TV-Vorschau 5. – 11. Mai 2012

Eine neue Woche mit Geschichtssendungen im ausschnitthaften Überblick:

Samstag, 5. Mai

  • Das „Bayerische Jahrtausend“ geht auf BR-alpha geht nach Regensburg in 13. Jahrhundert (20.15 Uhr). Und wie immer folgt ein alpha-Forum extra mit dem gleichen Thema (21 Uhr).
  • Arte schenkt heute Abend seine Aufmerksamkeit Leonardo da Vinic. Um 20.15 Uhr gibt es „Leonardo da Vinci – Das Geheimnis der schönen Prinzessin“. „Sensationeller Fund oder täuschend echte Fälschung? Dieser Frage geht die Dokumentation nach. Sie erzählt von der aufwendigen Untersuchung einer Zeichnung, die 1998 dem Kunstkenner Peter Silverman auffiel und die er neun Jahre später erwerben konnte. Die Expertise sollte klären, ob das Werk von Leonardo da Vinci stammt oder eine ausgezeichnet gemachte Fälschung ist.“ — Um 21.05 Uhr folgt „Das Geheimnis Mona Lisa“. „Seit Jahrhunderten ist die „Mona Lisa“ der Star unter den Kunstwerken. Aber wessen Porträt zeigt Leonardo da Vincis Werk, das wohl das berühmteste Gemälde der Welt ist? Es gibt zwei schriftlich überlieferte Hinweise auf die Identität der „Mona Lisa“, doch die schließen einander aus. Ist das Rätsel um die geheimnisvoll lächelnde junge Frau überhaupt zu lösen?“
  • Um 21.45 Uhr wiederholt Phoenix die ZDF-History-Folge „Organisation ‚Werwolf‘ – Hitlers letztes Aufgebot“.
  • ZDF_neo geht mit Hape Kerkeling und Terra X in die Weltgeschichte. Um 20.15 Uhr 1. „Der große Aufbruch“, um 21 Uhr Teil 2 „Ewiges Rom“ und um 21.45 Uhr Teil 3 „Abenteuer Mittelalter“.
  • Die Doku „Die Zerstörung von Nordhausen“ leitet um 20.15 Uhr auf n-tv den Abend ein. „Noch in den letzten Monaten des zweiten Weltkriegs, Anfang 1945, wurden viele deutsche Städte von alliierten Bombern zerstört. Nordhausen war eine von ihnen. Eine mittelgroße Stadt im Norden Thüringens. Mehr als tausend Jahre alt, war sie geprägt vom mittelalterlichen Stadtbild. Und für die Alliierten, so dachten die Nordhäuser, war ihre kleine Stadt völlig unbedeutend. Doch Nordhausen hatte ein schreckliches Geheimnis, von dessen Ausmaß die meisten Bewohner nichts ahnten: Vor den Stadtgrenzen hatten die Nationalsozialisten das Konzentrationslager ‚Mittelbau – Dora‘ errichtet. Die Häftlinge mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen in unterirdischen Anlagen die von der Propaganda als ‚Vergeltungswaffen‘ ausgerufenen Raketen V1 und V2 produzieren. Als alliierte Aufklärungsflugzeuge 1944 Teile der Raketenproduktion entdeckten, wurde Nordhausen zum Ziel für großflächige Luftangriffe, die die alte Stadt in nur zwei Tagen zu fast 80 Prozent zerstörten. Diese Reportage beleuchtet das dunkle Kapitel einer kleinen Stadt, deren Bevölkerung sich schon in Sicherheit wähnte.“ — Um 21.05 Uhr folgt die Doku „Hitler – Eine Chronologie des Bösen“. „Am 30. April 1945 beging Adolf Hitler in seinem Berliner Bunker Selbstmord. Zwölf Jahre lang hatte er das deutsche Volk regiert und in einen schrecklichen Vernichtungskrieg geführt. Die bisher bekannten Filmaufnahmen zeigen den Schreckensherrscher jedoch lediglich in schwarz-weiß – und vermitteln damit einen blassen Eindruck des Mannes, der Millionen Menschen das Leben kostete. Mittels aufwendiger Nachkolorierungstechnik ist es nun gelungen, den Schwarz-Weiß-Aufnahmen Farbe zu geben. Anhand von Tagebüchern, Briefen und bislang ungesehenem Filmmaterial rekonstruiert die Dokumentation, wie es ein Mann schaffte, die Bevölkerung derart in seinen Bann zu ziehen und seine menschenverachtenden Visionen zu verwirklichen.“ — Aus der Reihe „Rätsel der Geschichte“ folgen dann noch um 22.05 Uhr der Beitrag „Zorro“ und um 22.30 Uhr „Sitting Bull“.

