TV-Vorschau 31. Oktober – 6. November 2026
DDR-Geschichte und NS-Geschichte nehmen einen großen Raum ein unter den Geschichtssendungen der neuen Woche. Ein Themenabend ist der Erinnerungskultur in Deutschland gewidmet. Dazu gibt es einige weitere interessante Dokumentationen. Viel Spaß bei der Auswahl.
Samstag, 31. Oktober – Reformationstag, Halloween
- „Der Bahnhof Friedrichstraße war eine der wenigen Nahtstellen zwischen Ost und West, er war Agentenschleuse für Erich Mielkes ‚Kundschafter des Friedens‘, erste Station für Touristen und Besucher aus Westberlin und letzte Station für die DDR-Bürger, die das Land verlassen durften. […] Der Film erzählt erstmals die Geschichte dieses geheimnisvollen Ortes. Wie vielleicht nirgendwo sonst fokussiert sich hier die deutsch-deutsche Geschichte als Gefühl der Trennung und des Zusammengehörens eines Volkes. Diesem Gefühl will der Film nachgehen. Die dramatischen großen und kleinen Geschichten, die sich in den Gängen, auf den Treppen und Bahnsteigen des einstigen Grenzbahnhofs aufspüren lassen und ihnen mit den Zeitzeugen, die sie erlebten und darüber erzählen, ein Gesicht geben.“ „Bahnhof Friedrichstraße“, *tagesschau 24, 20.15 Uhr.
- ARD-alpha präsentiert die Geschichte der „Sachsen – Piraten · Heiden · Kaiser“ um 20.15 Uhr.
- Phoenix fragt „Was ist deutsch?“ und gibt Einblicke in „Die Geschichte der Migration“ (20.15 Uhr). „Bei uns reden manche von ‚deutschen Wurzeln‘ und lehnen Zuwanderer als ‚fremd‘ ab. Sie glauben an das “Volk” als homogene Gruppe. Doch wissenschaftlich ist das nicht haltbar. Belege für unsere durch Migration geprägten Wurzeln haben in den letzten Jahren gleich mehrere großangelegte Genstudien geliefert. Unsere ersten Vorfahren kamen wahrscheinlich vor rund 19.000 Jahren aus dem Nahen und Mittleren Osten. Und seither riss der Zustrom nach Europa nie ab – von der Jungsteinzeit über die Bronzezeit und die Antike bis in die Neuzeit. Der Film schlägt einen großen Bogen über die Jahrtausende bis in die Gegenwart und zeigt auf, dass die Zuwanderung in großer Zahl nach Europa und Deutschland nichts Neues ist, sondern integraler Bestandteil deutscher Geschichte.“
- Das Arte-Programm passt zum Halloween-Abend. „Dracula – Die wahre Geschichte“ eröffnet den Abend um 20.15 Uhr. „Jeder kennt Dracula, aber nur wenige wissen, dass sich hinter dem Vampir und Romanhelden ein echter Fürst aus dem 15. Jahrhundert verbirgt. Der blutrünstige Herrscher verbreitete zur damaligen Zeit in der Walachei Angst und Schrecken. Seit mehreren Jahren beschäftigen sich Forschende mit dem zwischen dem islamischen Orient und dem christlichen Okzident gefangenen Vlad III.“ — Um 21.45 Uhr schließt sich die thematisch passende Doku „Haunted Places: Draculas Transsilvanien“ an. „Diese Folge führt in die Karpaten nach Rumänien und geht der Frage nach, wie viel Wahrheit hinter der Geschichte von Graf Dracula steckt. Eine Spurensuche durch Dörfer, Städte und wilde Natur.“ — Eine Reise durch die Geschichte des Zombie-Films folgt um 23 Uhr: „Zombies: Faszination der Untoten“.
Sonntag, 1. November – Allerheiligen
- In der Reihe „alpha-geschichte“ begibt sich ARD-alpha ins alte Ägypten. Um 20.15 Uhr geht es um die „Tempel der Pharaonen [„und das“] Grand Egyptian Museum“. „In Ägyptens Hauptstadt Kairo, direkt neben den Pyramiden von Gizeh, eröffnete im November 2025 das größte archäologische Museum der Welt – das GEM. Das Grand Egyptian Museum ist die neue Heimat für die kostbarsten Pharaonenschätze.“ — Um 21 Uhr folgt der Beitrag „Tutanchamuns Dolch aus dem All“.
- Vier Folgen der Reihe „Damals in Amerika“ sind auf Phoenix zu sehen. Um 20.15 Uhr geht es los mit „Die Geschichte der Traumfabrik Hollywood“, „Die Geschichte der Mächtigen“ folgt um 21 Uhr. „Die Geschichte der Industriegiganten“ schließt sich um 21.45 Uhr an. „Die Geschichte der Arbeiter“ beendet den Themenabend um 22.30 Uhr.
