TV-Vorschau 10. – 16. September 2011

Hier der Überblick zu den Geschichtssendungen im Fernsehen der kommenden Woche:

Samstag, 10. September


Sonntag, 11. September
  • Wie immer um 19.30 Uhr präsentiert das ZDF eine Terra X-Folge. Diesmal ist es der Film von Wolfgang Würker: „Jagd nach dem Himmelsfeuer“. „Die naturwissenschaftliche Erklärung für das nächtliche Spektakel lieferte der norwegische Forscher Kristian Birkeland. Vor gut hundert Jahren kam er dem Rätsel auf die Spur. Abenteuerliche Expeditionen führten ihn an den Rand der Arktis, wo er monatelang in einem abgelegenen Observatorium und tiefer Polarnacht das Phänomen studierte. In der freien Natur und in seinem Labor durchschaute er allmählich die physikalischen Zusammenhänge, die hinter dem magischen Nordlicht stehen. […] In atemberaubenden Dokumentarbildern, dank opulenter Inszenierungen an den Originalschauplätzen im hohen Norden und aufwändiger Computeranimationen, zeigt der Film, wie die magischen Leuchterscheinungen entstehen und wie beschwerlich es einst war, das mysteriöse Geschehen zu verstehen.“
  • In fast allen anderen Kanälen drängeln sich auf den Doku-Sendeplätzen Beiträge zu 9/11.


Montag, 12. September


Dienstag, 13. September

 

Mittwoch, 14. September

  • Auf Arte läuft um 20.15 Uhr die Doku von Michaela Kirst „Brown Babies – Deutschlands verlorene Kinder“. „Am Ende des Zweiten Weltkriegs kommen die Amerikaner als siegreiche Eroberer nach Deutschland. Schon bald erobern sie auch die Herzen deutscher Frauen. Als 1946 im zerbombten Deutschland die ersten Besatzungskinder zur Welt kommen, ist das ein Skandal. Besonders angefeindet werden die Frauen, die ein farbiges Baby zur Welt zu bringen. Der gesellschaftliche Druck zwingt einige von ihnen, die Kinder zur Adoption in die USA freizugeben. So wachsen die Kinder in einem Land auf, das noch bis Mitte der 60er Jahre von Rassentrennung geprägt ist. Die Dokumentation begleitet Kinder von damals auf der Suche nach ihren deutschen Wurzeln.“
    Es folgt um 21.05 Uhr „Hitlers Menschenhändler. Juden als Austauschware“. „Der Handel mit Menschenleben ist ein weitgehend unbekanntes Kapitel der Schreckensgeschichte der Shoah. Während die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg sechs Millionen Juden in die Gaskammern schickten, gab es Tausende Menschen, die diesem Schicksal entgingen, weil die SS sie als wertvolle Handelsware betrachtete. Diese Menschen waren ‚Austauschjuden‘, so der offizielle Begriff aus der Bürokratensprache: lebende Menschenware, die dem Kriegsgegner zum Kauf angeboten wurde.“
    Und um 22 Uhr erfahren wir dann die die Wahrheit über das Münchner Abkommen: „Hitlers Ultimatum“. „Im Oktober 1938 jubelten die Menschen in Europa, weil sie dachten, der Frieden sei gesichert. Sie feierten das Münchner Abkommen, mit dem der britische Premier Neville Chamberlain, der französische Regierungschef Édouard Daladier und der italienische Duce Benito Mussolini Adolf Hitlers Forderung erfüllt und das Sudetenland Deutschland überlassen hatten – zur Sicherung des Weltfriedens. Doch selten verkehrte Erleichterung sich so sehr ins Gegenteil. Nicht einmal ein Jahr später überfiel Hitler Polen, der Zweite Weltkrieg begann. Mit der Rekonstruktion der Vorgeschichte und des Zustandekommens des Münchner Abkommens liefert die Dokumentation die historische Analyse einer der folgenschwersten politischen Fehlentscheidungen des 20. Jahrhunderts.“


