TV-Vorschau 14. – 20. Oktober 2017

Die Geschichte des Buchdrucks und die Bedeutung alter Bücher für das Wissen der Menschheit sind Themen, die von der Frankfurter Buchmesse inspiriert sind. Nach wie vor breit behandelt werden Spione wie Mata Hari und die Geiselbefreiung von Mogadischu im Jahre 1977. Die erste nachgewiesene Kernfamilie der Menschheit steht dagegen im Mittelpunkt einer Archäologie-Doku.

Samstag, 14. Oktober

  • N-TV sendet wieder die Reihe „Alltag unterm Hakenkreuz“. Heute „Mit der Kamera an der Ostfront“ um 20.15 Uhr, 21.05 Uhr und 22.05 Uhr. — Ein Porträt von „Hitlers Leibarzt“ folgt um 23.05 Uhr und um 0.10 Uhr wird „Der Tag, an dem Hitler starb“ rekonstruiert.
  • Eine der wichtigsten Einschnitte in der Geschichte der Menschheit war die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern. „Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks hat die Welt unumkehrbar verändert. Das Gedankengut der Reformatoren hätte ohne ihn und den Druck mit beweglichen Lettern keine so rasche Verbreitung finden können. Was hat ihn angetrieben, waren es künstlerische Interessen oder ging es ihm eher ums Geschäft? Welche technischen Detailprobleme musste er lösen?” Arte ergründet diese Fragen um 20.15 Uhr. „Gutenberg – Genie und Geschäftsmann”. — Eine besondere Form der Archivarbeit stellt der Beitrag „Die Bücherjäger – Kampf um das Wissen der Welt” um 21.40 Uhr vor. „Ohne Bücherjäger wäre das Wissen der Antike oder des Mittelalters heute verloren. Sie sammelten und kopierten Bücher in einem Wettlauf gegen die Zeit. Bücherjäger stemmten sich gegen die Barbarei, und sie tun das bis heute. Dafür riskierten sie Kopf und Kragen. Sie sind die heimlichen Helden der Geschichte.“
  • Phoenix beleuchtet weiterhin den Deutschen Herbst 1977 und den Terror der damaligen RAF. Um 20.15 Uhr beginnt der Themenabend mit der Doku „Die RAF – Tödliche Illusion”. Um 21 Uhr folgt „Die RAF – Phantom ohne Gnade”. Um 21.45 Uhr ist aus der Reihe ZDF-History der Film „Die Jagd nach der RAF” zu sehen. Um 22.30 Uhr werfen wir schließlich einen Blick auf die letzte RAF-Generation und die Wunden, die die Bundesrepublik bis heute daran trägt: „Black Box BRD”.
  • ARD-alpha startet den Abend mit einem Blick auf „Schalck-Golodkowski und die Pleite der DDR” um 20.15 Uhr, ehe um 21 Uhr „Auf den Spuren Alexanders – Das Land des Goldenen Vlies” in den Blickpunkt gerät.

Sonntag, 15. Oktober

  • Spionage ist heute das Thema auf RBB. Um 22.55 Uhr erfahren wir im Doku-Drama „Mata Hari – Tanz mit dem Tod” (BRD 2017, Regie: Kai Christiansen) viel über die wohl bekannteste Spionin der Weltgeschichte. „Mitten im Ersten Weltkrieg bildet die 28-jährige Dr. Elsbeth Schragmüller (Nora Waldstätten) die zehn Jahre ältere Tänzerin Mata Hari (Natalia Wörner) zur Spionin aus. Zwei Frauen wie Licht und Schatten starten eine heimliche Zusammenarbeit, die sich mehr und mehr als riskanter Tanz mit dem Tod offenbart.“ — Um 0.25 Uhr folgt der Beitrag „Berlin Berlin: Die Spione”. „Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist Berlin das Eldorado der Geheimdienste. Die alliierten Besatzungsmächte liefern sich hier ein Duell der Informationen. Orte wie die Glienicker Brücke oder die Abhörstation auf dem Teufelsberg werden zum Mythos und festigen Berlins Ruf als Hauptstadt der Spione.“
  • Um 23.45 Uhr zeigt das ZDF aus der Reihe ZDF-History den Beitrag „Mata Hari – Die schöne Spionin”. „Als Nackttänzerin machte sie Karriere, als Kurtisane lagen ihr die Männer zu Füßen. Am Ende des Ersten Weltkrieges wurde Mata Hari als Spionin hingerichtet. War sie wirklich schuldig?“

