TV-Vorschau 11. – 17. Oktober 2014 (Teil 1)

Auch in dieser Woche ist die Vorschau auf das Geschichtsfernsehen der kommenden sieben Tage zweigeteilt. Heute kommt der erste Teil bis zum Mittwoch. Spätestens am Mittwoch folgt der Rest:

Samstag, 11. Oktober

  • Die „Tagebücher des 2. Weltkriegs” gibt es auf N-TV zu sehen. Teil 1 um 20.05 Uhr: „Der Zweite Weltkrieg wird oft als der blutigste Krieg der Geschichte beschrieben. Die Soldaten mussten jeden Tag mit dem Tod rechnen. Wie erlebten sie die damaligen Ereignisse? Die Dokumentation lässt Veteranen und Zeitzeugen zu Wort kommen. Diese Episode taucht ein in die erste Kriegsphase und erklärt die Zusammenhänge, die zum dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte führten.” — Teil 2 um 21.05 Uhr: „Leid und Tod waren trauriger Alltag während des Zweiten Weltkriegs. In dieser Dokumentation kommen ehemalige Soldaten und Zeitzeugen zu Wort. In eigenen Worten schildern sie ihre Erlebnisse. Welche kleinen Details auch abseits des Kriegsgeschehens machten ihren Alltag erträglicher? Die Episode beleuchtet die Zeit zwischen August 1942 und September 1944.” — Und Teil 3 um 22.05 Uhr: „Der Zweite Weltkrieg begann mit den Ereignissen in Nazi-Deutschland und weitete sich schließlich auf die Kämpfe zwischen den USA und Japan aus. Wie haben die Menschen damals die Geschehnisse erlebt? Diese Episode beleuchtet die letzten Kriegsmonate – von der Ardennenoffensive bis zu den Bombenangriffen auf Nagasaki.” — Um 23.05 Uhr gibt es dann noch einen Beitrag über „Entscheidende Waffen des 2. Weltkriegs”.
  • RBB beschäftigt sich heute zu später Stunde mit der Geschichte der RAF (Rote Armee Fraktion, nicht Royal Air Force). Um 23.05 Uhr gibt es den Spielfilm „Der Baader-Meinhof-Komplex” (BRD 2008, Regie: Uli Edel). „Die authentisch inszenierte Chronik des RAF-Terrors ist hochkarätig besetzt mit Bruno Ganz, Moritz Bleibtreu, Johanna Wokalek, Martina Gedeck und vielen anderen mehr. Über 6.000 Komparsen treten auf in dieser beispiellosen Großproduktion über ein dunkles Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte.” — Um 1.20 Uhr folgt dann der mehrfach preisgekrönte Film „Die bleierne Zeit” (BRD 1981, Buch und Regie: Margarethe von Trotta). „Juliane und Marianne, zwei Schwestern aus einer deutschen Pfarrersfamilie, engagieren sich auf sehr unterschiedliche Weise in der Protestbewegung von 1968. Juliane setzt sich als Redakteurin einer progressiven Frauenzeitung für schrittweise gesellschaftliche Veränderungen ein, Marianne geht in den Untergrund und setzt auf Gewalt. – Margarethe von Trotta ließ sich zu diesem Film von Christiane Ensslin anregen, die sie nach dem Tod ihrer Schwester Gudrun Ensslin in Stammheim kennengelernt hatte. In ‚Die bleierne Zeit’ – das Zitat aus einem Hölderlin-Gedicht spielt auf die 50er Jahre an – vermitteln Rückblenden fragmentarisch Einblicke in Kindheit und Jugend der beiden Schwestern, deren belastete Beziehung, gesehen aus der subjektiven Perspektive der älteren Juliane, das zentrale Thema bildet.”
  • Im SWR beginnt der Abend mit dem Fernsehspiel „Rommel” (BRD 2012, Regie: Niki Stein). Um 22.15 Uhr folgt noch „Rommel – Die Dokumentation”.
  • Drei Beiträge über Oskar Schindler prägen das Abendprogramm von tagesschau 24. Um 20.15 Uhr geht es los mit „Die Juden nannten ihn ‚Vater Courage’ – Protokoll über Oskar Schindler”. „Oskar Schindler rettete während des 2. Weltkrieges als Besitzer einer Emailfabrik in Krakau durch Aufbau eines Judenlagers auf seinem Fabrikgelände 1200, vornehmlich polnische Juden, vor KZ und Gaskammer. Dabei opferte er sein gesamtes Vermögen von 3,5 Millionen Mark. In der westlichen Welt, vor allem in Israel, wurde er hochgeehrt. In Deutschland wusste man kaum etwas von ihm. Er starb in Armut 1974.” — Um 21.02 Uhr folgt „Wer nur ein Menschenleben rettet … – Das Leben der Emilie Schindler”. — Und um 21.45 Uhr wirft der Beitrag von Martin Buchholz „Ich stand auf Schindlers Liste” einen Blick auf die Seite derer, die gerettet wurden.
  • Die Geschichte der Berliner Mauer wird in der Doku „Geheimsache Mauer – Die Geschichte einer deutschen Grenze” um 20.15 Uhr auf Phoenix beleuchtet.
  • Die fünfte Folge der Reihe „Das Bayerische Jahrtausend” führt auf ARD-alpha um 20.15 Uhr ins „13. Jahrhundert: Regensburg15. Jahrhundert: Nürnberg. Weitere Infos gibt’s „hier.
  • Von der Western-Legende „Calamity Jane – Cowgirl, Hure, Heldin” erzählt eine Doku auf Arte um 20.15 Uhr. „Der Dokumentarfilm durchquert die USA auf den Spuren der außergewöhnlichen Wildwest-Heldin Calamity Jane. Er beschreibt den Mythos, vor allem aber die ereignisreiche und bewegende Geschichte der Martha Cannary alias Calamity Jane, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte – zu der Zeit, als die letzten Siedlerkolonnen in Richtung Pazifik zogen. […] Vor dem Hintergrund ihres bewegten Lebens wird eine andere Geschichte des amerikanischen Westens greifbar – eine intimere Geschichte, eine Geschichte aus der Perspektive und mit der Innensicht einer Frau. Dank der Dreharbeiten an Originalschauplätzen, dank bisher unveröffentlichter Archivbilder und Berichten von Zeitgenossen sowie von Biografen und Historikern zeichnet der Film die bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau nach. Sie gilt auch heute noch als eines der größten Rätsel des Wilden Westens.”

