilmt wurde. Die Razzia fand am 16. und 17. Juli 1942 statt; die Massenfestnahme durch die französische Polizei führte Tausende Juden in die Konzentrationslager Osteuropas.“
  • In der Reihe „Hotel-Legenden“ porträtiert die ARD um 23.30 Uhr „Das Beau-Rivage am Genfer See“. „Im Hotel Beau-Rivage am Genfer See wurde Geschichte geschrieben. Unvergessen sind vor allem zwei Dramen: 1898 verstarb ‚Sisi‘, Kaiserin Elisabeth, im Beau-Rivage an den Folgen der Messerattacke eines italienischen Anarchisten. 1987 wurde hier der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins Uwe Barschel tot in einer Badewanne gefunden.“

Dienstag, 25. August

  • Hitlers uneingeschränkte Macht war auf Gewalt gegen alle aufgebaut, die ihm im Weg standen. Die SA war ihm dabei in den Anfängen der NS-Herrschaft das wichtigste Instrument, bis sie ihm selbst gefährlich wurde. Arte erinnert an ein weitgehend vergessenes Ereignis auf dem Weg zu dieser Machtposition: „Durch Mord zur absoluten Macht – Hitler dezimiert die SA“. „Im Juni 1934 beschließt Hitler, die mächtige Führungsriege der SA auszuschalten. Mit gezückter Pistole betritt er am 30. Juni das Hotel Hanselbauer in Bad Wiessee, in dem sein Duzfreund Ernst Röhm und weitere SA-Funktionäre logieren. Die insgesamt dreitägige Mordaktion in den eigenen Reihen ist als ‚Nacht der langen Messer‘ in die Geschichte eingegangen.“ — Um 21.45 Uhr geht es dann um die Aufarbeitung der schrecklichen NS-Verbrechen. „Fritz Bauer – Generalstaatsanwalt. Nazi-Jäger“ — Um 22.45 Uhr folgt die Doku „Blutige Grenze. Die Geschichte Irlands“. „Vor atemberaubenden Landschaftsbildern wird die leidvolle Geschichte des irischen Volkes erzählt, das sich jahrhundertelang aus der Umklammerung durch die Briten zu befreien versuchte. Die Doku macht deutlich, wie die Grenze zwischen Irland und Nordirland zum Dreh- und Angelpunkt der irischen Geschichte wurde, und sie zeigt, wie gefährlich es wäre, diese Grenze heute wieder anzutasten.“ — Um 23.35 Uhr geht es zeitlich wieder zurück und bleibt dennoch bei der irischen Geschichte. „Jen Dunbars Film „Drei Tage im Juni 1944“ erzählt die unglaubliche, wahre Geschichte der 21-jährigen Irin Maureen Sweeney, die in einer abgelegenen Wetterstation an der irischen Westküste arbeitete und deren Aufzeichnungen entscheidend zur erfolgreichen Landung der Alliierten am sogenannten D-Day in der Normandie beigetragen haben.“ — Das Historiendrama „Der Verrat von München“ (CZ/Slowak./BRD 2017, Regie: Julius Sevcík) bildet um 0.45 Uhr dann den Abschluss des Geschichtsabends. „1938: Jan Masaryk, tschechoslowakischer Botschafter in London, muss hilflos zusehen, wie die Verbündeten Großbritannien und Frankreich sein Land Hitlers Expansionsgelüsten opfern. Nach einem Zusammenbruch nimmt sich ausgerechnet ein deutscher Psychiater seiner an. Nur langsam findet Masaryk, der eigentlich Pianist hatte werden wollen, Vertrauen zu Dr. Stein.“
  • Phoenix widmet den späteren Abend dem Märchenkönig Ludwig II. und insbesondere Schloss Neuschwanstein. Um 22.15 Uhr geht es los mit der Doku „Neuschwanstein – Vom Mythos zur Marke“, um 23 Uhr folgt „Allgäu – Im Land des Märchenkönigs“. — Um 23.45 Uhr steht in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ „Neuschwanstein“ im Zentrum, ebenso wie um 0.30 Uhr in der Reihe „Wilde Schlösser“: „Neuschwanstein“.

