TV-Vorschau 2. – 8. Mai 2026

Viel NS-Geschichte gibt es in den Geschichtssendungen der neuen Woche. Dazu aber auch Kulturgeschichte und ein Blick auf das Neue Museum in Berlin. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 2. Mai

  • One zeigt das biografische Drama „A Quiet Passion – Das Leben der Emily Dickinson“ (GB 2016, Regie: Terence Davies). Der Film „beleuchtet das Leben und die Werke der herausragenden Poetin, die mit einem außerordentlichen Intellekt, aber einer labilen Psyche ausgestattet war, in ihrer großen Schaffensphase.“ (20.15 Uhr; Wiederholung am Montag)
  • Auf ARD-alpha blicken zwei Dokumentationen auf die lokale NS-Geschichte. „Das Mineralölwerk Lützkendorf ist während des Zweiten Weltkriegs wichtigster Teil der deutschen Treibstoffversorgung. Hier wird aus Braunkohle synthetisches Benzin hergestellt. Kriegswichtig für die deutsche Wehrmacht. August Rosterg ist der Eigentümer. Und ausgerechnet dieser Mann, der mit der NS-Kriegswirtschaft Milliarden verdient, wird zum Verräter. Hat er damit den Zweiten Weltkrieg um etliche Monate verkürzt?“ „Der Spion vom Geiseltal“ (20.15 Uhr). — „Der Walpersberg bei Kahla birgt eine düstere Geschichte: In einer unterirdischen Fabrik wurden während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter gezwungen, die Messerschmitt 262 zu bauen – die ‚Wunderwaffe‘ der Nazis. Über 1.000 Menschen starben, darunter die Italiener Ermete Zuccolini und Francesco Toschi. Heute reisen Schüler aus Kahla nach Castelnovo ne’ Monti, um die Familien der Opfer zu treffen und mehr über die Vergangenheit zu erfahren.“ „Das Geheimnis vom Walpersberg“ (21 Uhr).

Sonntag, 3. Mai

  • ARD-alpha besucht zwei „Geheimnisvolle Orte“. Um 20.15 Uhr „Breslau“: Preußens Provinz, Hitlers Festung und die Metropole Wroclaw. — Der Beitrag „Willkür hinter Gittern: Potsdams Gefängnis in der Lindenstraße“ folgt um 21 Uhr. — Um 22.30 Uhr befindet man sich „Zu Besuch im Neuen Museum Berlin“. „Das Neue Museum in Berlin vereint gleich zwei Museen unter einem Dach: Das Museum für Vor- und Frühgeschichte und das Ägyptische Museum. Direktor Matthias Wemhoff bringt uns die Geheimnisse eines goldenen Zauberhuts aus der Bronzezeit näher und er zeigt uns Fundstücke aus Troja, die der große Archäologe Heinrich Schliemann vor 150 Jahren dem Museum übergab. In der ägyptischen Sammlung treffen wir Frederike Seyfried. Die Direktorin erklärt uns unter anderem, wie Hieroglyphen gelesen werden.“
  • „In nicht einmal zwei Jahren – von 1989 bis 1991 – erlebt Ostdeutschland Aufbruch, Niedergang und Neugründungen seiner Medien. Diese Ereignisse wirken nach bis in die Gegenwart. „Zeitenwende. DDR-Medien zwischen Aufbruch und Untergang“ geht auf Spurensuche in die Jahre, in denen die Medienlandschaft in Ostdeutschland neu gestaltet wurde.“ MDR, 22.25 Uhr.
  • Während neue Rechte (wie schon die alten Rechten) von „Schuldkult“ palavern, begeben sich Journalist Thilo Mischke, Schauspielerin Katja Riemann und Autorin Ronja von Rönne in der dreiteiligen Serie „German Guilt“ auf die Spuren ihrer Großeltern und erforschen ihre eigene Familiengeschichte. Waren unsere Vorfahren zur Zeit der NS-Diktatur Täter, Opfer oder Mitläufer? „Gemeinsam mit Host Thilo Mischke erzählt Filmemacher Boris Quatram in der Serie ‚German Guilt‘ sehr persönliche, bewegende Familiengeschichten und stellt zugleich die großen Fragen: Wie gelingt Erinnerungskultur in einer Zeit, in der historische Verantwortung zunehmend infrage gestellt wird? Und wie können wir verhindern, dass sich Geschichte wiederholt?“ Folge 1 „Familiengeheimnisse“ startet um 0.35 Uhr, Folge 2 „Spurensuche“ schließt sich um 1.10 Uhr an und Folge 3 „Verantwortung“ beschließt die Reihe um 1.45 Uhr. Alles im ZDF.