Sonntag, 6. Mai

  • „Der Fall Eichmann“ ist um 23.35 Uhr Thema von ZDF-History. „Es war ein dramatisches Duell, von dem die Welt nichts erfuhr. Erst jetzt sind die Aufzeichnungen von Avner Less ausgewertet worden: das Tagebuch des Mannes, der Adolf Eichmann 275 Stunden lang verhörte. Eichmann, der ehemalige Leiter des Judenreferats im Reichssicherheitshauptamt, einer der wichtigsten Organisatoren des Massenmordes an den europäischen Juden, war nach dem Krieg mit Hilfe eines Netzwerks von Gesinnungsgenossen in Argentinien untergetaucht. 1960 spürte ihn der Mossad dort auf und entführte ihn nach Israel, wo ihm ein Jahr später der Prozess gemacht wurde.“ — In der Nacht folgt um 2.20 Uhr die zweiteilige Doku „Die Gustloff“. Zunächst „Hafen der Hoffnung“, dann um 3.05 Uhr „Flucht über die Ostsee“.
     

Montag, 7. Mai

  • Im ZDF_info dreht sich der Abend um den Zweiten Weltkrieg. Den Anfang macht eine ZDF-History-Folge um 20.15 Uhr: „Countdown zur Katastrophe – Kriegsbeginn 1939“. Um 21 Uhr folgt die Doku „Angriff auf Europa – Wie der Zweite Weltkrieg begann“. Danach geht es dann um die Schlussphase des Krieges. Die Doku „Der Sturm“ behandelt hierbei die Eroberung Ostpreußens durch die sowjetischen Armeen ‚Anfang 1945. Um 21.45 Uhr „Die Schlacht um Ostpreußen“ und um 22.30 Uhr „Die Russen kommen!“.
  • Auch Phoenix behandelt den Zweiten Weltkrieg und sendet die ersten beiden von sechs Folgen der Doku „Der Krieg“ von Isabelle Clarke und Daniel Costelle. Um 20.15 Uhr Überfall auf Polen und um 21 Uhr Frankreichs Niederlage.
  • Das Verhältnis von „Bayern und Österreich – Verfeindet und verbrüdert“ behandelt die Doku im BR um 22.30 Uhr. „Ganz bewusst liegt der Fokus dabei nicht auf den (welt-)politischen Brennpunkten München und Wien. Der Blick wird stattdessen gerichtet auf eine Grenzregion im östlichen Bayern, wo der Inn die beiden Länder über Jahrhunderte hinweg getrennt hielt. Die Perspektiven zweier nahegelegener Orte diesseits und jenseits der Grenze, dem bayerischen Burghausen und dem österreichischen Reichersberg am Inn, sind es, von denen aus wichtige Eck- und Kontrastpunkte der gemeinsamen Beziehungsgeschichte beleuchtet werden.“
  • In der Reihe „Geschichte im Ersten“ läuft um 23.30 Uhr in der ARD der dritte und letzte Beitrag der Doku-Serie „Deutsche Dynastien“. Es geht um  Die Ottos. Die Ottos zählen zu den reichsten Menschen der Welt. Das Besondere: Ihr Vermögen wurde nicht über viele Generationen vererbt, sondern vom Patriarchen Werner Otto zu Lebzeiten erwirtschaftet mit dem von ihm gegründeten Versandhandel und einem Immobilienunternehmen. 

