TV-Vorschau 24. – 30. Juni 2017

Dokus über die Geschichte der Freimaurerei, diverse archäologische Beiträge und ein Historienfilm über einen norwegischen Widerstandskämpfer während des Zweiten Weltkriegs – nur einige Highlights der Geschichtssendungen in der kommenden Woche.

Samstag, 24. Juni

  • Die Freimaurer sind eine sagenumwobene Organisation. Der 300. Jahrestag der Gründung der „1. Freimaurerloge London“ ist Anlass für Tagesschau 24, deren Geschichte vorzustellen: „Freimaurer“ (20.15 Uhr). „Harmlose Weltverbesserer oder doch geheimnisvolle Weltverschwörer? Gruppendynamische Psychotherapie oder finstere Gehirnwäsche? Mystische Wurzeln im Tempel von Jerusalem oder ganz schlicht vor 300 Jahren gegründet? In Mitteldeutschland ist die Frage spezieller: Waren die wichtigsten Geistesströmungen – die deutsche Aufklärung und Klassik – in Wahrheit Freimaurerwerk? Die Kleinstaaten waren jedenfalls Hotspots ihrer Netzwerke. Hier geht der Film auf die Suche nach den zahlreichen Spuren der geheimnisvollen Bruderschaft.“
  • ARD-alpha fragt um 20.15 Uhr „Was wurde aus der Sowjetunion?“. — Anschließend folgt um 21 Uhr die nächste Folge der Reihe „Die Welt im Krieg“. Titel diesmal „Besatzungszeit (1940 – 1944 / ‚Occupation: Holland‘)“.
  • Archäologie auf Arte. Um 20.10 Uhr erfahren wir „Spannende Geschichten aus der Bronze-Zeit – Must Farm“. — Moorleichen beschäftigen die Archäologie schon seit langem. Die Hintergründe dieser ganz besonderen Funde erfahren wir um 21.20 Uhr in der Doku „Moorleiche“.
  • „Tief im Dschungel von Yucatán existiert bis heute die alte Maya-Stadt Chichén Itzá. Im Zentrum der Tempelanlage steht El Castillo – eine dreißig Meter hohe Stufenpyramide. Wie haben die Menschen damals hier gelebt? Welche Rituale und Zeremonien haben sie abgehalten?“ Näheres in der Doku „Die Maya-Pyramide“ um 22.05 Uhr auf N-TV.

Sonntag, 25. Juni

  • Frauen und Männer im DEFA-Film ist Thema zweier Dokus auf Tagesschau 24. „Im Mai 1946 wird in Potsdam-Babelsberg die Deutsche Film AG gegründet. Die DEFA erhält von der sowjetischen Besatzungsmacht die Lizenz für die „Herstellung von Filmen aller Kategorien“ Die DEFA produzierte mehr als 700 Kino- und über 500 Fernsehfilme.Viele bekannte Schauspieler, Regisseure und Kritiker kommen in den Dokumentationen zu Wort und schildern ihre Sicht auf die DEFA, ihre Filme und Rollen.“ „Petticoat und Planerfüllung“ läuft um 20.15 Uhr, „Kalaschnikow und Doppelkorn“ folgt um 21.02 Uhr.
  • „Die Geschichte der Lilli Jahn“ ist das Schicksal einer Jüdin im sog. Dritten Reich. „An der Seite ihres christlichen Ehemanns wird Lilli Jahn im „Dritten Reich“ nach und nach ausgegrenzt. Doch sie bleibt unbehelligt, bis sich ihr Mann 1942 von ihr scheiden lässt. Lilli Jahn kommt als Jüdin ins Arbeitslager, später nach Auschwitz, wo sie stirbt. Der Briefwechsel der jüdischen Ärztin Lilli Jahn ist weltweit ein Bucherfolg. Für ‚ZDF-History‘ erzählen ihre Kinder und Enkel vom bewegenden Schicksal, das aus den Briefen spricht.“ (23.30 Uhr).

