TV-Vorschau 12. – 18. Dezember 2015

Diesmal besonders zu erwähnen: Der Beginn einer Arte-Serie über die Anfänge der modernen Kunst, zwei Berliner Ausstellungs- und Museumsprojekte und ein Themenabend zur frühen chinesischen Geschichte.

Samstag, 12. Dezember

  • N-TV startet in den TV-Abend mit der zweiteiligen Doku „Super-Bauten: Das alte Rom“ (20.10 Uhr und 21.05 Uhr).
  • Um 20.15 Uhr spürt Phoenix einer österreichisch-ungarischen Polarexpedition aus dem Jahr 1872 nach: Die Eisfalle. — Die ZDF-History-Doku von letzter Woche läuft um 21.45 Uhr: Kaiserkinder.
  • „In der Nacht zum 13. Januar 1991 rollen in der litauischen Hauptstadt Vilnius die russischen Panzer. Ihr Ziel: Der Fernsehturm, das Symbol der Unabhängigkeit der kleinen baltischen Republik. Dort haben sich Tausende Litauer versammelt, um ihre Freiheit zu verteidigen, auch die 23-jährige Loreta Asanaviciuté. Als die sowjetischen Truppen anrücken, fassen die Menschen sich an den Händen, bilden eine Kette um den Turm. Sie singen: ‚Litauen! Freiheit für Litauen! Besetzer, geht nach Hause!‘“ An diese Ereignisse erinnert auf ARD-alpha die Doku Litauen – Das Mädchen und die Panzer um 20.15 Uhr.
  • Auf Arte geht es heute Abend um Pioniere. Um 20.15 Uhr zunächst um Pioniere des Automobils: Mit dem Auto um die Welt: „Sie ist erst 26 Jahre alt. Und sie bricht zu einem Abenteuer auf, das noch kein Mensch vor ihr gewagt hat: Clärenore Stinnes. Als erster Mensch überhaupt will sie mit dem Auto um die Welt fahren. Im Mai 1927 startet Clärenore in Frankfurt am Main zu ihrer Weltumrundung. Vor ihr liegen 47.000 Kilometer Strapazen, Kampf, Verzweiflung …“ — Um 21.05 Uhr stehen die Luftfahrt-Pioniere im Blickpunkt: 1783. Ein Mensch fliegt!: „Am 21. November 1783 stieg in Paris vor den Augen einer staunenden Menschenmenge ein bemannter Ballon in die Lüfte. An Bord waren der Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier und François Laurent, Marquis d’Arlandes. Sie verwirklichten einen der ältesten Träume der Menschheit: den Traum, zu fliegen!“
  • Kinder des Lebensborn heißt um 20.15 Uhr die Doku auf tagesschau 24. „Der ‚Lebensborn‘ diente der NS-Rassepolitik und war eine Idee Heinrich Himmlers, des Reichsführers der SS. Aufgenommen wurden nur solche schwangeren Frauen, die nachweisen konnten, dass sowohl sie selbst als auch der Vater des Kindes arisch im Sinne der NS-Rassegesetze waren. Dann konnten sie im Lebensbornheim diskret entbinden. Die hier geborenen Kinder waren häufig unehelich, Ergebnis einer Affäre und ungewollt. Der ‚Lebensborn‘ organisierte auf Wunsch auch die Adoption der ‚arischen‘ Kinder oder die Unterbringung bei Pflegeeltern, oft hochrangige SS-Familien.“ — Um 21.02 Uhr ergänzt und vertieft die Disskussionsrunde Vergessen und verdrängt – Über die Wege der Erinnerung die Doku über den „Lebensborn“.

