TV-Vorschau 26. August – 1. September 2017

Durch ein Versehen ist der Beitrag leider nicht zum geplanten Zeitpunkt veröffentlicht worden. Das tut mir leid. Wenn auch sehr spät: heute der Beitrag zur laufenden Woche!

Terror in Deutschland in den 70ern: sowohl der einheimische als auch der von außen nach Deutschland getragene ist mehrfach Thema von Dokus und Spielfilmen. Dazu ein Beitrag über die Zeit, als Sigmaringen kurzfristig die Hauptstadt Frankreichs war und eine Dreierreihe über den Ersten Weltkrieg im Nahen Osten. Dies und natürlich noch einiges mehr ist in der kommenden Woche an Geschichtssendungen im Deutschen Fernsehen zu erleben. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 26. August

  • Zwei Beiträge aus der Reihe „Geheimwaffe auf Schienen“ eröffnen den Geschichtsabend auf N-TV. Um 20.15 Uhr geht es um die „Züge des Grauens“. „Die schnellsten und innovativsten Lokomotiven der Welt: Damit rühmen sich die deutschen Nationalsozialisten im Dritten Reich. Obwohl Hitler selbst mehr auf Autos setzt, sind es die Züge, die seinem teuflischsten Plan als logistische Grundlage dienen: Der Deportation der Juden in Vernichtungslager. Die n-tv Doku zeigt die Geschichte der Eisenbahn unter Hitler und die tödlichen Konsequenzen.“ — Um 21 Uhr steht „Der Erste Weltkrieg“ im Blickpunkt. — Um 22.10 Uhr heißt es wieder „Mega-Projekte der Nazis“. Diesmal geht es um „Hitlers Kampf-Flieger“ und um 23.10 Uhr um die „Super-Festung Berlin“.
  • „Das bayerische Jahrtausend“ ist im „18. Jahrhundert: Erlangen“ angelangt (ARD-alpha, 20.15 Uhr). — Um 21 Uhr gibt es einen großen Sprung über den Atlantik: „Die Maya – Mythos und Wirklichkeit“.

Sonntag, 27. August

  • Im ZDF läuft um 19.30 Uhr der zweite Teil der Terra X-Reihe „Die ersten Menschen“, die diesmal „Aus Afrika in die ganze Welt“ sich ausbreiten.
  • Deutschland direkt nach dem Zweiten Weltkrieg und in den Wiederaufbaujahren: drei Dokus beleuchten diese Zeit auf Tagesschau 24. Um 20.15 Uhr wird der „Mythos Trümmerfrau“ näher unter die Lupe genommen. — Die „Trümmerkinder – Nachkriegsjahre in Berlin“ sind um 21.02 Uhr Thema. — Und um 21.47 Uhr sind es die „Wunderkinder – Die 50er Jahre in Berlin“, die den Themenabend beschließen.
  • „Der gute Göring“ ist der Bruder des Ober-Nazis Hermann Göring. *„Zwei Brüder. Den einen kennt jeder – er war Reichsfeldmarschall und die Nummer zwei nach Adolf Hitler: Hermann Göring. Der andere ist vergessen – zu Unrecht, denn er hat im Dritten Reich zahlreiche Menschenleben gerettet, indem er ihnen Pässe besorgte oder für sie Geld auf Konten in der Schweiz hinterlegte: Albert Göring.“ (Phoenix, 20.15 Uhr).
  • Die Geschichte der Bodensee-Region wird um 20.15 Uhr in der Doku „Bodenseegeschichten“ im SWR enthüllt.
  • Um 20.15 Uhr widmet sich der MDR „Elisabeth von Rochlitz – Agentin der Reformation“. „Unerschrocken kämpfte sie für den lutherischen Glauben, hatte nur vor Gott Angst und baute schließlich als erste Frau in Sachsen einen eigenen Nachrichtendienst samt Agentenring auf: Elisabeth von Rochlitz – eine der herausragendsten Frauen der Reformationszeit.“ — Um 21 Uhr geht es zweihundert Jahre zurück von der Reformation ins Mittelalter: „Die Pest, die Angst und der Schatz von Erfurt“ lautet das Thema.
  • Der Doku-Spielfilm „Der Baader Meinhof Komplex“ (BRD 2008, Regie: Uli Edel) erzählt die Geschichte der ersten Generation des deutschen Terrorismus. „Basierend auf dem gleichnamigen Sachbuch von Stefan Aust, skizziert das zeitgeschichtliche Drama die Radikalisierung von Teilen der Studentenbewegung hin zur selbst ernannten Stadtguerilla und rücksichtslosen Terrorbande, deren Anschläge im blutigen Deutschen Herbst des Jahres 1977 kulminieren. Besetzt mit einem beispiellosen Star-Ensemble, in dem sich selbst in Nebenrollen noch namhafte Darsteller finden, macht Uli Edels an Originalschauplätzen inszenierter Film nachvollziehbar, wie politische Ideale durch die Eigendynamik des Terrors korrumpiert werden.“ (ARD, 23.30 Uhr; auch morgen auf 3sat).