Dienstag, 8. Mai

  • Das 3SAT-Programm widmet sich heute Abend ganz dem Holocaust-Organisator Adolf Eichmann, der vor 50 Jahren in Israel hingerichtet wurde. Los geht es um 19 Uhr mit der Doku „Der Mann, der Adolf Eichmanns Asche ins Meer streute – Die unglaubliche Geschichte des Michael Gilead“. — Um 19.45 Uhr folgt „Der Eichmann-Faktor“. „Vor 50 Jahren, am 31. Mai 1962, wurde das Todesurteil an Adolf Eichmann vollstreckt. Der Prozess, der dieser Hinrichtung in Israel voran gegangen war, brachte das Jahrhundertverbrechen des Holocaust noch einmal ins Licht der internationalen Öffentlichkeit. Zu diesem Zeitpunkt hatten viele, auch in Deutschland, mit der Aufarbeitung der Vergangenheit bereits abgeschlossen.“ — Um 20.15 Uhr folgt das Doku-Drama von Raymond Ley „Eichmanns Ende – Liebe, Verrat, Tod“. — Um 21.45 Uhr dann das dokumentarische Fernsehspiel „Die Wannseekonferenz„. „In Echtzeit und anhand der Originalprotokolle rekonstruieren Autor Paul Mommertz und Regisseur Heinz Schirk in dem dokumentarischen Fernsehspiel den Ablauf dieses monströsen Geheimtreffens. Konsequent folgen sie dabei den klassischen Regeln von der Einheit des Ortes und der Zeit. Knapp eineinhalb Stunden dauerte vor 70 Jahren diese folgenreiche Konferenz, knapp eineinhalb Stunden dauert auch die Rekonstruktion, mit der die von Hannah Arendt beschriebene ‚Banalität des Bösen‘ anschaulich vor Augen geführt wird. Das Dokumentarspiel wurde außerhalb Deutschlands auch im Kino gezeigt und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, darunter der Adolf-Grimme-Preis und der Dokumentarspiel-Preis beim World Television Festival in Tokio 1985.“ — Um 23.10 Uhr geht die Doku „Ein Spezialist – Die Banalität des Bösen am Beispiel Adolf Eichmann“ der Person Eichmanns anhand von Originalaufnahmen des Eichmann-Prozesses nach. — Thematisch zusammenhängend, wenn es auch nicht mehr um Adolf Eichmann geht, bildet der Spielfilm „Edelweiß“ um 1.40 Uhr den Abschluss des Abends. Der Film „erzählt die Geschichte einer österreichischen Familie, die von der nationalsozialistischen Vergangenheit der Großeltern eingeholt wird. Das Unbehagen im Umgang mit dem Thema Nationalsozialismus und Fremdenhass deckt Autorin Ulli Schwarzenberger behutsam, aber nicht ohne Mut auf. ‚Edelweiss‘ ist eine brisante Geschichte in einer Zeit, in der sich in einigen Teilen Europas die politischen Fronten verhärten, in der sich das politische und gesellschaftliche Klima radikalisiert. Ulli Schwarzenberger hält einer Gesellschaft den Spiegel vor, die sich bisher in nobler Zurückhaltung geübt hat. Sie skizziert drei Generationen mit unterschiedlichen Einstellungen: die Unbelehrbaren, die Verdränger und schließlich die ahnungslosen Jungen, die gar nicht glauben können, dass es in der heutigen, multikulturellen Gesellschaft noch Menschen geben kann, die Fremdenhass und nationalsozialistisches Gedankengut hochhalten.“
  • Phoenix sendet die Folgen drei und vier der Reihe „Der Krieg“. „Angriff auf die Sowjetunion“ (20.15 Uhr) und „Eroberungen im Pazifik“ (21 Uhr).
  • „Hitlers letzte Opfer – Leipzig und das Kriegsende“ lautet der Titel der Doku im MDR um 20.15 Uhr. „Am 20. April 1945 endete für die Leipziger der 2. Weltkrieg. Zahlreiche Fotografen und Kameramänner haben die Befreiung Leipzigs ausgesprochen gut dokumentiert. Eindrückliches Filmmaterial und zahlreiche Fotos erzählen von den dramatischen Ereignissen dieser 72 Stunden. Einige dieser Bilder sind heute weltberühmt, so wie Robert Capas Foto ‚Der letzte Tote des Krieges‘ – ein Symbol für das sinnlose Sterben im Krieg. Der Film ‚Hitlers letzte Opfer – Leipzig und das Kriegsende‘ erzählt von jenen Ereignissen in der Leipziger Jahnallee und davon, was sich zur gleichen Zeit an anderen Orten der Stadt abspielte.“ — Um 21.15 Uhr geht es weiter mit der „Geschichte Mitteldeutschlands – Das Magazin.“
  • Im HR läuft um 22.45 Uhr die Doku „Das Lager der verlassenen Kinder – Lindenfels, die Überlebenden und der Exodus“. „Sie hießen Hadassa, Dani, Ruffka oder Arie, sie waren zwischen sechs und fünfzehn Jahre alt – jüdische Kinder aus Polen und Russland, die Terror und Grauen der Nazi-Vernichtungsmaschinerie überlebt, aber Vater und Mutter verloren hatten. Auf der Suche nach Angehörigen irrten sie in den ersten Monaten nach Kriegsende allein umher, die meiste Zeit hungrig, ohne Dach über dem Kopf, ohne Geborgenheit. Einige, die Älteren, versuchten sich nach Palästina durchzuschlagen, andere träumten von Amerika. In einem Kinderlager, das die UNRRA, die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen, in Lindenfels, einer kleinen hessischen Kurstadt im Odenwald, eingerichtet hatte, fanden viele von 1946 bis 1948 vorübergehend ein Zuhause. Jüdische Lehrer und Erzieher, die meisten ebenfalls Überlebende des Holocaust, kümmerten sich um die verängstigten und verstörten Jungen und Mädchen. In ihrer Obhut lernten sie langsam wieder Kinder zu sein. Doch der Aufenthalt in Lindenfels, der so genannten Perle des Odenwalds, verlief nicht ohne Spannungen zur deutschen Bevölkerung. Bis heute fällt es der alten Generation schwer, über die jüdischen Kinder zu sprechen. Einige können sich vielleicht nicht mehr erinnern, die meisten aber wollen nicht.“
  • Auf ZDF_info geht es weiter mit Teil 3 „Die Todesfalle“ (23.15 Uhr) und Teil 4 „Bis zum bitteren Ende“ (0 Uhr) der Reihe „Der Sturm“ über den Zweiten Weltkrieg.

