TV-Vorschau 15. – 21. Juli 2017

Ein Fernsehbeitrag aus den 60er Jahren – selbst schon „Geschichte“ – ragt in der kommenden Woche aus der Vielzahl an historisch interessanten Dokus und Spielfilmen heraus.

Samstag, 15. Juli

  • Teil 2 der Reihe „Das Bayerische Jahrtausend“ behandelt das „12. Jahrhundert: Würzburg“ (20.15 Uhr in ARD-alpha). — Um 21 Uhr ist „Die Welt im Krieg“. Im Mittelpunkt der 21. Folge steht „Der Zusammenbruch (Februar – Mai 1945 / ‚Nemesis: Germany‘)“.
  • Hermann Göring steht heute im Zentrum des Phoenix-Abendprogramms. „Schon 1933 ließ Göring sich auf Staatskosten ein aufwendig gestaltetes Jagdhaus errichten. Er nannte den Ort nach seiner ersten verstorbenen Frau Carin, für die er hier extra ein pompöses Grabmal hatte anlegen lassen. Der Mythos Carinhall war geboren. [„…“] Hermann Göring war nicht der erste und nicht der letzte Potentat, der seine Spuren in der Schorfheide hinterließ, aber er war der skrupelloseste und ganz sicher der größenwahnsinnigste von allen. Zum ersten Mal wird die Geschichte Carinhalls mit exzellentem Archivmaterial, spannenden Neudrehs, Erinnerungen von Zeitzeugen und Statements von Experten in dieser Art umfassend filmisch erzählt.“ „Görings Carinhall – Die Schorfheide“ (20.15 Uhr). — Um 21 Uhr blicken wir auf „Görings Ministerium – Geschichte einer deutschen Machtzentrale“.
  • Als das Rheinland zu Beginn des 19. Jahrhunderts preußisch wurde, war das durchaus ein Kulturschock – für beide Seiten. Die Doku „Preußen am Rhein – Zwangsehe mit Folgen“ beleuchtet diese Verbindung. „Wenn in der Fastnacht und im Karneval alljährlich das preußische Militär veräppelt wird, ist das ein letzter Reflex auf ferne Zeiten, als die Preußen im Rheinland das Sagen hatten. Aber was weiß man heute sonst noch von den Preußen? Ist den Rheinländern bewusst, was die Preußen ihnen gebracht haben? Zwei Drittel des heutigen Bundeslandes Rheinland-Pfalz sind Teile der ehemaligen preußischen Rheinprovinz. Preußen und Rheinländer – das war eine Zwangsehe, arrangiert auf dem Wiener Kongress, als die europäische Landkarte neu gestaltet wurde.“ (Tagesschau 24, 21.45 Uhr).
  • In der Reihe „Giganten der Geschichte“ stellt „Die Chinesische Mauer“ um 22.05 Uhr auf N-TV vor. „Die Chinesische Mauer ist eines der größten Bauwerke der Menschheitsgeschichte. Ihr Zweck war es, das chinesische Kaiserreich zu schützen. Der Bau dauerte mehrere Jahrhunderte. Heute ist die Mauer über 20.000 Kilometer lang. Die n-tv Dokumentation begleitet ein Restaurations-Team und folgt Forschern auf ihrer Suche nach bislang unbekannten Abschnitten.“

Sonntag, 16. Juli

  • „Die Bernsteinstraße“ folgt der Spur des Bernsteinhandels in der Bronzezeit von Ägypten bis zum südbayerischen Bernstorf. Die versunkene Siedlung war ein bronzezeitlicher Knotenpunkt auf der über 5000 Kilometer langen Route zur baltischen Ostseeküste. Bernstorf, häufig als das ‚bayerische Mykene‘ bezeichnet, ist eine der derzeit aufregendsten Grabungen in Deutschland.“ (Phoenix, 20.15 Uhr).
  • ARD-alpha sendet aus der Reihe „Die Fernsehtruhe extra“ ein besonderes Dokument: „Am 19. Juli 1937 wurde in den Münchner Hofgartenarkaden eine Ausstellung mit dem Titel ‚Entartete Kunst‘ eröffnet, eine nationalsozialistische Propaganda-Veranstaltung. Sie fand parallel zur ‚Ersten Großen Deutschen Kunstausstellung‘ im eigens dafür errichteten Haus der Kunst statt und sollte der hier gezeigten, dem Hitler-Regime genehmen ‚Deutschen Kunst‘ jene, in der NS-Ideologie als ‚entartet‘ geltende Kunst gegenüberstellen. Ausgestellt wurden Werke missliebiger Kunststile wie Expressionismus und Surrealismus aus den bedeutendsten deutschen Museen. In dem Film äußern sich aus Anlass der 1962er-Gedächtnisausstellung ‚Entartete Kunst – Bildersturm vor 25 Jahren‘ wiederum im Haus der Kunst seinerzeit verfemte Künstler wie Otto Dix und Ewald Mataré sowie Angehörige wie Oskar Schlemmers Ehefrau und die Söhne von Max Beckmann und Ernst Barlach.“ „Bildersturm im Dritten Reich – Es sprechen die Zeugen“ (22.10 Uhr).
  • Das Leben der „Johanna von Orleans“ war schon mehrfach Thema biografischer Historienfilme. Heute gibt es auf Tele 5 um 22.35 Uhr die Fassung von Luc Besson (Regie; FRA 1999). „Frankreich im 15. Jhd: Johanna hasst die Engländer, die Leid über ihr Dorf brachten. Eines Tages hat sie auf einem Feld eine göttliche Vision. Von da an ist ihr klar: Sie wird Frankreich von den Besatzern befreien und Karl dem VII. zur Krone verhelfen. Der gibt ihr eine Armee, die den Feind besiegt. Karl wird König, doch das ist Johanna nicht genug… Epische Historien-Action mit grandiosen Bildern.“
  • ZDF-History titelt heute „Deutschlands Herrscher – Die Sachsen“ (23.30 Uhr). — In später Nacht um 0.50 Uhr läuft der erste Teil des Dreiteilers „Krupp – Eine deutsche Familie“. „Der Auftakt des epischen Familiendramas um die Industriellenfamilie Krupp. Der Erste Weltkrieg verspricht den wirtschaftlichen Aufschwung für die Krupps, doch er fordert auch seine Opfer.“

