TV-Vorschau 14. – 20. März 2020

Von den Anfängen der Menschheit bis zu Willy Brandts umjubelten Besuch in Erfurt 1970 und dem Ende der DDR 1989 reicht die Spannweite der Geschichtssendungen der kommenden Woche. Besonders hervorzuheben wären darüber hinaus die Beiträge über den Kapp-Putsch gegen die junge deutsche Republik von Weimar. Aber suchen Sie selbst aus. Viel Spaß dabei.

Samstag, 14. März

  • Unter der Überschrift „Krieg und Frieden“ sendet N-TV zwei Beiträge. Um 20.15 Uhr „Neue Weltmächte“. „Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ordnete die Welt sich neu. Gandhi kehrte nach Indien zurück, um den Kampf für die Freiheit seines Volkes auszufechten, Josef Stalin folgte auf Lenin und Winston Churchill kämpfte für die Wiederaufnahme seiner politischen Karriere. Es werden Staatsmänner des frühen 20. Jahrhunderts porträtiert, die für unterschiedliche politische Lehren standen, jedoch vom gleichen Ehrgeiz getrieben wurden.“ Und um 21.05 Uhr „Die Weltwirtschaftskrise“. „Die 20er- und 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts waren geprägt von der Weltwirtschaftskrise 1929, die jedes Land in den Grundfesten erschütterte. Gleichzeitig nahmen dramatische Entwicklungen ihren Lauf. Die Doku zeigt die wirtschaftlich gebeutelte Welt, in der Hitler in Deutschland zum Kanzler wurde, Mussolini sich die absolute Macht in Italien sicherte und Franco in Spanien die Herrschaft übernahm.“ — „Mega-Projekte der Nazis“ folgen am späteren Abend. Um 22.10 Uhr „Hitlers U-Boote“, um 23.10 Uhr „Die Schlacht um Japan“ und um 0.10 Uhr „Geheimwaffe im Pazifik“.
  • „Sie sind Rennstrecke für Raser und Kriechspur im Ferienstau: Deutschlands Autobahnen. […] Vor allem ein Mythos hat sich bis heute gehalten: Angeblich hat Hitler die Autobahn erfunden. Eine Propagandalüge, die heute noch viele glauben.“ „Mythos Autobahn“ (Phoenix, 23.15 Uhr).

Sonntag, 15. März

  • Die Terra X-Reihe „Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen“ geht im ZDF um 19.30 Uhr weiter mit dem Beitrag „Luft“.
  • **N-TV“ widmet den Abend dem „Aufstand der Barbaren“, antike Aufstände gegen die römische Vorherrschaft und Besatzung. Um 20.15 Uhr steht „Hannibal“ im Blickpunkt, um 21.05 Uhr „Viriathus“, „Spartakus“ um 22.10 Uhr und „Arminius“ um 23.10 Uhr.
  • Die junge Weimarer Republik war von Anfang an ein Ärgernis für die politische Rechte in Deutschland. Und von Anfang an hat sie die Demokratie mit gewaltsamen Mitteln bekämpft. Vor 100 Jahren putschten Teile des Militärs gegen die demokratische Regierung. Tagesschau 24 erinnert daran mit dem Zweiteilter „Der Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920“. „Unter der Regie von Bernd Fischerauer schildert der Film minutiös den Ausbruch und Ablauf des Kapp-Lüttwitz-Putsches, der nur fünf Tage dauerte. Wie die rechtmäßige Regierung unter Reichskanzler Gustav Bauer verjagt wurde, ebenso Reichspräsident Friedrich Ebert und der Reichswehrminister Gustav Noske (alle SPD), das erzwungene Untertauchen des Finanzministers Matthias Erzberger, die ambivalente Haltung der Reichswehroffiziere und der Sicherheitspolizei, die der Regierung den zur Abwehr des Putsches notwendigen Schutz verweigerten.“ „Teil 1“ um 20.15 Uhr, „Teil 2“ um 21.02 Uhr. — Passend dazu folgt um 21.47 Uhr ein Beitrag der Reihe „Die Spur der Ahnen“: „Der schöne Martin – Tod beim Kapp-Putsch“. „Es ist nicht viel, was Karin Friedemann von ihrem Großvater geblieben ist: einige Fotos und ein paar Dokumente, die Erinnerungen ihrer Mutter und eine Legende. Mirko Drotschmann begibt sich mit Angehörigen auf die Spuren von Familiengeheimnissen oder unglaublichen Kapiteln der Familiengeschichte.“
  • Die Reihe „Die Welt im Krieg“ geht auf ARD-alpha weiter mit den Beiträgen „Unternehmen Barbarossa (Juni – Dezember 1941 / ‚Barbarossa‘)“ um 20.15 Uhr und „Banzai (1931 – 1942 / ‚Banzai!: Japan‘)“ um 21.05 Uhr.
  • Phoenix erinnert an „Amerikas Gangsterkönige“. Um 21.45 Uhr erfahren wir vom „Aufstieg aus der Gosse“ und um 22.30 Uhr vom „Sturz des Paten“.
  • An das Ende der DDR erinnert die MDR Zeitreise“ um 22.25 Uhr. Überschrift: „Die letzte Volkskammer“. — Um 22.55 Uhr folgt die Dokumentation „Die letzte DDR-Regierung oder wie man sich selbst abschafft“.

