TV-Vorschau 12. – 18. Januar 2019

In der kommenden Woche erzählt ein Dokudrama vom Ende des Ersten Weltkriegs und der Monarchie und dem Beginn des republikanischen Zeitalters in Deutschland. Damit einher geht auch die Einführung des Frauenwahlrechts, über das ausführlich berichtet wird. Der vor 100 Jahren ermordeten Rosa Luxemburg wird gedacht, die Reihe „Holocaust“ geht weiter und auch einige Dokus erinnern an die Judenverfolgung. Schließlich kommen auch die Freunde der Archäologie nicht zu kurz: das alte Ägypten und die hiesige Steinzeit werden näher beleuchtet. Viel Spaß bei der Auswahl!

Samstag, 12. Januar

  • Auf N-TV gibt es wieder „Giganten der Geschichte“ zu entdecken. Um 20.15 Uhr „Geheimnis der Maya-Tempel“, um 21.05 Uhr „Untergang einer Hochkultur“ (gemeint sind die Olmeken in Mexiko), „Angkor Wat“ (Kambodscha) um 22.10 Uhr und „Stonehenge“ um 23.10 Uhr.
  • „Am 9. Oktober 1967 ging eine Nachricht um die Welt: Der argentinisch-kubanische Revolutionär Ernesto ‚Che‘ Guevara ist tot. Erschossen in den Wäldern Boliviens. Inzwischen ist ein halbes Jahrhundert verstrichen, und dennoch lebt Che Guevara als Idol weiter, wird geliebt, gehasst, glorifiziert und vermarktet. Die Dokumentation ‚Che – Der private Blick‘ nähert sich dem scheinbar unsterblichen Rebellen auf sehr persönliche Weise und zeigt den Bruder, Vater, Weggefährten und Menschen Che von einer unbekannten, sehr privaten Seite.“ (Tagesschau 24, 22.17 Uhr).
  • Zu später Stunde sendet Phoenix ein zweiteiliges Dokudrama über das Ende des Ersten Weltkriegs, die Gründung der ersten deutschen Republik und den Beginn ihres Scheiterns. „Gewaltfrieden – Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles“. Teil 1 um Mitternacht, Teil 2 um 1.30 Uhr.

Sonntag, 13. Januar

  • N-TV startet den TV-Abend mit der Reihe „Mega-Projekte der Nazis“. Um 20.15 Uhr geht es um „Die V1-Rakete“ und um 21.05 Uhr ist „Der Westwall“ an der Reihe. — Es folgt der Zweiteiler „Befreiung – Ende einer Nazi-Herrschaft“ (Teil 1 um 22.10 Uhr , Teil 2 um 23.10 Uhr). Um 0.10 Uhr schließt die Doku „Die Besatzer – Paris und die Nazi-Zeit“ den Themenreigen ab.
  • „Das Höllental zwischen Rhein und Schwarzwald gleicht einem Nadelöhr. Ritter, Königinnen, Händler und Bauern durchquerten die gefahrvolle Schlucht. Mancher verlor dabei sein Leben. Die bekannteste Reisende: die erst 14-jährige Marie-Antoinette, Erzherzogin von Österreich.“ „Höllental – Schicksalsschlucht“ um 20.15 Uhr im SWR.
  • 100 Jahre ist es her, dass Frauen in Deutschland erstmals an Wahlen teilnehmen konnten. ZDF-History widmet diesem Jubiläum die Doku „Damenwahl! Frauen im Kampf um die Stimme“ um 23.30 Uhr.

Montag, 14. Januar

  • Vor dem dritten Teil der Reihe „Holocaust“ geht der WDR der Frage nach „Wie ‚HOLOCAUST‘ ins Fernsehen kam“ (22 Uhr, Wiederholung 0.25 Uhr). „Vor dem Hintergrund der Neu-Ausstrahlung von ‚HOLOCAUST‘ nach genau vierzig Jahren erzählt die Filmemacherin Alice Agneskirchner die Geschichte dieses Fernseh-Ereignisses, von der Entstehung und den Dreharbeiten über die Ausstrahlung bis zu den Reaktionen. Ein ‚Making of‘ der besonderen Art.“ — Um 22.55 Uhr läuft dann „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss“ „Teil 3 1942 – 1944“.
  • Auch im NDR geht es weiter mit der Serie „Holocaust“. Zu sehen ist der zweite Teil mit dem Titel „Die Straße nach Babi Yar“ um 23.15 Uhr.

