TV-Vorschau 25. – 31. Juli 2026

Konrad Adenauer und Queen Elizabeth, Kindererziehung in der Vorgeschichte und die Kriege der USA – ein buntes Potpourri an Geschichtssendungen ist in der neuen Woche zu sehen. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 25. Juli

  • Am 5. Januar 1876, vor 150 Jahren, wurde Konrad Adenauer geboren. Er war der erste Bundeskanzler der Republik und wurde drei Mal wiedergewählt. „Konrad Adenauer – Der Patriarch vom Rhein“ ist der erste Beitrag des Themenabends auf tagesschau 24 (20.15 Uhr). „Geboren wurde Adenauer am 5. Januar 1876 in Köln. Dort wuchs er in bescheidenen Verhältnissen auf und musste sich bis zu seiner Jugend das Bett mit seinem Bruder teilen. Durch die Heirat in eine der bedeutendsten Familien seiner Heimatstadt bekam er Anfang des letzten Jahrhunderts Zugang zu den höheren Kreisen und nutzt diesen für eine rasante Karriere in der Stadtverwaltung. 1917 begann seine Laufbahn als jüngster und gleichzeitig bestbezahlter Oberbürgermeister des ganzen deutschen Reiches. Durch seine ehrgeizigen Projekte machte er Köln in kurzer Zeit von einer Provinzstadt zur bedeutenden Metropole.“ — Um 21.02 Uhr schließt sich „Ulrich Timm im Gespräch mit Prof. Friedrich Kießling, Historiker, Universität Bonn“ an. — Es folgt „Die Adenauers – Eine Familie und ihr Denkmal“. „Die Adenauers öffneten 2002 für diesen Film ihre Türen und ihr Archiv mit privaten Filmaufnahmen. Eine Saga von Familiensinn, Pflichtgefühl, aber auch von Streitlust und rheinischem Witz.“
  • „Philae – Das versunkene Heiligtum“ ist das Thema um 20.15 Uhr auf ARD-alpha. „Die Insel Philae ist eine der größten Stätten des alten Ägyptens und wurde im 18. Jahrhundert von europäischen Forschern entdeckt. Die Tempel von Philae gelten als die bedeutendsten Zeugnisse altägyptischer Religion und Tempelarchitektur. Dieser Dokumentarfilm entführt erstmals ausführlich in ihre faszinierende Geschichte. Ein internationales Forschungsteam gibt Einblicke in die Geschichte der Tempel von Philae und bisher nicht entzifferte Inschriften.“
  • „Das Festspielhaus Bayreuth wurde einzig für das Werk Richard Wagners geschaffen. Vor 150 Jahren hat er dort seinen monumentalen ‚Der Ring des Nibelungen‘ uraufgeführt – und der begeistert noch heute. Eine Dokumentation über die Geschichte eines Phänomens. Im Mittelpunkt stehen einige der namhaftesten Bayreuth-Regisseure, die dort ihre Erfahrungen gesammelt haben: an einem Ort, an dem jede Deutung sofort zur Grundsatzfrage wird. Von der Magie dieser Kunst, aber auch von den Wirrnissen und Abgründen einer Familie.“ „Das Geheimnis von Bayreuth“, 3sat, 22.55 Uhr,

Sonntag, 26. Juli

  • „Nur sehr knapp entging die Ursprungspopulation von Homo sapiens dem Aussterben. Heutzutage sind die einst viel erfolgreicheren Schimpansen vom Aussterben bedroht, die menschliche Population dagegen ist auf 7,8 Milliarden angestiegen. Die erstaunliche Fähigkeit der Menschen, sich nachhaltig zu vermehren, bedroht jetzt den langfristigen Fortbestand vieler Arten – einschließlich der eigenen. Warum leben die Menschen heute im Anthropozän – und nicht in einer Welt, die einem Planet der Affen ähnelt? Für die Forschung war dies bisher so etwas wie ein missing link. Der Film führt zu aktuellen Forschungsprojekten aus Primatologie, Archäologie, Anthropologie und Kognitionswissenschaften und nimmt die Zuschauerinnen mit auf eine abenteuerliche Reise zu Urzeitmüttern, die ihre Kinder kooperativ aufziehen und so die Menschwerdung überhaupt erst “in Gang bringen”. In der kooperativen Jungenaufzucht liegt der zentrale evolutionäre Ursprung des menschlichen Geistes und der Emotionen. Ohne die gemeinschaftliche Kinderaufzucht der Urahnen hätte es die Art Homo sapiens in der Gattung Homo nie gegeben.“* „Das Geheimnis der Urzeitmütter – Gemeinschaftliche Kindererziehung“, NDR, 23.45 Uhr.
  • Terra X History präsentiert um 23.55 Uhr im ZDF die Doku „Über den Wolken – Mythos Fliegen“. Sie „erzählt die Geschichte des Fliegens: Von tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten über die große Zeit der Luxusliner mit Flügeln bis hin zur heutigen Massenabfertigung an den Airports. Exklusive Filmaufnahmen wecken Erinnerungen an vergangene Zeiten.“

