TV-Vorschau 13. – 19. April 2019

Wir gehen auf Ostern zu und das Fernsehen sendet Dokus und Spielfilme zu biblischen und kirchengeschichtlichen Themen. Aber auch Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, die Geschichte des Bauhauses und viel italienische Renaissance ist zu sehen. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 13. April

  • N-TV beginnt den Abend mit drei Beiträgen der Reihe „Mega-Projekte der Nazis“: „Blitzkrieg im Osten“ (20.15 Uhr), „Panzerschlacht um Kursk“ (21.05 Uhr) und „Hitlers Rückzug“ (22.05 Uhr). — Anschließend folgt der Dreiteiler „Apokalypse Stalin“: „Der Dämon“ (23.10 Uhr), „Die rote Armee“ (0.10 Uhr), „Der Mann aus Stahl“ (1.10 Uhr).
  • Eine biografische Doku über „Herodes der Große – Der Kindermörder von Bethlehem?“ läuft um 20.15 Uhr auf Arte. — Um 21.05 Uhr folgt die „Vertreibung aus dem Heiligen Land – Der römisch-jüdische Krieg“. „Nach dem Tod des Herodes bricht eine unruhige Periode in der Geschichte Judäas an. Politisch sowie religiös wenig sensible Statthalter Roms und jüdische Eiferer heizen einen Konflikt an, der in einen offenen Krieg führt. Mitten drin: der jüdische Historiker Flavius Josephus. Er hält die Geschichte der Zerstörung Judäas durch die Römer schriftlich fest.“
  • „Schnörkellose Strenge, Horizontale, Vertikale, Stahl und Glas – Grundelemente der Bauhaus-Architektur. Als Stilvision in seinen Anfängen 1919 radikal modern, ist das Bauhaus längst zum UNESCO-Weltkulturerbe geworden. 2019 wird der 100. Geburtstag der Architektur- und Designschule Made in Germany gefeiert, allein in Deutschland mit mehr als 600 Veranstaltungen. 100 Jahre Bauhaus, 100 Jahre Erfolgsgeschichte, die bis heute fortgeschrieben wird. 3sat würdigt die Geschichte des Bauhauses mit einer zweiteiligen Dokumentation.“ „Die Bauhaus-Revolution“, Teil 1 um 20.15 Uhr, Teil 2 um 21 Uhr.
  • Phoenix wirft einen Blick auf „Deutschlands Krieger – Die Bundeswehr und ihre Minister“. Um 20.15 Uhr geht es um „Franz Josef Strauß“, die Amtszeit von „Gerhard Stoltenberg“ steht um 21 Uhr im Mittelpunkt, „Rudolf Scharping“ folgt um 21.45 Uhr. — Um 22.30 Uhr schließt sich aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ der Beitrag „Der Bendlerblock“ an. „Im Bendlerblock entschied sich mehrmals Deutschlands Schicksal: Krieg oder Frieden, Diktatur oder Demokratie. Verschwörungen fanden in diesen Mauern statt – und Hinrichtungen. Der Film zeigt die Geschichte eines großen Gebäudekomplexes im Herzen Berlins, ein Nebeneinander von Ministerium und historischem Gedenken, von Soldaten und Touristen, einen Ort, an dem es auch heute wieder um Krieg und Frieden geht.“
  • „Die Eroberung der neuen Welt – Das Spanische Weltreich“ steht um 22.45 Uhr auf ARD-alpha auf dem Programm. — Um 23.30 Uhr heißt es „Essen verändert die Welt — Altes Europa und neue Speisen“. „Die dreiteilige Dokumentationsreihe erzählt von den Meilensteinen, den großen Wandlungen und Entwicklungen, die wir dem Essen verdanken.“