Mittwoch, 9. Mai

  • Die letzten beiden Folgen der Serie „Der Krieg“ sind auf Phoenix zu sehen. Um 20.15 Uhr „Vormarsch der Alliierten“ und um 21 Uhr „Sieg und Niederlage“.
  • Auf der „Spur der Schätze“ sucht der MDR „Die schönste Frau der Welt – Peter Escher und die Sixtinische Madonna“. „Die Geschichte der schönsten Frau der Welt ist ein Krimi. Ein Gefeilsche, ein Bild, ein Machtkampf, ein Pokerspiel um Ruhm und Ehre. Es geht um viel Geld. … Raffaels Sixtinische Madonna hat europäische Kunstgeschichte geschrieben. Jeder kennt die Engel. Die wenigsten aber das Original. Nur aber, wenn man die Sixtinische Madonna in Dresden sieht, mit eigenen Augen, dann weiß man, warum die Engel so verzaubern.“

Donnerstag, 10. Mai

  • Über die Geschichte des Adelsgeschlechts „Haus Baden“ informiert eine Doku auf SWR um 22.30 Uhr: „Adelsleben – 900 Jahre Haus Baden“.
  • Auch der RBB liefert heute eine Adels-Doku: „König, Kaiser, Bürger – Die preußischen Hohenzollern“ (22.45 Uhr). „Der Film porträtiert eine Familie, deren Mitglieder einerseits moderne Bürger sind, die sich andererseits aber einer jahrhundertalten Tradition verpflichtet fühlen. ‚König, Kaiser, Bürger‘ ist eine Familiensaga, in der die heutigen Mitglieder des Hauses Preußen vom Schicksal ihrer Vorfahren erzählen. Geschichte wird lebendig, und aktuelle Konflikte bleiben nicht ausgespart.“

Freitag, 11. Mai

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