TV-Vorschau 19. – 25. Oktober 2019

Die britische Geschichte geht (zumindest in der TV-Serie) zu Ende, weiter geht die Serie über die Zwischenkriegszeit in Europa, dazu Beiträge über die Erfindung des Buchdrucks, der Geschichte der Burschenschaften in Österreich, die Entwicklung von Heldenbildern im Laufe der Geschichte und das Schicksal eines jüdischen Flüchtlingsschiffes im Jahr 1939 finden sich im Geschichtsprogramm der kommenden Woche im deutschen TV. Und natürlich noch ein paar weitere Themen. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 19. Oktober

  • N-TV verfolgt weiter die „Mega-Projekte der Nazis“ oder besser gesagt den Zweiten Weltkrieg. Um 20.15 Uhr „D-Day“, um 21.05 Uhr „Hitlers Festung in der Arktis“. — Um 22.05 Uhr folgt der Beitrag „Die SS – Himmlers Terror-Staffel“, um 23.10 Uhr geht es bereits um die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg: „Atomares Wettrüsten – Das Rennen der Supermächte“ und um 0.10 Uhr „Nazis im Exil – Der Nahe Osten“.
  • Auf Phoenix geht die Serie über „Die Briten“ und ihre Geschichte weiter. Um 20.15 Uhr beschäftigen uns „Schmutzige Geschäfte“ im 17. Jahrhundert, um 21 Uhr „Die Eroberung der Meere“. „Der Aufstieg der Städte“ erfolgte im 19. Jahrhunder (21.45 Uhr). Die Reihe endet um 22.30 Uhr mit dem Beitrag „Der Kampf um den Frieden“.
  • Auf ARD-alpha ist um 20.15 Uhr der zweite Teil der Geschichtsserie „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss 1941 – 1942“ zu sehen.
  • „Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks hat die Welt unumkehrbar verändert. Das Gedankengut der Reformatoren hätte ohne ihn und den Druck mit beweglichen Lettern keine so rasche Verbreitung finden können. Was hat ihn angetrieben, waren es künstlerische Interessen oder ging es ihm eher ums Geschäft? Welche technischen Detailprobleme musste er lösen?“ Die biografische Doku „Gutenberg – Genie und Geschäftsmann“ geht diesen Fragen auf Arte um 20.15 Uhr nach.

Sonntag, 20. Oktober

  • Tagesschau 24 widmet den TV-Abend einer „Berliner Legende(n): Willy Brandt“. „Wohl kaum ein deutscher Politiker der Nachkriegszeit hat so polarisiert wie Willy Brandt. Von den einen verehrt und geliebt, von den anderen geschmäht und verdammt. Für die einen ist er ein Menschenfreund, für die anderen ein Vaterlandsverräter. Er wird als Friedensbringer bejubelt und verdächtigt, ein Kalter Krieger zu sein. Regierender Bürgermeister, Bundesaußenminister, Bundeskanzler, Friedensnobelpreisträger. Willy Brandt ist einer der bekanntesten deutschen Politiker überhaupt. Zwei Jahrzehnte lebt und arbeitet Willy Brandt in und für Berlin, fast die Hälfte der Zeit als Regierender Bürgermeister.“ (20.15 Uhr). — Um 21.02 Uhr folgt der Beitrag „Willy Brandt – Erinnerungen an ein Politikerleben“.
  • Aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ sendet ARD-alpha zwei Beiträge. Um 20.15 Uhr „Die Krankenhausstadt Buch – Heilstätte für Bettler, Bürger, Bonzen“ und um 21 Uhr „Oberhof“.
  • Die MDR Zeitreise befasst sich mit dem „Reizthema Rente – damals und heute“ (22.20 Uhr).
  • „Säbel, Augenklappe und Totenkopf-Flagge – bis heute sind sie die Symbole einer eher zweifelhaften Romantik. Freibeuter und Piraten gibt es, seit Menschen zur See fahren.“ Deren Geschichte erzählt ZDF History“ um 0.40 Uhr: „Pirat! Die großen Freibeuter der Geschichte“.

Montag, 21. Oktober

  • Die ARD erinnert um 20.15 Uhr mit dem Dokudrama „Die Ungewollten – Die Irrfahrt der St. Louis“ (BRD 2019, Regie: Ben von Grafenstein) an das Schicksal jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland, die 1939 per Schiff von Hamburg nach Kuba ausreisen wollten, dort nicht aufgenommen wurden. Ebenso von den USA und Kanada abgewiesen blieb nur die Rückkehr nach Europa, in den Machtbereich der Nationalsozialisten. Der Film basiert auf Tagebucheinträgen des Kapitäns, „die dem NDR vorliegen und dem Film im Zusammenspiel mit beeindruckendem Archivmaterial, den Schauspielern Ulrich Noethen und Britta Hammelstein, eine sehr emotionale Note verleiht.“ — Um 23.30 Uhr läuft aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ der Beitrag „Die Bernauer Straße“.