Sonntag, 14. April

  • In der Reihe Terra X sendet das ZDF um 19.30 Uhr die zweite Folge der Doku „Die Vermessung der Erde“. Heute geht es „Von Kolumbus bis ins All“.
  • One zeigt um 20.15 Uhr den Historienfilm „Katharina Luther“ (BRD 2017, Regie: Julia von Heinz).
  • „Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, blieb die Musikwelt davon nicht unberührt. Unvermeidlich wurden die Künstler involviert, sei es als Soldaten an der Front oder als Komponisten, die nun patriotische Musik oder musikalische Hymnen einer verlorenen Welt schaffen sollten. Die dreiteilige Dokumentarreihe „Musik in Zeiten von Krieg und Revolution“ erforscht bekannte und unbekannte, offenkundige und die verdeckte Verbindungen zwischen Musik, Krieg und Revolution und behandelt dabei unterschiedliche Blickwinkel der Verbindung von Krieg und Politik.“ (ARD-alpha, 20.15 Uhr).
  • Um 22.05 Uhr untersucht N-TV „Die Rekruten der Waffen-SS“. „Für die einen sind sie Verbrecher des Zweiten Weltkrieges, für andere kampfstarke Soldaten: In Deutschland wird die Waffen-SS seit den Nürnberger Prozessen als verbrecherische Organisation bewertet. Doch wer waren die Männer in Hitlers Elitetruppe? Warum kämpften sie gehorsam in diesem Krieg? Die Doku gibt einen Einblick und lässt die letzten noch lebenden Kämpfer über ihre Motive und Erlebnisse zu Wort kommen.“ — Um 23.05 Uhr folgt die Doku „Deutschland 1945 – Von Frieden keine Spur“. „Der Zweite Krieg endete nicht, als die Kämpfe 1945 vorüber waren. Die Dokumentation erzählt mithilfe von Originalaufnahmen eine Geschichte, die bislang nicht erzählt worden ist: Als Europa in Ruinen lag, nahmen einige der Sieger brutale Vergeltung an der deutschen Bevölkerung. Die Verbrechen spiegeln die Grausamkeiten der Nazis in den ehemals besetzten Gebieten wider. Zeitzeugen erzählen 70 Jahre später, was damals geschah.“ — „Mein Kampf – Hitlers verstörendes Machwerk“ steht um 0.10 Uhr im Zentrum einer Doku. „Im Jahr 1945 ist Adolf Hitlers Buch ‚Mein Kampf‘ verboten worden, 2016 wurde es dann in einer kritisch kommentierten Neuauflage erneut herausgegeben. Das Werk war in kurzer Zeit ausverkauft und wegen der hohen Nachfrage wurden Exemplare nachgedruckt. Die Doku blickt tief in die Geheimnisse der ursprünglichen Ausgabe. Arbeitete Hitler wirklich selbst an diesem Buch? Und welches absurde Ziel verfolgte er damit?“
  • Die MDR Zeitreise“ betrachtet um 22.20 Uhr „Die Nobelsuiten der Arbeiterklasse“. — Aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ folgt um 22.50 Uhr der Beitrag „Oberhof“ — ehe um 23.35 Uhr die Doku „Paläste für das Volk“ den Geschichtsblock beendet.

Montag, 15. April

  • Es ist schon ein Stück Kulturgeschichte, dessen Jubiläum im WDR um 23.20 Uhr gewürdigt wird: „100 Jahre Aufregung – Das Bochumer Schauspiel feiert Jubiläum“. „Mitten im Ersten Weltkrieg steckte Bochum einen Großteil des Kulturetats in ein Pleite gegangenes Varieté und machte daraus ein Stadttheater. 1919 wurde erstmals ein festes Ensemble verpflichtet. Der Startschuss einer 100-jährigen, aufregenden Geschichte. […] Das Bochumer Schauspielhaus war jahrzehntelang der Popstar unter den deutschen Theatern. Regisseure wie Peter Zadek oder Claus Peymann haben hier große Triumphe gefeiert. Vor allem in den 70er- und 80er Jahren wurde das Bochumer Haus zum Synonym für zeitgenössisches Theater.“