Montag, 16. Oktober

  • „Wir Deutschen – Vom Reich zur Republik“ ist eine mehrteilige Doku-Reihe, die die deutsche Geschichte sehr detailgenau nachzeichnet. Bislang im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen, zeigt nun N-TV diese Reihe. Heute geht es los um 20.15 Uhr mit „Vom Kaiserreich zur Katastrophe“ Teil 1 und um 21.04 Uhr mit „Vom Kaiserreich zur Katastrophe“ Teil 2. Fortsetzung nächste Woche. — Um 23.05 Uhr folgt noch der Beitrag „Nazi-Geheimnisse – Hitler und der Papst“. „Es ist einer der gigantischsten Machtkämpfe des Zweiten Weltkrieges: Der Papst gegen den selbst ernannten deutschen Führer. Mit dem Versuch eine neue deutsche Kirche zu gründen, die die jüdisch-christliche Theologie ablehnt und Jesus als Arier inszeniert, wollte Hitler ein eigenes Christentum errichten. Die n-tv Dokumentation wirft einen Blick auf das Dritte Reich und die römisch-katholische Kirche und deckt ihre Intrigen und Geheimnisse auf.“
  • „Geschichte im Ersten“ erzählt in der ARD um 23.30 Uhr vom „Widerstand unter Hitler”. Genauer von Georg Ferdinand Duckwitz, dem „Schindler von Kopenhagen“, wie er auch genannt wird. Der Diplomat Duckwitz ist fast sein ganzes Leben immer wieder gegen den Strom geschwommen. Es ist die Lebensgeschichte eines Mannes, der heute vom Auswärtigen Amt als jemand bezeichnet wird, „der sich gegen den Zeitgeist und erst recht gegen die Verbrechen der Nazis stellte, dessen moralischer ‚Kompass‘ nicht nur weiterhin funktionierte, sondern Richtschnur seines Handelns wurde.“

Dienstag, 17. Oktober

  • Die Reihe „Geheimnisvolle Orte“ führt uns auf RBB diesmal zu „Hitlers Reichskanzlei” (20.15 Uhr). „ ‚Wer die Reichskanzlei betritt, muss das Gefühl haben, vor den Herrn der Welt zu treten.‘ Einzig diese Bestimmung hatte für Adolf Hitler sein 1939 fertiggestellter erster ‚Bau des Großdeutschen Reiches‘. Architektur als Inszenierung einer unbarmherzigen, rücksichtslosen Macht. Eine spannende Spurensuche in der Mitte Berlins.“ — Um 21 Uhr folgt ein weiterer Beitrag der Reihe „Erlebnis Geschichte“. Es geht um Stadt- und Landmigration: „Rein in die Stadt – raus auf’s Land”.
  • Die Geschichte der Geiselbefreiung in „Mogadischu” erzählt der gleichnamige Spielfilm unter der Regie von Roland Suso Richter aus dem Jahr 2008. Zu sehen in der ARD um 0.35 Uhr.

