TV-Vorschau 8. – 14. Juni 2013
Und hier wieder eine Auswahl von Geschichts-Dokus im Fernsehprogramm der kommenden Woche:
Samstag, 8. Juni
- Zu dem ZDF-Historiendrama „Unsere Mütter, unsere Väter“ gibt es begleitende Dokumentationen. Phoenix zeigt um 20.15 Uhr „Eine andere Zeit“, es geht um den Überfall auf die Sowjetunion.
– Um 21 Uhr folgt „Ein anderes Land“.
– Fritz Bauer ist nur wenigen bekannt, dabei hat er an der Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit durch die deutsche Justiz einen bedeutenden Anteil. „Mit Fritz Bauers Namen verbinden sich die Überführung Eichmanns nach Israel, die Wiederherstellung der Ehre der Widerstandskämpfer des 20. Juli und die legendären Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Bauer ahnte nicht, dass sich seine Vorhaben zu einer wahren Sisyphusarbeit entwickeln würden, zu einem Weg voller Behinderungen und Feindseligkeiten, der in einem viel zu frühen Tod endete, dessen genaue Umstände bis heute rätselhaft geblieben sind.“ Die Doku „Fritz Bauer – Tod auf Raten“ „erzählt von Bauers mutigem Kampf für Gerechtigkeit“ (22.30 Uhr). - Unser Gallier-Bild ist vielleicht immer noch von Asterix und seiner Comic-Welt geprägt, bestenfalls von Cäsars „Gallischem Krieg“ aus dem Latein-Unterricht. Arte will mit der Doku „Die Gallier – Sagen und Wahrheit“ über den neuesten Forschungsstand aufklären. „Der Dokumentarfilm von Jean-Jacques Beineix versucht […] aufzuzeigen, wie der ‘Mythos Gallier’ entstanden ist. Er beschreibt, wie das Volk jahrhundertelang in Vergessenheit geriet, um dann mit einem Mal wieder zu Berühmtheit zu gelangen – im Guten wie im Schlechten. Und er erklärt, warum vor etwas mehr als 20 Jahren und über zwei Jahrtausende nach Cäsars Sieg über Vercingetorix eine Wissensrevolution einsetzen konnte. […] Von dieser Revolution erzählt der Dokumentarfilm, der mit Hilfe von Archäologen und Historikern Mythos und geschichtliche Wirklichkeit voneinander zu trennen sucht. Er zeigt, was inzwischen mit Sicherheit über die Gallier bekannt ist und welche Rätsel sie nach wie vor aufgeben.“ (20.15 Uhr).
– Amphoren als archäologische Zeugnisse der antiken römischen Wirtschaft sind Thema der Doku um 21.50 Uhr: „Amphoren – Die Zeugen der großen Eroberungen Roms“. - Aus der Reihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ sendet BR-alpha die Doku „Die vergiftete Mätresse – Wie August der Starke an die Macht kam“ (20.15 Uhr).
– Und die Doku der Reihe „Schauplätze der Weltkulturen“ berichtet um 21 Uhr über „Palmyra – Die Stadt der schönen Kaiserin“](http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/programmkalender/sendung592238.html). „Palmyra war ein Mittelpunkt des Karawanenhandels. In ihrer Blütezeit konnte sie ihren unvergleichlichen Reichtum in großartigen Tempeln, einem Theater, in einer grandiosen Säulenstraße, in Bädern und Verwaltungsbauten dokumentieren. Der Film zeigt den gewaltigen Bezirk des Baal-Tempels, die Ruinen des Hadrians-Triumphbogens, die große Säulenstraße, die Portraitgrabplatten in den Museen von Damaskus und Palmyra.“ - N-TV stellt in der Reihe „Rätsel der Geschichte“ zwei historisch Bedeutsame Personen vor. Um 22.05 Uhr ist es Alexander der Große
– und um 22.30 Uhr Queen Elizabeth I.
Sonntag, 9. Juni
- „Keine Familie verkörpert das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Politik so wie die Flicks. Kaum eine Familie hat größeren Einfluss auf die deutsche Politik im 20. Jahrhundert genommen und größeren Nutzen daraus gezogen.“ Die zweiteilige Doku „Flick“ porträtiert auf Phoenix das Leben Friedrich Flicks. Um 20.15 Uhr gibt es Teil 1 „Der Aufstieg“
– und um 21 Uhr Teil 2 „Das Erbe“. - ZDF-History geht mit den Zuschauern um 23.30 Uhr auf „Tödliche Mission – Geheimoperation im Zweiten Weltkrieg“. „Im Schatten der Schlachten des Zweiten Weltkriegs führten auf deutscher wie auf alliierter Seite Sondereinheiten einen geheimen Krieg – hinter den feindlichen Linien. So kam es immer wieder zu Entführungen, Mordanschlägen und Sabotageakten. Vier Fallbeispiele machen deutlich, dass diese geheimen Einsätze immer auch eine propagandistische Wirkung haben sollten“
Montag, 10. Juni
- Die Doku „Wir Deutschen: Vom Reich zur Republik“ geht weiter. Diesmal geht es auf N-TV um die Jahre 1933-1945 (20.05 Uhr und 21.05 Uhr).
– Um 22.03 Uhr folgt dann noch die zehnte Folge der Serie „ Alltag unterm Hakenkreuz“, bei der Eva Braun im Mittelpunkt steht. - „Die Goldstraße der Inka“ eröffnet den Abend bei Phoenix. Die Doku stellt die Frage nach der räumlichen Ausdehnung des Inka-Reichs.
– Auf eine „Odyssee zur Osterinsel – Die Floßfahrt des Inka-Fürsten“ begibt sich die anschließende Doku um 21 Uhr.
