TV-Vorschau 16. — 22. Mai 2020

Nach den vielen Beiträgen zum Kriegsende wird das Geschichtsprogramm der kommenden Woche wieder etwas überschaulicher. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 16. Mai

  • N-TV beginnt den Abend mit den ersten drei Teilen der Reihe „Hitlers Aufstieg und Untergang“. Um 20.15 Uhr „Der Opportunist“, um 21.05 Uhr „Der Schauspieler“ und um 22.10 Uhr „Der Führer“. — „Mega-Projekte der Nazis“ folgen um 23.10 Uhr („V1: Hitlers Vergeltungswaffe“), 0.10 Uhr („Der Westwall“) und 1 Uhr („Die Wolfsschanze“).
  • Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat seine eigene Geschichte, die auf Tagesschau 24 ausführlich behandelt wird. Um 20.15 Uhr beginnt der Themenabend mit der Doku „DDR-Witze und der BND“. Kein Witz: „1977 startet der Bundesnachrichtendienst in Pullach eine sehr spezielle Geheimoperation. Agenten des BND sollen streng konspirativ die Welt der Witze im Arbeiter- und Bauernstaat erfassen und auswerten. Die erste Witze-Akte erreicht am 11.11.1977 Bundeskanzler Helmut Schmidt mit dem Vermerk ‚VS-Vertraulich‘. Man wählt den karnevalistischen Bezug, für den scheinbar unernsten Gegenstand nachrichtendienstlicher Ermittlungstätigkeit. Jahrzehntelang ist die Operation ‚DDR-Witz‘ ein Staatsgeheimnis der alten Bundesrepublik. Erst 2009 werden die Witz-Akten frei gegeben.“ — Es folgt der Zweiteiler „Die Akte BND“. „Waffengeschäfte deutscher Reeder“, in die der bundesdeutsche Geheimdienst involviert ist, läuft um 21.02 Uhr, „Der Geheimdienst und sein erster Waffenhändler“ folgt um 21.47 Uhr. — Den Abschluss bildet um 22.35 Uhr der Film „Endstation Bad Kleinen – Vom Versagen deutscher Sicherheitsorgane“.
  • Mit dem „Mythos Trümmerfrau“ beschäftigt sich ARD-alpha um 20.15 Uhr. — Gefolgt von „Deutschland im Kalten Krieg – Angst beherrscht die Welt“ um 21 Uhr.
  • Der biografische Spielfilm „Paula“ porträtiert die Malerin „Paula Modersohn-Becker“ (One, 21.45 Uhr).

Sonntag, 17. Mai

Montag, 18. Mai

  • Phoenix sendet die beiden letzten Folgen der Reihe „Die Welt der Antike“. Um 20.15 Uhr geht es um „Das römische Imperium“, dem „Der Aufstieg des Christentums“ folgt (21 Uhr).
  • Archive sind die Quelle historischer Erkenntnis. Wenn bislang verschlossene Archive geöffnet werden, verspricht das einen Erkenntniszuwachs und vertieftes Wissen um die Geschichte. Um so mehr, wenn der Vatikan seine Geheimarchive öffnet. „Die Geheimnisse der Akten“, 23.30 Uhr, ARD.

Dienstag, 19. Mai

  • „Der Krieg zwischen Nord- und Südkorea forderte innerhalb von drei Jahren mehrere Millionen Todesopfer, die meisten von ihnen Zivilisten. Er zementierte die Spaltung Koreas. Bis heute gibt es keinen Friedensvertrag zwischen den beiden Staaten. Anhand von Archivmaterialien, die erst vor Kurzem freigegeben wurden, erzählt der Film die Geschichte eines offiziell nie beendeten Krieges.“ „Der ewige Korea-Krieg“, 20.15 Uhr, Arte.
  • Eine kleine Kriminalgeschichte Berlins gibt es um 20.15 Uhr auf RBB: „Berlin Berlin: Die dunkle Seite“

