TV-Vorschau 6. – 12. Mai 2017

Zeppeline, Napoleons Waterloo und schließlich auch der linke Widerstand gegen die Nationalsozialisten, der in der Nachkriegsgeschichte schnell verdrängte wurde, sind u. a. Themen in den Geschichtssendungen der kommenden Woche im deutschen Fernsehen.

Samstag, 6. Mai

  • Die Zeppeline sind zur Zeit gehäuft Thema von Geschichtsdokus. Grund am 6. Mai jährt sich der spektakuläre Absturz des nach dem deutschen General und Reichspräsidenten benannten Luftschiffes „Hindenburg” zum 80. Mal. Heute bringt VOX um 20.15 Uhr den Historienfilm „Hindenburg” (BRD 2011, Regie: Philipp Kadelbach) über diesen Absturz am 6. Mai 1937 über New York, der das Ende dieser kurzen Ära einleitete.
  • Auch Tagesschau 24 nimmt sich dieses Anlasses an und sendet um 20.15 Uhr die Doku „Die letzte Fahrt der Hindenburg” und um 21.17 Uhr „Die Geschichte der Zeppeline”.
  • Volles (Geschichts)Programm auf Phoenix. Um 20.15 Uhr begibt sich Petra Gerster auf die Spuren des Reformators „Martin Luther”. Um 21 Uhr sehen wir sie auf Spurensuche im Heiligen Land: „Das Jesusrätsel”. Anschließend öffnet um 21.45 Uhr ZDF-History „Die Büchse der Pandora” und stellt die Frage nach dem Zusammenhang von „Krieg und Erfindung”. Um 22.30 Uhr schließlich geht es in einer eher philosophischen Betrachtung um „Das radikal Böse”. „Wie werden aus ganz normalen jungen Männern Massenmörder? Warum töten ehrbare Familienväter Frauen und Kinder? Warum verweigerten so wenige den Befehl, obwohl es ihnen freigestellt war? Wie konnten systematische Erschießungen jüdischer Zivilisten durch deutsche Einsatzgruppen in Osteuropa möglich sein? Das Nonfiction-Drama von Stefan Ruzowitzky sucht die Ursache des Bösen in einer stilistisch innovativen Herangehensweise.”
  • Arte begleitete Napoleon in den letzten Wochen auf den Stationen seines Wirkens als Kaiser der Franzosen von Ägypten bis Moskau und zurück. Heute geht es um 20.15 Uhr zu Ende: „Waterloo. Das Ende”. „In chronologischer Reihenfolge zeichnet der Dokumentarfilm die zahlreichen Wendungen einer der größten Schlachten der europäischen Geschichte im Juni 1815 nach. Gestützt auf schriftliche Augenzeugenberichte vermittelt der Film hautnah und ohne romantische Verklärung, wie die Kämpfenden die letzte Schlacht Napoleons erlebt haben: ihre Hoffnungen und Ängste, das Leid und den Tod.”
  • Um 21 Uhr gibt es einen weiteren Beitrag der Reihe „Die Welt im Krieg” mit dem Titel „Der Rote Stern (1941 – 1943 / ‚Red Star: The Soviet Union’)” (ARD-alpha).
  • „Die Ausweitung des Deutschen Reiches war nur eine wahnwitzige Vision der Nazis. Mit Hilfe von namhaften Wissenschaftlern erstellten sie Entwürfe für Jagdparks, in denen längst ausgestorbene Tiere zu Leben erweckt werden sollten. Die Idee der ‚Arisierung’ nahm ein absurdes Ausmaß an: Mittels genetischer Manipulationen versuchte man die Evolution zu kontrollieren. Die n-tv Dokumentation zeigt ein neue Dimensionen des nationalsozialistischen Größenwahns.” „Hitlers Jurassic Park”, 20.15 Uhr auf N-TV. — Um 22.05 Uhr und 23.05 Uhr folgt die zweiteilige Doku „Apokalypse – Der Zweite Weltkrieg”.

Sonntag, 7. Mai

  • „Verschollene Gemälde, gestohlene Kunstwerke und versteckte Schätze aus der Nazi-Zeit regen immer wieder die Phantasie an und sorgen für Schlagzeilen in den Medien. Nicht zuletzt – die Suche nach dem geraubten Bernsteinzimmer.” Die Doku „Die Stasi und das Bernsteinzimmer” um 22.50 Uhr auf ARD-alpha geht einer der unzähligen Spuren auf der Suche nach dem legendären Bernsteinzimmer nach. — Am 13. Mai 1717 wurde die legendäre Kaiserin „Maria Theresia” in Wien geboren, mithin vor 300 Jahren. Anlass für eine Vielzahl von Dokus zu ihrem Leben in den kommenden Tagen. Heute sehen wir um 23.20 Uhr ein „Interview mit der Geschichte: Maria Theresia”.
  • „Deutschlands Herrscher – Die Preußen” ist Thema eines Beitrags der Reihe ZDF-History um 0.05 Uhr.