Mittwoch, 18. Oktober

  • Die Geiselbefreiung von Mogadischu von vor 40 Jahren ist heute Schwerpunkt im SWR. Um 20.15 Uhr stehen „Die Geiseln von Mogadischu” im Blickpunkt. — Um 21 Uhr folgt „betrifft: Die Rückkehr der ‚Landshut‘”. Das Flugzeug ist vor einigen Wochen, nachdem es noch viele Jahre in regulärem Flugdienst stand, nach Deutschland zurück gebracht worden und soll als Museum dienen. — Der schon gestern in der ARD gezeigte Spielfilm „Mogadischu” (BRD 2008, Regie: Roland Suso Richter) läuft um Mitternacht.
  • Die letzte Folge der WDR-Reihe „Die 70er“ heute an einem ungewohnten Sendeplatz: „1979 – Der Afghanistan-Krieg verändert die Welt“. „Ende Dezember 1979 marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein. Damit begann ein Krieg, der schwerwiegende Entwicklungen in Gang setzte: Die letztlich desaströse Intervention beschleunigte den Untergang der UdSSR und schuf den Brandherd für die Entstehung der islamistischen Terrororganisation Al-Kaida. Mit diesem Konflikt war auch die Ära der Entspannung zwischen den Supermächten vorbei.“ (23.25 Uhr).
  • Ein schwieriges Thema aus Sicht der Bodendenkmalpflege waren und sind „Die Schatzsucher“. Als ehrenamtliche Mitarbeiter der Bodendenkmalpflege durchaus geschätzt, als Antiquitätensammler gefürchtet. „In Deutschlands Flächenländern sind Hunderte ehrenamtliche Schatzsucher im Einsatz: In Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern sind es zum Beispiel rund 200, in Thüringen etwa 350, in Sachsen und Brandenburg jeweils 120 Personen, in Berlin etwa 100.“ Die Doku um 23.55 Uhr auf 3sat begleitetet die Schatzsucher bei Grabungen und Sondengängen durch ein Jahr.

Donnerstag, 19. Oktober

  • „Wir schreiben das Jahr 2205: Albert Einsteins Relativitätstheorie wird 300 Jahre alt. Sein Todestag jährt sich zum 250. Mal. Dr. Schneller und Dr. Mayer – zwei Wissenschaftler aus der Zukunft – recherchieren das Leben und das Werk von Albert Einstein. Frau Dr. Schneller reist zurück in die Vergangenheit und trifft das Genie des 20. Jahrhunderts dort persönlich. Denn Zeitreisen sind möglich im Jahr 2205. ‚Das Einstein-Projekt‘ ist eine fantasievolle und unterhaltsame sechsteilige Serie, die über den Umweg in die Zukunft das vergangene Leben des großen Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein in unsere Gegenwart transportiert. Die damalige Zeit und die Person Albert Einstein werden durch diese ungewöhnliche und spannende Mixtur von Spielszenen und Originalmaterial greifbar und lebendig.“ Der Sechsteiler läuft auf ARD-alpha und startet um 21.45 Uhr mit der Folge „Die frühen Jahre”.

Freitag, 20. Oktober

  • Die Wiederholung der Montagsdoku der ARD „Widerstand unter Hitler – Der Diplomat Duckwitz” ist um 21.17 Uhr auf Tagesschau 24 zu sehen.
  • „Im Mittelpunkt der Dokumentation „Tatort Eulau – Das Rätsel der 13 Skelette” steht der spektakuläre Fund der gut erhaltenen Steinzeitgräber in der Kiesgrube von Eulau bei Naumburg: Drei Frauen, zwei Männer und acht Kinder, vor 4500 Jahren liebevoll und zum Teil in inniger Umarmung bestattet. Weltweit zum ersten Mal konnte hier 2008 durch eine DNA-Analyse der früheste Nachweis für die Existenz einer Kernfamilie erbracht werden. Eine Sensation! Aber warum starben diese Menschen zur gleichen Zeit? Wurden sie Opfer eines Gewaltverbrechens? Wer waren sie und wie konnte dieses schreckliche Drama geschehen?“ (Phoenix, 21.45 Uhr).

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