Mittwoch, 20. Mai

Donnerstag, 21. Mai – Christi Himmelfahrt

  • „Das Reichstagsgebäude in Berlin erlebte eine wechselvolle Geschichte. Das Dokudrama „Der Reichstag – Geschichte eines deutschen Hauses“ (BRD 2017, Regie: Christoph Weinert) nimmt Menschen in den Fokus, die zwischen Kaiserzeit und heute eng mit dem Gebäude verbunden waren. Ob Parlamentarier, Bauarbeiter, Stenograf, Bibliothekarin, Sekretärin oder Flakhelfer im Zweiten Weltkrieg, sie alle erlebten auf ihre Weise die geschichtlichen Ereignisse rund um den Reichstag.“ (Arte, 20.15 Uhr).
  • Für eine moderne Klimapolitik spielt die Windkraft bekanntlich eine große Rolle. Die Geschichte der Energiegewinnung aus Wind ist Gegenstand des Films „Höhenrausch, Macht und Nazis – Die geheime Windkraftrevolution“ um 21.45 Uhr auf ARD-alpha. „Die nie erzählte Geschichte der Windkraftforschung der Nazis: 1941 beordert SS-Brigadeführer Walther Schieber den Aerodynamiker und Flugzeugexperten Ulrich Hütter nach Weimar. Sein Auftrag: Die Entwicklung der ersten wissenschaftlich fundierten Windkraftanlagen der Welt inklusive der Speicherkapazitäten. Das Ziel: Diese Windkraftanlagen sollen im Rahmen des Generalplans Ost in den zu erobernden Weiten der Sowjetunion deutsche Wehrdörfer autark mit Energie versorgen.“
  • Heute ist „Der Kurfürstendamm – Boulevard mit Geschichte“ aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 23.15 Uhr auf Phoenix zu sehen.
  • Der Film „Wilde Gesellinnen – Frauen am sächsischen Fels“ erinnert an die Anfänge der Bergsteigerei in Sachsen und die Rolle, die Frauen dabei spielten. „Das sächsische Felsklettern kann auf eine mehr als 150 Jahre alte Tradition zurückblicken. 1903 gab es schon 500 aktive Bergsteiger. Wilde Gesellen, Bergbrüder und Kletterfreundschaften werden besungen, von Frauen ist jedoch lange keine Rede. Gab es keine Bergsteigerinnen im Elbsandsteingebirge? Filmemacherin Bettina Wobst beginnt zu recherchieren. In der vermeintlichen Männerdomäne muss sie lange suchen, findet dann aber Erstaunliches. Und so ist ihr Film eine Hommage an die Bergträume von Frauen, die sich anfangs mit Hut und Reifrock, aber später selbstbewusst in Hosen ins Felsrevier wagten. Mit Hilfe des Historikers Joachim Schindler gelingt es, vielen vergessenen sächsischen Bergsteigerinnen ein Gesicht zu geben.“ (MDR, 1.35 Uhr).

Freitag, 22. Mai

  • Ein Stück deutscher Geschichte! „Der Film „Stammheim – Die Baader-Meinhof-Gruppe vor Gericht“ (BRD 1986, Regie: Reinhard Hauff) zeigt den Prozess gegen die RAF-Mitglieder Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Jan-Carl Raspe. Der Prozess dauerte zwei Jahre – 192 Prozesstage. Ulrike Meinhof erlebte den Tag der Urteilsverkündung nicht mehr. Sie beging im Mai 1976 Selbstmord in ihrer Zelle. Der Film zeichnet die Geschichte des Stammheimer Prozesses nach. Die Szenen und Dialoge beruhen auf wirklichen Texten und Ereignissen. Die Auseinandersetzungen der Gefangenen untereinander sind aus authentischen Briefen und Zellenzirkularen rekonstruiert.“ (One, 23 Uhr).

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