Montag, 8. Mai

  • „Kapitulation und Befreiung – Das Ende der Hitlerdiktatur“ ist Thema des Abends auf N-TV. Der Dreiteiler läuft um 20.15 Uhr, 21.05 Uhr und 22.10 Uhr.
  • „Die Brücke von Remagen” ist nicht nur der Titel eines US-Spielfilms, sondern auch Thema einer Doku auf Phoenix um 20.15 Uhr. Die Eroberung der Brücke durch die Amerikaner hat den Kriegsverlauf im Westen deutlich verkürzt. — „Die Stunde Null – Berlin im Sommer 1945” beschreibt, wie die Menschen in Deutschland mit dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches mit der Kapitulation am 8. Mai 1945 umgingen (21 Uhr).
  • „Mit der Machtübernahme des Naziregimes 1933 begann die systematische Verfolgung der Juden in Deutschland. Der Boykott jüdischer Geschäfte und die gesellschaftliche Ächtung 1933, die Nürnberger Gesetze 1935 und die Novemberpogrome 1938 markierten die Eskalation. Tausende ‚rassistisch‘ Verfolgte flohen ins Ausland, vor allem nach Frankreich ins Land der Revolution und der Erklärung der Menschenrechte. Doch nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1940 begann auch hier für sie der Überlebenskampf.“ Die Doku „Stille Retter – Überleben im besetzten Frankreich” berichtet von ihrem Schicksal (NDR, 23.15 Uhr).
  • „Frankreich, 1941: Nachdem die deutschen Truppen ein Jahr lang wie ‚Gott in Frankreich‘ lebten, wird in Nantes ein deutscher Offizier auf offener Straße erschossen. Die Attentäter entkommen. Der Führer in Berlin ordnet umgehend die Exekution von 150 französischen Geiseln als Vergeltung an. [„…”] Der Film schildert auf diesen drei Ebenen – der Kommandantur, dem Lager und dem Bunker an der Küste – die wenigen Stunden zwischen dem Schuss auf den deutschen Offizier und der Hinrichtung der Geiseln. Ein Drama, bei dem jeder Beteiligte eine Marionette zu sein scheint, die an den Fäden einer unerbittlichen Maschine hängen, und die etwas Schreckliches so ausführen, als sei es ein einfacher Verwaltungsakt. Es sind jedoch Menschen, die sich gegenüberstehen, die Geiseln, die sich weigern eine Augenbinde zu tragen, die Schützen, die ihnen ins Angesicht sehen, die Beamten und Offiziere, die ihrem Gewissen nicht entkommen.“ „Das Meer am Morgen“ (BRD, FRA 2011, Regie: Volker Schlöndorff), 23.35 Uhr, 3sat.