Sonntag, 12. Oktober

Montag, 13. Oktober

  • Die Nachkriegszeit ird auch als „Unser Wirtschaftswunder” bezeichnet. Die Doku erhebt den Anspruch, ein Licht auf die wahre Geschichte zu werfen. „Im Zuge der Euro-Schuldenkrise geben wir Deutschen gern und ungefragt gute Ratschläge. Wir kennen uns aus: Schließlich haben die Deutschen nach dem Weltkrieg aus eigener Kraft ein Wirtschaftswunder geschafft – vor allem durch ihren unermüdlichen Fleiß, unterstützt von Ludwig Erhard, der Währungsreform und dem Marshall-Plan. Aber stimmt das auch, oder hat Deutschland sein Wirtschaftswunder am Ende gar den Griechen zu verdanken?” (3sat, 20.15 Uhr). — Um 21 Uhr folgt noch der thematisch passende Beitrag „Neckermann: Ein deutsches Wirtschaftswunder”.
  • Phoenix sendet Teil 3 und Teil 4 der Reihe „Geschichte der Deutschen – 2. Staffel”. „Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen” läuft um 20.15 Uhr und „Karl IV. und der Schwarze Tod” um 21 Uhr.
  • Auf N-TV laufen die Teile 9 und 10 der Reihe „Oliver Stone: Die Geschichte Amerikas” um 22.10 Uhr bzw. um 23.05 Uhr.
  • Die Reihe „Geschichte im Ersten” behandelt in der ARD um 23.30 Uhr die „Akte D”. Die erste von drei Teilen der Reihe befasst sich mit dem Versagen der Nachkriegsjustiz in der Bundesrepublik. „Was „Das Versagen der deutschen Nachkriegsjustiz“ brisant macht, ist nicht nur die gespenstische Zusammenarbeit von Politik und Justiz, mit welcher die Verfolgung von NS-Verbrechen in Deutschland sabotiert wurde. Es ist darüber hinaus die Tatsache, dass die oft beschworene Vergangenheitsbewältigung der Deutschen alles mögliche bedeutete, nur eben nicht, die Täter für ihre Taten konsequent zur Verantwortung zu ziehen.”

