TV-Vorschau 21. – 27. Dezember 2013
Geschichtesfernsehen in der Weihnachtswoche bedeutet u. a. einige Historienfilme, Dokus über die Geschichte (Alt)Ägyptens und den Anfängen der Menschheit:
Samstag, 21. Dezember
- Die Geschichte der Apostel und die Wahrheit über Jesus stehen im Zentrum des Abendprogramms von N-TV. Um 20.05 Uhr erfahren wir etwas über „Das geheime Leben der Apostel“. „Der Legende nach reisten vor 2.000 Jahren zwölf gewöhnliche Männer tausende von Meilen, riskierten ihr Leben und opferten alles, was sie besaßen. Sie waren auserwählt von Jesus und sollten Gottes Botschaft überbringen. Wer waren diese Männer? Wo führte ihr Weg sie lang? Die Dokumentation folgt dem Weg der Apostel und erklärt, wie das Christentum geboren wurde.“ — Um 21.05 Uhr folgt aus der Reihe „Bibel-Geheimnisse“ zunächst der Beitrag „Die Wahrheit über Jesus“ und um 22.05 Uhr „Maria Magdalena“.
- tagesschau 24 widmet den Abend ganz dem Thema „Vor 50 Jahren – Auschwitz-Prozess in Frankfurt“. Um 20.15 Uhr geht es los mit dem Beitrag „Auschwitz vor Gericht“, der bereits in der vergangenen Woche auf mehreren Kanälen zu sehen war. Um 21.02 Uhr folgen vier Berichte aus Birkenau mit dem Titel „Über Leben in Auschwitz“. Um 22 Uhr geht es um die „Sklaven der Gaskammer“. Gemeint ist das jüdische Sonderkommando in Auschwitz. „Dieser Film erzählt die Leidens- und Überlebensgeschichten von Häftlingen des so genannten Sonderkommandos in den Krematorien von Auschwitz-Birkenau. Die jüdischen Häftlinge des Sonderkommandos lebten im innersten Zirkel der Todesmaschinerie. Die Deutschen zwangen sie, Zeugen und Helfer des Völkermordes zu sein. Primo Levi bezeichnet die Erfindung und Aufstellung der Sonderkommandos als das dämonischste Verbrechen des Nationalsozialismus.“ Und um 22.45 Uhr schließt der Themenabend mit dem Beitrag „Auschwitz (Polen)“ aus der Reihe „Erbe der Menschheit“.
- Auf Phoenix geht es um 20.15 Uhr um das Überleben nach dem Krieg im „Hungerwinter“ 1946/47. „Drei große Kältewellen werden im so genannten Hungerwinter 1946/47 in Deutschland registriert. Im Januar 1947 friert in der französischen und britischen Besatzungszone der Rhein auf 60 Kilometern zu. Die Elbe ist komplett vereist. Die Binnenschifffahrt kommt zum Erliegen und damit ein lebenswichtiger Transportweg für Nahrung und Kohle. Viele der bereits durch Unterernährung geschwächten Menschen überleben den ‚Weißen Tod‘, wie sie die gnadenlose Kälte nennen, nicht. Historiker schätzen, dass allein in Deutschland mehrere hunderttausend Menschen an den Folgen von Kälte und Hunger sterben. Erfrierungen, Krätze und Hungerödeme sind an der Tagesordnung. Tuberkulose und andere Mangelkrankheiten werden zur tödlichen Gefahr.“ — Willy Brandts 100. Geburtstag ist noch einmal um 21.45 Uhr Thema im ZDF-History: „Kanzler der Deutschen“.
- Die vierte und letzte Folge der Geschichts-Serie „Marco Polo“ läuft um 20.15 Uhr auf BR-alpha.
- „Die Geschichte einer großen Herrscherin, skrupellosen Politikerin und emanzipierten Frau: Unter der Regie des indischen Regisseurs Shekhar Kapur entstand 1998 mit ‚Elizabeth‘ ein aufwändiger Kostümfilm, der die frühen Regentschaftsjahre Elisabeth I. als Wandlungsprozess einer lebenslustigen jungen Frau in die ‚jungfräuliche Königin‘ an der Spitze eines Weltreichs schildert.“ (ZDF_neo, 23.50 Uhr).
Sonntag, 22. Dezember
- Eine geologische Zeitreise: Vom Zeitalter der Fische bis zum Ende der Dinosaurier präsentiert das ZDF mit der zweiteiligen Doku „Expedition Deutschland“ um 19.30 Uhr. „Wie ist Deutschland geworden, wie wir es heute kennen und lieben? Auf einer Reise in die Vergangenheit kann man erleben, wie sich in 500 Millionen Jahren die Erde und Deutschland verändert haben.“ Die Fortsetzung folgt in einer Woche.
- BR-alpha wiederholt um 21.45 Uhr auch die vierte und letzte Folge von „Marco Polo“. — Direkt im Anschluss folgt um 23.10 Uhr das „Interview mit der Geschichte“, diesmal mit „Rosa Luxemburg“.
