TV-Vorschau 9. – 15. Januar 2016

Auch die zweite Januarwoche bietet wieder einige Geschichtsdokus und Filme.

Samstag, 9. Januar

  • „Die Dokumentation ‚Als unsere Berge Skifahren lernten‘ erzählt in zwei Teilen die Geschichte einer Revolution: die Entwicklung vom Gebirge zum Skigebiet. Filmdokumente aus der Pionierzeit des weißen Rauschs und die letzten noch lebenden Augenzeugen erinnern an jene Zeit, als die Berge noch unberührt waren und Skifahrer Exoten.“ Teil 1 um 20.15 Uhr, Teil 2 um 21 Uhr, beide auf Phoenix — Aus der Reihe „Historische Ereignisse“ folgen um Mitternacht eine Reihe Dokumentationen zum Thema „Flucht und Vertreibung der Deutschen“.
  • Das Doku-Drama „Hitler vor Gericht“ hat den Prozess anlässlich des Putschversuches am 9. November 1923 in München zum Thema. „Bei Würdigung aller Umstände kommt man nicht umhin, das Urteil auch aus damaliger Sicht als klare Rechtsbeugung zu werten, die vor dem Hintergrund des weiteren Verlaufs der Geschichte eine dramatische Tragweite bekam. Die Richter stellten dem Angeklagten baldige Entlassung in Aussicht, schließlich seien die Angeklagten, ‚bei ihrem Tun von rein vaterländischem Geiste und dem edelsten selbstlosen Willen geleitet‘ gewesen.“ Hitler nutzte die Zeit der Haft, sein Buch „Mein Kampf“ zu schreiben (ARD-alpha, 20.15 Uhr)
  • Auf der Suche nach der Nordwestpassage, die am amerikanischen Kontinent im Norden vorbei einen Schiffsweg von Europa nach Asien eröffnen sollte, sind viele Expeditionen gescheitert. Eine davon war im Jahr 1845 die HMS Erebus und ihr Schwesternschiff HMS Terror, die im ewigen Eis eingeschlossen wurden. 128 Besatzungs- und Expeditionsmitglieder kamen im ewigen Eis um. Um 20.15 Uhr schildert auf Arte die Dou „HMS Erebus: Das arktische Totenschiff taucht auf“ deren Geschichte, die nun erforscht werden kann, seit im September 2014 das Wrack der HMS Erebus in nur elf Metern Tiefe entdeckt und untersucht wurde.

Sonntag, 10. Januar

  • Zwei Dokus befassen sich im SWR mit den Folgen des Luftkriegs gegen Deutschland. Um 20.15 Uhr geht es um ein „Explosives Erbe – Kriegsbomben im Südwesten“ und die Arbeit des Kampfmittelräumdienstes bis in die Gegenwart. — Ungeklärt sind weiterhin die Schicksale vieler abgeschossener Bomber und ihrer Piloten. Die Doku „Abgeschossen und verschollen – Auf der Suche nach vermissten Bomberpiloten“ stellt um 21 Uhr Uwe Benkel vor, der in seiner Freizeit Militärflugzeuge im Pfälzer Wald ausgräbt, „um die Schicksale der vermissten Besatzungen zu klären und, wenn möglich, ihren Angehörigen endlich Gewissheit geben.“
  • Den einen, den Hermann, kennen fast alle, der andere, Albert Göring, ist dagegen weithin unbekannt. Zwei Brüder, wie sie gegensätzlicher kaum sein konnten. Der eine war Reichsfeldmarschall und die Nummer zwei nach Adolf Hitler, der andere Geschäftsmann und Feingeist, vor allem aber Retter zahlreicher Menschenleben, „indem er ihnen etwa Pässe besorgte oder Geld für sie auf Konten in der Schweiz hinterlegte.“ In fünf historisch belegten Spielszenen begegnen sich beide, Interviews mit Nachkommen Albert Görings ergänzen die Dokumentation. Nach dem zweiten Weltkrieg hielt sich Albert mit Gelegenheitsübersetzungen über Wasser und starb verarmt 1966. „Der gute Göring“, ARD, 21.45 Uhr. — Der an eine mittelalterliche Legende (mehr ist es nicht) anknüpfende Film „Die Päpstin“ (BRD/ESP/ITA/GB 2009, Regie: Sönke Wortmann) ist ab 0.05 Uhr zu sehen.
  • Caligula war römischer Kaiser. Caligula war berüchtigt. Caligula gilt als der Inbegriff des „Cäsarenwahns“. Die Doku „Caligula – 1000 Tage Terror“ in der Reihe ZDF-History zeigt um 23.30 Uhr worauf sich dieser schlechte Ruf begründet und wie sich seine Person dem Historiker heute darstellt.

