TV-Vorschau 24. – 30. September 2016
Der September geht zuende mit u. a. einigen Beiträgen zum „Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher“, der vor 70 Jahren mit der Urteilsverkündung sein Ende fand.
Samstag, 24. September
- Auch Volksfeste haben eine Geschichte. Einen kleinen Einblick in die Vergangenheit der Cannstatter Wasen in Stuttgart zeigt der Film „Vom Erntedank- zum Volksfest“ um 20.15 Uhr im SWR. „Es begann als eintägiges, landwirtschaftliches Fest, das sich im Lauf der Jahrzehnte zu einer mehrwöchigen Veranstaltung entwickelte. Auch nach fast 200 Jahren ist der Wasen noch quicklebendig und erfindet sich ständig neu.“ (Keine Geschichtsdoku im eigentlichen Sinn, aber mit historischen Rückblenden).
- „Hans Albers“ war ein Schauspieler und eine Kultfigur. Sein Name „steht auch Jahre nach seinem Tod für Abenteuer, Draufgängertum und nicht zuletzt für seine Heimatstadt Hamburg. In der Weimaer Republik stand sein Name als Grant für den Erfolg großer Filme. Während des Zweiten Weltkriegs avancierte er zum höchstbezahlten männlichen deutschen Filmstar. Ohne Bruch in seiner Biografie gelingt ihm als gealterter und wandlungsfähiger Schauspieler die Karriere im Nachkriegsdeutschland. Sein Leben ist gezeichnet von beruflichen Höhen und Tiefen und von Widersprüchen, die vor allem sein Spagat zwischen Anpassung und Ablehnung gegenüber dem Naziregime erzwang.“ (tagesschau 24, 20.15 Uhr).
- Der „Zug in die Freiheit“ erinnert an die Ausreise tausender DDR-Bürger über die Prager Botschaft und die damalige ČSSR in die Bundesrepublik am 30. September 1989 (Phoenix, 20.15 Uhr). — Anschließend folgt der ZDF-History-Beitrag „Die verlorene Stadt der Gladiatoren“ über Carnuntum, die bedeutendste römische Ausgrabungsstätte Österreichs (21.45 Uhr).
- Vor 70 Jahren ergingen die Urteile im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess. Es war „Görings letzte Schlacht – Das Tribunal von Nürnberg“ (ARD-alpha, 20.15 Uhr). Die Fortsetzung läuft in einer Woche.
Sonntag, 25. September
- Die Geschichte der Holznutzung im Südwesten ist Thema der SWR-Doku „Schatzkammer Wald“ um 20.15 Uhr. „Seit Generationen nutzen wir den Wald als Vorratskammer und Futterlieferant, als Einnahmequelle und Sparkasse. Eine Schatzkammer voller Kostbarkeiten und Geschichte(n).“
- In einem Fünfzehnminüter aus der Reihe „Schätze der Welt – Erbe der Menschheit“ sehen wir: „St. Petersburg (Russland) – Das Venedig des Nordens“ (tagesschau 24, 22.05 Uhr).
Montag, 26. September
- Phoenix sendet heute die ersten beiden Teile des Vierteilers „Bewegte Republik Deutschland“. Es kommen viele Zeitzeugen zu Wort und Roger Willemsen und die Historikerin Ute Frevert kommentieren die Ereignisse und Filmdokumente. Teil 1 um 20.15 Uhr titelt „Schuld und Wunder 1945 – 1965“, Teil 2 „Zur Waffe, Schätzchen 1962-1983“ folgt um 21 Uhr. Die Fortsetzungen laufen dann morgen.
Dienstag, 27. September
- „Görings Carinhall – Die Schorfheide“ ist heute Thema der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 20.15 Uhr auf RBB.
- „Bewegte Republik Deutschland“ geht auf Phoenix weiter. Um 20.15 Uhr heißt es „Geteilter Himmel – 1949-1989“ und um 21 Uhr „Die Deutschland-Maschine 1989-2014“.