Dienstag, 22. Oktober

  • RBB stellt in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ „Die Krankenhausstadt Buch“ vor (20.15 Uhr). — Um 21 Uhr folgt „Ostfrauen – Wege zur Macht“, ein Beitrag zur Emanzipationsgeschichte. „Sie machen Karriere, nicht nur in der Politik, sie meistern Beruf und Familie, weil sie es nicht anders kennen, sie pfeifen auf Emanzipation, weil sie schon emanzipiert sind. Ostfrauen – eine Spurensuche zwischen Legende und Wirklichkeit.“
  • „Sie sind zurück, die Orangenbäumchen im Dresdner Zwinger. Vor 300 Jahren waren sie der letzte Schrei. Gut 1.000 Zitruspflanzen orderte August der Starke in Italien. Wer nördlich der Alpen solche exotischen Gewächse besaß, verstand es zu leben. Kunsthistoriker Dirk Welich erklärt: ‚Ein einziger Baum kostete damals auf der Leipziger Messe 200 Taler. Wer sich den leisten konnte, der hatte einfach Potential. Der konnte mit Fug und Recht großmachtpolitisch angeben.‘ Und genau darum ging es August dem Starken.“ Alles weitere hierzu in dem Film „Poesie in Sandstein – 300 Jahre Dresdner Zwinger“ um 21 Uhr im MDR.

Mittwoch, 23. Oktober

  • Geschichte und Gegenwart der (österreichischen) Studentenverbindungen und Burschenschaften sind Thema einer Doku auf 3sat um 20.15 Uhr. „Männer, Macht und Mensuren – Die verborgene Welt der akademischen Männerbünde“ „In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vertraten Studentenverbindungen durchaus liberale, demokratische, ja oft revolutionäre Positionen – etwa rund um die bürgerliche Revolution von 1848. Danach erweitert sich das Spektrum, katholische CV-Studentenverbindungen entstehen, während einst liberale Burschenschaften zu Vorkämpfern für Nationalismus und Antisemitismus werden. Auch wenn sie einander äußerlich – mit bunten Gewändern, hohen Stiefeln oder sogar Säbeln – sehr ähnlich sind, gibt es zwischen ‚schlagenden‘ deutschnationalen und konfessionellen Verbindungen entscheidende Unterschiede und oft sogar erbitterte Gegnerschaft in einer Reihe von wichtigen Fragen.“ — Um 21.10 Uhr schließt geht es um die Entwicklung von Heldenbildern in der Geschichte. „Wie entstehen Heldenbilder, wie haben sie sich in ihrer Wirkung und Definition im Laufe der Jahrhunderte verändert und welche Rolle spielen Frauen in der überwiegend männlich definierten ‚heldischen Gedenkkultur‘?“ „Heldenplatz – Heldenbilder“.
  • Phoenix erinnert an „Katastrophen, die Geschichte machten“. Um 20.15 Uhr an „Das Erdbeben von Lissabon“ im Jahre 1775. Um 21 Uhr steht „Der unbekannte Vulkanausbruch“ im Mittelpunkt.
  • Im WDR geht der „Krieg der Träume 1918–1939“ weiter. Die Teile 3 und 4 des Achtteilers stehen an. „Entscheidungen“ um 23.25 Uhr und „Revolution“ um 0.15 Uhr.

Donnerstag, 24. Oktober

  • „‚Deutschland einig Vaterland‘ – mit dieser Zeile, die Johannes R. Becher für die Nationalhymne der DDR dichtete, fordern im Herbst 1989 Demonstranten den Fall des Staates, dem der Dichter mit aller Kraft gedient hatte. Diese Wendung der Geschichte passt zu dem ‚bis an den Abgrund‘ widersprüchlichen Politpoeten.“ Die biografische Doku „Höllenfahrt – Das Leben des Johannes R. Becher“ stellt den Dichter vor (MDR, 23.05 Uhr).

Freitag, 25. Oktober

  • Drei Folgen der Reihe „Aufgedeckt – Rätsel der Geschichte“ liefert Phoenix. Um 20.15 Uhr geht es um „Die Suche nach dem Heiligen Gral“, um 21 Uhr um „Die Kupferrolle vom Toten Meer“ und um 21.45 Uhr um „Die Suche nach Atlantis“. — Um 22.30 Uhr schließt sich aus der ZDF History-Reihe der Beitrag „Alexander der Große – Das Geheimnis seiner Macht“ an.
  • Der Film „Der Biggesee und die versunkenen Dörfer“ erzählt die Geschichte eines Stausees, für dessen Errichtung rund 2750 Menschen umgesiedelt wurden. Die Anfänge gehen bis in die NS-Zeit zurück (WDR, 20.15 Uhr).
  • In „Geheimnisvolle Orte“ sendet Tagesschau 24 einen Film über den „Flughafen Tempelhof“ und seine Geschichte (21.17 Uhr).
  • Heute gibt es etwas Filmgeschichte. Arte erläutert „Die Geschichte der Fantasy“. Der erste Teil der Dokumentationsreihe mit dem Titel „Mutige Helden“ untersucht um 22 Uhr den Fantasy-Helden und wie sich sein Bild im Laufe der Zeit verändert hat. Steht die Heldenfigur dabei auch für die Gesellschaft, in der wir leben? — Der abschließende zweite Teil „Magische Welten“ folgt um 22.55 Uhr.

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