Montag, 4. Mai

  • Der Vierteiler „Titanic – Die Nacht der Katastrophe“ erinnert an die berühmteste Schiffskatastrophe der Geschichte. Um 22 Uhr geht es los auf Arte mit der Folge „Unsinkbar?“. „Am 14. April 1912 ist die Titanic seit fünf Tagen auf ihrer Jungfernfahrt nach New York unterwegs, mit über 2000 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord. Kurz nach 23 Uhr – die meisten haben sich bereits in ihre Kabinen zurückgezogen – sichtet ein Besatzungsmitglied einen Eisberg direkt vor dem Schiff – zu spät, um den riesigen Passagierdampfer anzuhalten oder vorbeizusteuern.“ — Um 23 Uhr wird „SOS“ gesendet. — Um 23.55 Uhr startet der „Kampf ums Überleben“. — „Die letzten Minuten“ beginnen um 0.55 Uhr.
  • Wie bereits am Samstag ist auf One das biografische Drama „A Quiet Passion – Das Leben der Emily Dickinson“ (GB 2016, Regie: Terence Davies) zu sehen (23.20 Uhr).

Dienstag, 5. Mai

  • „Die Zerstörung der traditionellen Rechtsordnung gehört vermutlich zu den weniger bekannten und dennoch wesentlichen Zielen des NS-Staates. Es galt, durch die Unterwerfung des Justizapparates die Vorherrschaft der ‚Volksgemeinschaft‘ über den Einzelnen zu etablieren. Die Doku „Die NS-Justiz: Recht des Unrechts“ betrachtet die Werdegänge von vier Menschen, die aktiv mitwirkten oder zu Opfern wurden.“ (Arte, 20.15 Uhr). — „Vom Paradies in die Hölle“ ging es für „Schwarze Menschen unter dem Hakenkreuz“ (22 Uhr). Die Doku „erzählt die außergewöhnliche Überlebensgeschichte des afro-karibischen Seemanns Lionel Romney, der 1944 ins Konzentrationslager Mauthausen deportiert wurde. Die Doku offenbart ein verdrängtes Kapitel europäischer Geschichte und zeigt die Realität von People of Color im Nationalsozialismus: Zwischen Verfolgung, Propaganda und dem Kampf ums Überleben.“„Jugendliche im Widerstand: Edelweißpiraten“ sind Thema um 22.45 Uhr. — Um 0.10 Uhr richtet sich der Blick auf den Faschismus in „Chile: Träume, Terror, Neuanfang“. „Was als Vision einer besseren Gesellschaft begann, fand ein blutiges Ende: Am 11. September 1973 putschte das Militär in Chile. Fünf Jahrzehnte nach diesen dramatischen Ereignissen erinnert ARTE an den Sturz des demokratisch gewählten sozialistischen Präsidenten Allende. Der Film lässt prominente Zeitzeugen zu Wort kommen und blickt auf die Entwicklung des Anden-Staates.“

Mittwoch, 6. Mai

  • Auf RBB gibt es wieder zwei „Geheimnisvolle Orte“. Um 20.15 Uhr ist es „Sacrow bei Potsdam – Paradies im Mauerschatten“, um 21 Uhr das „Schloss Cecilienhof“. — Das Doku-Drama „Stammheim – Zeit des Terrors“ (BRD 2025, Regie: Niki Stein) erinnert um 22.30 Uhr an den Stammheim-Prozess. „Der Prozess gegen die RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe und Ulrike Meinhof war einer der aufwändigsten der Bundesrepublik. Das Dokudrama schildert das Geschehen im Gerichtssaal und rekonstruiert das Leben der Angeklagten in der JVA Stuttgart-Stammheim. Es erzählt auch vom Psycho-Terror im 7. Stock. Am 9. Mai 1976 entzog sich Ulrike Meinhof diesem durch Selbstmord.“