Sonntag,13. Dezember

  • Im ZDF geht die Terra X-Reihe „Freibeuter der Meere“ um 19.30 Uhr weiter mit der Folge Sir Francis Drake: „Ein Pirat dreht am Rad der Geschichte. Das gilt für Francis Drake. Er rettet Königin Elisabeth vor dem Bankrott, schwächt die spanische Seemacht, macht den Weg frei für die Kolonien. Drake steht am Anfang unseres Turbokapitalismus – effizient und erfolgreich.“ — Um 23.30 Uhr stellt ZDF-History Die großen Fluchten vor. Wenn derzeit Millionen Flüchtlinge nach Deutschland kommen, ist es angemessen, auf die großen Fluchtwellen zu blicken, in denen Deutsche ihr Glück in der Fremde suchten. Und zwar sowohl aus Gründen politischer und religiöser Verfolgung als auch aus wirtschaftlicher Not heraus. „Rund fünf Millionen Deutsche wanderten allein im 19. Jahrhundert in die USA aus – meist aus Not oder als Verfolgte. Etwa zwölf Millionen Deutsche mussten aufgrund des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat verlassen.“„In der Langzeitdokumentation ‚Jahrhundertprojekt Museumsinsel‘ berichtet Carola Wedel seit 2001 jährlich über die Veränderungen und Herausforderungen in Berlins historischer Stadtmitte, wo sich Museumsinsel und das benachbarte Humboldtforum zu einer in Europa einzigartigen Museumslandschaft entwickeln.“ Im heutigen Beitrag geht es um die Frage, wie Indigene Völker im Berliner Humboldtforum zeitgemäß präsentiert werden können. Die ethnologische Forschung hat in der Berliner Museumskultur eine lange Tradition, die es fortzuentwickeln gilt. Die Indianer kommen – Indigene Völker im Berliner Humboldtforum geht diesen Fragen um 0.20 Uhr nach.
  • „Zwischen November 1938 und September 1939 konnten über die sogenannten ‚Kindertransporte‘ 10.000 zumeist jüdischer Kinder nach Großbritannien ausreisen. Insgesamt neun Transporte hatte allein der britische Staatsbürger Nicholas Winton organisiert, der als Sohn deutscher Juden geboren worden war. Doch nur acht seiner Transporte erreichten England. Der neunte Winton-Zug war bisher ein Mysterium. Die Filmemacher Ulrich Stoll und James Pastouna bringen Licht ins Dunkel und berichten von Tomys letzter Reise.“ (Phoenix, 23.15 Uhr).

Montag, 14. Dezember

  • Gleich zwei „Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs“ präsentiert Phoenix seinen Zuschauern. Um 20.15 Uhr Das Geheimnis von U 513. „Anfang 1942 wird U 513 in Dienst gestellt, im Mai 1943 übernimmt Kapitänleutnant Friedrich Guggenberger das Kommando. Ein erfahrener Marineoffizier, von seinen Männern verehrt und von der NS-Propaganda als ‚U-Boot-Ass‘ wegen der Versenkung des britischen Flugzeugträgers ‚Ark Royal‘ gefeiert. Guggenberger nimmt Kurs gen Süden. Vor der Küste Brasiliens soll er Handelsschiffe torpedieren, denn das Land liefert neben Kaffee auch den kriegswichtigen Kautschuk. Ohne Gummi keine Reifen und somit kein Nachschub für die alliierten Truppen, so das Kalkül der Deutschen. U 513 versenkt fünf alliierte Schiffe. Doch am 19. Juli 1943 gerät das U-Boot ins Visier eines US-Marinefliegers. Den überraschten Deutschen bleibt keine Zeit zum Abtauchen – von Wasserbomben getroffen sinkt U 513 binnen weniger Sekunden. Von den 60 Besatzungsmitgliedern können sich nur sieben retten – unter ihnen Kommandant Guggenberger.“ — Die Krankenakte Hitler ist Gegenstand der Doku um 21 Uhr.
  • Auf tagesschau 24 läuft um 20.15 Uhr der Beitrag Geheimnisvolle Orte: Der Petersberg. „‚Der Petersberg ist ein Symbol, ein Denkmal für die Entstehung unserer Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949‘, sagt der ehemalige Regierungssprecher Friedhelm Ost über den Ort, der über Jahrzehnte das Gästehaus der Bundesregierung beherbergte. Schon aufgrund seiner geografischen Lage galt der Petersberg als einer der am besten gesicherten Orte der Republik. Der Weg nach oben war beschwerlich – das wussten schon die Kelten. Wer zwei Jahrtausende später in einer der gepanzerten Limousinen die Serpentinen hinauf fuhr, konnte sich sicher fühlen. Das Gelände wurde am Boden und aus der Luft gesichert. Der Bau hat bis heute schusssichere Scheiben, ist abhörsicher und mit Stacheldraht und Kameras ausgestattet.“
  • Es gibt immer neue Facetten aus der Zeit des Kalten Krieges zu entdecken. Die Rolle des Vatikans ist so eine. Nirgendwo sonst auf der Welt tummelten sich auf engstem Raum so viele Spione aus allen Lagern. Selbst die ostdeutsche Stasi versuchte, Topagenten im Umfeld des Papstes zu platzieren. Der Dokumentarfilm im Ersten: Geheimauftrag Pontifex beleuchtet den Kampf der Geheimdienste, deren Höhepunkt zweifellos das Attentat auf Papst Johannes Paul II. Darstellt (ARD, 22.45 Uhr).

