TV-Vorschau 4. – 10. April 2015 – Teil 1
An den Ostertagen gibt es wieder einige Dokus über die historischen Hintergründe des Ostergeschehens und zur Kirchengeschichte. Andererseits werden traditionelle Doku-Programmplätze durch das Osterprogramm verdrängt. Heute gibt es aus Zeitgründen nur die Vorschau bis Dienstag. Die zweite Wochenhälfte folgt.
Samstag, 4. April – Karsamstag
- Auf N-TV geht es um 20.15 Uhr mit der Doku „Mysterium Jesus” los. „Wer war Jesus Christus? Gab es ihn wirklich? Über Jahrtausende sind Geschichten aus seinem Leben immer wieder neu geschrieben worden. Was ist dran an den Geschichten über Wunder und Auferstehung? Die n-tv Dokumentation enthüllt überraschende neue Details von seiner Geburt bis hin zur Kreuzigung.” — Um 22.05 Uhr geht es in der Reihe „Bibel-Geheimnisse” um Maria Magdalena. — Und um 23.05 Uhr erfährt der Zuschauer „Die Wahrheit über Jesus”. — „Das geheime Leben der Apostel” bildet dann um 0.05 Uhr den Abschluss der Reihe.
- „Der Name Käthe Kruse steht noch heute sinnbildlich für die berühmteste Kinderpuppe der Welt. Kaum jemand kennt aber den Menschen hinter diesem Namen. Die aufwendige Filmbiografie „Käthe Kruse” (BRD/AUT 2015, Regie: Franziska Buch) beleuchtet die weniger bekannten Facetten ihres bewegten Lebens mit Höhen und Tiefen: Sie war Schauspielerin, Mutter und vielseitige Künstlerin.” (ARD, 20.15 Uhr).
- Auf Phoenix geht es um 20.15 Uhr in der Reihe „ZDF-History” um die „Supermacht Preußen. Der ‚alte’ Fritz und seine Erben”. „Kaum ein anderer Monarch hat so tiefe Spuren im Bewusstsein der Deutschen hinterlassen wie Preußenkönig Friedrich der Große. Doch das Bild des legendären Hohenzollers bleibt widersprüchlich. Für seine Bewunderer ist er der aufgeklärte Staatsmann, der zukunftsweisende Reformer, der geniale Feldherr; für seine Kritiker ein Zyniker, ein rigider Machtpolitiker und Stammvater des preußischen Militarismus.” — Der „Mythos Sisi” folgt um 21 Uhr. — Die Doku „Die zwei Leben des Otto von Bismarck”, die bereits am vergangenen Sonntag im ZDF lief, folgt um 21.45 Uhr.
Sonntag, 5. April – Ostern
- Das ZDF startet um 19.30 Uhr eine neue dreiteilige Terra X-Reihe über „Die Geschichte des Essens”. Thematisch passend ist die Gliederung. Im heutigen ersten Teil beschäftigt sich Christian Rach mit der „Kulturgeschichte der Vorspeise”. „Der erste Gang, die Vorspeise, besteht in Deutschland in der Regel aus Brot und Suppe. Das Brot ist das Erfolgsrezept unter den Nährmitteln. Auf ihm gründete der Erfolg des römischen Weltreiches, das mit haltbaren Broten seine Soldaten ernährte und mit ‚Brot und Spielen’ das Volk bei Laune hielt. Bis in die Neuzeit ist Brot unser einziges Grundnahrungsmittel. Auf Kartoffeln und Reis müssen die Europäer lange warten.” Jeweils im Wochenabstand folgen dann die Hauptspeise und das Dessert.
- Der oskarprämierte Film „Schindlers Liste” (USA 1993) von Steven Spielberg ist um 20.15 Uhr auf RTL 2 zu sehen.