Donnerstag, 7. Mai

  • Arte präsentiert den Zweiteiler „Hüllenlos – Die Geschichte der Nacktheit“. „Der Umgang mit Nacktheit erzählt nicht nur viel über gesellschaftliche Konventionen und Normen, sondern ist gleichzeitig ein Spiegel unserer Zeit. Die Ursprünge der Freikörperkultur liegen in der Naturismus-Bewegung. Damals wie heute geht es Anhängern um mehr als Naturnähe. Ist Freikörperkultur politisch? Welchen Einfluss hat sie heute auf Lebenskonzepte und Körperideale?“ Um 20.15 Uhr „Teil 1“, „Teil 2“ folgt um 20.55 Uhr.
  • n-tv beginnt den Abend mit zwei Folgen der Reihe „Apokalypse Hitler“ (20.15 Uhr und 21.05 Uhr). – „Adolf Hitler – Die letzten Geheimnisse des Diktators“ folgt um 22.05 Uhr. — Um „Mauthausen – Das Todescamp der Nazis“ geht es um 23.30 Uhr. — Und die „Gestapo – Hitlers Geheimpolizei“ ist Thema um 0.20 Uhr.
  • Die heutige achte Folge der History-Serie „Charité“ titelt „Schwere Geburt“ (HR, 22.30 Uhr).
  • Der Zweiteiler „Hitlers Volk – Ein deutsches Tagebuch“ läuft um 23.35 Uhr und 1.05 Uhr im SWR.

Freitag, 8. Mai

  • Arte erinnert am Tag des Kriegsendes an zwei Episoden der NS-Geschichte in Europa. Um 20.15 Uhr erzählt das Historiendrama „Nie allein“ (BRD/Estl./FIN/SWE/AUT 2024, Regie: Klaus Härö) von der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Finnland. „Helsinki, 1942: Finnland verbündet sich mit Nazi-Deutschland, weshalb jüdische Geflüchtete ins Visier der Staatspolizei geraten. Der jüdische Unternehmer Abraham Stiller versucht, ihnen mit Arbeits- und Aufenthaltspapieren Schutz zu verschaffen, liefert dabei jedoch ungewollt Ansatzpunkte für eine Deportationsliste. Drama nach wahren Begebenheiten.“ — Das Drama „Ein Dorf wehrt sich“ (BRD/AUT 2019, Regie: Gabriele Zerau) beruht ebenfalls auf historisch belegten Ereignissen. „1945, der Zweite Weltkrieg ist fast vorbei, doch im österreichischen Salzkammergut herrschen die Nazis nach wie vor. In den Stollen des Salzbergwerks Altaussee lagern von Nazis geraubte Kunstschätze. Gauleiter Eigruber ordnet die Sprengung an, doch die Dorfbewohner widersetzen sich. – Der Film (2019) von Gabriela Zerhau setzt den tapferen Bewohnern von Altaussee ein spätes Denkmal.“
  • „Europa in …“ heißt die Reihe, von der drei Folgen auf Phoenix zu sehen sind. „Europa in … der letzten Eiszeit“ macht um 20.15 Uhr den Anfang. — „Europa in … der Zeit der Völkerwanderung“ schließt sich um 21 Uhr an. — „Europa in … der Zeit des Absolutismus“ bildet um 21.45 Uhr den Abschluss.
  • „Sommer 1944. Mehr als eine Million deutsche Soldaten kämpfen in Italien. Immer weniger von ihnen glauben noch daran, dass Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewinnen kann. Viele werden Zeugen der Kriegsverbrechen, die SS und Wehrmacht an der italienischen Zivilbevölkerung begehen. Und einige treffen eine hochriskante Entscheidung: Sie laufen zu den italienischen Partisanen über. Ihre Geschichte ist kaum bekannt, denn auch nach dem Ende des Nationalsozialismus schwiegen die Heimkehrer, um nicht als Vaterlandsverräter bestraft zu werden. 80 Jahre später gehen drei Nachfahren auf Spurensuche.“ „Bella Ciao – Vom deutschen Soldaten zum Partisan“, tagesschau24, 22.20 Uhr.
  • n-tv beleuchtet mit einer Doku der Reihe „Imperien der Geschichte“ den Aufstieg der Niederlande im 17. Jahrhundert. Teil 1 läuft um 0.20 Uhr, Teil 2 um 1.10 Uhr.

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