TV-Vorschau 5. – 11. Oktober 2019

Von der Steinzeit bis zur Wende 1989/90 reicht die Palette der Geschichtsbeiträge der kommenden Woche. Wobei der Schwerpunkt anlassbedingt natürlich auf dem Mauerfall vor 30 Jahren liegt. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 5. Oktober

  • Auf N-TV geht es unter dem etwas irreführenden Reihentitel „Mega-Projekte der Nazis“ wieder um den Zweiten Weltkrieg, um 20.15 um „Pearl Harbour“, um 21.05 Uhr um „Hitlers italienische Festung“ und um 22.05 Uhr um „Hitlers Kriegsschiffe“.
  • Der dritte und letzte Teil der biografischen Reihe über „Gandhi“ läuft um 20.15 Uhr auf ARD-alpha und titelt „Der Weg in die Freiheit“. — Auch die Reihe „Geschichte des Rassismus“ geht heute mit dem dritten Teil zu Ende: „Das Vermächtnis der Kolonialherren“ (21.05 Uhr).
  • „AMIGA – eine spannende Geschichte, die selbst Geschichte schrieb. Das legendäre Plattenlabel feiert nicht nur 70. Geburtstag, sondern steht auch für eine turbulente Erfolgsgeschichte in Ost und West, die musikalisch wie wirtschaftlich seinesgleichen sucht. Die Plattenfirma ist Heimat einer eigenen Richtung, dem Ostrock.“ „Amiga – der Sound der DDR“, Phoenix, 20.15 Uhr.
  • Auf Arte wird nach Lösungen für die „Rätsel der Steinzeit“ gesucht. Um 20.15 Uhr geht es um die Frage, wie der Mensch sich „Vom Jäger zum Bauern“ wandelte. „Vor rund 12.000 Jahren wurde die Menschheit nach einer langen Phase als Jäger und Sammler sesshaft. In jenem Zeitalter, der Steinzeit, entstanden imposante Großbauten. Die Doku beleuchtet die kulturellen Hintergründe der Bauwerke und zeigt auf, mit welchen Schwierigkeiten unsere Vorfahren zu kämpfen hatten.“ — Um 22 Uhr folgt der zweite Teil „Zeugen für die Ewigkeit“, der zu außergewöhnlichen Fundstätten unter anderem in Schottland, der Bretagne, Österreich, Malta, der Türkei und Jordanien führt.

Sonntag, 6. Oktober

  • „1949 ist ein besonderes Jahr für die deutsche Geschichte: Damals wurden nahezu parallel zwei deutsche Staaten gegründet, die die Zweiteilung der Welt im Kalten Krieg widerspiegelten und die Deutschen über Jahrzehnte voneinander trennen sollten.“ „1949 – Ein Jahr, zweimal Deutschland“, Tagesschau 24, 20.15 Uhr. — „Fast 20 Jahre nach ihrem Ende wird über die DDR lebendiger denn je diskutiert. Der Streit um die Deutung des SED-Regimes ist ein wiederkehrender Beiklang der politischen Debatte der Bundesrepublik. Einigkeit besteht noch lange nicht, auch wenn die Einheit längst vollzogen ist. Solange aber das biografische Gepäck der ehemaligen DDR-Bürger nicht ernst genommen wird, wird auch die DDR noch lange durch die politische Kultur spuken. Wie sah sie aus, die Alltagswirklichkeit der DDR-Bürger? Der Film „Meine DDR“ unternimmt einen Erklärungsversuch.“ (21.02 Uhr). — Um 22.50 Uhr wirft die Doku „Hanse, Bernstein, Jugendstil“ einen Blick auf Riga und seine Geschichte. „Die lettische Hansestadt Riga am Meer wurde von Bremer Kaufleuten gegründet. Für deutsche Ritter war das befestigte Bollwerk der Ausgangspunkt für die Eroberung des Baltikums. Der Film begleitet einen alten Hanse-Kaufmann zu den interessanten Plätzen dieser Stadt wie Speicherstadt und Dom.“
  • Der MDR erinnert um 20.15 Uhr mit dem Beitrag „Palast der Gespenster – Der letzte Jahrestag der DDR“ an den letzten Höhepunkt der zusammenbrechenden DDR. — Um 22.20 Uhr greift die MDR Zeitreise „‚Wir sind das Volk‘ – Worte, die Geschichte schrieben“ auf. — „Friedliche Revolutionäre – Widerstand in der DDR“ ist Thema um 22.50 Uhr. — Ab 0.20 Uhr folgt der dreistündige Beitrag „Opposition und Kirche – Zeitzeugen berichten“.
  • Aus der Reihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ zeigt Phoenix um 21.45 Uhr den biografischen Beitrag „Gert Fröbe – Der Hollywoodstar aus Zwickau“.
  • Arte skizziert um 22.25 Uhr den schwierigen Weg zur deutschen Einheit: „Das Ringen um die Zwei-plus-Vier Verhandlungen“. „Die Friedliche Revolution hat sie möglich gemacht: die Einheit Deutschlands. Aber vollendet wurde sie durch einen Vertrag, der das Ergebnis dramatischer Verhandlungen zwischen den beiden deutschen Staaten und den Alliierten war. Der Film von Ulrich Stein und Gerhard Spoerl blickt hinter die Kulissen der Verhandlungen zum sogenannten Zwei-plus-Vier-Vertrag.“
  • Auch RBB sendet um 23.05 Uhr einen Beitrag zur Wende des Jahres „1989“. „Sommer 1989. In den Hinterzimmern der sozialistischen Machtzentren spitzt sich der Machtkampf zwischen Reformern und Hardlinern zu. Als der junge ungarische Ministerpräsident Miklós Németh beschießt, den Eisernen Vorhang zwischen Ungarn und Österreich abzubauen, ist das eine Provokation für seine Parteigenossen im In- und Ausland. Und ein Hoffnungsschimmer für eine junge ost-deutsche Familie, die, angelockt durch die Ereignisse, über Ungarn in den Westen zu flüchten versucht – mit fatalen Folgen: Kurt Werner Schulz wird beim Fluchtversuch erschossen. Er geht als letzter Toter am Eisernen Vorhang in die Geschichte ein.“
  • Um 0.35 Uhr befasst sich im ZDF der sechste Teil der Reihe „Böse Bauten“ mit „Hitlers Architektur – Von Weimar bis zum Krieg“.

