TV-Vorschau 4. – 10. November 2017

War in den letzten Wochen das Reformationsjubiläum das beherrschende Thema der Geschichtssendungen, wird dieses nun von 100 Jahre Oktoberrevolution abgelöst. Es gibt jede Menge Beiträge zu diesem Ereignis. Die Reichspogromnacht 1938, als in Deutschland die Synagogen in Brand gesetzt wurden, wird an einem Themenabend behandelt. Dazu etwas Archäologie, Geschichte Europas und einiges mehr.

Samstag, 4. November

  • Phoenix beginnt einen ganzen Geschichtsabend mit dem Film „Dracula – Die wahre Geschichte der Vampire“. Er „deckt auf, wie der Vampirmythos in die Welt kam, wann die erste ‚Vampirepidemie‘ ausbrach, woher der englische Schriftsteller Bram Stoker die Ideen für den Titelhelden seines berühmtesten Buches nahm, und warum Graf Dracula seitdem die Welt eroberte.“ (20.15 Uhr) — Um 21 Uhr folgt alles Wissenswerte über „Das Geheimnis von Loch Ness“. — Das Porträt eines großen Staatsmannes des 19. Jahrhundert folgt um 21.45 Uhr: „Die zwei Leben des Otto von Bismarck“. — Und um 22.30 Uhr werfen wir noch einen Blick auf „1917 – Die russische Revolution“.
  • Arte geht weit zurück in die Vorzeit und fragt nach dem „Rätsel der Steinzeit.“ „Vor rund 12.000 Jahren wurde die Menschheit nach einer langen Phase als Jäger und Sammler sesshaft. In jenem Zeitalter, der Steinzeit, entstanden imposante Großbauten. Die Doku beleuchtet die kulturellen Hintergründe der Bauwerke und zeigt auf, mit welchen Schwierigkeiten unsere Vorfahren zu kämpfen hatten.“ Teil 1: „Vom Jäger zum Bauern“ um 20.15 Uhr, Teil 2: „Zeugen für die Ewigkeit“ folgt um 21.05 Uhr.
  • Auf ARD-alpha wird der Vierteiler über Marie Curie, die (Mit)Entdeckerin der Radioaktivität, mit Teil 3 „Frau, Mutter, Forscherin“ um 21 Uhr und Teil 4 „Im Einsatz für Frankreich“ um 21.30 Uhr fortgesetzt.

Sonntag, 5. November

Montag, 6. November

  • Die Anfänge des US-Kommunismus als Spielfilm: „Reds – Ein Mann kämpft für Gerechtigkeit“ (USA 1981, Regie: Warren Beatty), um 20.15 Uhr auf Arte.
  • „Stonehenge ist eines der bekanntesten prähistorischen Monumente. Nicht nur aufgrund des enormen Ausmaßes und der damit verbundenen baulichen Leistung. Auch zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um die Steinkreis-Anlage in England.“ Um die noch unerforschten Rätsel dieser Anlage geht es in der Doku „Stonehenge“ um 20.15 Uhr auf Phoenix. — Sehr viel näher an der Gegenwart liegt die Geschichte einer spanische Galeone, die 1804 von britischen Schiffen vor Gibraltar versenkt wurde. Schatztaucher entdeckten im Wrack jüngst spanische Münzen im Wert von ca. 500 Millionen Dollar. Wem gehört dieses Vermögen? Dem spanischen Staat, der die Münzen als Kulturgut betrachtet, oder den Entdeckern? Alles hierzu um 21 Uhr in der Doku „Kampf ums Gold – Der Schatz der Black Swan“.
  • Anlässlich des Jahrestags der Oktoberrevolution sendet ARD-alpha um 20.15 Uhr ein „Gespräch mit dem Historiker Martin Aust“, Schwerpunkt Osteuropäische Geschichte. — Um 21 Uhr steht dann der „Mythos Oktoberrevolution“ im Mittelpunkt.
  • Die ARD berichtet um 23.30 Uhr in ihrer Reihe „Geschichte im Ersten“ bzw. „Geheimnisvolle Orte“ über „Hitlers Wolfsschanze“. „Die Wolfsschanze war das größte der sogenannten ‚Führerhauptquartiere‘ im Zweiten Weltkrieg. Ein Ort, der im NS-Staat lange geheim gehalten wurde, um den sich Legenden und Gerüchte rankten. Ein deutscher Schicksalsort. Die Dokumentation erzählt aus der Sicht des militärischen Personals und einstiger Anwohner über die geheime Baugeschichte bzw. über Machtstrukturen der NS-Führung während des sogenannten ‚Russlandfeldzuges‘.“