- Im „alpha-Forum“ auf ARD-alpha steht der Historiker „Ulrich Herbert“ im Mittelpunkt, ein ausgewiesener Fachmann für die Geschichte des Nationalsozialismus.
- 70 Jahre liegen die Urteile des Nürnberger Prozesses nun zurück. Arte wirft einen dokumentarischen Blick darauf und lässt prominente Persönlichkeiten zu Wort kommen: „Der Jahrhundertprozess – Das Nürnberger Tribunal aus prominenter Sicht “ (22.05 Uhr). „Die Dokumentation betrachtet das Geschehen in und um den Gerichtssaal erstmals aus dem Blickwinkel jener nach Herkunft und Weltanschauung höchst unterschiedlichen Beobachter [„z. B. Erich Kästner, Erika Mann, Alfred Döblin, John Dos Passos, Ilja Ehrenburg, Elsa Triolet, Willy Brandt und Markus Wolf“] und zeichnet damit auch ein zeitgenössisches Stimmungsbild. Illustriert werden die Überlieferungen durch Originalbilder, Filmaufnahmen vor Ort und Animationen im Stil von Gerichtszeichnungen. Augenzeugen aus Deutschland, den USA und Frankreich, die das Tribunal selbst noch erlebten, ergänzen die Berichte durch eigene Eindrücke. Expertenaussagen ordnen sie historisch ein.“
Mittwoch, 28. September
- Die Grenze zwischen Archäologie und gewinnorientierter Schatzsuche ist oft schmal und bildet für die Archäologen ein immerwährendes Ärgernis. Bei der Unterwasserarchäologie ist es nicht anders, steht die Schatzsuche doch oft im Vordergrund, wenn Interessierte nach historischen Schiffwracks tauchen. N-TV erzählt von einem Fall einer solchen Schatzsuche: „Sie suchen in mehreren tausend Metern Tiefe nach längst vergessenem Silber: Die Schatzsucher der Odyssey Marine Exploration. Die ‚SS Gairsoppa‘ liegt seit Jahrzenten unberührt auf dem Meeresgrund. Im Innenleben soll sich ein Silberschatz befinden. Welche Gefahren lauern in der Tiefe? Werden schlechtes Wetter und Geräteausfälle die Operation behindern? Die n-tv Dokumentation begleitet das Hochseebergungsteam bei ihrer abenteuerlichen Suche nach einem einmaligen Schatz.“ (Teil 1 um 20.15 Uhr, Teil 2 um 21.05 Uhr).
Donnerstag, 29. September
- Arte startet eine neue Historien-Serie, die das Ende der britischen Kolonialmacht und die Geburt des modernen Indiens zum Thema hat: „Indischer Sommer“. „Teil 1“ von insgesamt zehn Episoden um 20.15 Uhr, „Teil 2“ im Anschluss um 21.25 Uhr.
- Heute porträtiert N-TV zwei Westernlegenden, die man aus vielen Western im Kino und Fernsehen kennt: Billy the Kid (22.10 Uhr) und Jesse James (23.05 Uhr).
- „Karl-Eduard von Schnitzler“ war ein „Klassenkämpfer und Lebemann“, die personifizierte DDR-Propaganda und als solcher auch in der Bundesrepublik ein Begriff. Der MDR zeigt um 23.05 Uhr einen Bericht über sein Leben.
Freitag, 30. September
- „Die Päpstin“ (BRD, E, ITA, GB 2009, Regie: Sönke Wortmann) ist mal wieder im Fernsehen zu sehen (diesmal in One, dem ehemaligen Einsfestival, um 20.15 Uhr), die Verfilmung einer mittelalterlichen Legende, die nachgewiesenermaßen frei erfunden ist.
- Phoenix informiert mit einem Zweiteiler über „Nürnberg – Die Prozesse“. Um 20.15 Uhr geht es um „Hermann Göring – Nazi ohne Reue“ und um 21.15 Uhr um „Albert Speer – Karriere ohne Gewissen“.
Anmerkung: Mit dem heutigen Tag beendet übrigens der Sender ZDF_kultur sein Programm.
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