Montag, 27. Juli

  • „‚Spanien ist anders!‘ Mit diesem Slogan wirbt das Land unter Diktator Franco in den 1950er-Jahren um ausländische Touristen. […] Doch hinter Spaniens Aufstieg zum Touristenmagnet verbirgt sich ein fast unbekanntes Kapitel deutsch-spanischer Geschichte: Nach dem Zweiten Weltkrieg finden dort Tausende ehemalige Nationalsozialisten Zuflucht. Diktator Franco hat keine Berührungsängste: Schließlich ist er Jahre zuvor auch dank der Unterstützung Hitlers an die Macht gekommen. Hier entkommen die Nazis der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit und schaffen den Neuanfang.“ „Sommer, Sonne, Hakenkreuz – Rechte und Altnazis in Spanien“, ARD, 23.10 Uhr.

Dienstag, 28. Juli

Mittwoch, 29. Juli

  • Der NDR begibt sich auf „Meyer-Burckhardts Zeitreisen: Mit 100 Jahre alten Reiseführern auf Spurensuche im Norden“
  • Um 22 Uhr sendet der HR ein Kapitel hessischer Fußballgeschichte: „Träume, Kult, Skandale: 125 Jahre Kickers Offenbach“ (21 Uhr).
  • Zu sehr später Stunde schaut das ZDF auf „Die Kriege der USA“. Um 0.45 Uhr geht es los mit der Folge „Von der Kolonie zur Weltmacht“. „Als junge Nation befreien sich die USA aus der britischen Kolonialherrschaft, erzwingen im Bürgerkrieg blutig die Einheit und steigen im Ersten Weltkrieg zur Weltmacht auf. Aus dem Unabhängigkeitskrieg erwächst eine Nation, die Freiheit und Gleichheit verspricht. Im Bürgerkrieg drohen die USA fast zu zerbrechen. Doch der Bund hält. Vereint erobern sie den Westen und etablieren sich im 20. Jahrhundert als neue militärische Macht.“ — Um 1.30 Uhr geht es „Im Namen der Freiheit“ weiter. „Aus Isolationismus zur Weltmacht: Nach Jahren des Rückzugs steigen die USA im Zweiten Weltkrieg zur Militärnation auf. Atomwaffen, Kalter Krieg und das Trauma Vietnam prägen ihr Selbstbild. Als Kämpfer für Freiheit und Demokratie gehen die USA siegreich aus dem Zweiten Weltkrieg hervor und begründen ihren Ruf als Weltpolizist. Doch sie führen auch ‚schmutzige Kriege‘ und hintergehen eigene Ideale. In Vietnam endet ein Krieg erstmals mit einer Niederlage.“ — Um 2.15 Uhr stehen „Öl, Macht, Terror“ im Mittelpunkt. „Nach 9/11 beginnt der ‚War on Terror‘ – Afghanistan und Irak sind Schauplätze eines globalen Feldzugs. Donald Trump definiert die Rolle der USA neu: Macht ersetzt Bündnisse, Kriege brechen aus. Terroristen-Jagd, Folterskandale und Drohnenkrieg prägen nach dem Terror von Al-Kaida die US-Außenpolitik. Doch in der Heimat herrscht zunehmend Kriegsmüdigkeit. Donald Trump propagiert ‚America first‘ und führt sein Land dennoch in einen Krieg mit dem Iran.“

Donnerstag, 30. Juli

  • Mit zwei Folgen der Reihe „Geheimwaffen des Zweiten Weltkriegs“ beginnt um 20.15 Uhr und 21.05 Uhr der Abend auf N-TV. — Um 22.05 Uhr steht „1945 – Schicksalsjahr der Weltgeschichte“ im Blickpunkt. — „Die Nürnberger Prozesse – Verlorene Mitschnitte der Nazi-Elite“ stehen um 23.30 Uhr auf dem Programm.

Freitag, 31. Juli

  • Auf 3sat läuft um 20.15 Uhr der zweite Teil des Historiendramas „Gotthard“ (CH/BRD/AUT 2016, Regie: Urs Egger). „Drei Jahre sind vergangen, und der Tunnelbau am Gotthard kommt nur schleppend voran. Zu langsam für die Investoren, die Favre den Geldhahn zudrehen.“
  • „Diese Y-History-Reportage erzählt 100 Jahre Kokain in Deutschland: von den Exzessen der Weimarer Republik über die Rock-’n’-Roll-Jahre mit Musikern aus Udo Lindenbergs Band bis zur heutigen Koksschwemme.“ „Y-History · 100 Jahre auf Koks“, tagesschau 24, 21.02 Uhr.
  • Aus der Reihe „Mythos – Die größten Rätsel der Geschichte“ sendet um 21.45 Uhr Phoenix den Beitrag „Die Päpstin“.

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