Dienstag, 15. Dezember

  • „Die Besatzer – Paris und die Nazi-Zeit“ sind um 20.15 Uhr Thema auf N-TV. — Um 22.10 Uhr schildert die Doku „Die Befreier“ die Befreiung des KZ Dachau bei München. „Am 29. April 1945 befreien US-Soldaten das in der Nähe von München gelegene Konzentrationslager Dachau. Ein bedeutendes, emotionales Erlebnis sowohl für die Überlebenden als auch für die zum Teil noch sehr jungen amerikanischen Soldaten. Wie haben sie diesen Moment erlebt?“
  • Zugegeben, der Beitrag beschäftigt sich nicht mir Geschichte im eigentlichen Sinn. Aber vielleicht interessiert es dennoch: morgen, am 16.12. präsentiert in Berlin das Naturkundemuseum das 12 Meter lange und derzeit in Europa einzige Originalskelett eines Tyrannosaurus rex. RBB hat die ganze Planung und Vorbereitung der Ausstellung begleitet und stellt dieses Projekt um 20.15 Uhr in der Doku T.Rex – Ein Dino erobert Berlin vor. — Um 22.45 Uhr stellt der Schauspieler Ilja Richter eine ‚Institution‘ in Berlin-Charlottenburg vor: Hotel Bogota – Eine einmalige Geschichte. „Das kleine Hotel in der Schlüterstraße 45 – erbaut 1911 – war ein Haus mit viel Geschichte. Helmut Newton ging hier bei ‚Yva‘ in die Lehre, der damals berühmtesten Modefotografin Deutschlands. Newton sagte später, diese Zeit sei die schönste seines Lebens gewesen. […] Ehemalige Gäste kommen zu Wort, ebenso wie Historiker, Schriftsteller und Künstler – und die Hoteliersfamilie Rissmann.“ — Um 23.30 Uhr folgt schließlich die biografische Doku Willy Brandt – Erinnerungen an ein Politikerleben.
  • Arte berichtet um 20.15 Uhr über ‚Mein Kampf‘. Das gefährliche Buch. Hitlers Machwerk wird ab dem 1. Januar 2016 gemeinfrei und kann dann von jedermann gedruckt und verkauft werden. Ob das der Fall sein wird oder ob andere rechtliche Gründe dagegen sprechen, wird sich zeigen. „Die Dokumentation erzählt die Geschichte von ‚Mein Kampf‘ und zeigt, welche Auswirkungen sein rassistischer und ultranationalistischer Inhalt für uns heute hat.“ — Die Freiheitsstatue ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt. „Das vielleicht berühmteste Monument der Vereinigten Staaten hat seinen Ursprung in Frankreich und ist das Werk des französischen Bildhauers Frédéric-Auguste Bartholdi. Die Statue konnte schließlich 1886 eingeweiht werden. […] Das Doku-Drama erzählt die fabelhaft anmutende, kaum bekannte Geschichte der Freiheitsstatue, und sie schildert, wie es dazu kam, dass der Traum des Bildhauers Frédéric-Auguste Bartholdi aus dem elsässischen Colmar Wirklichkeit wurde.“ Lady Liberty, 21.10 Uhr. — Enrico Berlinguer, Kommunist, Demokrat, Sarde war vor allem bekannt als Parteichef der italienischen Kommunisten, der für einen ‚Euro-Kommunismus‘ jenseits sowjetischer Vorherrschaft kämpfte. „Wer war Enrico Berlinguer, und welche Spuren hinterließ er im kollektiven Gedächtnis? Wer war der Mann, der im Juni 1984 bei einer Wahlveranstaltung in Padua plötzlich einen Hirnschlag erlitt und vier Tage später starb? Über das Leben eines der bedeutendsten italienischen Politiker. Buch und Regie stammen von dem früheren Bürgermeister Roms und Filmemacher Walter Veltroni.“
  • Der HR sendet aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 21.45 Uhr den Beitrag Sperrgebiet Air Base – Klein-Amerika in Deutschland.