- Unter der Überschrift „Altnazis nach dem Krieg“ zeigt tagesschau 24 drei Dokumentarfilme. Um 20.15 Uhr eröffnet der Beitrag „Sommer, Sonne, Hakenkreuz: Rechte und Altnazis in Spanien“ den Themenabend, „Das vergessene Fotoalbum der SS“ folgt um 21.02 Uhr und um 21.47 Uhr geht es um „Das Versagen der Nachkriegsjustiz“.
Montag, 2. November
Heute eine Fehlanzeige.
Dienstag, 3. November
- Phoenix wirft einen Blick auf Amerika in der Zeit, bevor die Europäer kamen: „1491 – Amerika vor Kolumbus“. „Die ersten Menschen“ sind Thema um 20.15 Uhr, um 21 Uhr sind es „Jäger und Bauern“. Morgen geht es weiter.
- Der MDR spürt wieder einmal der Geschichte Geheimnisvoller Orte nach. Um 21 Uhr ist es „Die verbotene Insel Wustrow“. „Der Film erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln Wustrows bewegte Geschichte – eine spannende Zeitreise durch die deutsche Historie der vergangenen knapp 100 Jahre.“ — Um 22.10 Uhr folgt der Film „Der Reichstag – Geschichte eines deutschen Hauses“.
Mittwoch, 4. November
- Mit „Wissen und Macht“ setzt sich um 20.15 Uhr die Reihe „1491 – Amerika vor Kolumbus“ auf Phoenix fort, ehe sie mit dem Beitrag „Verlorene Welt“ um 21 Uhr endet.
- ARD-alpha widmet dem Thema „Erinnerungskultur“ einen Themenabend. „Stolpersteine – Gegen das Vergessen“ eröffnet die Reihe der Beiträge um 21 Uhr. „‚Hier wohnte‘ – so beginnen die meisten Stolpersteine. Es folgen ein Name und die Eckdaten eines Lebens. Der Künstler Gunter Demnig, Schöpfer des Projekts, verlegte den ersten Stolperstein 1992 in Deutschland, um an die Deportation und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus zu erinnern. Es gibt über 100.000 „Stolpersteine“ in mehr als 30 Ländern Europas – kleine Messingtafeln, die auf Gehwegen vor Häusern im Boden verlegt werden. Sie erinnern an Menschen, deren Leben durch den Nationalsozialismus zerstört wurde. Sie sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Der Film erzählt die Geschichten hinter einzelnen Steinen und die Geschichte des Projektes selbst – wie die Steine über Jahre zu einem europäischen Erinnerungsnetzwerk gewachsen sind.“ — Um 21.45 Uhr folgt das „alpha-thema Gespräch: Zwischen Erinnerung und Zukunft “. — Um 22.15 Uhr stellt sich die Frage „Holocaust digital – Wie erinnern wir uns in Zukunft?“. — Die Doku „Gegen das Vergessen – Erinnerungskultur heute“ beschließt um 22.45 Uhr den Themenabend. „Die Erinnerungskultur steht vor Herausforderungen: Das Wissen über die Verbrechen des Nationalsozialismus nimmt ab. Ein Teil der Deutschen fordert sogar, einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen. Gleichzeitig steht die Demokratie weltweit unter Druck. Zum Holocaustgedenktag beschäftigt sich STATIONEN mit dem heutigen Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen.“
Donnerstag, 5. November
- Zweimal „Apokalypse Hitler“ auf n-tv (20.15 Uhr und 21.05 Uhr). — Der Film „Hitlers Leibarzt“ schließt sich um 22.05 Uhr an.
Freitag, 6. November
- Wir nähern uns dem Jahrestag des Mauerfalls und Phoenix widmet den Abend einem Rückblick auf die DDR und ihr Ende. Es geht los um 20.15 Uhr mit dem Beitrag „Terra X-History: Wilde Zeiten – Das letzte Jahr der DDR“. — Um 21 Uhr geht es weiter mit „Terra X History: Ein Tag in der DDR – Der Trabi-Krimi“. — Um 21.45 Uhr geht es weiter mit „Terra X History: Ein Tag in der DDR – Die Flucht mit der Raupe“. — Den Schlusspunkt setzt schließlich der Beitrag „Meine Nacht des Mauerfalls“ um 22.30 Uhr.
- „Während des Zweiten Weltkriegs beginnt eine kleine Gruppe von Münchner Studenten, die Entscheidungen und Praktiken der Naziregierung zu hinterfragen. Die Gruppe gründet eine Widerstandszelle.“ „Die weiße Rose“ (BRD 1982, Regie: Michael Verhoeven). Die bekanntesten Mitglieder dieser Gruppe waren die Geschwister Sophie und Hans Scholl. Sie wurden am 22. Februar 1943 in München hingerichtet. 3sat zeigt den Spielfilm um 20.15 Uhr.
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