Montag, 26. Juni

  • „Troja und der Schatz des Priamos“ ist Thema um 20.15 Uhr auf Tagesschau 24. „Am 31. Mai 1873 stößt der Kaufmann und Privatgelehrte Heinrich Schliemann bei seinen Grabungen in einem Hügel an der Küste Kleinasiens an einer alten Befestigungsmauer auf eine Steinkiste. Darin enthalten: goldene Gefäße, fein gearbeitete Schmuckstücke und prachtvolle Diademe. Für den deutschen Hobbyarchäologen ist klar: Dies muss er sein – der ‚Schatz des Priamos‘!“
  • „Der Spreewald“ ist ein Ort voller Schönheit und Geschichte. Besiedelt wurde die Region vor etwa 1500 Jahren vom Stamm der Lusitzi. Die Lusitzi kultivierten das unwegsame Land, bauten Blockhäuser, Boote und Brücken und vernetzten die Wasserarme mit Kanälen. Die Lusitzi sind die Vorfahren der Wenden, wie sie sich heute nennen, oder Sorben, wie sie vor allem zu DDR-Zeiten bezeichnet wurden. Sie prägen die Region mit ihren slawischen Traditionen bis heute.“ (Phoenix, 20.15 Uhr). — Um 21 Uhr folgt die Doku „Geheimnis Möhnetalsperre“: „Sie war ein Segen: Denn sie lieferte Trink- und Brauchwasser sowie Strom für die Ruhrindustrie und sicherte damit Einkommen und Überleben. Sie war eine tödliche Bedrohung: Denn in einer einzigen Nacht nahm sie mehr als 1.500 Menschen das Leben. Sie ist ein imposantes Baudenkmal, ein beliebtes Ausflugsziel und ein Naturparadies. Doch wer die elegant geschwungene, 650 Meter lange Bruchstückmauer sieht, ahnt nicht, welch geschichtsträchtiger Ort sie ist – die Möhnetalsperre.“
  • „Die Südbahn machte einen lange gehegten Traum wahr: In kürzester Zeit an die Adria zu reisen. Am 12. Juli 1857 war es so weit: Der erste Zug fuhr durch von Wien bis nach Triest. So begann die bewegte Geschichte dieser Bahnlinie, die von den Sehnsüchten der Menschen nach Sonne und Meer, von den Anfängen des Tourismus ebenso erzählt wie von der Instrumentalisierung dieser Verkehrslinie durch das k.u.k. Militär im Ersten Weltkrieg.“ „Die Eroberung des Südens – Mythos Südbahngesellschaft“, ARD-alpha, 23 Uhr.

Dienstag, 27. Juni

  • Die Berliner Volksbühne hat eine lange Theatergeschichte zu erzählen, die nun zu Ende geht. „Arbeiter und Kleinverdiener, bisher ausgeschlossen aus der Kultur der wilhelminischen Klassengesellschaft, erkämpften und ersparten sich ihren eigenen Zugang in die Welt des Theaters. Und tricksten dabei zugleich die kaiserliche Zensur aus. Denn das monumentale Vereinshaus war nur seinen Mitgliedern vorbehalten – eine geschlossene Gesellschaft. Ein Haus, ein Platz, über 100 Jahre deutsche Geschichte.“ RBB zeigt in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ die wechselvolle Geschichte der „Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz“ um 20.15 Uhr. — Einen ganz anderen Blick auf den DDR-Alltag warf die „Staatliche Filmdokumentation“ (SFD) der DDR selbst. „Zwischen 1970 und 1986 entstanden [„…“] am DDR-Filmarchiv etwa 300 nicht für die Öffentlichkeit gedachte Filme. Offizieller Auftrag des Kulturministeriums an die Filmgruppe war es, eine Dokumentation des sozialistischen Staates für die Zukunft zu schaffen. SFD-Filme sollten die DDR vollständiger zeigen als die zensierten Medien es taten: Nicht Agitation war das Ziel, sondern Information.“ Einen Einblick in dieses Werk gibt um 22.45 Uhr die Doku „Der heimliche Blick – Wie sich die DDR selbst beobachtete“.
  • Die SPD ist in Bayern seit Jahrzehnten immer weiter in die Bedeutungslosigkeit geschrumpft. Das war nicht immer so und alpha-Forum extra nimmt sich dem Thema „125 Jahre Bayerische SPD“ an (20.15 Uhr, ARD-alpha). — Der zweite Teil der alpha-Österreich-Doku „Die Eroberung des Südens – Mythos Südbahngesellschaft“ läuft um 23 Uhr.
  • Die MDR Zeitreise“ läuft wieder um 21.15 Uhr. — Der zweite Teil der Doku „Schatten des Krieges“ läuft um 22.05 Uhr unter dem Titel „Das vergessene Verbrechen“. „Wann immer vom Russlandkrieg erzählt wird, dann in großen Kapiteln: Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, rascher Vorstoß, Steckenbleiben im frühen und kalten Winter, Schlacht vor Moskau, Stalingrad, der Fall Berlins. Gleichzeitig fand der Holocaust statt, der all das Düstere noch überschattete. Dahinter verborgen ist eine weitere Untat, von der nur höchst selten gesprochen wird, von der viele nichts wissen und viele lieber nichts wissen wollen: der Tod von drei Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen – durch physische Gewalt, Aushungerung und Krankheit. Eine der bedrängendsten Tragödien des Zweiten Weltkriegs.“
  • „Die Widerständigen „also machen wir das weiter…““ (BR, 22.30 Uhr). „Sie lebten in einer Diktatur der Angst, aber sie standen für ihre Überzeugungen ein. Diese puristische Doku versammelt betagte Aktivistinnen des Widerstands gegen die Nazis und lässt sie berichten, ohne Trara, aber einfühlsam und nachhallend.“ (TV Spielfilm)