Montag, 16. März

  • Die Folgen 5 (Götterdämmerung) und 6 (Zeitenwende) der Serie „Charité“ sind um 23.15 Uhr im NDR zu sehen.

Dienstag, 17. März

  • Phoenix beginnt den TV-Abend mit einer Doku über „Neuschwanstein“ aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ (20.15 Uhr). — Nicht ganz unpassend folgt der ZDF-History-Beitrag „Sisi – Die wilde Kaiserin“ um 21 Uhr.
  • RBB führt seine Zuschauer zunächst in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ zu „Hitlers Wolfsschanze“ (20.15 Uhr). „Jahr für Jahr zieht die ehemalige ‚Wolfsschanze‘ Touristen nach Ketrzyn (Rastenburg) in Polen, in das frühere Ostpreußen. Die Besucher stehen heute fasziniert vor den bemoosten Betonkolossen, in denen einstmals Hitlers militärisches Lagezentrum untergebracht war.“ — Anschließend gibt es „Geschichte und Geschichten eines Hotels: Adlon verpflichtet“ (21 Uhr).
  • Um 0.05 Uhr erschallt im MDR der Ruf „Willy Brandt ans Fenster!“ „Gab es einen Tag in meinem Leben, der emotionsgeladener war, fragte sich Willy Brandt Jahre nach dem denkwürdigen ersten deutsch-deutschen Gipfeltreffen. Viele Menschen hat dieser 19. März 1970 bewegt. Der Tag von Erfurt. Deutschland ist seit zwei Jahrzehnten geteilt. Der Kalte Krieg hat die Menschen in Ost und West einander entfremdet. Die Bundesrepublik hat einen neuen Kanzler. Willy Brandt will gemeinsam mit dem DDR-Ministerpräsident Willi Stoph die deutsch-deutsche Eiszeit beenden. Der Weg ist mühsam. Bis zum Erfurter Treffen stolpern beide Seiten über etliche diplomatische Hürden, immer wieder droht der Gipfel zu scheitern. Wo soll das Treffen stattfinden? Wird die Bundesrepublik die DDR staatlich anerkennen? Wird die DDR menschliche Erleichterungen zusichern? […] Die Dokumentation eröffnet erstmals den zusammen-hängenden Blick hinter die Kulissen. Sie dokumentiert die spannende Vorgeschichte und den aufwühlenden Tag von Erfurt – mit zahlreichen prominenten unmittelbar beteiligten Zeitzeugen aus Ost und West. Sie erzählen, was im Sonderzug, im Erfurter Hof und in der Gedenkstätte Buchenwald geschah. Viele teilweise unbekannte Dokumente aus Archiven in Ost und West belegen, weshalb das Spitzentreffen in Erfurt stattfand und welche Bedeutung der Buchenwald-Besuch des Kanzlers tatsächlich hatte.“

Mittwoch, 18. März

  • „Unsere wunderbaren Jahre“ (BRD 2020, Regie: Elmar Fischer) ist ein Dreiteiler nach dem Roman von Peter Prange. Er spielt in dem so einschneidenden Nachkriegsjahren, als die D-Mark eingeführt wurde und die Bundesrepublik (und ebenso die DDR) entstand. „Teil 1 ‚Stunde Null‘“ läuft um 20.15 Uhr in der ARD. Die beiden anderen Teile folgen am Samstag und am kommenden Mittwoch.

Donnerstag, 19. März

  • Der MDR sendet um 23.05 Uhr die biografische Doku „Max Pechstein – Geschichte eines Malers“. „Der Film folgt Max Pechsteins Weg aus der bescheidene Herkunft in Zwickau zum führenden Maler des deutschen Expressionismus, indem er immer wieder seine Außenseiterstellung gegenüber den Malern der ‚Brücke‘ ins Zentrum stellt.“ — Um 0.05 Uhr ertönt noch einmal der Ruf „Willy Brandt ans Fenster!“.

Freitag, 20. März

  • Auf 3sat läuft um 20.15 Uhr der zweite Teil des Historiendramas „Die Flucht“ (BRD 2007, Regie: Kai Wessel) mit Maria Furtwängler in der Hauptrolle. — Um 21.45 Uhr folgt die Zeitzeugendoku „Unsere Geschichte – Meine Flucht 1945 “. „Ein großer Treck – die große Flucht in den Westen. 1945 war Norddeutschland schon einmal Ziel für Tausende von Flüchtlingen. Kati Grünig und Manfred Uhlig dokumentieren viele ergreifende Fluchtgeschichten. Traumatische Erlebnisse, über die die Betroffenen oft jahrzehntelang nicht oder nur wenig sprachen. Wie war das damals, als allein nach Schleswig-Holstein über eine Million Flüchtlinge strömten und damit die Bevölkerungszahl des Landes nahezu verdoppelten? Wie lebte es sich in Barackenlagern und Wellblechhütten?“

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