Donnerstag, 15. September


Freitag, 16. September
  • Phoenix begibt sich heute Abend tief unter die Meeresoberfläche. Zunächst läuft die dreiteilige Dokumentation „Tauchfahrt in die Vergangenheit“. Thema ist der See- und U-Boot-Krieg im 2. Weltkrieg. Um 20.15 Uhr heißt es „Operation Cäsar – Jagd auf U-864“. „Februar 1945: Die U-846 befindet sich auf streng geheimer Mission mit Kurs auf Japan. An Bord sind außer der Mannschaft 18 deutsche Flugzeug-Konstrukteure, zwei japanische Experten, die neuesten Triebwerke und Steuerungssysteme von Messerschmidt sowie Geheimpläne des ME-262-Kampfjets. Bereits vor Auslaufen des U-Bootes kann die Royal Navy deutsche Funksprüche an Tokio abfangen und dekodieren. Daraufhin wird die U-846 von dem britischen U-Boot „Venturer“ angegriffen und versenkt – und mit ihm Militärgeheimnisse der Nazis, die den Verlauf des Weltkriegs vielleicht entscheidend beeinflusst hätten. […] Das deutsche Boot und seine 73 Insassen versanken kurz vor der norwegischen Küste in den eisigen Tiefen der Nordsee. 60 Jahre nach dem Untergang begibt sich ein norwegisches Bergungsteam unter der Leitung des Unternehmers Dag Amerund auf den Weg zum Wrack der U-846, das sich als ökologische Zeitbombe entpuppt hat. Im Bauch des Wracks befinden sich 80 Tonnen hochgiftiges Quecksilber, die als Zündhilfe dienen sollten. Im Wettlauf gegen die Zeit soll Hitlers tödliches Vermächtnis entschärft werden: Das Team will das Wrack unter einem riesigen Betonsarg verschwinden lassen. Ein Kamerateam hat die schwierige Mission begleitet.“ — Um 21 Uhr beginnt das „Unternehmen Alicia – Der lange Weg zu U-1195“. „Der amerikanische Ingenieur Peter Robbins forscht seit vielen Jahren nach Wracks deutscher U-Boote aus dem Zweiten Weltkrieg. Mit dem von ihm konstruierten Mini-U-Boot ‚Alicia‘ startete er im Frühsommer 2004 zu einer Expedition in die Tiefe: Vor der Küste Cornwalls, im englischen Kanal, spürte es das Wrack des deutschen U-Boots U-1195 auf. Die einzigartige Konstruktion von ‚Alicia mit einer rundum verglasten Kuppel ist eine technische Meisterleistung.“ — Um 21.45 Uhr folgt schließlich der letzte Teil dre Reihe: „Die Todesfahrt der Yamato – Tragödie im Pazifik“. „Als am Morgen des 7. April 1945 Konteradmiral Kosaku Ariga, Kommandant der ‚Yamato‘, den Befehl zum Auslaufen erhält, ist der Pazifikkrieg bereits entschieden. […] Bereits wenige Stunden nach dem Auslaufen wird die ‚Yamato‘ von der US-Navy geortet. Kurz darauf greifen 386 amerikanische Flugzeuge, die von nahe gelegenen Flugzeugträgern gestartet sind, den Stolz der Kaiserlichen Armee an. Zwei Stunden lang wird die ‚Yamato‘ bombardiert. Auf Deck brechen Feuer aus, dennoch kann das Schiff den Angriffen zunächst standhalten. Doch nach 13 Torpedo- und acht Bombentreffern ist das Schicksal des Schlachtschiffs besiegelt. 2.498 Mann der Besatzung fallen, nur 269 japanischen Matrosen überleben das Inferno.“ — Um 22.30 Uhr ergänzt der Beitrag „Expedition zur SMS Undine“ aus der Reihe „Archäologie am Meeresgrund“ den Themenabend. Diesmal geht es um den vor über 90 Jahren von einem englischen U-Boot in der Ostsee vor Rügen versenkten deutschen Kreuzer „SMS Undine“. „Es ist das letzte erhaltene Schiff seiner Klasse und in außergewöhnlich gutem Zustand. […] Im Mai 2008 untersuchte eine Tauchexpedition dieses besondere Wrack. Dabei ist die Erforschung der ‚Undine‘ nicht ungefährlich: Das Wrack liegt etwa 50 Meter tief in einem Gebiet mit starker Strömung.“

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