TV-Vorschau 7. – 13. März 2020

Der Vergleich Weimar und heute steht auf dem Programm. Weitere Themen sind u. A. neueste Erkenntnisse über die Rolle der Frauen in prähistorischen Gesellschaften, generell der Einfluss des Menschen auf die Erde und auch finnische Archäologie. Wie immer: Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 7. März

  • N-TV stellt weiterhin „Wendepunkte des Zweiten Weltkriegs“ vor. Die „Befreiung von Buchenwald“ um 20.15 Uhr und „Hiroshima“ um 21.05 Uhr. — Es folgen drei Beiträge der Reihe „Mega-Projekte der Nazis“: „Die Kanalinseln“ (22.10 Uhr), „Hitlers Blitzkrieg“ (23.10 Uhr) und „Hitlers Adlerhorst“ (0.10 Uhr).
  • „Als die Russen kamen… und gingen“ ist Thema einer Doku um 20.15 Uhr auf Tagesschau 24. „Ende April 1945, als die Russen nach Neustrelitz kamen, ist die kleine Erika im Alter von drei Monaten im Feuer umgekommen. Ihr Bruder Wilfried Baganz erblickte erst vier Jahre später das Licht der Welt. Das Schicksal seiner Schwester lässt ihn bis heute nicht los. So wie er hat jede Familie im Osten Deutschlands ihre eigene Geschichte, die mit dem Einmarsch der Russen begann. Fast 50 Jahre sind sie geblieben. Erst nach ihrem Abzug wurde deutlich, in welch absurden Parallelwelten sich Russen und Deutsche eingerichtet hatten. Der Film erzählt eine seit 70 Jahren andauernde Geschichte, die noch nicht zu Ende ist.“ — Im Anschluss um 21.17 Uhr geht es um „Krieg und Frieden“. „Deutschland und die Sowjetunion: fast 75 Jahre lang hat ihr Verhältnis die Geschichte beider Länder geprägt – und ihre Bilder wirken bis heute fort. Eine Geschichte der Ideologien – ihr Kampf gegeneinander ging bis aufs Blut, die Auslöschung des anderen – hier rassistisch, dort politisch-ideologisch begründet – war existenziell gemeint. Es ging um Vernichtung. Dann wiederum, zu anderen Zeiten, um Koexistenz: in freundlicher Feindschaft – feindlicher Freundschaft. Die Geschichte beginnt vor 100 Jahren – mit der Unterzeichnung des Friedensvertrages von Brest-Litowsk, Anfang März 1918.“
  • „Der Film „Gigant des Nordens“ erzählt, wie aus einem kleinen Anleger an der Alster im Laufe von gut acht Jahrhunderten der Welthafen wurde, den man heute kennt. Es ist die Geschichte von einem der größten Häfen Europas, seiner Menschen und ihrer Ideen, es ist ein Teil deutscher Geschichte und auch ein Stück Weltgeschichte.“ (Phoenix, 20.15 Uhr). — Ab Mitternacht erinnert der Sender an „Mahatma Gandhi“.
  • „Lange Zeit war man davon überzeugt, dass es bei den Wikingern nur Krieger gegeben habe. Neuere Ausgrabungen und verfeinerte Untersuchungsmethoden belegen jedoch eindeutig, dass es auch Kriegerinnen gab. Nach genetischen Tests an einem archäologischen Fund im schwedischen Birka muss das Bild der Wikingerfrau und ihrer Rolle in der Gesellschaft grundlegend revidiert werden.“ „Die Kriegerinnen der Wikinger“ (Arte, 20.15 Uhr). — Auch im Anschluss werden klassische Rollenbilder der Geschichtswissenschaft in Frage gestellt: „Als Jäger war der Mann der Haupternährer. Als ‚Nestbauerin‘ versorgte die Frau Heim und Herd sowie die Kinder – so lautete die tradierte Vorstellung, wie Menschen seit der Steinzeit gelebt haben. Archäologen dagegen sind sich sicher: Die klassischen Rollenbilder hat es so nicht gegeben. Die Auswertung alter und neuer Funde stellt sie infrage.“ „Geschlechterkonflikt – Frauenbilder der Geschichte“ (21.05 Uhr).