Mittwoch, 28. Juni

  • Die zweiteilige Doku „Der geheime Kontinent“ beschäftigt sich mit dem präkolumbianischen Amerika. Um 20.15 Uhr gibt es auf Phoenix Teil 1 „Was geschah vor Kolumbus“, um 21 Uhr Teil 2 „Sie kamen über das Meer“.
  • In der Reihe „Die Spur der Ahnen“ geht der MDR um 21.15 Uhr der Frage nach: „Meine Eltern – Spione bei der Wismut?“ „Harald Scholz ist ohne Eltern in Freital bei Dresden aufgewachsen. [„…“] Waren seine Eltern wirklich Spione bei der Wismut? Das Wismut-Gebiet rund um das Erzgebirge war damals ein ‚Spionage-Hotspot‘ – für westliche Dienste wie die CIA oder dem BND-Vorläufer ‚Organisation Gehlen‘ extrem wichtig, um zu erfahren, ob die Sowjets mit dem hier abgebauten Uranerz wirklich eine Atombombe bauen konnten.“

Donnerstag, 29. Juni

Freitag, 30. Juni

  • „ Früher war alles anders – genau! Ob es besser war, das muss jeder selbst entscheiden, aber vielleicht erleichtert es die Wahrheitsfindung, wenn man nochmal zurückgeht? Zurück auf eine ‚Verabredung mit Früher‘. – Drei Fotos, welche die Zuschauer dem SWR zur Verfügung gestellt haben, werden genau rekonstruiert: die Menschen, die Kleidung, die Orte – 30, 40 oder gar 50 Jahre später! Wie war das damals? Warum entstand das Foto? Wo leben die Beteiligten heute? Was wurde aus ihren Wünschen und Träumen? Was wurde aus ihrem Leben?“ „Verabredung mit Früher – Ein Leben zwischen zwei Fotos“ (SWR, 21 Uhr).
  • Auf Tagesschau 24 ist ab 21.17 Uhr die biografische Doku „Reinhard Heydrich – Der Henker aus Halle“ zu sehen. „Am 27. Mai 1942 verübten tschechische Widerstandskämpfer in Prag ein Attentat auf den ‚Stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren‘ Reinhard Heydrich, an dessen Folgen der NS-Verbrecher einige Tage später starb. Von Heydrichs Anfängen in Mitteldeutschland ausgehend, verfolgt der Film dessen NS-Karriere im Spiegel des Schicksals von Menschen, die zu seinen Opfern wurden.“
  • Der norwegische Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische Besatzung „Max Manus“ (Norwegen/Dänemark/Deutschland 2008, Regie: Joachim Roenning, Espe) wird um 22.35 Uhr auf 3sat porträtiert. „‚Max Manus‘ funktioniert gleichermaßen als Filmbiografie des legendären Widerstandskämpfers und als ungemein spannender Historienthriller. Der Film wurde mehrfach preisgekrönt, von der Kritik international hoch gelobt und war nicht nur in seinem Produktionsland ein großer Kassenerfolg. Zugleich löste der Film in Norwegen eine Debatte über die Rolle der norwegischen Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkriegs aus.“

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