TV-Vorschau 11. – 17. Juli 2020

In der kommenden TV-Woche drehen sich die Geschichtsthemen u.a. um die Rolle der Frauen in der (Vor)Geschichte, den Kennedy-Clan, die slawischstämmige Bevölkerung in Deutschland und den deutsch-französischen Krieg aus bayerischer Sicht. Dazu kommen biografische Dokus und diverse weitere Themen. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 11. Juli

  • N-TV eröffnet den gewohnt historisch ausgerichteten TV-Abend am Samstag mit zwei Beiträgen der Reihe „Giganten der Geschichte“. Um 20.15 Uhr geht es um „Das Empire State Building“ und um 21.05 Uhr steht „Ägyptens versunkene Stadt“ im Blickpunkt. Ab 22.10 Uhr folgen drei Filme der Reihe „Aufstand der Barbaren“: „Fritigern“, „Alarich“ (23.10 Uhr) und „Attila und Geiserich“ (0.10 Uhr).
  • „Der größte und prachtvollste Tempel des Alten Ägypten wird dort ausgegraben, wo sich heute die Millionenmetropole Kairo erstreckt. Für die Archäologen ist es die einmalige Chance, Heliopolis, die Stadt der Sonne, wiederauferstehen zu lassen. Für jeden Pharao war sie ein ganz wichtiger Ort. Denn der König musste in der Stadt ein Opfer darbringen, um seine Herrschaft zu legitimieren.“ „Die Sonnenstadt der Pharaonen“, Arte, 20.15 Uhr. — „Auf der Suche nach einer vergessenen Metropole: Vor der Küste Ägyptens schlummert auf dem Meeresgrund die antike Hafenstadt Herakleion – nur wenige Meter unter der Wasseroberfläche, verschüttet unter Sand und Schlamm. Spannende Zeitreise in das alte Ägypten mit atemberaubenden Unterwasseraufnahmen.“ „Ägyptens versunkene Hafenstadt – Ein Mythos taucht auf“, 21.10 Uhr.

Sonntag, 12. Juli

Montag, 13. Juli

  • Phoenix präsentiert die beiden letzten Folgen der „Kennedy-Saga“. Um 20.15 Uhr „Die Legende von Camelot“ und um 21 Uhr schließt „Das Vermächtnis“ die Reihe ab.
  • „DDR-Witze und der BND“ (Tagesschau 24, 21.17 Uhr). „Der Film schaut hinter die Kulissen der professionellen Witze-Sammler aus dem Westen und nicht weniger neugierig und direkt hinein in die Witze-Küchen der DDR. Tragisches und Witziges. Aufgestöbert und erzählt an Originalschauplätzen in Pullach und im “Osten”. Mit hochkarätigen Protagonisten.“
  • In der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ geht es heute um „Schloss Cecilienhof“, „dem letzten Neubau der Hohenzollern, einst Wohnsitz des deutschen Thronerben, Kronprinz Wilhelm von Preußen, und seiner Gattin, Kronprinzessin Cecilie. Dass im Sommer 1945 im Schloss Cecilienhof die Potsdamer Konferenz abgehalten wurde, ist hinlänglich bekannt. Dass Cecilienhof ein Treff von Verschwörern war, ein Vorzeigemuseum für Regierungsgäste, ein hermetisch geschütztes Sperrgebiet der Sowjetbesatzung, ein Problem der Wendezeit und ein Hassobjekt für Rechtsradikale, eher weniger.“ (ARD, 23.50 Uhr).