Sonntag, 8. März

  • Terra X beschäftigt sich um19.30 Uhr im ZDF mit der Frage, wie der Mensch die Gestalt der Erde beeinflusst hat und ob es gerechtfertigt ist von einem eigenen Erdzeitalter „Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen“ zu sprechen. Im ersten der drei Teile geht es um die „Erde“.
  • Zwei weitere Folgen von „Die Welt im Krieg“ sind auf ARD-alpha zu sehen. „Frankreich fällt (Mai – Juni 1940 / ‚France falls‘)“ um 20.15 Uhr und „Allein (Mai 1940 – Mai 1941 / ‚Alone‘)“ um 21.05 Uhr.
  • „Frauen, Plan- und Männerwirtschaft“ ist Thema der MDR Zeitreise um 22.30 Uhr. „Sie waren ein festes Ritual der DDR – die alljährlichen Feierlichkeiten zum Internationalen Frauentag. Erst Ulbricht, dann Honecker wurden in ihren Festtagsreden nicht müde zu betonen, wie wichtig die Frau für den sozialistischen Staat sei, wie wertvoll ihre Arbeitskraft und ihr Einsatz für den Weltfrieden. Und tatsächlich: Ohne einen so hohen Anteil der Frauen im Berufsleben hätte die DDR-Wirtschaft nicht funktioniert. Ende der 80er Jahre waren mehr als 90 Prozent von ihnen voll berufstätig.“ — Um 23 Uhr reicht der Blick weiter zurück in die Geschichte: „Bauhausfrauen“. „Im Mittelpunkt stehen drei visionäre und eigenwillige Frauen: Gunta Stölzl gilt als erfolgreiche Wegweiserin für das Textildesign der Moderne. Sie war die einzige Frau unter den Meistern. Alma Buschers innovative Kinderprodukte werden noch heute verkauft. Trotz ihres frühen Erfolgs bekam sie keine Unterstützung von Gropius. Friedl Dicker – eine talentierte Freigeistige, die ihre Begabung unter furchtbaren existentiellen Bedingungen im KZ Theresienstadt entfaltete und der Bauhaus-Pädagogik bis zu ihrem Tod in Ausschwitz treu blieb.“

Montag, 9. März

  • Auf Phoenix geht es weiter mit den „Mysterien des Mittelalters“. Um 20.15 Uhr geht es um den „Krieger von Janakkala“. „In Finnland wird das Skelett eines mittelalterlichen Kriegers entdeckt. Warum aber wurde er mit zwei Schwertern bestattet: einem aus jener Zeit und einem viel älteren Wikinger-Schwert? Für das Mittelalter ist die Geschichte von Finnland kaum erschlossen, meist können nur archäologische Funde helfen, Licht ins Dunkel zu bringen.“ — Um 21 Uhr folgt „Aufgedeckt – Rätsel der Geschichte: Der geheimnisvolle Pharao“. „2017 stoßen Archäologen in einer Vorstadt von Kairo auf Teile einer gewaltigen Statue. Einer Inschrift zufolge handelt es sich um den Pharao Psammetich I., von dem nur wenig bekannt ist. Angeblich ging es mit Ägypten zu seiner Zeit bergab. Aber warum wurde ihm dann mit einer Kolossalstatue gedacht, die ihn in eine Reihe stellte mit den Königen seines Landes? Beweist sie, dass Ägypten wieder Erfolge hatte und die Geschichte umgeschrieben werden muss?“
  • Weiter geht es mit der „Charité“ um 23.15 Uhr. Zwei Folgen („Das Licht der Welt“ und „Wundermittel“) stehen auf dem Programm des NDR. Das Licht der Welt & Wundermittel
  • Leider höchst aktuell: Die Doku „Geschichte im Ersten: Weimar und heute“ beschäftigt sich mit der Vergleichbarkeit des Endes der Weimarer Republik und politischen Zuständen in der heutigen Republik. Die Thüringen-Ereignisse machen das Thema noch dringlicher (ARD, 23.30 Uhr).
  • „Stalins Henker. Das Massaker von Katyn“ ist Thema um 0.50 Uhr auf Arte.

Dienstag, 10. März

Mittwoch, 11. März

  • Auch Phoenix widmet sich der Militärgeschichte des Zweiten Weltkriegs. „1941 hätte Hitlers Wehrmacht ihren Siegeszug womöglich fortgesetzt, wenn nicht ein extremer Wintereinbruch der Sowjetarmee zu Hilfe gekommen wäre. Stattdessen wurde die Niederlage vor Moskau zum Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs.“ „Die Entscheidungsschlacht von Moskau. Katastrophen, die Geschichte machten“ (20.15 Uhr). — Unter dem etwas irreführenden Reihentitel „Aufgedeckt – Geheimnisse des Altertums“ geht es um 21 Uhr um „Blackbeards Schiff“. „Verborgen in den Fluten des Atlantiks vor der amerikanischen Ostküste liegt seit dreihundert Jahren das Wrack eines sagenumwobenen Schiffes. War dies das Schiff des Piratenkapitäns Blackbeard?“

Donnerstag, 12. März

Heute eine Fehlanzeige.

Freitag, 13. März

  • 3sat zeigt um 20.15 Uhr den ersten Teil des Historiendramas „Die Flucht“ (BRD 2007, Regie: Kai Wessel) mit Maria Furtwängler in der Hauptrolle. Der abschließende zweite Teil folgt in einer Woche. Eine nicht unumstrittene Darstellung der letzten Tage in Ostpreußen vor dem Herannahen der Roten Armee.
  • Am Montag in der ARD, heute auf Tagesschau 24: „Geschichte im Ersten: Weimar und heute“ (21.17 Uhr).

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