TV-Vorschau 30. Juli – 5. August 2016

Olympia-Geschichte, Vietnam-Krieg, Archäologie und Medizin-Geschichte: das alles und noch viel mehr gibt es in der kommenden Woche an Geschichtssendungen im deutschen Fernsehen. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 30. Juli

  • ARD-alpha fragt um 20.15 Uhr nach dem „Mittelalterboom: Keine Lust auf die Gegenwart?” „Die Zahl der Mittelaltermärkte geht inzwischen in die Tausende. Mittelalter-Romane stehen regelmäßig auf der Bestseller-Liste. Die Mittelalter-Fantasy-Serie ‚Game of Thrones’ feiert riesigen Erfolg. Diese Epoche hat in Deutschland seit Jahren Hochkonjunktur. Doch warum? Verklärung einer düsteren Zeit? Flucht vor der Gegenwart? ‚Das echte, einfache Leben spüren’, sagen viele Mittelalterfans.”
  • ZDF-History berichtet um 21 Uhr auf Phoenix darüber, „Warum Kolumbus zu spät kam – Die wahre Entdeckung Amerikas”. — Um 21.45 Uhr geht es weiter mit der Doku „Die ewige Jagd nach dem Gold”. „Mit aufwändigen Rekonstruktionen zeigt ‚ZDF-History’ die Geschichte des Goldes über die Jahrtausende bis heute.”
  • Über den historischen Gehalt kann man streiten, unterhaltsam ist das Mittelalter-Spektakel „Das Geheimnis der Hebamme” (BRD 2016, Regie: Roland Suso Richter) um 21.50 Uhr im SWR auf jeden Fall.
  • „Renoir” (FRA 2012, Regie: Gilles Bourdos ) – eine Künstlerbiografie als Spielfilm um 0.00 Uhr auf BR.
  • „Die Männer der Emden” (BRD 2012, Regie: Berengar Pfahl) ist ein Zweiteiler über das Schicksal einer deutschen Kriegsschiffs-Besatzung im Ersten Weltkrieg. Ihr Schiff, die SMS Emden wird im Südpazifik „von einem australischen Kreuzer unter Beschuss genommen und zerstört. Die meisten der über 300 Besatzungsmitglieder geraten in Gefangenschaft, viele andere kommen ums Leben. Doch ein Trupp von 50 Männern befindet sich während der Schlacht an Land.” Sie versuchen zurück nach Deutschland zu gelangen. Beide Teile werden in der ARD um 0.30 Uhr hintereinander ausgestrahlt.

Sonntag, 31. Juli

  • Nicht nur Stauffenberg und sein Kreis versuchten ein Attentat auf Adolf Hitler. Es gab eine Reihe von Personen, die versuchten, der Geschichte eine Wende zum Besseren zu geben. Im Frühjahr 1943 probierten es zwei Männer aus Sachsen-Anhalt. „Hitler – Ein Attentat und die Drahtzieher aus Magdeburg” läuft um 20.15 Uhr im MDR. — Um 21 Uhr erfährt der Zuschauer mehr über „Roland Freisler – Hitlers williger Vollstrecker”.
  • In der Reihe ZDF-History heißt es um 23.30 Uhr „Olympia 1936 – der verratene Traum”. „Das Berliner Olympiastadion ist ein unzerstört in unsere Gegenwart ragendes Relikt aus Hitlers untergegangenem Reich. Ein Ort der Massen bis heute – Austragungsort des DFB-Pokalfinales und Heimstätte des Bundesligavereins Hertha BSC, Leichtathletiktempel und Rock-Arena.”

