TV-Vorschau 22. – 28. Juli 2017

Heute wieder die Vorschau auf die Geschichtssendungen der kommenden Woche. Darunter befinden Dokus zur mittelalterlichen Hanse, zur Persönlichkeit Heinrich Himmlers und zur Geschichte der CIA. Es gibt aber noch viel mehr und jeder Geschichtsinteressierte dürfte etwas Sehenswertes finden. Viel Spaß.

Samstag, 22. Juli

  • „Am 24. Juni 1948 senkten sich rund um die West-Sektoren Berlins die Schlagbäume. Moskau verhängte eine totale Sperre für alle Schienen-, Straßen-, und Wasserwege. Fast elf Monate sollte sie dauern, die Berlin-Blockade. Anlass war die Einführung der D-Mark im Westteil der Stadt. Vor allem aber wollte Stalin die Westmächte herausfordern – er empfand ihren Brückenkopf im eigenen Imperium wie einen Stachel im Fleisch.“ Die Antwort der drei Westmächte war „Die Luftbrücke“, mit der West-Berlin fast ein Jahr ausschließlich mit Lebensmitteln und Gütern aller Art versorgt wurde. Die ausführliche Doku läuft um 20.15 Uhr auf Phoenix. — Um 21.45 Uhr sind noch „Deutschlands Herrscher – Die Sachsen“ zu sehen.
  • „DAS BAYERISCHE JAHRTAUSEND“ führt heute ins 13. Jahrhundert nach Regensburg (ARD-alpha, 20.15 Uhr). — Um 21 Uhr ist „Die Welt im Krieg Japan (1941 – 1945 / ‚Japan‘)“.
  • „Winnetou und der Prinz aus Deutschland – Auf den Spuren einer Legende“ ist eine Doku über eine Forschungs- und Entdeckungsreise nach Nordamerika, die u. a. zur Inspiration für Karl Mays Indianer-Romane werden sollte. „Prinz Maximilian zu Wied und Karl Bodmer reisten 1832 zu den Ureinwohnern Nordamerikas und dokumentierten deren Welt. Ihre Berichte und Bilder prägen bis heute unsere Vorstellung von den Indianern. Sie dienten auch als Vorlage für die Romanfigur Winnetou des Schriftstellers Karl May – er selbst war nie in Amerika. Der Film spürt der Welt dieses legendären Mythos nach…“ (Arte, 20.15 Uhr).
  • „Befreiung – Ende einer Nazi-Herrschaft“ ist das Thema einer zweiteiligen Doku (22.05 Uhr und 23.05 Uhr) auf N-TV über die Befreiung Frankreichs durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg. — Um 0.10 Uhr folgt „Deutschland 1945 – Von Frieden keine Spur“.

Sonntag, 23. Juli

  • Die Dokumentation „Von Peter bis Putin – Russlands starke Männer und eine deutsche Frau“ beschreibt um 20.15 Uhr auf Phoenix die Geschichte russischer Herrscher. — Im Anschluss folgt um 21 Uhr „Der Untergang der Sowjetunion – Von Gorbatschow bis Putin“.
  • Der MDR dokumentiert die Persönlichkeit Heinrich Himmlers um 22.45 Uhr. „Am 6. Mai 1945 besetzen Soldaten der 88. US-Armeedivision das Haus der Familie Himmler in Gmund am Tegernsee. Sie finden Hunderte von privaten Briefen, Dokumenten, Tagebüchern und Fotos. Anhand dieses Materials und mit zahlreichen historischen Aufnahmen skizziert der Film das Denken, die Ideale, Pläne und Geheimnisse des SS-Führers und Architekten der Endlösung Heinrich Himmler. Wie konnte aus dem nationalistischen Kleinbürgersohn jener enge Gefolgsmann Hitlers werden, der die Strategien zur Ermordung von Millionen Juden, Homosexuellen, Kommunisten, Sinti und Roma entwarf und durchführte? Woher kam seine Ideologie? Wie sah er sich selbst und wie wurde er von seinem privaten Umfeld wahrgenommen, der Frau Margarete, der Tochter Gudrun, der Geliebten Hedwig? Wie konnte der Mann, der sich in Briefen stets auf die ‚deutschen Tugenden‘ Ordnung, Anstand, Güte berief, mitten im Grauen von Krieg und Holocaust nach Hause schreiben: ‚Trotz der vielen Arbeit bin ich wohlauf und schlafe gut‘? Ein Film über die Anmaßungen eines Massenmörders und die Verdrängung jeglicher Schuld.“ „Der Anständige“.
  • Gerade läuft die Fußballeuropameisterschaft der Frauen. Der SWR präsentiert eine Doku über Anfänge des Frauenfußballs und die Vorurteile die ihm damals entgegen schlugen: „Oh Gott, Frauenfußball – Eine Geschichte von Frauenschweiß und Männerängsten“ (23 Uhr).

