Neues von der Gedenkhalle Oberhausen

Die Gedenkhalle Oberhausen, die ja immer wieder Thema auf diesem Blog ist, feiert in den nächsten Wochen ihr 50jähriges Bestehen. Damit ist sie die älteste Einrichtung ihrer Art auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik. Aus diesem Anlass findet am 2. September in der Panoramagalerie im Schloss Oberhausen eine Festveranstaltung statt.

 

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Nach einem Festakt um 11 Uhr (wenn ich das richtig sehe, nur für geladene Gäste) gibt es um 14 Uhr eine Lese-Matinée der Bremer Shakespeare Company mit dem Titel „Im Lager hat man auch mich zum Verbrecher gemacht“ (ebenfalls Panoramagalerie Schloss Oberhausen).

Aus den Akten auf die Bühne“ – ein realer Gerichtsfall wird wieder lebendig. Eine Frau, selbst Häftling in einem Konzentrationslager, wird Funktionshäftling. Wie konnte aus ihr ein Kapo werden? Fragen, die nach Kriegsende ein Gericht zu klären hatte. Jetzt in Oberhausen neu inszeniert auf der Bühne!

 

Um 16 Uhr stellt Michael M. Lang in der Gedenkhalle „Musik als Waffe“ vor.

„Auf Schellack-Schallplatten haben sich einzigartige Aufnahmen von Kampfliedern aus der Weimarer Republik und dem Dritten Reich erhalten. Mit originalen Liedern von Schalmeien-Kapellen des Roten Frontkämpferbundes und Nazi-Kopien von Arbeiterliedern wird ein Stück deutscher Geschichte nacherzählt.“

 

Bei beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

 

Um 20 Uhr schließlich begibt sich das Duo GenerationenKomplott mit dem Programm „Kann denn Jubeln Sünde sein? Frauen unter Hitler“ auf eine musikalische Zeitreise, „in die Anfänge des Dritten Reichs. Zynisch, geistreich und persiflierend zeichnen sie ein Bild von Frauen in der Nazi-Zeit zwischen ‚Heldenmutter‘ und ‚Mutternutztier‘. Wie konnte das möglich sein, und waren früher alle dümmer als heute?“

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Oberhausen im Malersaal des Theaters Oberhausen statt. Hier wird ein Eintritt in Höhe von 14 € bzw. ermäßigt 5 € erhoben.

Passend zu diesem Anlass gibt es eine eigens dafür eingerichtete Homepage der Gedenkhalle . Dort können alle Infos zum 2. September nachgelesen werden.

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