- Zum 200. Geburtstag von Otto von Bismarck sendet ARD-alpha um 21.45 Uhr das Dokumentarspiel „Die nervöse Großmacht” (BRD 2012, Regie: Bernd Fischerauer). „Unter der Regie von Bernd Fischerauer wird die Zeit vor, während und nach der deutschen Reichsgründung mit viel Liebe zum Detail wieder lebendig. Bis in die kleinsten Nebenrollen hochkarätig besetzt, macht das aufwändige und dramatische Dokumentarspiel es sich zur Aufgabe, dem Zuschauer sowohl die historischen Fakten als auch einen Einblick in die Sorgen und Nöte der damaligen, höchst unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zu vermitteln. Packender kann Geschichte im Fernsehen nicht sein.” Weitere Infos finden sich hier. — Direkt im Anschluss gibt es die passende Doku „Otto von Bismarck – Der Junker aus der Altmark” um 23.15 Uhr. — Ein weiteres rundes Datum ist Anlass für eine Doku um Mitternacht: der 70. Todestag von „Dietrich Bonhoeffer: Pfarrer und Widerstandskämpfer”. „Der Name Dietrich Bonhoeffer steht weltweit für den mutigen und aufrechten Kampf gegen Unmenschlichkeit und Unrecht. Christsein bedeutete für den Pfarrer auch gesellschaftliche Parteinahme und politischer Widerstand. Früher als manche seiner Zeitgenossen erkennt er die Tragweite der Unrechtshandlungen des Dritten Reiches und wird zum entschiedenen Gegner der Nazis. Seine Zivilcourage bezahlt er mit dem Leben. Im April 1945 wurde Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg umgebracht.”
Montag, 6. April – Ostermontag
- „Im ‚Frühjahr 45’ ist nichts mehr, wie es war. Fünfeinhalb Jahre hat der von Deutschland angezettelte Krieg gewütet, jetzt ist Europa befreit und Deutschland endlich besiegt. Niemand weiß, wie es jetzt weiter gehen wird. Es sind Wochen voller Hoffnung, Angst und Ungewissheit. Im Augenblick des Sieges atmen die Menschen auf oder ahnen, dass sie bezahlen werden müssen für das, was in ihrem Namen geschah – je nach Perspektive.” Die Doku schildert die Zustände in Deutschland in der Stunde Null um 22.15 Uhr auf tagesschau 24.
Dienstag, 7. April
- Das Ende des Zweiten Weltkriegs und der Beginn der Aufarbeitung der NS-Herrschaft ist Thema des Abends auf Arte. Los geht es mit der zweiteiligen Doku „Wir, Geiseln der SS”. „April 1945: 139 Häftlinge der SS, bestehend aus den Angehörigen der Hitler-Attentäter und Prominenten aus Europas Adel, Klerus, Politik und Militär werden in die Alpen verschleppt. Das Kalkül hoher SS-Führer und ihres Chefs Heinrich Himmler: Die Gefangenen könnten in Verhandlungen mit den West-Alliierten als Faustpfand dienen. Die Geiseln wenden das Blatt mit einer List.” Um 20.15 Uhr läuft Teil 1 „Fahrt ins Ungewisse”. „Auf Messers Schneide” steht es dann im 2. Teil um 21.10 Uhr. — „1945. Nach Hause!” lautet der Titel der folgenden Doku um 22.05 Uhr. „1945 kehrten über eineinhalb Millionen Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und Deportierte aus dem Deutschen Reich in ihre französische Heimat zurück. Wie organisiert man eine solche Rückkehr unter bestmöglichen Bedingungen und in kürzester Zeit? Gelang es den Heimkehrern, ihr altes Leben wieder aufzunehmen und sich in die Gesellschaft zu reintegrieren?” — Um 23 Uhr geht es schließlich um „Nürnberg – Die Prozesse”. Im Mittelpunkt steht „Hermann Göring – Nazi ohne Reue”, der wohl ranghöchste Nazi, der sich vor Gericht verantworten musste.
- Was ein wenig nach einem Schnulzenfilm klingt, ist in Wahrheit aber ein Historiendrama, das auf realen Ereignissen beruht und dem eine reale Biografie zu Grunde liegt: die Lebensgeschichte der Mutter des früheren Regierungssprechers Uwe-Karsten Heye. „Das opulent ausgestattete Geschichtspanorama aus NS-Zeit, junger DDR und Wirtschaftswunder-BRD wirkt mal gefühlig, mal unterkühlt, bewegt aber doch.” (TV-Spielfilm). „Schicksalsjahre” (BRD 2011, Regie: Miguel Alexandre), ZDF, 20.15 Uhr.
- „Ötzi” gilt als größte Entdeckung und wichtigstes Zeugnis menschlicher Vergangenheit: Der mumifizierte Körper von ‚Ötzi‘ ist der älteste erhaltene Mensch unserer Art. 70 Wissenschaftlerteams aus über zehn Ländern erforschen den Mann aus dem Eis und seine mögliche Todesursache. Näheres erfahren wir um 22.15 Uhr und 23.05 Uhr auf N-TV.
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