Montag, 24. Juli

  • „Die Deutsche Hanse“ war „Eine heimliche Supermacht“, weiß die zweiteilige Doku auf Phoenix über die mittelalterliche Handelsvereinigung zu berichten. „Sie waren „Global Player“ des Mittelalters: Deutsche Kaufleute und Abenteurer, die mit großem Geschäftssinn und Pioniergeist ein gigantisches Handelsnetzwerk gründeten, das von Island über England und Flandern bis nach Russland reichte. Die zweiteilige [„…“] Dokumentation erzählt vom Aufstieg eines weitgehend unbekannten und unter-schätzten Wirtschaftsimperiums, das Europa prägte und in der europäischen Geschichte einzigartig ist. Die Hanse – ein Bund ohne Regierung und ohne festes Territorium, aber dennoch ein Imperium.“ „Teil 1“ um 20.15 Uhr, „Teil 2“ um 21 Uhr.
  • „Die Adria der Habsburger“ „war ein Sehnsuchtsort der Haute-Volée des 19. Jahrhunderts – die k.u.k.-Adria, die zum Sommerrefugium der Reichen und Mächtigen wurde. Mit der Südbahn, mit der man schon damals annähernd so schnell reiste wie heute, fuhren die Erholungssuchenden in Orte, die damals noch kaum jemand kannte: Opatija, Lovran, Losinj, Rijeka, Portoroz und andere. Diese ORF-III-Produktion begibt sich auf die Suche nach dem k.u.k. Charme und dem Lifestyle der damaligen Zeit. Die Patina jener Ära, in der der frühe Sommertourismus erfunden wurde, liegt dort heute noch auf vielen historischen Hotels und Cafés.“ (ARD-alpha, 23 Uhr).

Dienstag, 25. Juli

Mittwoch, 26. Juli

  • „Hitlers Rassenwahn“ um 20.15 Uhr und „Hitlers Killer-Bakterien“ um 21.05 Uhr eröffnen die Geschichtsdokus des Abends auf N-TV. — Um 22.10 Uhr folgt aus der Reihe „Aufstand der Barbaren“ ein Beitrag über „Spartakus“ und um 23.05 Uhr einer über „Arminius“.
  • Auf den Schienen des Doppeladlers: „Mehr als 170 Jahre nach der Eröffnung des ersten Streckenabschnitts auf österreichischem Boden hat die Eisenbahn nichts von ihrer Faszination verloren. Unvergleichlich größer und fundamentaler muss dieses Erlebnis wohl für die Menschen im Österreich der Donaumonarchie gewesen sein. Es waren die Eisenbahnen, die Menschen und Waren zirkulieren ließen und die Eroberung von Landschaften ermöglichten. Mit dem Ersten Weltkrieg versank dieser einzigartige Staat für immer – Namen änderten sich, und neue Grenzen wurden gezogen. Die Nachbarn und Mitbürger von gestern wurden zu Fremden, zu Feinden und ‚Ausländern‘. ‚Auf den Schienen des Doppeladlers‘ zeigt, wie es zur Entstehung des gigantischen Bahnnetzes der Donaumonarchie gekommen ist, welche bautechnischen Meisterleistungen vollbracht wurden, um die Steppen Galiziens mit den Küsten der Adria zu verbinden.“ (3sat, 21.40 Uhr).

Donnerstag, 27. Juli

Freitag, 28. Juli

  • Die Geschichte der CIA steht im Mittelpunkt einer dreiteiligen Doku auf Phoenix: „Die CIA von innen“. Teil 1 „Die ersten Jahre: Geheimaktionen“ behandelt um 20.15 Uhr die Anfänge dieser Organisation, Teil 2 titelt „Kalter Krieg: Gescheiterte Mission“ (21 Uhr) und Teil 3 „Terror: Der neue Feind“ befasst sich um 21.45 Uhr mit der gegenwärtigen Situation des CIA.
  • ARD-alpha sendet zwei Dokus zum Warschauer Ghetto. Um 21 Uhr „Geheimsache Ghettofilm – Das Warschauer Ghetto und die Propaganda der Nazis“. „Ausgangspunkt des außergewöhnlichen Dokumentarfilms sind 62 Minuten Archivmaterial. Unbetitelt, unvertont, nur teilweise geschnitten – alles, was an Filmbildern aus dem Warschauer Ghetto überliefert ist. Bei näherem Betrachten verstören die Bilder: Zu sehen ist das nackte Elend verhungernder Bettler neben auffallend wohl gekleideten Männern und Frauen beim Tangotanzen. Unter welchen Umständen wurde dieses Material aus welchen Gründen gedreht? Jahrzehntelang wurden diese Ghettobilder von Dokumentaristen und Museen in der ganzen Welt als authentisches Archivmaterial verstanden und verwendet. Erstmals ist nun das Material im Ganzen zu betrachten. Und erstmals fahndet die israelische Regisseurin Yael Heronski auch nach den Auftraggebern dieser Filmaufnahmen und fragt nach, was diese Bilder wirklich zeigen – und was nicht. Es stellt sich heraus, dass deutsche Propagandafilmer nur wenige Wochen vor der großen Deportation im Frühjahr 1942 gezielt ins Ghetto geschickt wurden, um Szene für Szene „jüdischen Lebens“ für die Nachwelt zu inszenieren. Regieanweisungen für Todgeweihte.“ — Um 22.25 Uhr folgt „Widerstand im Untergrund – Die Kanalisation von Warschau“. „Der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Truppen im besetzten Warschau ab 1. August 1944 stellte die größte einzelne bewaffnete Erhebung im besetzten Europa während des Zweiten Weltkrieges dar. Die Widerständler kämpften 63 Tage gegen die deutschen Besatzungstruppen, bevor sie angesichts der aussichtslosen Situation kapitulierten. Die deutschen Truppen begingen Massenmorde unter der Zivilbevölkerung, und die Stadt wurde nach dem Aufstand fast vollständig zerstört.“
  • Tagesschau 24 stellt um 21.17 Uhr die Frage nach den „Nazi-Karrieren in der DDR?“ — Mit der Geschichte italienischer Gastarbeiter im Saarland beschäftigt sich um 23.15 Uhr die Doku „Italiener im Saarland – Vom Gastarbeiter zum Nachbarn“.

Merken

Merken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*