Dienstag, 14. Juli

  • Gestern in der ARD, heute im RBB: „Schloss Cecilienhof“ aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 20.15 Uhr. — Um 21 Uhr folgt ebenfalls aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ der Film „Kienbaum – Die Weltmeisterschmiede in der Mark“.
  • „Nur 25 Jahre ist der bayerische Monarch König Ludwig II. alt, als er eine der folgenschwersten Entscheidung seines Lebens treffen muss: Schickt er das Volk in den Krieg oder nicht? Erst vier Jahre zuvor hatte Bayern im Krieg von 1866 gegen Preußen gekämpft. Um die von Otto von Bismarck geplante Reichsgründung zu erreichen, sollten die Bayern nun, verbündet mit den einstigen Feinden – den Preußen – gemeinsam gegen Frankreich ins Feld ziehen? Für König Ludwig II. muss dies eine zutiefst verstörende Situation gewesen sein, ist der Monarch doch zeitlebens ein bekennender Bewunderer der französischen Kunst und Kultur gewesen.“ Der Bildwissenschaftler und Kunsthistoriker Paul Mellenthin hat bayerische Kriegsfotografien aus dem deutsch-französischen Krieg ausgewertet. „Formal ist diese Dokumentation als spannendes, vorantreibendes Roadmovie erzählt: Begleitet von spektakulären Landschaftsaufnahmen des Chiemgaus sowie der Insel Herrenchiemsee vermittelt sie so nicht nur neue Erkenntnisse über die spezifische Rolle Bayerns im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71, sondern entdeckt zudem erstmals für die Öffentlichkeit die private Fotografie-Sammlung König Ludwig II., die zeitgleich in den 1870er-Jahren entstand. Diese einmaligen Zeugnisse vermitteln dem Zuschauer einen emotionalen Zugang zu dem historischen Ereignis, das sich im Jahr 2020 zum 150. Gedenken jährt.“ „Fotografien für Ludwig II: Bayern im Krieg von 1870/71“, BR, 22.30 Uhr.

Mittwoch, 15. Juli

  • „Opas Schatz“ ist Ausgangspunkt für eine Familie, in die eigene und die lettische Geschichte der letzten 300 Jahre einzutauchen (ARD-alpha, 20.15 Uhr). — Um 21.15 Uhr sind „Jäger der versunkenen Lok“ auf der Suche nach einer Dampflokomotive, die 1852 bei einem Unfall im Rhein versank. Die Doku erzählt nicht nur von der Suche, sondern auch von der Geschichte der Eisenbahn in Deutschland. „Immerhin handelt es sich um die älteste erhaltene Original-Lokomotive Deutschlands, die im Rhein bei Germersheim jetzt auf ihre Hebung wartet.“
  • Die Firmengeschichte der „Rügenwalder Mühle – Mit der Teewurst an die Spitze“ ist um 21 Uhr Thema im NDR.
  • Die zehnte Folge der historischen Krankenhausserie „Charité“ trägt den Titel „Verschüttet“ und läuft um 22.30 Uhr im HR.

Donnerstag, 16. Juli

  • „Kapitän Frank Worsley heuert im Jahr 1914 auf der ‚Endurance‘ an, um Sir Ernest Shackleton und seine Expedition durch die Antarktis zu steuern. Doch das Schiff bleibt im Packeis stecken. Dem Eis ausgeliefert, wäre das Schicksal der Crew besiegelt – gäbe es da nicht die außergewöhnlichen Navigationskünste ihres Kapitäns …“ Forschungsgeschichte auf Phoenix. „Höllentrip Antarktis – Shackletons Retter“ um 22.15 Uhr.
  • „Eigentlich könnte er das mitteldeutsche Pendant zum ‚amerikanischen Traum‘ verkörpern: Statt vom Tellerwäscher zum Millionär schaffte es Carl Adolph Riebeck vom Bergwerksjungen aus dem Harz zum Großindustriellen in Halle, der im mitteldeutschen Raum bei seinem Tod 15 Kohlebergwerke, 27 Brikettpressen, 31 Schwelereien, drei Mineralölfabriken, 13 Ziegeleien sowie eine Brauerei und eine Hand voll Rittergüter zu vererben hatte.“ Die biografische Doku „Carl Adolph Riebeck – Der mitteldeutsche Braunkohlebaron“ über einen Selfmademan der Gründerzeit läuft um 23.10 Uhr im MDR.
  • Auch der SWR hat eine biografische Doku im Programm. Um 23.45 Uhr steht das Leben und Werk von Joseph „Beuys“ im Blickpunkt. „Der mehrfach preisgekrönte Film von Andres Veiel porträtiert den Ausnahmekünstler. Mit Geduld versuchte Beuys schon damals zu erklären, dass ‚Geld keine Ware sein darf‘. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. ‚Nur noch 2.388 Tage bis zum Ende des Kapitalismus‘ schrieb er auf die Tafel. Mehr noch: Beuys boxte, parlierte, dozierte. Er erklärte dem toten Hasen die Kunst, sperrte sich in den USA mit einem Koyoten in einen Käfig. ‚Wollen wir eine Revolution ohne Lachen machen?‘, fragte er grinsend.“

Freitag, 17. Juli

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