Dienstag, 11. Juni
- RBB reist zunächst um 20.15 Uhr an „Geheimnisvolle Orte“. „Das Berliner Stadtschloss“ ist die „prominenteste Freifläche im Herzen der Hauptstadt: Wo Berlin vor knapp 800 Jahren gegründet wurde, ist in jüngster Zeit eine grüne Liegewiese zu finden. Im Moment erinnert kaum etwas an den geschichtsträchtigsten Ort der Stadt. Kaiserliches Schloss, Naziaufmärsche, Honeckers Palast der Republik – dieser Platz erzählt sagenhafte Geschichten. Die Dokumentation von Lutz Pehnert berichtet in einzigartigen Archivaufnahmen von der historischen Vergangenheit des Platzes. Zeitzeugen erinnern sich, zeigen Fotos und Relikte.“
– Die Dokumentation „Helden ohne Ruhm“ beschäftigt sich mit dem Aufstand am 17. Juni 1953 in der DDR. - „Entdecke wo du lebst“ ist das Motto einer Geschichts-Reihe des MDR. Um 20.45 Uhr geht es um die Leuchtenburg im Saaletal: „Zuchthaus, Kerker, Sommerfrische“. „Über Jahrhunderte wurden Straftäter, Kranke und Arme auf der Leuchtenburg ihrer Freiheit beraubt. Und dennoch wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem für junge Menschen zum Sehnsuchtsort. Nicht zufällig war die Leuchtenburg erste Jugendherberge Thüringens, verbrachten Generationen von Kindern und Jugendlichen hier ihre Ferien.“
– Gleich im Anschluss um 21.45 Uhr folgt „Geschichte Mitteldeutschlands – Das Magazin“. - Auch der HR begibt sich heute Abend an „Geheimnisvolle Orte“. Um 22.45 Uhr ist „Klein-Moskau in Karlshorst“ das Thema.
- Wie immer gibt es auf BR-alpha eine Folge der Reihe „Mythen – Michael Köhlmeier erzählt Sagen des klassischen Altertums“. Heute geht es um Perseus (22.45 Uhr).
Mittwoch, 12. Juni
- BR-alpha stellt um 23 Uhr „Die Brüder Grimm“ vor. Der Film erzählt, wie die beiden Wissenschaftler Jacob und Wilhelm Grimm zum Märchensammeln gekommen sind, wie sie sich gegenüber dem Kulturimperialismus Napoleons behaupteten und das romantisch-nationale Projekt ihres Lebenswerks unbeirrt verfolgten.
- Mit der zweiteiligen Doku „Die Erfindung des Abendlandes“ sucht Arte wie Wurzeln unserer Kultur. „Jerusalem und Athen, Mose und Homer: Der eine galt lange als Verfasser der Thora, dem anderen werden Ilias und Odyssee zugeschrieben. Der Prophet Mose war eine zentrale Figur in der Geschichte des monotheistischen jüdischen Volkes, Homer der wohl bedeutendste Schriftsteller im polytheistischen Griechenland der Antike. Ihre einzigartigen Werke übten nachhaltigen Einfluss auf die Geschichte Europas und der ganzen Welt aus. Rund 200 Jahre vor Christi Geburt entstand die als Septuaginta bezeichnete erste Bibelübersetzung ins Altgriechische. Sie war das Ergebnis einer langen Auseinandersetzung jüdischer Gelehrter mit dem hellenistischen Gedankengut und kann als ein Wegbereiter für die moderne Welt gelten.“ Teil 1 „Jerusalem und Athen“ (23.30 Uhr) „zeigt, wie es zu dieser Begegnung zwischen jüdischem und griechischem Gedankengut kam, die der Moderne den Weg bereitete.“
– Teil 2 „Die Bibel von Alexandria“ folgt um 0.25 Uhr. - Der Spielfilm „Nicht alle waren Mörder“ (BRD 2006, Buch: Jo Baier und Michael Degen, nach dem Buch ‘Nicht alle waren Mörder’ von Michael Degen) ist um 23.30 Uhr im MDR zu sehen.
Donnerstag, 13. Juli
- Um 21 Uhr beginnt auf Arte die zwölfteilige Serie „Odysseus“. „Griechenland, 8. Jh. vor Chr.: Ithaka ist seit 20 Jahren herrscherlos. Keiner glaubt mehr an die Rückkehr des Königs Odysseus. Nur seine Frau Penelope ist fest davon überzeugt, dass er zurückkehren wird.“ Teil 1 beginnt um 21 Uhr, um 21.45 Uhr folgt Teil 2 und um 22.30 Uhr Teil 3.
- Das Doku-Drama „Dutschke“ läuft um 22.30 Uhr auf 3sat. „Rudi Dutschke war eine maßgebliche Figur der 1968er-Bewegung, die das Gesicht der Bundesrepublik Deutschland entscheidend mitgeprägt hat. In dem Fernsehfilm ‘Dutschke’ erzählen Regisseur Stefan Krohmer und Autor Daniel Nocke die Lebensgeschichte Rudi Dutschkes in Form eines dokufiktionalen Films. Er ist gekennzeichnet durch die Verbindung von Interview-Passagen und inszenierten Szenen, die die entscheidenden Stationen von Rudi Dutschkes Lebensweg nachzeichnen.“
Freitag, 14. Juni
- Phoenix berichtet über „Tiere, die Geschichte schrieben“. Um 20.15 Uhr geht es um „Das Pferd“, das ursprünglich aus Amerika stammte, dort ausstarb und erst 1519 wieder dorthin zurück kam: „Im Bauch des Schiffes von Hernando Cortez, dem spanischen Eroberer.“
Schreibe einen Kommentar