TV-Vorschau 21. – 27. Oktober 2017

Die Terrorzeit von vor 40 Jahren ist immer noch ein großes Thema in den Geschichtssendungen des Deutschen Fernsehens. Die Geschichte Europas wird in einer sechsteiligen Serie untersucht. Und es findet sich natürlich eine große Palette weiterer Themen in der kommenden Woche. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 21. Oktober

  • N-TV sendet drei Beiträge aus der „Despoten“-Reihe. Um 20.15 Uhr „Hitler – Inbegriff des Bösen“, um 21.05 Uhr „Stalin – Der stählerne Diktator“ und um 22.05 Uhr „Mussolini – Ikone des Faschismus“.
  • Der „deutsche“ Herbst von vor 40 Jahren beschäftigt weiterhin die Geschichtssendungen des deutschen Fernsehen. Tagesschau 24 hat sich für heute Abend eine umfassende Darstellung all dessen, was mit dem Ort „Stammheim“ zu tun hat, vorgenommen. Um 20.15 Uhr geht es um „Stammheim – Die RAF vor Gericht“. — Um 21.02 Uhr stellt sich die Frage „Folter in Stammheim? – Die Propaganda der RAF“. Heute würde man von fake-news sprechen. Die Frage ist nur: Welche Seite hat gefaked? — Der Ort, an dem das berühmte Gefängnis errichtet wurde, steht im Blickpunkt der Doku „Zweifelhafte Bekanntheit – Stammheim im Schatten des Gefängnisses“ um 21.45 Uhr. „Während der Terrorismus-Prozesse und den RAF-Selbstmorden schaute die gesamte Weltöffentlichkeit auf Stammheim. Wie leben heute die Stammheimer im Schatten der Justizvollzugsanstalt? Wie leben sie mit der Last der Geschichte? Für die Älteren ist diese Zeit in der Erinnerung noch präsent. Heute können sie darüber reden, viele Jahre war die Terrorismus-Zeit fast ein Tabu im Ort. Stammheim hat sich mit der Geschichte und seinem Gefängnis arrangiert.“
  • Phoenix berichtet vom „Tatort Matterhorn“ – der Geschichte der Erstbesteigung 1865 und den damit verbundenen ungeklärten Todesfällen. — Anschließend folgt die ZDF-History-Doku über „Mata Hari – Die schöne Spionin“ (21.45 Uhr).
  • Die biografische Doku „Lotte Ulbricht – Zwischen Parteidisziplin und Mutterrolle“ erzählt widersprüchliche die Geschichte der Ehefrau des DDR-Staatschefs Walter Ulbricht. „Experten, Zeitzeugen aus dem privaten Umfeld der Ulbrichts und frühere Freunde helfen bei der Einordnung und zeichnen so ein eindrucksvolles Portrait von Lotte Ulbricht. Wie agierte sie zwischen ihren Rollen als idealistische Kommunistin, Frauenrechtlerin und Stalinistin, Mutter und First Lady?“ (ARD-alpha, 20.15 Uhr). — Die letzte Folge der Reihe „Auf den Spuren Alexanders“ führt uns an „Die Wiege der Zivilisation“ (21 Uhr).
  • „Die Rettung Palmyras“ ist allen ein Anliegen, denen Archäologie, Kultur und Geschichte wichtig sind. Welche Bedeutung hatte die Stadt Palmyra, die zum Symbol der Zerstörungswut des IS geworden ist, in der Antike und für die Archäologie heute? „Die Dokumentation stellt Palmyra als ein globales Handelszentrum der Antike vor und dokumentiert die Zerstörungen durch die Terrorgruppe IS. Weltweit entwickeln Forscher heute Pläne für einen Wiederaufbau der Stadt. Erstmals schildert der Film den Angriff des IS auf eine Kulturstätte im Detail und wirft die Frage auf, wie wir in Zukunft unser kulturelles Erbe bewahren wollen.“ (Arte, 20.15 Uhr). — Aufstände islamischer Gruppen gegen die Herrschaft des Westens und korrupter einheimischer Eliten hat es schon oft gegeben. Durch viele Hollywood-Spielfilme bekannt ist der „Aufstand in der Wüste – Die Herrschaft des Mahdi“ im Sudan in 1880er Jahren, der den englischen Kolonialherren große Probleme bereitete. Diesen Aufstand hat ein Österreicher aus unmittelbarer Nähe erlebt. „Der aus der Nähe von Wien stammende Rudolf Slatin machte in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts Karriere als Gouverneur einer riesigen Provinz im Sudan. Als sich der charismatische Muhammad Ahmad zum Mahdi ausrief, zum religiösen Anführer der Muslime, musste sich Slatin ihm ergeben. Er wurde ein Sklave an Mahdis Hof. Erst lange nach dessen Tod gelang es Slatin, zu fliehen …“
  • Auf 3sat gibt es heute Musikgeschichte. Um 20.15 Uhr sehen wir den historischen Spielfilm „Der Wagner-Clan – Eine Familiengeschichte“ (BRD, AUT 2013, Regie: Christiane Balthasar), ein „Prominent besetzter und opulent inszenierter Eventfilm über eine der einflussreichsten deutschen Künstlerfamilien mit Iris Berben als Cosima Wagner in der Hauptrolle.“