Montag, 11. Januar

  • „Das Mittelalter im Südwesten“ präsentiert Phoenix in zwei Teilen. Um 20.15 Uhr geht es in Teil 1 um „Die Welt der Ritter“ und um 21 Uhr um „Konstanz – Stadt des Konzils“.
  • „Als Olympia die Unschuld verlor“ ist kein Bericht über die Korruption bei der Vergabe der olympischen Spiele. Die Doku aus der Reihe „Geschichte im Ersten“ nimmt vielmehr die Olympischen Winterspiele von 1936 in Garmisch-Partenkirchen in den Blick (ARD, 23.45 Uhr). Es „waren die ersten Winterspiele der Superlative. Eine halbe Million Menschen kamen aus aller Welt, um im Schatten der Zugspitze den 646 Athleten aus 28 Nationen bei ihren Wettkämpfen zuzusehen. Nie zuvor hatten Winterspiele derartige internationale Aufmerksamkeit und derartiges Zuschauerinteresse geweckt.“ Für die Nationalsozialisten waren sie der Testlauf für die wenige Monate später stattfindenden Sommerspiele in Berlin. „Heute sind die Winterspiele von 1936 in der Öffentlichkeit weitgehend vergessen. Die Dokumentation schließt zum 80. Jahrestag diese Lücke und erzählt die Geschichte der Winterspiele neu: ihre politische Vorgeschichte, ihre Bedeutung für die Etablierung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, ihre sportliche Geschichte im Zeichen des Hakenkreuzes. Wären die Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen gescheitert, hätten die internationale Gemeinschaft und die olympische Familie die Spiele in Garmisch boykottiert, hätte es auch kein ‚Fest der Völker‘ im Sommer 1936 in Berlin gegeben.“

Dienstag, 12. Januar

  • In der Reihe „Mega-Projekte der Nazis“ berichtet N-TV um 20.15 Uhr über das Thema „Raketen-Basis“ und um 21.05 Uhr über „Super-Panzer“. — Um 22.10 Uhr und 23.05 Uhr folgt dann die „Apokalypse – Der Zweite Weltkrieg“ (Teil 3 und 4).
  • Die MDR Zeitreise“ startet wieder um 21.15 Uhr.
  • „Ein Leben im alten Kassel“ präsentiert der HR um 21.45 Uhr. — Um 22.45 Uhr stellt der Sender „Prora – Naziseebad und Sperrgebiet“ in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ vor.
  • „Die Spiegel-Affäre“ (BRD 2014, Regie: Roland Suso Richter) hat Deutschland im Oktober 1962 in Atem gehalten. Es war ein Politthriller auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Der WDR sendet die filmische Aufarbeitung der Ereignisse um 22.10 Uhr.

Mittwoch, 13. Januar

  • Eine Kulturgeschichte des Fernsehens bietet Phoenix seinen Zuschauern um 20.15 Uhr mit der Doku „Als der Fernseher ins Wohnzimmer kam“. „1960 gab es gerade einmal 3,5 Millionen Fernsehgeräte in der Bundesrepublik, 1964 waren es schon doppelt so viele. Fernsehen war aufregend und sensationell und schuf ganz neue Formen der Freizeitgestaltung. Das Familienleben wurde dort, wo der Fernseher einzog, grundlegend umgekrempelt. Das Wohnzimmer erhielt einen neuen Mittelpunkt – die massiv hölzerne, verschließbare Fernsehtruhe, farblich passend zur Schrankwand.”
  • Um 21.15 Uhr führt im MDR „Die Spur der Ahnen“ auf die Frage: „Mein Vater – ein ‚Kettenhund’ der Nazis?” Der Dessauer Peter Zur stellt sich der Vergangenheit seines Vaters: War dieser im Zweiten Weltkrieg ein angehöriger der Feldgendarmerie der Wehrmacht, die Deserteure suchten und sie nicht selten ohne Verfahren gleich vor Ort erschossen.

Donnerstag, 14. Januar

  • Maria Stuart war im 16. Jahrhundert schottische Königin. Ihr Leben wurde vielfach zur Grundlage von Werken der Literatur, Musik, Theater und Film. Stefan Zweig verfasste eine Biografie, die zur Grundlage des Films „Mary – Queen of Scots“ (CH, FRA, BRD 2013, Regie: Thomas Imbach) wurde. Diese läuft um 23.15 Uhr auf Arte.

Freitag, 15. Januar

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