Dienstag, 14. Oktober

  • Auf Phoenix läuft um 20.15 Uhr die Doku „Geheimakte Mauerbau – Die Nacht der Entscheidung”. „Jetzt freigegebene Akten aus dem russischen Staatsarchiv für Zeitgeschichte in Moskau geben Antworten auf offene Fragen und werfen ein neues Licht auf die Geschichte der Mauer. Eine Grenze entstand, die von Anfang an Menschen dazu brachte, mit dem Mut der Verzweiflung die Flucht in die Freiheit zu wagen. Unter ihnen auch Grenzpolizisten und Soldaten der DDR. Einige von ihnen berichten zum ersten Mal, warum sie ihr Leben riskierten, um in den Westteil Berlins zu gelangen. Aufwändige Computer-Grafiken machen die Dimension des Mauerbaus anschaulich. Der Film zeigt auch neu entdeckte Farbaufnahmen aus jenen Tagen in Berlin und zur internationalen Lage, als sich das Ringen der Supermächte um den Status von Berlin bedrohlich zuspitzte.” — Thematisch passend schließt sich um 21 Uhr die Doku „Am Rande des Atomkriegs – Kampf um Kuba und Berlin” an.
  • Arte sendet die sechsteilige Reihe „Der Kapitalismus”. Heute geht es um 20.15 Uhr mit der Folge „Adam Smith und der freie Markt” los. „Die meisten Volkswirte und einige Historiker [vertreten] die Meinung, dass die freie Marktwirtschaft nach heutigem Muster erstmals von Adam Smith in seinem Buch „Wohlstand der Nationen“ geschildert wurde und sich in der Zeit der industriellen Revolution herausbildete. Diese Dokumentation wirft diese konventionelle Sichtweise über Bord und lädt ein zu einer Weltreise durch eine 500-jährige Geschichte voller Überraschungen. Die Recherchen führen zu einem chinesischen Admiral, zu Festungen in Ghana, in denen die Sklaven gefangen gehalten wurden, bis über den Atlantik zu den Goldminen der Neuen Welt. Hier liegen die tatsächlichen Ursprünge unseres heutigen Wirtschaftssystems: Die Entdeckung Amerikas brachte eine tiefgreifende globale Veränderung und grundlegende Verwerfungen des sozialen Gefüges mit sich.” — Teil 2 „Adam Smith und der Wohlstand der Nationen” folgt um 21.10 Uhr.
  • Die Geschichte der Goethe-Universität in Frankfurt am Main erzählt die Doku „Eine Uni namens Goethe – Streifzug durch 100 wilde Jahre” im HR um 21 Uhr. — Anschließend zeigt um 22.45 Uhr die Doku „Als der Kaiser nach Kronberg kam” seltene Filmaufnahmen aus Hessen.
  • 21,15 Uhr, „Geschichte Mitteldeutschlands – Das Magazin” im MDR.

Mittwoch, 15. Oktober

  • „Als der Osten noch Heimat war” ist eine dreiteilige Doku auf Phoenix über die ehemals deutschen Gebiete in Osteuropa. Teil behandelt um 20.15 Uhr „Pommern”. — Teil 2 um 21 Uhr hat „Schlesien” zum Thema. Teil 3 folgt morgen.
  • Der Spielfilm „Schwabenkinder” (BRD, AUT 2002, Drehbuch und Regie: Jo Baier) schildert das entbehrungsvolle Leben Tiroler Bergbauern, die ihre Kinder zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus existenzieller Not als Leiharbeiter nach Schwaben vermieten. „Der Film erzählt in Rückblenden die Geschichte des Schwabenkinds Kaspar, der 1908 als Erwachsener zurück in sein Dorf kommt. Seine Familie hat ihn längst für tot erklärt. Der Vater, den sein Gewissen und der Kummer um den verlorenen Sohn fast das Herz gebrochen hat, liegt im Sterben, als Kaspar nach Hause kommt. Doch es bleibt Zeit für die Versöhnung.” (3sat, 22.25 Uhr).

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