Montag, 17. Juli

Dienstag, 18. Juli

Mittwoch, 19. Juli

  • „Claus Schenk Graf von Stauffenberg“ war im Nachkriegsdeutschland der Vorzeigedeutsche, der mit seinem Attent auf Hitler Deutschlands Ruf im Allgemeinen und den der Wehrmacht im Besonderen rettete. Phoenix geht dieser durchaus widersprüchlichen Person mit der Doku „Stauffenberg – Die wahre Geschichte“ auf den Grund. Um 20.15 Uhr läuft Teil 1 „Der Attentäter“, um 21 Uhr folgt „Das Attentat“.
  • Gegen die wachsende Macht Roms in Italien und im Mittelmeer wendete sich immer wieder Widerstand. Der „Aufstand der Barbaren“ ist mit dem Namen „Hannibal“ eng verbunden. N-TV dokumentiert dessen Kampf gegen die Römer um 22.10 Uhr. — Weniger bekannt ist der Kampf der Lusitaner unter Führung des „Viriathus“ (23.05 Uhr).

Donnerstag, 20. Juli

  • In den heutigen „Stil-Epochen“ geht es um „Barock und Rokoko (1600-1780)“ (um 21.45 Uhr auf ARD-alpha).
  • Der Film „Poll“ (BRD, AUT, EST 2010, Regie: Chris Kraus) erzählt den Zerfall des Baltikums kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs an Hand der Vita der heute weitgehend vergessenen Schriftstellerin Oda Schaefer (1900 – 1988) (RBB, 0.25 Uhr).

Freitag, 21. Juli

  • Das Mittelmeer ist kulturgeschichtlich einer der interessantesten und wichtigsten Orte überhaupt. Hier entstanden Großreiche und viele kulturelle und zivilisatorische Errungenschaften stammen von dort. Die Doku „Das Mittelmeer“ stellt sie um 20.15 Uhr auf Phoenix vor.
  • Der Kalte Krieg rückt zunehmend in den Blick der Geschichte. Ein Thema sind die jahrzehntelang geheim gehaltenen Ausweichquartiere von Behörden und (vermeintlich) wichtigen Einrichtungen, die ein Fortbestehen des Staates im Fall des Falles sicherstellen sollten. Die Doku „Enttarnung einer Idylle – Kalter Krieg in der Eifel“ geht dem um 20.15 Uhr im WDR nach. „Der Kalte Krieg fand auch hier, mitten in der Eifel statt. Denn das Gebiet wurde von den Militärstrategen als sicher eingestuft. Bei einem Angriff aus dem Osten galt der Rhein als unüberwindliche Grenze und die Eifel damit als nicht direkt bedroht. Die NATO betrieb hier Raketenstellungen in einsamen Eifelwäldern mit jederzeit abschussbereiten Atomwaffen. [„…“] Die gesamte Eifel ist voller Relikte des Kalten Krieges. Dem Kalten Krieg auf der Spur erkundet Wirtschaftsgeograph Christoph Lubbe Bunkeranlagen. Und er folgt Hinweisen auf einen weiteren geheimen Bau. In der Dokumentation „Enttarnung einer Idylle“ schildert Lubbe, wie er dabei den Ausweichsitz der Landeszentralbank entdeckt hat. Unter einer Schule in Satzvey wurden große Mengen einer Ersatzwährung für den Ernstfall bereitgehalten.“
  • Auf Tagesschau 24 kann man um 21.17 Uhr (noch einmal – Wiederholung vom Montag in der ARD) den „Kölner Dom“ und seine Geschichte bewundern.

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