Dienstag, 15. Januar

  • Arte beginnt den Themenabend um 20.15 Uhr mit der Doku „Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto“, die „die überwältigende Geschichte des jungen couragierten Historikers Emanuel Ringelblum [erzählt], der im Warschauer Ghetto ein Untergrundarchiv initiierte und leitete, in dem Tagebücher und Fotos, NS-Verordnungen und jiddische Poesie gesammelt und vergraben wurden, um der Nachwelt ein authentisches Zeugnis zu geben – vom Leben im Ghetto und den Verbrechen der NS-Besatzer.“ — Es folgt der Zweiteiler „Als die Nazis an die Macht kamen“. Um 21.45 Uhr Teil 1 „Machtergreifung“, um 22.35 Uhr Teil 2 „Gleichschaltung“. — Heute ist der 100. Jahrestag der Ermordung der Sozialistin Rosa Luxemburg durch rechte Freikorps in Berlin. Der Film „Rosa Luxemburg – Der Preis der Freiheit“ erinnert um 22.30 Uhr an das Leben und die Ideale Rosa Luxemburgs, derentwegen sie ermordet wurde. Bekannt ist ihr Satz „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“ „Zu einer Zeit, in der Populisten ihre nationalistischen Ansichten immer lauter kundtun, ist die Zurückbesinnung auf die humanistischen Wurzeln unserer Europäischen Kultur von großem Interesse.“ — Um 0.25 Uhr führt die Doku „Verraten und verloren – Die Helden des Aufstands von Warschau“ wieder zurück zum Ausgangspunkt des Abends, ehe um 1.20 Uhr der Film „Nie wieder Krieg! Geschichte und Aktualität der Friedensbewegung“ den Bogen von der Vergangenheit bis in die Gegenwart schlägt.
  • RBB beginnt um 20.15 Uhr die dreiteilige Zeitreise „Zurück an die Arbeit – Janna schuftet sich durch die Jahrhunderte“. „Was machte eine Abtrittanbieterin und was ließ der Müller mitgehen? Warum war der Gerber so unbeliebt und der Brauer ein Frauenschwarm? Was hat der Kutscher noch mit dem Taxifahrer von heute gemeinsam und wieso hießen Kaffeekränzchen früher Bierkränzchen? rbb-Moderatorin Janna Falkenstein taucht in die Vergangenheit ab und geht auf eine schweißtreibende Zeitreise in Berlin und Brandenburg.“Weiter geht es am kommenden Dienstag. — Um 21 Uhr folgt „Eine Preußin auf dem Zarenthron“. „Genau an ihrem 19. Geburtstag im Jahr 1817 wird Prinzessin Charlotte von Preußen mit dem zukünftigen russischen Zaren vermählt und reiht sich damit ein in eine lange Reihe deutscher Prinzessinnen auf dem Zarenthron. 200 Jahre später sucht ihre Nachfahrin Maria von Preußen in St. Petersburg nach den Spuren dieser deutschen Frauen.“
  • „Das Hotel Elephant in Weimar“ hat eine über 300jährige Geschichte als „Anziehungspunkt für die ‚Schönen und Reichen‘, die Künstler und natürlich auch die Mächtigen.“ Der MDR stellt um 21 Uhr diese Geschichte vor. — Mit dem Spielfilm „Rosa Luxemburg“ (BRD 1986, Regie: Margarethe von Trotta) erinnert der Sender um 23.45 Uhr an die ermordete Sozialistin.
  • Der abschließende Teil der Serie „Holocaust“erzählt um 22.10 Uhr im WDR „Die Geschichte der Familie Weiss 1944 – 1945“.
  • Auch 3sat gedenkt um 22.25 Uhr mit dem biografischen Drama „Rosa Luxemburg“ (BRD 1986, Regie: Margarethe von Trotta) ihres Todestages.

Mittwoch, 16. Januar

  • „Die Unsichtbaren“ sind in Berlin untergetauchte Juden, die die Nazi-Verfolgung und den Krieg im Untergrund zu überleben hofften. Das Dokudrama (BRD 2017, Regie: Claus Räfle) „schildert ein weitgehend unbekanntes Kapitel des jüdischen Widerstands während der Zeit des Nationalsozialismus. Das Drehbuch basiert auf Interviews, die Regisseur Claus Räfle und seine Ko-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt haben. Einfühlsam, beklemmend und erstaunlich humorvoll verweben sie die Spielhandlung mit Interview-Ausschnitten und Archivaufnahmen zu einem dichten, emotional bewegenden Ensembledrama.“ (ARD, 20.15 Uhr).
  • Die Reihe „Unsere Geschichte“ berichtet im NDR um 21 Uhr über die Zeit, „Als der Kaffee in den Norden kam“. — Die Doku zur Holocaust-Serie „Wie ‚Holocaust‘ ins Fernsehen kam“ ist um 23.50 Uhr zu sehen (bereits am Montag im WDR gelaufen).
  • Im SWR läuft um 22 Uhr der zweite Teil der „Holocaust“-Serie „Die Geschichte der Familie Weiss 1941 – 1942“. — Um 23.30 Uhr ist dann die Doku „Wie ‚Holocaust‘ ins Fernsehen kam“ zu sehen.
  • „Die Hälfte der Welt gehört uns – Als Frauen das Wahlrecht erkämpften“ (BR, 22 Uhr). „Zum ersten Mal durften Frauen im Januar 1919 in Deutschland wählen. Alles schaute auf die SPD, denn die war die erste Partei, die Frauen zugelassen hatte. Sollt ihr das jetzt auch den Lohn einbringen? Frauen seien unberechenbar und viel zu emotional, das waren jahrzehntelang die Argumente der Männer, um sie von den Wahlurnen fern zu halten.“
  • Im ZDF erfährt man Einiges über verschwundene Alltagsgegenstände in der Reihe „Das war dann mal weg“. Um 0.45 Uhr stehen „Testbild, Sendeschluss & Co.“ im Mittelpunkt und um 1.30 Uhr geht es um „Modellbahn, Tamagotchi & Co.“.