Montag, 28. August

  • Für Freunde der Architekturgeschichte sendet N-TV um 21.05 Uhr die Doku „Giganten der Geschichte – Palace of Westminster“: „Im Palace of Westminster in London tagt das britische Parlament. Das monumentale Gebäude ist ein beeindruckendes architektonisches Meisterwerk. Der Bau brachte die Ingenieure und Architekten damals an die Grenzen des Möglichen. Sie mussten neue Technologien entwickeln, die unter anderem die Basis für den Bau heutiger Hochhäuser schufen. Die n-tv Dokumentation enthüllt die verborgenen Geheimnisse dieses faszinierenden Gebäudes – vom feuerfesten Dach bis hin zum berühmten Big Ben.“ — Um 23.05 Uhr erfährt man noch einiges über „Das erste U-Boot“.
  • Filmgeschichte auf Arte. „100 Jahre UFA – Im Maschinenraum des deutschen Films“: „Die Dokumentation erzählt die Geschichte des ältesten deutschen Filmkonzerns als Unternehmensgeschichte. Fünfmal flaggte das UFA-Schiff im Laufe seiner Geschichte um: vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und die NS-Zeit bis zur Adenauer-Ära und zur Bertelsmann Fernsehproduktion. Wer waren die Kapitäne, wohin steuerten sie das Schiff, welche Machtkämpfe spielten sich ab?“ (22.10 Uhr).
  • Gestern in der ARD, heute um 22.25 Uhr auf 3sat: „Der Baader Meinhof Komplex“ (BRD 2008, Regie: Uli Edel).

Dienstag, 29. August

  • Eigentlich eine skurrile Anekdote der Weltgeschichte, wenn es nicht um den Zweiten Weltkrieg und die Nazi-Herrschaft ginge. Für kurze Zeit war „Sigmaringen, Hauptstadt Frankreichs“ – zumindest soweit es nach dem Willen Hitlers ging. „Vom Sommer 1944 bis zum Kriegsende begibt sich das Vichy-Regime ins Exil nach Sigmaringen. Verzweifelt klammern sich die französischen Nazi-Verbündeten an ihre schwindende Macht. Von Schloss Sigmaringen aus bereiten sie die ‚Rückeroberung‘ Frankreichs vor. Filmemacher Serge Moati lässt diese unbekannte Geschichte der Götterdämmerung des ‚deutschen Frankreichs‘ wieder aufleben.“ (Arte, 20.15 Uhr). — Auch Italien hat eine Kolonialgeschichte. Die biografische Doku „Als mein Onkel für den Duce nach Afrika ging“ erzählt um 21.35 Uhr hiervon. — „1933 gründete Leone Ginzburg zusammen mit Giulio Einaudi und Cesare Pavese das Verlagshaus Einaudi. Mit seinem literarischen Schaffen, das jeden sprachlichen Akt zur politischen Aussage werden ließ, erhob Ginzburg die Kultur zum Bollwerk gegen den Faschismus. So wurde auch der Verlag zum Mittelpunkt demokratischen Wirkens, zum geistigen Nährboden für neue Formen des Widerstands.“ Die Doku „Leone Ginzburg – oder Die Macht des Wortes“ „schildert den Werdegang des kosmopolitischen Schriftstellers und antifaschistischen Widerstandsaktivisten Leone Ginzburg, der die erstaunliche Fähigkeit besaß, seinen Prinzipien treu zu bleiben und gleichzeitig trotzdem seinen Blickwinkel zu verändern.“ (22.35 Uhr).