Dienstag, 9. Mai

  • Kino im Dritten Reich und danach ist heute Thema auf Phoenix. Um 20.15 Uhr geht es zunächst um „Die Akte Zarah Leander”. Der Zuschauer „taucht ein in das Leben der schwedischen Filmdiva. Sie enthüllt die Geschichte einer Frau, die die Nähe der Macht genoss und die glaubte, mit den mächtigsten Männern ihrer Zeit spielen zu können.“ — Um 21 Uhr stehen „Verbotene Filme – Das Erbe des Nazi-Kinos” im Blickpunkt.
  • „Der Volkspark Friedrichshain – Mont Klamott” steht im Mittelpunkt einer Doku der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 20.15 Uhr im RBB. — „Der Film „Die Hälfte der Stadt” erzählt die Geschichte des jüdischen Fotografen und Gemeindepolitikers Chaim Berman. Vor Ausbruch des 2. Weltkrieges engagiert er sich für ein friedliches Nebeneinander von Polen, Juden und Deutschen in seiner polnischen Heimatstadt. Der Film erzählt die bewegende Geschichte eines Mannes, dessen Überzeugungen fortschrittlicher waren als die Welt in der er lebte.“ (22.45 Uhr). — „Berlin blickt auf eine 50-jährige Besatzungszeit zurück. Sie war so lang wie in keinem anderen europäischen Land. Mit Kriegsende im Mai 1945 teilen die Siegermächte – Amerikaner, Briten, Franzosen und Russen – Deutschland in vier Zonen. Ebenso wird Berlin geteilt, die ehemalige Hauptstadt. Anfangs arbeiten die Alliierten Hand in Hand, doch bald bilden sich zwei Blöcke: West-Alliierte und Sowjets. Der Mauerbau im August 1961 besiegelt endgültig den Bruch. Aus früheren Alliierten sind Gegner geworden. Die Besatzungsmächte verfolgen unterschiedliche politische Richtungen und setzen ihre Interessen entsprechend durch.“ „Berlin Berlin – Die Besatzer”, 0.15 Uhr.
  • „Um einen Salzbergschacht in dem kleinen Dorf Wansleben in Sachsen-Anhalt ranken sich viele Gerüchte. Ab 1943, als die Bombardierungen deutscher Städte zunahmen, diente der Georgi-Schacht im Mansfelder Land den Nazis als Versteck wertvoller Kunstgüter wie den historischen Büchern und Handschriften der Hallenser Leopoldina und später als unterirdisches Konzentrationslager zur Produktion von V2-Waffen. Nach Kriegsende kamen erst die Amerikaner, die das Lager befreiten und dann Soldaten der Roten Armee, die den Schacht räumten und die Bücher als Reparationszahlungen in die Sowjetunion brachten.“ „Der Georgi-Schacht Wansleben – Die tödliche Schatzkammer der Nazis”, MDR, 20.45 Uhr. — Um 22.05 Uhr läuft der erste Teil der Doku-Reihe „Kriegskinder“ mit dem Titel „Vater muss jetzt an die Front”. „‚Kriegskinder‘ geht dem Schicksal einer ganzen Generation auf den Grund, die bislang kaum über ihre Erlebnisse gesprochen hat. Im Mittelpunkt der Filme stehen ausschließlich die Kriegskinder selbst, also jene, die aus eigenem Erleben darüber erzählen können, was mit und in ihnen geschah. Keine Draufsicht, sondern Innensicht, keine Analyse, sondern Erleben, keine Häppchen-Zitate, sondern Zuhören.“ Der zweite Teil folgt in einer Woche.
  • Auf 3sat steht der Vietnamkrieg im Zentrum des Abend- und Nachtprogramms. Um 22.25 Uhr geht es los mit der Doku „Der Vietnamkrieg – Gesichter einer Tragödie“. Um 23.55 Uhr folgt „Vietnam – Auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad“, der deutsche Beitrag zum Vietnamkrieg war „Das Schiff der Hoffnung – Die MS ‚Helgoland‘ im Vietnamkrieg“ (0.40 Uhr) und 1.25 Uhr endet der Themenabend mit „Vietnam – Long Thanh will lachen“.

Mittwoch, 10. Mai

  • „„Die Spur der Ahnen“” führt um 21.15 Uhr im MDR zu allerlei neuen Erkenntnissen in einer Familie. „Gregor Kaufmann interessiert sich sehr für seine Familiengeschichte und hat bereits eine Chronik verfasst, doch von den Jahren in Pommern fand er dafür nur wenig Verwertbares. Deshalb macht er sich zusammen mit seinem Enkel Thomas (32) auf die Reise nach Poznan, um den Spuren seines Vaters zu folgen. Er wird erkennen: Nichts ist, wie es schien. Die Familiengeschichte muss neu geschrieben werden.“ Daher heißt die Folge auch: „Das erfundene Leben”.
  • Die Doku „Gotthard – Unser Tor zum Süden” erzählt die Geschichte des Gotthard-Eisenbahntunnels. 1872 begann man mit seinem Bau, um damit eine zentrale Verkehrsachse in Europa zu schaffen. (Phoenix, 21.45 Uhr).

Donnerstag, 11. Mai

  • „Die vergessenen Kinderheime in der DDR” werden um 21 Uhr auf ARD-alpha zurück in die Erinnerung geholt. — Um 21.45 Uhr läuft die vorletzte Folge der Reihe „Geschichten Großer Geister“ mit dem Titel „Max Josef von Pettenkofer, Dr. Hope Bridges Adams-Lehmann, Johann Nepomuk von Nußbaum”.
  • „Wie Rom die Reformation verhindern wollte“ zeigt der MDR um 22.35 Uhr in der Doku „Strafsache Luther”.
  • „Verräterkinder” sind „Die Töchter und Söhne des Widerstands“ gegen den Nationalsozialismus. Dabei hat man im Nachkriegswestdeutschland sehr genau zwischen Vorzeigewiderstand und „Schmuddel-“Widerstand unterschieden. Letzteren hat man versucht totzuschweigen. Aber: „Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurde von vielen Gruppen und Personen getragen. Doch für die Männer und Frauen der Widerstandsgruppen, die unter dem Begriff ‚Rote Kapelle‘ zusammengefasst werden, gab es keine öffentliche Ehrung. Kein Bundespräsident, kein Regierender hat sie je gewürdigt. Ihnen hing der Makel der kommunistischen Bewegung an. Die Dokumentation untersucht dieses Kapitel deutscher Geschichte aus der Perspektive der Kinder der Widerstandskämpfer.“ (HR, 23.15 Uhr).

Freitag, 12. Mai

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