Montag, 1. August

  • Das „Geheimnis Schloss Münster” beschäftigt ab 20.15 Uhr die Zuschauer auf tagesschau 24. „Die Geschichte dieses Baus begann als Hindernislauf: Münster wollte endlich ein prächtiges barockes Residenzschloss haben, so wie in anderen deutschen Länder. Doch der Fürstbischof sträubte sich – er hatte noch einige andere Fürstbistümer und sein Lieblingsschloss lag ohnehin im Rheinland. Wozu dann in Münster noch eines bauen? Dass es dann doch dazu kam, ist wohl der Hartnäckigkeit der Münsteraner zu verdanken. […] ‚Geheimnis Schloss Münster’ geht auf Spurensuche und fördert ungeahnte Geschichten zutage. Die Spuren, die die Bewohner der jeweiligen Epochen hinterließen, sind gut verborgen. Mit aufwändigen Animationen lässt der Film das Innere des einzigartigen Baus wieder auferstehen und erzählt seine überraschende Geschichte.”
  • Um 20.15 Uhr berichtet Phoenix über „Das geheime Militärkommando in Geltow”. „Als Luftkriegsschule III und Kommandozentrale der Luftwaffe wurde das Militärgelände 1936 zwischen Werder und Eiche Golm in dem kleinen Ort Geltow erbaut. Ein Flugplatz, der heute nicht mehr existiert, gehörte damals dazu. Unter dem Tarnnamen ‚Kurfürst’ sollte es vor allem Göring und seinem Stab als geheime Kommandozentrale dienen. Weniger komfortabel waren die Arbeitsbedingungen im unterirdischen Fernmeldeamt für den Oberleutnant Harro Schulze Boysen. Dessen Abteilung des Reichsluftfahrtministeriums war aus Sicherheitsgründen nach Geltow ausgelagert worden. Am 31. August 1942 verhaftete ihn die Gestapo wegen Spionage in seinem Büro.” — Um 21 Uhr folgt „Die Schorfheide – Das Jagdgebiet der Mächtigen”. „Die Schorfheide, in unmittelbarer Nähe der alten und neuen Regierungsmetropole Berlin – eine einzigartige Landschaft, in der über Jahrhunderte hinweg deutsche Herrschaftsgeschichte geschrieben wurde. An keinem anderen Ort zeigt sich das seltsame, oft im Verborgenen gebliebene Wechselspiel von Jagd und Macht so prägnant wie hier. Wer den Spuren der ‚mächtigen’ Jäger folgt, der stößt unvermittelt auf unbekannte Geschichten und Geheimnisse. Eine historische ‚Jagdstrecke’ aller Couleur tut sich dabei auf: Monarchen, Sozialdemokraten, Nazis, Kommunisten, …”
  • Die ARD sendet um 23.30 Uhr die Doku „Geheimnisvolle Orte: Das Berliner Olympiastadion”.

Dienstag, 2. August

  • N-TV zeigt den Dreiteiler „Vietnam-Krieg ohne Fronten” um 20.15 Uhr, 21.05 Uhr und 22.10 Uhr. Um 23.10 Uhr ergänzt die Doku „ The Fog of War” den Themenabend. Der US-Verteidigungsminister Robert McNamara „gibt in der preisgekrönten Dokumentation aufschlussreiche Hintergründe preis, die in den 60ern maßgeblich über die Kubakrise und den Vietnamkrieg entschieden. Die Interview-Doku zeigt emotionale Aufnahmen McNamaras, der auch mit sich selbst scharf ins Gericht geht.”
  • Passend zur Olympiade sendert RBB zwei Dokus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“. Um 20.15 Uhr geht es um „Das Berliner Olympiastadion – Von Hitlers Arena zur Spionagezentrale”. „Das Berliner Olympiastadion ist ein unzerstört in unsere Gegenwart ragendes Relikt aus Hitlers untergegangenem Reich. Ein Ort der Massen bis heute – Austragungsort des DFB-Pokalfinales und Heimstätte des Bundesligavereins Hertha BSC, Leichtathletiktempel und Rock-Arena. In Erinnerung geblieben ist es vor allem als Schauplatz der Olympischen Sommerspiele 1936. Der Filmemacher Jan N. Lorenzen erzählt – mit unbekanntem Archivmaterial und spektakulären Luftaufnahmen – von den Geheimnissen eines öffentlichen Ortes. Das Berliner Olympiastadion ist kein unschuldiges Bauwerk, sondern ein Ort mit viel Vergangenheit.“ Die Doku lief auch gestern in der ARD. — Um 21 Uhr folgt ein Bericht über „Das Olympische Dorf” der Spiele von 1936. „Das Quartier für die männlichen Athleten der XI. Olympischen Spiele 1936 in Berlin lag wenige Kilometer vor der Stadt in der Döberitzer Heide. Hier wohnten Sportler aus 49 Nationen während der Spiele, hier trainierten sie ihre Disziplinen, bereiteten sich auf die Wettkämpfe vor. ‚Dorf des Friedens‘ nannte es die deutsche Propaganda. Das Olympische Dorf wurde nach dem Weltkrieg von der sowjetischen Armee genutzt. Seit 2006 ist es wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Film erzählt die wechselvolle Geschichte des Dorfes.“
  • Archäologie auf Phoenix. Um 20.15 Uhr steht der „Tatort Eulau – Das Rätsel der 13 Skelette” im Blickpunkt. Es geht um den „spektakuläre[„n”] Fund der gut erhaltenen Steinzeitgräber in der Kiesgrube von Eulau bei Naumburg: Drei Frauen, zwei Männer und acht Kinder, vor 4500 Jahren liebevoll und zum Teil in inniger Umarmung bestattet. Weltweit zum ersten Mal konnte hier 2008 durch eine DNA-Analyse der früheste Nachweis für die Existenz einer Kernfamilie erbracht werden. Eine Sensation! Aber warum starben diese Menschen zur gleichen Zeit? Wurden sie Opfer eines Gewaltverbrechens? Wer waren sie und wie konnte dieses schreckliche Drama geschehen?” — Und um 21 Uhr folgt die Doku „Stonehenge” über „eines der bekanntesten prähistorischen Monumente. Nicht nur aufgrund des enormen Ausmaßes und der damit verbundenen baulichen Leistung. Auch zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um die Steinkreis-Anlage in England.”
  • „Seit über 700 Jahren herrschen sie über Monaco: die Grimaldis. [„…”] Ende des 13. Jahrhunderts wurden die Grimaldis nach Machtkämpfen aus der italienischen Stadt Genua vertrieben. Francesco Grimaldi, genannt ‚der Schlaue’, machte sich mit seinen Soldaten auf den Weg nach Monaco. Denn die Festung gehörte eben jener Familie, die einst die Grimaldis vertrieben hatte. Als Franziskanermönche verkleidet, gelang es Francesco und seinen Mannen die Festung im Handstreich zu nehmen. ‚Deo juvante’, ‚mit Gottes Hilfe’ soll er dabei gerufen haben. Seit 1297 ist es das Motto der Familie.” „Die Grimaldis – Weit mehr als nur Glamour”, ZDF, 20.15 Uhr.