Mittwoch, 26. August

  • „Es ist einer der Aufsehen erregendsten Prozesse der Nachkriegszeit: 1947 steht in Dachau eine Frau vor Gericht, die die Weltöffentlichkeit nur unter einem Namen kennt: ‚Hexe von Buchenwald‘. Gemeint ist damit Ilse Koch, die Ehefrau des früheren Kommandanten des Konzentrationslagers, Karl Koch. Grauenhafte Erzählungen ranken sich um die Kommandeuse, die bekannteste ist ihre angebliche Vorliebe für Lampenschirme aus tätowierter Menschenhaut.“ „Ilse Koch – Die Hexe von Buchenwald“ (Tagesschau 24, 21.17 Uhr).
  • Phoenix erinnert an die Geschichte der Kennedys mit all ihren Höhen und Tiefen: „Die Kennedy-Saga“. Um 22.15 Uhr startet „Die Macht des Geldes“, um 23 Uhr startet „Der Weg an die Macht“. „Zwei Brüder“ sind um 23.40 Uhr Thema und „Familiengeheimnisse“ folgen um 0.20 Uhr. Die letzten beiden Folgen laufen am Freitag.
  • RBB setzt den „Krieg der Träume 1918 – 1939“ um 22.15 Uhr mit der Folge „Tanz auf dem Vulkan“ fort. „Arbeitslosigkeit und Not prägen die frühen 1920er Jahre. Moskau ist Treffpunkt für alle, die vom Kommunismus träumen. 1923 besetzt Frankreich wegen ausbleibender Reparationszahlungen das Ruhrgebiet. In Deutschland wirft die Regierung die Notenpressen an und löst eine Hyperinflation aus.“

Donnerstag, 27. August

  • „Unbekannte Helden – Widerstand im Südwesten“ ist der Titel eines Dokudramas (erster Teil) um 20.15 Uhr im SWR. „Die unbekannten Heldinnen und Helden sind Menschen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, die wie die großen Widerständler Graf Stauffenberg, Georg Elser oder die Geschwister Scholl todesmutig ihr Leben aufs Spiel setzten, um das nationalsozialistische Unrechtssystem und den Krieg zu beenden. Dennoch haben sie nie im Rampenlicht gestanden, sind in Vergessenheit geraten oder werden erst spät für ihr mutiges Handeln geehrt. Die SWR Dokumentation erzählt in exemplarischen Fällen die Geschichten dieser mutigen Bürgerinnen und Bürger.“„Rätsel der Steinzeit“ werden um 22 Uhr gelöst. — Um 23.15 Uhr wird schließlich die Geschichte der „Familie Brasch“ erzählt. „In den Jahren nach 1945 sind die Braschs eine perfekte Funktionärsfamilie, die in der sowjetisch besetzten Zone den deutschen Traum vom Sozialismus lebt. Regisseurin Annekatrin Hendel porträtiert in ihrem neuen Film drei Generationen Brasch, die die Spannungen der Geschichte innerhalb der eigenen Familie austragen – zwischen Ost und West, Kunst und Politik, Kommunismus und Religion, Liebe und Verrat, Utopie und Selbstzerstörung.“

Freitag, 28. August

  • Der Spielfilm „Die Freibadclique“ (BRD 2018, Regie: Friedemann Fromm) schildert die letzten Kriegsmonate und die erste Zeit der Besatzung aus Sicht von Jugendlichen. „Sommer 1944, Schwäbisch Hall. Entgegen der Kriegspropaganda und dem verordneten Heldentum träumen die 16jährigen Jungs der Freibadclique von Swingmusik, Sex und Freiheit. Gleichzeitig ahnen Onkel, Knuffke, Bubu, Zungenkuss und Hosenmacher, dass sie dem Schrecken der Front nicht entkommen werden. […] Im Sommer 1945 finden sich die Übriggebliebenen, zu denen auch Knuffke gehört, wieder im Freibad ein und versuchen, in der Unordnung zurechtzukommen.“ (3sat, 20.15 Uhr).
  • Das Historiendrama „Der Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920“ (BRD 2011, Regie: Bernd Fischerauer) schildert „minutiös den Ausbruch und Ablauf des Kapp-Lüttwitz-Putsches, der nur fünf Tage dauerte. Wie die rechtmäßige Regierung unter Reichskanzler Gustav Bauer verjagt wurde, ebenso Reichspräsident Friedrich Ebert und der Reichswehrminister Gustav Noske (alle SPD), das erzwungene Untertauchen des Finanzministers Matthias Erzberger, die ambivalente Haltung der Reichswehroffiziere und der Sicherheitspolizei, die der Regierung den zur Abwehr des Putsches notwendigen Schutz verweigerten.“ Heute ist der „erste Teil “ ab 21.17 Uhr auf Tagesschau 24 zu sehen, der zweite folgt in einer Woche.
  • Auf Phoenix laufen die beiden letzten Folgen der „Kennedy-Saga“. Um 22.30 Uhr „Die Legende von Camelot“, um 23.15 Uhr schließlich „Das Vermächtnis“.

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