Dienstag, 16. April

  • In der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ geht es auf RBB um 20.15 Uhr um „Görings Ministerium – Geschichte einer deutschen Machtzentrale“. „Ein monumentaler Bau Berlin. Staatsmänner pokerten hier um Einfluss und Macht, Spione gingen ein und aus. Das heutige Finanzministerium wurde 1935 als Reichsluftfahrtministerium von Hermann Göring eingeweiht. Görings ehemaliges Ministerium – ein Haus der Macht und Machtausübung seit 80 Jahren. Zum ersten Mal wird dieses riesige Gebäudeensemble filmisch umfassend dokumentiert, kommen Zeitzeugen zu Wort, die hier gearbeitet haben und so die Umbrüche der Geschichte hautnah erlebten. Seltene, noch nie gezeigte Archivaufnahmen, erlauben eine spannende Reise zurück in die Geschichte von Görings einstiger Machtzentrale.“„Vor 60 Jahren wurde Elli Barczatis als letzte Frau in der DDR hingerichtet. Wer sie war und warum sie sterben musste, ergründet die Schauspielerin Ulrike Folkerts.“ „Tatort Berlin – Die Sekretärin und das Fallbeil“, 21 Uhr.
  • „Als er verzweifelt nach seiner Flucht aus Verona durch die Gassen von Mantua irrt, hat er kein Auge für die Schönheit der Stadt. Romeo, tragische Figur Shakespeares, hat Mantua weltweite Berühmtheit gebracht. Dabei hätte der einstige italienische Stadtstaat durchaus selbst jene Aufmerksamkeit verdient, die ihm durch den Glanz seiner Kulturgeschichte zusteht. Mantua, dass heute, in weiten Teilen, genauso aussah wie zu Romeos Zeit um 1597 – eine Hochburg der Renaissance.“ „Mantua – Die ideale Stadt der Renaissance“, 22.45 Uhr, Tagesschau 24.

Mittwoch, 17. April

  • Das Ende des deutschen Kaiserreichs und der Beginn der freien Republik: Ausgangspunkt war „1918 – Aufstand der Matrosen“ in Kiel. Das Dokudrama rekonstruiert die Ereignisse um 20.15 Uhr auf Phoenix. — Im Anschluss läuft die Doku „100 Jahre Weimarer Republik – Zeitenwende 1918: Kaisersturz“ um 22.15 Uhr. — Wie die deutsche Geschichte weiterging, erfahren wir um 23.45 Uhr in dem Beitrag „Wir in den wilden Zwanzigern – Aufbruch aus dem Chaos“ und um 0.30 Uhr mit der Fortsetzung „Goldene Jahre“.
  • Die Klimaerwärmung bringt auch für Archäologen Arbeit mit sich. Die schmelzenden Alpengletscher zum Beispiel geben Überreste längst vergangener Zeiten frei. Zum Beispiel Relikte aus dem Ersten Weltkrieg. „Geschütze in fast 4.000 Metern Höhe, riesige Unterstände unter meterdickem Eis, lange Tunnelsysteme, die in den Fels getrieben wurden: Die Berge der Alpen waren Schauplatz der kältesten Front des Ersten Weltkriegs. Einheiten aus Österreich und Italien lieferten sich auf Gletschern und Gipfeln eine erbarmungslose Abnutzungsschlacht, der rund 150.000 Soldaten zum Opfer fielen. Viele Überreste dieses Krieges wurden vom Eis der Gletscher eingeschlossen. Jetzt, mehr als 100 Jahre später, geben die Eisgiganten die Relikte der Vergangenheit wieder frei.“ Davon berichtet die Doku „Geheimnis Gletscher: Krieg im Eis“ im BR um 22 Uhr.