Sonntag, 22. Oktober

  • Das ZDF startet eine sechsteilige Terra X-Reihe: „Die Europa-Saga“. Heute geht es um 19.30 Uhr los mit der Frage „Woher wir kommen – wer wir sind“. „Was ist Europa? Wie entstand dieser Kontinent, der – geografisch gesehen – gar keiner ist? Was hält ihn mit seinen vielen Staaten und Völkern eigentlich zusammen? Gibt es das ‚typisch Europäische‘? Wie hat Europa unser Denken geprägt, die Welt bereichert? Fragen, die den gebürtigen Australier Christopher Clark bei seiner Reise durch die Kultur und Geschichte Europas beschäftigen. Der renommierte Cambridge-Historiker vermag wie kein anderer einen unterhaltsam-kenntnisreichen Blick auf unseren Erdteil zu werfen – von innen und außen. In seinen Moderationen an den schönsten und symbolträchtigsten Orten Europas bringt er etwas Ordnung in die so verwirrend vielfältige Geschichte unseres Kontinents.“

Montag, 23. Oktober

  • N-TV setzt die Reihe „Wir Deutschen – Vom Reich zur Republik“ fort mit den Jahren 1933-1945. Um 20.15 Uhr läuft Teil 1, um 21.05 Uhr Teil 2. — Um 23.05 Uhr folgt der Beitrag „Nazi-Geheimnisse – Himmlers dunkle Macht“. „Heinrich Himmler war nach Hitler der mächtigste Mann des Dritten Reiches. Seine Besessenheit für die dunklen Mächte führte zu den geheimnisvollsten und grauenvollsten Taten des Regimes. Was mit Himmlers Bewunderung der germanischen Mythologie beginnt, endet mit der Vernichtung der Juden, für ihn die ‚Untermenschen‘. Die n-tv Dokumentation deckt auf, wie der Glaube an Magie und Mythen Himmlers Brutalität beeinflussten.“
  • Die Geschichte der Raumfahrt begann vor 60 Jahren, als am 4. Oktober 1957 der erste künstliche Satellit Signale aus der Erdumlaufbahn sendete. Im Kalten Krieg war das ein Meilenstein, denn es war ein sowjetisches Unternehmen. „Der Sputnik-Schock“ heißt die Doku der ARD um 23.30 Uhr.