Mittwoch, 16. Dezember

  • Phoenix führt seine Zuschauer zunächst mit zwei Dokus in die chinesische Geschichte ein. Um 20.15 Uhr steht Chinas erster Kaiser im Blickpunkt. — Der Film Das Tor des Drachen schildert dann den weiteren Verlauf der chinesischen Entwicklung bis ins Mittelalter (21 Uhr). — Um 21.45 Uhr geht es dann um Die Heimkehr der Zehntausend. Vor 60 Jahren kehrten die letzten Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion zurück. „Ihre Heimholung war nicht nur eine Frage der Menschlichkeit, sondern auch eine des Prestiges. In den Augen der meisten Westdeutschen war es Adenauers größte Tat.“
  • „Auf den Spuren von Odysseus“ heißt eine sechsteilige Reihe auf 3sat. „Auf den Spuren von Homers legendärem Abenteurer reist Nina Mavis Brunner durch den Mittelmeerraum. […] In Kalabrien wohnt der deutsche Historiker Armin Wolf, der über 50 Jahre die Odyssee studierte. Es gibt unzählige Varianten der Irrfahrt des griechischen Helden. Armin Wolf erklärt, wieso seine Route die wahrscheinlichste ist. Mit seinem Buch im Gepäck macht sich die Reporterin auf Entdeckungsreise.“ In der ersten Folge (20.15 Uhr) geht es von Troja bis Djerba, in der zweiten (21.05 Uhr) von Tunesien nach Malta.
  • Die runden Dörfer im Wendland sind eine Jahrhunderte alte Dorfarchitektur der dortigen slawischen Bevölkerung. Der Film ist „Schatzsuche, Zeitreise und Heimatkunde im besten Sinne.“ (NDR, 21 Uhr).
  • Auf Arte beginnt heute eine sechsteilige kunsthistorische Reihe mit dem Titel „Die Abenteurer der modernen Kunst“. „Mit Archivmaterial und den Mitteln der Fiktion erzählt die Dokureihe die Geschichte der Künstler und Intellektuellen von den Anfängen der modernen Kunst in der Idylle des Montmartre bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.“ Um 21.50 Uhr geht es los mit Die Zeit der Bohème (1900-1906). „Anfang des 20. Jahrhunderts lassen sich junge Künstler im Bateau-Lavoir nieder, darunter Max Jacob, Pablo Picasso und Guillaume Apollinaire.“ — Der zweite Teil Picasso und Co (1906-1916) folgt um 22.40 Uhr. „1911 werden Apollinaire und Picasso in einen Skandal verwickelt, den Raub der „Mona Lisa“ aus dem Louvre. Die Ermittlungen gegen die beiden werden eingestellt …“

Donnerstag, 17. Dezember

Freitag, 18. Dezember

  • Die Reise „Auf den Spuren von Odysseus“ geht auf 3sat zu Ende. Um 20.15 Uhr reist Nina Mavis Brunner durch den Stretto di Messina auf die liparischen Inseln und um 21.05 Uhr durch Kalabrien auf die Insel Ithaka.
  • Ebenfalls die letzten Folgen der Reihe „Die Abenteurer der modernen Kunst“ gibt es auf Arte zu sehen. Um 21.45 Uhr Folge 5 Libertad! (1930-1939): „Anfang der 1930er Jahre zwingt der aufkommende Faschismus die Künstler dazu, politisch Farbe zu bekennen. Europa ist zerrissen zwischen rechter Ideologie und Kommunismus.“ — Um 22.40 Uhr schließlich Mitternacht in Paris (1939-1945): „Der Zweite Weltkrieg bricht aus. Im Juni 1940 wird Frankreich besetzt, viele Künstler verlassen Europa. Wer bleibt, versucht sich irgendwie über Wasser zu halten und ein Zeichen gegen die Besatzer zu setzen.“

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