Montag, 7. Oktober

Dienstag, 8. Oktober

  • Aus der Reihe ZDF-History zeigt Phoenix um 20.15 Uhr den Beitrag „Alltag in Ost und West“ und fragt: „Trabi oder Käfer, Grilletta oder Hamburger? 40 Jahre Trennung prägten den Alltag der Menschen in Ost und West. Aber wie lebte es sich wirklich – hüben und drüben im geteilten Deutschland?“ — Um 21 Uhr folgt der „Mythos Plattenbau“. „Heute gelten sie als Wohnalbtraum und sozialer Brennpunkt, doch für viele Deutsche war der Einzug in einen Plattenbau einst ein Freudentag – in Ost und West.“
  • RBB sendet aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 20.15 Uhr den Beitrag „Bahnhof Friedrichstraße – Agentenschleuse und Grenzpassage“.
  • Auf N-TV geht es weiter mit der Reihe „Wir sind Geschichte“. Thema heute um 22.10 Uhr „Der Koreakrieg“.
  • Der Spielfilm „Nikolaikirche“ (BRD 1995, Regie: Frank Beyer) erinnert an die Wende in der DDR in den Jahren 1987 bis 1989 nach dem gleichnamigen Roman von Erich Loest (MDR, 22.50 Uhr).

Mittwoch, 9. Oktober

Donnerstag, 10. Oktober

  • „Knochen, Baumscheiben – und natürlich die großen Fragen der Menschheit. Mit über 20 Standorten ist das Deutschen Archäologischen Institut in Berlin (DAI) weltweit an Ausgrabungen, an Forschungen, aber auch am Erhalt kulturhistorisch bedeutender Stätten beteiligt. Karsten Schwanke trifft am DAI Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihm die aktuellen Forschungsthemen der Archäologie aufzeigen.“ „Jäger des verlorenen Wissens“, ARD-alpha, 21 Uhr.
  • „Hanns Eisler – geboren am 6. Juli 1898 in Leipzig, gestorben am 6. September 1962 in Ostberlin – Jude, Komponist, Sozialist. Musik für die Massen wollte er schreiben, den Soundtrack der Weltrevolution.“ Die biografische Doku „Vorwärts und nicht vergessen – Der Komponist Hanns Eisler“ läuft um 23.05 Uhr im MDR.
  • Der HR widmet sich am späten Abend der Geschichte der Schwulenbewegung. Um 23.15 Uhr steht „Der ‚Schwulenparagraf‘ – Geschichte einer Verfolgung“ im Blickpunkt. „Man nannte sie „die 175er“. Verhaftet wurden diese Männer schon mal direkt beim Liebesspiel, nicht selten am Arbeitsplatz, oder die Polizei holte sie von zu Hause ab. Ein paar Stunden später saßen sie oft schon in Haft, die Kündigung vom Arbeitgeber ließ meist nicht lange auf sich warten. Ihr begangenes Verbrechen: einvernehmlicher Sex unter erwachsenen Männern. Damit verstießen sie gegen den Paragrafen 175.“ — Um Mitternacht folgt der Film „Schwuler Mut – 100 Jahre Schwulenbewegung“ von Rosa von Praunheim aus dem Jahre 1998.

Freitag, 11. Oktober

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