Dienstag, 7. November

  • „Von Februar bis Dezember 1916 lieferten sich Franzosen und Deutsche einen erbitterten Kampf im Osten Frankreichs. Bei der Schlacht von Verdun verloren mehr als 300.000 Menschen ihr Leben. Heute erscheint der mörderische Stellungskrieg absurd. Warum waren die Soldaten damals bereit zu kämpfen?“ fragt sich die Doku „Verdun – Sie werden nicht durchkommen!“ um 20.15 Uhr auf Arte.
  • RBB blickt wieder auf „Geheimnisvolle Orte“, diesmal ist es „Der Alexanderplatz“ in Berlin (20.15 Uhr). — Anschließend befasst sich die Reihe „Erlebnis Geschichte“ mit „Russen an der Spree“. „Vor 100 Jahren fanden Russen eine neue Heimat in Berlin. Nach der Februar- und Oktoberrevolution zog es 300.000 Emigranten in die Hauptstadt – vor allem nach Charlottenburg, das man schnell in ‚Charlottengrad‘ umtaufte. Moderator Urs Rechn erkundet russische Einflüsse auf Berlin und Brandenburg.“
  • Um 21 Uhr auf ARD-alpha: „1917 – Der wahre Oktober“.
  • Die MDR-Zeitreise“ findet wieder um 21.15 Uhr statt. — Und um 22.05 Uhr wird auch hier dem „Mythos Oktoberrevolution“ nachgespürt.

Mittwoch, 8. November

  • „Russland hat den Beginn des 20. Jahrhunderts mit zwei Revolutionen erschüttert. Die eine fand in der Politik statt, die andere im Kino. Ihr verdanken wir die Neuerfindung des Films. Die Doku durchstöbert russische Kinoarchive von 1917 bis 1934. Die Protagonisten dieser künstlerischen Revolution – Regisseure, Schauspieler, Techniker und Lyriker – sind die Stimme dieses Films.“ Filmgeschichte auf Arte um 21.45 Uhr: „Die Russische Revolution und ihr Kino“. — Anschließend folgt eine Exkursion in die Geschichte von Film, Funk und Fernsehen: „Panzerkreuzer Potemkin / Mobilisierung der Träume“ (22.40 Uhr).

Donnerstag, 9. November

  • Ohne Kaiser Wilhelm und die Deutsche Reichsbahn hätte es die russische Oktoberrevolution vielleicht gar nicht gegeben. Lenin reiste aus seinem Schweizer Exil unter Billigung der deutschen Regierung durch Deutschland nach Russland. Die deutsche Heeresführung wollte die revolutionären Umtriebe gegen das zaristische Russland, mit dem man sich ja im Krieg befand, fördern. Das Historiendrama „Der Zug“ (ITA, BRD, FRA 1988, Regie: Damiano Damiani) erzählt diese kleine, aber bedeutende Episode Weltgeschichte auf Arte. Teil 1 um 20.15 Uhr. Teil 2 folgt um 22 Uhr.
  • „Vor einhundert Jahren prägten Synagogen das Bild der großen deutschen Städte: jüdische Gotteshäuser im orientalischen, neoromanischen oder neogotischen Stil, gebaut zumeist von christlichen Stararchitekten. Sie waren Ausdruck des wachsenden Selbstbewusstseins der jüdischen Gemeinden, aber auch des toleranten Miteinanders zwischen Juden und Christen – nach mehr als 1.500 Jahren der Verfolgung und Diffamierung. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ändert sich alles.“ Heute jährt sich die Nacht, als in Deutschland die Synagogen angezündet wurden zum 79. Mal. Die Doku „Synagogen – Monumente gegen das Vergessen“ erinnert um 20.15 Uhr auf ARD-alpha daran. — Es folgen Zeitzeugenberichte: „Zeugin der Zeit: Esther Bejarano – ‚Wo Musik spielt, kann es nicht so schlimm sein…‘“ (21 Uhr), eine Doku über ein Schülerprojekt zum Holocaust: „#Uploading_Holocaust“ (21.45 Uhr), ein weiterer Zeitzeugenbericht: „Zeuge der Zeit: Abba Naor – ‚Wir kamen immer wieder zurück ins Lager‘“ (22.55 Uhr) und eine Doku zu den Zerstörungen in Bayern: „Es geschah vor aller Augen – Die Reichskristallnacht in Bayern“ (23.40 Uhr).

Freitag, 10. November

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