Donnerstag, 17. Januar

Freitag, 18. Januar

  • „Im heutigen Jordanien, an der Grenze dreier Wüsten, der Syrischen Wüste, der Arabischen Wüste und des Negev, liegt die geheimnisvolle Felsenstadt Petra, eine der großartigsten und faszinierendsten Stätten der Antike. Heute ist Petra die größte Touristenattraktion in Jordanien. Europäische Forschungsreisende haben die rätselhaften Ruinen im 19. Jahrhundert entdeckt: Die in den Fels gemeißelten Grabtempel mit ihren monumentalen Fassaden wurden vor ungefähr 2.000 Jahren errichtet und ihre Bauweise steht der Architektur der größten Gebäude Roms oder Alexandriens in nichts nach. Aber die Zivilisation, die sie hervorgebracht hat, war zu jener Zeit völlig unbekannt.“ Die Doku „Petra – Schönheit im Felsmassiv“ bringt uns dieses archäologische Zeugnis näher (Phoenix, 20.15 Uhr). — Um 21 Uhr folgt der Film „Vilnius – Spurensuche im Jerusalem des Nordens“. Es geht um die jüdische Geschichte Litauens. — Um 21.45 Uhr haben wieder die Archäologen das Wort: „Tatort Eulau – Das Rätsel der 13 Skelette“. „Im Mittelpunkt der Dokumentation steht der spektakuläre Fund der gut erhaltenen Steinzeitgräber in der Kiesgrube von Eulau bei Naumburg: Drei Frauen, zwei Männer und acht Kinder, vor 4500 Jahren liebevoll und zum Teil in inniger Umarmung bestattet. Weltweit zum ersten Mal konnte hier 2008 durch eine DNA-Analyse der früheste Nachweis für die Existenz einer Kernfamilie erbracht werden. Eine Sensation! Aber warum starben diese Menschen zur gleichen Zeit? Wurden sie Opfer eines Gewaltverbrechens? Wer waren sie und wie konnte dieses schreckliche Drama geschehen?“
  • Auch ARD-alpha blickt zurück in die Antike und besonders auf die ägyptische Geschichte. Um 20.15 Uhr geht es los mit „Kleopatra – Porträt einer Mörderin“. „Kleopatra gehört zu den schillerndsten Gestalten der Geschichte. Die ägyptische Königin wurde durch ihre Schönheit, ihre Liebesbeziehungen zu Julius Cäsar und Marcus Antonius, ihre List und ihren Freitod zur Legende. Eine bahnbrechende Entdeckung enthüllt nun eine dunkle und skrupellose Seite der großen Herrscherin.“ — Um 21.05 Uhr folgen „Pharaos Haustiere – Begleiter ins Jenseits“. „Archäologische Funde von zahllosen Tiermumien in den Grabkammern der alten Ägypter haben das Interesse der Wissenschaft erregt.“
  • Einen kulturgeschichtlichen Blick zurück auf die Anfänge der Weltraumfahrt und ~begeisterung wirft der Film „Generation Sputnik – Das goldene Zeitalter der Science-Fiction“ um 23.15 Uhr auf Arte. „Mitte der 60er Jahre: Das Morgen hatte begonnen und war in aller Munde, seit Anfang Oktober 1957 der sowjetische Satellit “Sputnik” ein neues Zeitalter eröffnet hatte. Die Zukunft und ihr liebster Austragungsort, der Weltraum, waren in Mode wie nie zuvor. Am 17. September 1966 begann auch im deutschen Fernsehen die Zukunft. Augenzwinkernde Erinnerung an eine utopiedurstige Zeit.“

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