Mittwoch, 30. August

  • Eine neue Folge der Reihe „Die Spur der Ahnen“ stellt die Frage „Ein SS-Mann – Mein Retter!?“ (MDR, 21.15 Uhr). „1942, mitten im II. Weltkrieg wird dem kleinen Marceli Budziejewski das Leben gerettet. Dessen ist er sich sicher. Aber wer war sein Retter? Wir machen uns mit dem heute 85-jährigen Berliner Polen auf eine Suche, an deren Ende er die rätselhafte Rettung seiner Familie aufklären kann – wenn auch auf ganz andere Weise, als er gedacht hat.“
  • „Hitlers Aufstieg und Untergang“ auf N-TV. Um 22.10 Uhr „Das Monster“: „1943 ergibt sich die deutsche Armee in Stalingrad und eine der größten Schlachten des Zweiten Weltkriegs ist vorüber. Diese Niederlage leitet das Ende des Krieges ein. Adolf Hitler versinkt daraufhin in Depressionen und versteckt sich vor der Wahrheit. Doch was geschah dann? Die n-tv Dokumentation zeigt, wie sich Hitler in die Alpen flüchtet und sich im Drogenrausch der Wirklichkeit entzieht.“ — Um 23.05 Uhr „Das Ende“: „Adolf Hitler will seine Niederlage am Ende des Zweiten Weltkriegs nicht akzeptieren und klammert sich an die Vorstellung einer siegbringenden V2-Rakete. Nachdem er sogar ein Attentat aus den eigenen Reihen überlebt und das Kriegsende und seine Niederlage nicht realisieren will, nimmt er sich 1945 im Führerbunker durch einen Kopfschuss das Leben. Die n-tv Dokumentation zeigt die letzten Wochen Adolf Hitlers.“ — Und um 0.10 Uhr „Die Besatzer – Paris und die Nazi-Zeit“: „Am 14. Juni 1940 marschieren Soldaten der deutschen Wehrmacht in Paris ein. Mehr als vier Jahre sollten sie die französische Hauptstadt besetzen. Eine Traumstation für viele Soldaten. Sie führten hier ein völlig anderes Leben als die Einheimischen. Was bedeutete es für sie, auf der einen Seite qualvoller Folterer, auf der anderen Seite amüsierfreudiger Tourist zu sein? Mithilfe von Zeitzeugen widmet sich die n-tv Dokumentation der Geschichte aus einem völlig neuen Blickwinkel.“
  • Das Doku-Spiel „Vom Traum zum Terror – München 72“ schildert die Geschehnisse rund um das Olympia-Attentat von 1972, als palästinensische Terroristen das olympische Dorf überfielen, die israelischen Sportler als Geiseln nahmen und in dessen Verlauf diese, ein Polizist und fünf Terroristen getötet wurden. Die Spielszenen werden mit Zeitzeugeninterviews (u. a. mit dem damaligen Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher) kombiniert. Zu sehen um 23.25 Uhr im WDR.

Donnerstag, 31. August

Freitag, 1. September

  • Die Reihe „Unser Land in den 70ern“ geht im WDR um 20.15 Uhr weiter mit dem Beitrag „Dicke Luft und frischer Wind – 1973“. „1973 stand NRW mächtig unter Dampf: Dicke Luft und frischer Wind wehten durch Unser Land. Der WDR zeigt im vierten Teil seiner neuen zehnteiligen Dokumentationsreihe über die 70er in Nordrhein-Westfalen, wie dichter Nebel, legendäre Straßenfeger und ein singender Außenminister das Lebensgefühl von 1973 prägten.“
  • Der Erste Weltkrieg wurde nicht nur in Europa ausgefochten, auch im Nahen Osten wurde gekämpft. „Der erste Weltkrieg im Orient“ ist ein Dreiteiler auf Phoenix, der diesen weitgehend unbekannten Teil des Krieges beleuchtet. Um 20.15 Uhr gehen „Arabische Truppen an die Front“. — Um 21 Uhr erleben wir den „Untergang des Osmanischen Reiches“. — Und um 21.45 Uhr erfolgen „Koloniale Machtspiele im Nahen Osten“, die die Grundlage für den noch heute ungelösten Nahost-Konflikt bilden.
  • Das Olympia-Attentat von 1972 kennt fast jeder (ansonsten am Mittwoch das Dokuspiel im WDR schauen!), aber bereits zwei Jahre zuvor kam der Terror nach Deutschland bzw. nach München. „München 1970 – Als der Terror zu uns kam“ (ARD-alpha, 21 Uhr). Umso erstaunlicher, wie unvorbereitet die Behörden zwei Jahre später waren. „Flugzeugentführungen, Paketbomben und ein Brandanschlag. Der Film zeigt, dass die blutigen zwölf Tage im Februar 1970 eine Warnung hätten sein müssen.“

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