TV-Vorschau 8. – 14. Juli 2017

Das deutsch-russische Verhältnis im 20. Jahrhundert bildet einen Themenaben, ebenso das Leben der Brüder Humboldt. Und ein DDR-Film aus den 50er Jahren über Thomas Müntzer zeigt eine ganz eigene, zeit- und systembedingte Interpretation von Reformation und Bauernkriegen.

Samstag, 8. Juli

  • „Alle wesentlichen Phasen und Phänomene der europäischen Geschichte finden sich auch in Bayern wieder. Bisweilen gehen sie von hier aus, manchmal erreichen sie Bayern mit Verzögerung, manchmal ertönen sie nur als Echo. Zehn Jahrhunderte, zehn Paradigmen und zehn bayerische Städte stehen im Zentrum der Sendereihe DAS BAYERISCHE JAHRTAUSEND.“ „11. Jahrhundert: Bamberg“, ARD-alpha, 20.15 Uhr. — Im Anschluss „Die Welt im Krieg: Völkermord (1941 – 1945 / ‚Genocide‘)“ um 21 Uhr.
  • N-TV bringt aus der Reihe „Giganten der Geschichte“ den Beitrag „Die Pyramiden Ägyptens“.

Sonntag, 9. Juli

  • „Was haben die ägyptischen Pyramiden mit dem Kloster Maulbronn gemeinsam? Was die Ruinen von Machu Picchu mit der Völklinger Hütte? Was hat die Freiheitstatue in New York mit der Insel Reichenau am Bodensee gemein? Sie alle sind Denkmäler, die von der Unesco als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurden. Acht solcher Unesco Welterbestätten befinden sich im Sendegebiet des SWR Fernsehens: das mittlere Rheintal, Trier, der Limes, die Völklinger Hütte, der Dom zu Speyer, das Kloster Maulbronn, die Insel Reichenau und die historischen Pfahlbauten rund um die Alpen.“ Alles Weitere über „Das Weltkulturerbe im Südwesten“ erfahren Sie um 20.15 Uhr im SWR.
  • Die Geschichte der Mao-Herrschaft in China stellt N-TV um 22.05 Uhr unter dem Titel „Mao – Herrscher des Grauens“ vor.

Montag, 10. Juli

  • Die Reformationsgeschichte wurde in den letzten Monaten in allen Façetten in Dokus und Spielfilmen beschrieben. Dabei ist auch ein Vergleich der unterschiedlichen Zugangsweisen dieser Filme interessant, vor allem wenn ihre Herkunft sehr unterschiedlich ist. So sendet der MDR heute um 22.05 Uhr einen DDR-Spielfilm aus dem Jahr 1956 über „Thomas Müntzer“ (Regie: Martin Hellberg). Die Geschichte dieses Films ist auch ein Spiegel der deutschen Geschichte: „‚Thomas Müntzer‘ wurde in der Rekordzeit von 83 Tagen in Quedlinburg gedreht. Der Monumentalfilm war eine der aufwändigsten und teuersten DEFA-Produktionen ihrer Zeit. Neben 169 Schauspielern wirkten 5.000 Kleindarsteller, darunter hunderte Volkspolizisten, mit. Der Film wurde 1956 uraufgeführt. 17 Jahre später beschloss das DDR-Kulturministerium, dass er anlässlich des 450. Jahrestages des Bauernkrieges erneut eingesetzt werden sollte. Wegen der veränderten politischen Situation nach dem Mauerbau sollten allerdings Szenen herausgeschnitten werden, die einen gesamtdeutschen Bezug hatten: schwarz-rot-goldene Fahnen, Gespräche ‚vom großen Zug übern Neckar und Rhein‘ und Botschaften wie ‚Ihr müsst den Brüdern überm Main die Hand reichen. Ganz Deutschland muss ins Spiel kommen‘. Regisseur Martin Hellberg musste seinen Film um fast ein Viertel kürzen, bevor er ab Oktober 1974 wieder in den DDR-Kinos eingesetzt wurde. 2017, zum Reformationsjubiläum hat die DEFA-Stiftung nun die Ursprungsfassung des Films aufwändig rekonstruiert. Dabei hatten es die Restauratoren nicht nur mit den politischen Schnittauflagen zu tun sondern auch mit einem unvollständigen Originalnegativ. 1966 wurde die ursprüngliche Fassung des Films zum letzten Mal im Fernsehen ausgestrahlt. Das MDR FERNSEHEN bringt sie jetzt erstmals wieder auf den Bildschirm.“

Dienstag, 11. Juli

Mittwoch, 12. Juli

  • „Mit dem ‚Neuen Ökonomischen System‘, kurz NÖS, wollte die DDR in den 1960er Jahren neue Wege gehen und die Zukunft im Wettstreit mit der BRD für sich gewinnen. Mit Rationalisierung und Automatisierung sollte die Planwirtschaft revolutioniert und die Mangelwirtschaft beseitigt werden. Doch die von Walter Ulbricht forcierte Öffnung der zentralistisch geleiteten Volkswirtschaft scheiterte.“ „Ulbrichts Wirtschaftswunder – Wie die DDR den Westen überholen wollte“, Tagesschau 24, 21.17 Uhr.

Donnerstag, 13. Juli

Freitag, 14. Juli

  • Wilhelm und Alexander von Humboldt haben als große Forscher des 19. Jahrhunderts sich einen Namen gemacht. ARD-alpha nimmt die Brüder aus Anlass des 250. Geburtstags von Wilhelm von Humboldt in einem Themenabend in den Blick. Um 21 Uhr stellt die Doku „Wilhelm von Humboldt – Reichtümer des Geistes“ den Jubilar vor. „Wilhelm von Humboldt, Humanist, Sprachwissenschaftler und Bildungspolitiker, gilt als der Prototyp eines Menschen der Aufklärung. Sein Wirken führte 1809 zu einer Bildungsreform, die bis in unsere Zeit nachhallt und das westliche Menschenbild mitgeprägt hat.“ — Sein Wirken hat in vielfältiger Weise Niederschlag gefunden, so auch im Namen der Berliner Univeristät: „Die Humboldt-Universität“ steht um 21.45 Uhr im Zentrum. — Ein Porträt seines Bruders „Alexander von Humboldt“ folgt um 22.30 Uhr.

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