Donnerstag, 18. April

  • Der MDR widmet den Abend der Kunstgeschichte. „Lotte am Bauhaus“ (BRD 2019, Regie: Gregor Schnitzler) erzählt um 22.05 Uhr im Spielfilmformat die Geschichte der Avantgarde-Kunst in der Weimarer Republik. — Die Doku „Bauhausfrauen“ folgt um 23.50 Uhr.
  • Phoenix entführt uns in den Dreißigjährigen Krieg. Um 22.15 Uhr rückt die schwedische Königin Christina Wasa in den Blickpunkt. „Eingebettet in den Verlauf des Dreißigjährigen Krieges und der Gegenreformation präsentiert die Dokumentation „Christina Wasa – Die wilde Königin“ ein großes Sittengemälde des frühen Barock.“ — Um 23.45 Uhr folgt die Doku „Glauben, Leben, Sterben – Menschen im Dreißigjährigen Krieg“.
  • Zwei Historiendramen laufen am späten Abend im SWR. Um 22.30 Uhr tauchen wir mit dem „Geheimnis der Hebamme“ (BRD 2016, Regie: Roland Suso Richter) ins Mittelalter ein, um 1.25 Uhr geht es dort weiter mit dem Film „Die Päpstin“ (BRD, ESP, ITA, GB 2009, Regie: Sönke Wortmann).
  • Die Doku „Kulenkampffs Schuhe“ erzählt ein Stück deutsche Fernsehgeschichte. „Anhand von zahlreichen Showausschnitten von damals, Interviews, privatem Super–8-Material, historischen Dokumenten und Fotos eröffnet sich eine ganz neue Sicht auf das Unterhaltungsfernsehen der Bundesrepublik: Es war angetreten, eine ganze Nation von ihren Kriegstraumata zu therapieren, ein unverzichtbarer Ruhepol.“ (HR, 23.15 Uhr).

Freitag, 19. April – Karfreitag

  • N-TV sendet um 22.05 Uhr die Kirchengeschichts-Doku „Der Papst – Geschichte eines Amtes“ und beleuchtet um 23.10 Uhr „Der Papst – Der Rücktritt Benedikts XVI.“.
  • Phoenix taucht ein in die Geschichte dreier italienischer Städte. Archäologen begeben sich auf Spurensuche in „Das unsichtbare Neapel – Geheimnisvolle Unterwelt“ (20.15 Uhr), „Das unsichtbare Venedig – Hinter den Fassaden“ (21 Uhr) und „Das unsichtbare Florenz – Geheimnisse der Medici“ (21.45 Uhr). — Der Sender bleibt in der Renaissance und stellt um 22.30 Uhr den „Leonardo Code – Vom Leben und Wirken des geheimnisvollen Mannes aus Vinci“ vor.
  • Auch ARD-alpha begibt sich nach Italien und sendet um 20.15 Uhr den Film „Schatzkammer Florenz – Herr Schmidt und die Uffizien“. „2015 wurde der Freiburger Kunsthistoriker Eike Schmidt als erster Nicht-Italiener zum Direktor der Uffizien in Florenz gewählt. Dem damals 47-jährigen Deutschen eilte der Ruf des Machers und Modernisierers voraus. Ein Renommee, das er sich in Museen in Los Angeles, Washington D.C. und bei Sotheby’s in London erarbeitet hat. Und kaum zeigte Schmidt in Florenz die ersten Erfolge, kam schon das nächste Angebot. Am Ende seiner Florentiner Amtszeit wird der Kunstexperte die Leitung des Kunsthistorischen Museums Wien übernehmen. Der Film begleitet Eike Schmidt am Beginn seiner Aufgabe in den Uffizien.“
  • Um 23.15 Uhr zeigt 3sat das biografische Drama „Luther“ (BRD, USA 2003, Regie: Eric Till) mit Joseph Fiennes in der Haupt- und Peter Ustinov in einer seiner letzten Rollen.
  • Mit einer Dreiviertelstunde Verspätung folgt der HR und sendet um Mitternacht das Historiendrama „Luther“. „Der Film erzählt die dramatische Lebensgeschichte des kirchenkritischen Theologen Martin Luther, der Anfang des 16. Jahrhunderts mit der Verbreitung seiner Thesen die katholische Kirche in Aufruhr versetzte. Von Papst Leo X. exkommuniziert und von Kaiser Karl V. geächtet, wird Luther zum Ketzer erklärt.“

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