Dienstag, 24. Oktober

  • Drei Folgen der Reihe „Super-Festungen“ sind auf N-TV zu sehen. *„Burgen gehören zu den letzten verbliebenen Zeugen aus der längst vergangenen Zeit des Mittelalters. Nicht nur Kriegen, auch der Inquisition und der Reformation mussten sie standhalten. Der Bau der Mega-Konstruktionen erforderte ein hohes Maß an Ingenieurskunst und Handwerk. Wer verrichtete die gewaltige Arbeit?“ Wer sich für mittelalterliche Burgen interessiert, schalte um 20.15 Uhr ein: „Gigantische Monumente“. Um 21.05 Uhr „Architektur zur Verteidigung“ und um 22.10 Uhr „Verteidigung im Mittelalter“.
  • Die MDR Zeitreise“ läuft wieder um 21.15 Uhr. — „Erich Mielke, war einer der umstrittensten Politiker der DDR. Als langgedienter Minister für Staatssicherheit war er ein überzeugter Parteisoldat, der aus Motiven handelte, die er humanistisch nannte: Er war ein Mann mit unglaublicher Machtfülle, ein Karrierist und politischer Überlebenskünstler, ein Arbeitstier, der sein Leben stets der großen Sache unterordnete. Doch wer war eigentlich dieser Mann, über den CIA und BND Akten führten? Der Film „Erich Mielke – Meister der Angst“ versucht den Menschen Mielke hinter dem totalitären Apparat zu zeigen: seine Motivation, sein Glaube, seine Macht, sein Funktionieren und sein Scheitern.“ (22.05 Uhr).
  • Reformation ist heute Abend Thema auf RBB. Um 20.15 Uhr geht es in der Doku „Genosse Luther“ um das Verhältnis von Staat und Kirche in der DDR. — Im Anschluss erzählt um 21 Uhr der Film „Luther in Brandenburg“ davon, „Wie der Protestantismus nach Preußen kam“. „Heute ist die Mark eine der unreligiösesten Regionen der Welt. Und zugleich ein Land, das jahrhundertelang vom längst sprichwörtlichen preußischen Protestantismus geprägt wurde. Wie passt das zusammen?“

Mittwoch, 25. Oktober

  • Bibelgeschichte auf Phoenix. Um 20.15 Uhr befinden wir uns mit Petra Gerster auf den Spuren des Apostels „Paulus: Gefährliche Mission“. — Um 21 Uhr beschäftigen wir uns mit dem „Mythos Sintflut – Auf den Spuren einer Katastrophe“.
  • Das Schicksal eines Schriftstellers und seines Werks in der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs ist Gegenstand der Dokumentation „Stärker als der KGB – Das Stalingrad-Epos ‚Leben und Schicksal‘“ (21.50 Uhr, Arte). „Die bewegende Geschichte des Schriftstellers Wassili Grossman, dessen Manuskript zu ‚Leben und Schicksal‘ vom KGB konfisziert wurde. Der Roman spielt im Zweiten Weltkrieg und kritisiert unverblümt die Stalin-Diktatur. Anhand von Buchauszügen und Interviews mit Zeitzeugen und Historikern begibt sich die Dokumentation auf Spurensuche nach Leben und Werk des Schriftstellers.“

Donnerstag, 26. Oktober

  • Die zweite Folge von „Das Einstein-Projekt“ läuft um 21.45 Uhr auf ARD-alpha und trägt den Titel „Das Wunderjahr“.

Freitag, 27. Oktober

  • Im „alpha-Forum“ steht „Christian Hartmann“, Historiker beim Institut für Zeitgeschichte Rede und Antwort (ARD-alpha, 20.15 Uhr). — Um 21 Uhr folgen „Innenansichten Deutschland 1937“. „1937 war die nationalsozialistische Diktatur nach innen gefestigt. Ihre Gegner hatten die Nazis erschlagen oder mundtot gemacht, sie in Konzentrationslager oder Gefängnissen weggesperrt oder in die Emigration getrieben. Die Wirtschaft erholte sich von der Weltwirtschaftskrise, das demokratische Ausland in Europa und Übersee begann sich mit dem ‚Dritten Reich‘ zu arrangieren. Viele kritische Geister waren sich jedoch sicher, dass der schöne Schein, den die Nazis nach außen errichtet hatten, nur notdürftig den mörderischen Rassenwahn des Hitler-Regimes und seinen Militarismus kaschieren sollte.“ — Thematisch passend schließt sich um 22 Uhr der Dokumentarfilm „Goldschmidts Kinder – Überleben in Hitlers Schatten“ an. „Berlin 1935. Unter großen persönlichen Risiken gelingt es der Lehrerin Leonore Goldschmidt, mitten in Nazi-Deutschland eine jüdische Schule zu gründen. Sie findet ein Schlupffloch in den nationalsozialistischen Schulgesetzen und widersteht allen Repressalien durch die SA. Für viele jüdische Kinder Berlins wird die Goldschmidt-Schule zum letzten Zufluchtsort vor dem wachsenden Rassismus. „
  • Die Wiederholung vom Montag „Geschichte im Ersten: Der Sputnik-Schock“ läuft um 21.17 Uhr auf Tagesschau 24.

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