Mittwoch, 3. August

  • „Die wilden Zwanziger” ist eine dreiteilige Dokureihe, die die legendären goldenen Jahre aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Heute geht es um 23.25 Uhr los mit dem Beitrag „Berlin und Tucholsky”. „Berlin erlebte in den 20er Jahren einen Rauschzustand aus Freiheit und Vergnügungssucht, aus Gesellschaftskritik und Freizügigkeit, gepaart mit einer vorher nie gekannten kulturellen Vielfalt. Die pulsierende Metropole zog Talente aus ganz Europa geradezu magisch an. In dieser Zeit erlebte Kurt Tucholsky einen Höhepunkt seiner Karriere. Der gebürtige Berliner gilt als einer der bedeutendsten Journalisten und Gesellschaftskritiker der Weimarer Republik.” (Arte). Fortsetzung folgt in einer Woche.

Donnerstag, 4. August

  • Aus der Reihe „Norddeutsche erinnern sich” ist auf Phoenix um 22.15 Uhr der Beitrag „Meine Flucht 1945”. „Ein großer Treck – die große Flucht in den Westen. 70 Jahre ist das jetzt her, schon einmal war Norddeutschland Ziel für Tausende von Flüchtlingen. Kati Grünig und Manfred Uhlig dokumentieren viele ergreifende Fluchtgeschichten. Traumatische Erlebnisse, über die die Betroffenen oft jahrzehntelang nicht oder nur wenig sprachen.” — Um 23 Uhr folgt „Die große Flucht – Das Schicksal der Vertriebenen”.

Freitag, 5. August

  • Phoenix hat das Abendprogramm mit lauter Geschichts-Dokus gespickt. Es geht los um 20.15 Uhr mit dem Beitrag „Ramses – Geheimnis eines Herrschers”. „Ramses II. – König von Ägypten und einer der bekanntesten und größten Herrscher seiner Zeit. Unter seiner Regentschaft (1279 – 1213 v. Chr.) gelangte das ägyptische Königreich zur kulturellen und wirtschaftlichen Blüte. Sein Name steht außerdem im Mittelpunkt vieler bedeutender antiker Schriften. Sogar in der Bibel ist von Ramses II. angeblich die Rede, der als Pharao die Geschicke seiner Untertanen just zu der Zeit gelenkt haben soll, als Moses das jüdische Volk aus der ägyptischen Gefangenschaft befreite und ins gelobte Land führte. Fällt der Exodus der Israeliten, wie ihn das Alte Testament beschreibt, aber wirklich in die Zeit Ramses II.?” — Um 21.55 Uhr folgt „Das Bronze-Kartell”, das den Aufstieg der Bronzeverarbeitung in der Menschheitsgeschichte als „Wirtschaftsboom am Mittelmeer” interpretiert. — Danach laufen vier Folgen der Reihe „Im Bann der grünen Götter”, in denen es um die Medizin in historischen Kulturen geht. Um 22.40 Uhr stehen „Die Ärzte der Pharaonen” im Blickpunkt, um 23.25 Uhr „Die Ärzte der Maharadschas”, „Die Ärzte der Maya-Könige” folgen um 0.10 Uhr, „Die Ärzte der Kalifen” schließlich um 0.55 Uhr.
  • Tagesschau 24 wiederholt zwei Dokus, die bereits in dieser Woche auf diesem oder einem anderen Sender zu sehen waren. Um 21.17 Uhr „Das Berliner Olympiastadion: Von Hitlers Arena zur Spionagezentrale”. Die Doku war am Montag in der ARD im Programm. — Um 0.10 Uhr geht es um das „Geheimnis Schloss Münster”, das der Sender bereits am Montag lüftete.

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