- Die historisch belegte Figur der Hypatia von Alexandria gilt heute als frühe Vertreterin einer emanzipierten Weiblichkeit. Ihr tragisches Schicksal wird häufig als Beispiel für Intoleranz und eine wissenschaftsfeindliche Haltung religiöser Kreise betrachtet. Der spanische Regisseur Alejandro Amenábar, bekannt durch sein vielfach preisgekröntes Drama ‚Das Meer in mir‘, erzählt das Leben Hypatias im Rahmen eines aufwendig produzierten Historienepos:“ „Agora – Die Säulen des Himmels“ (ARD, 23.35 Uhr).
Montag, 23. Dezember
- Forscherbiographien präsentiert Phoenix ab 20.15 Uhr in dem Beitrag „ZDF-History: Die größten Abenteurer der Geschichte“. Anschließend gibt es ein Porträt des gerade verstorbenen „Nelson Mandela“ zu sehen (21 Uhr) und eine Doku über die berühmte Rede Martin Luther Kings „I have a dream“: „Traum des Martin Luther King jr.“ (21.50 Uhr).
- „Das Rote Kreuz im Dritten Reich“ ist Thema einer Doku um 21.02 Uhr auf tagesschau 24.
- Nach dem 100. Geburtstag Willy Brandts steht heute der 95. Geburtstag seines Nachfolgers als Kanzler an: „Helmut Schmidt“. Die ARD widmet ihm ab 21.45 Uhr eine ausführliche Doku.
Dienstag, 24. Dezember – Heiliger Abend
Frohe und gesegnete Weihnachten allen Lesern!
Mittwoch, 25. Dezember – Weihnachten
- Wenn auch auf den anderen Sendern heute Geschichtsdokus Mangelware sind, so hält Phoenix ein volles Abendprogramm bereit. Um 20.15 Uhr geht es los mit der dreiteiligen Doku „Der Nil“. „Erzählt wird die Geschichte des Nils aus der Sicht der alten Ägypter. Es wird gezeigt, welchen Einfluss dieser Fluss auf die Hochkultur hatte. Wir reisen 4.000 Jahre zurück in die Vergangenheit, um die Geschichte der großen Flut zu rekapitulieren.“ Nach dem ersten Teil „Königreiche am Fluss“ folgt um 21 Uhr Teil 2 „Die große Flut“ und um 21.45 Uhr sind wir im dritten Teil „Der Quelle auf der Spur“. — Aus der ZDF-History-Reihe folgt um 22.30 Uhr die Doku „Die sieben Weltwunder“. — Und um 23.15 Uhr gibt es noch den Beitrag „Apokalypse in der Bronzezeit – Das Ende der ersten Hochkulturen“.
- Die Geschichte der US-Mondmissionen lebt aus der Sicht der Austronauten auf in der Doku „In the Shadow of the Moon“ (BR-alpha, 21.45 Uhr).
Donnerstag, 26. Dezember – 2. Weihnachtsfeiertag
- Maritime Geschichte auf Phoenix. Um 20.15 Uhr geht es los mit dem Zweiteiler „Machtkampf um die Weltmeere“. Teil 1 beschreibt den „Weg zur Viertage-Schlacht“. „Historiker und Militärexperten erklären und analysieren die spannende Geschichte vom erbitterten Machtkampf der beiden größten Seemächte Europas, England und Niederlande, im 17. Jahrhundert. Mit Hilfe aufwendiger Computer-Animationen, historischer Dokumente und nachgestellten Szenen rekapituliert die zweiteilige Dokumentation die ganze Dramatik des Kampfes zwischen den gegnerischen Flotten“ — Teil 2 befasst sich dann um 21.10 Uhr mit „Religion und Politik“. „Nach der Viertageschlacht auf der Nordsee im Juni 1666 eskaliert der Englisch-Niederländische Krieg. Die siegreichen Niederländer sehen sich nun als Herrscher der Weltmeere und greifen die britische Flotte immer wieder an. Doch ihre Schiffe sind kleiner und haben weniger Kanonen als die der Engländer. Und als der niederländische Staatsmann Jan de Witt neue Taktiken ausprobiert und dabei seine Flotte unvorsichtigerweise aufteilt, zieht er in mehreren Seeschlachten den Kürzeren. Am Ende des Sommers 1666 sind die Flotten beider Länder stark dezimiert. Zehntausende Seeleute haben ihr Leben gelassen, aber der Krieg geht mit unverminderter Härte weiter.“ — Um 22.05 Uhr folgt die Doku „Mythos Kriegsmarine“. „Die Kriegsmarine hat bei vielen Deutschen bis heute einen guten Ruf. Sie gilt als Retterin von zwei Millionen Flüchtlingen aus dem Osten bei Kriegsende und als ritterliche Teilstreitkraft der Wehrmacht, die einen ‚sauberen Krieg‘ geführt hat und dem Nationalsozialismus weniger nahe stand als andere Truppenteile. Ein Mythos! Die Dokumentation untersucht, was wahr ist und was Legende. Zum ersten Mal im Deutschen Fernsehen zeichnet sie ein anderes Bild von Hitlers Kriegsmaschine, die wie die anderen Streitkräfte Bestandteil nationalsozialistischer Expansionspolitik gewesen ist.“ — Um 22.50 Uhr berichtet die Doku „Gefangen im Bittersee – Schiffsfalle Suezkanal“ von einem wenig beachteten Ereignis während der israelisch-arabischen Kriege Ende der 1960er Jahre. „Im Sommer des Jahres 1967 gerieten14 Handelsschiffe im Großen Bittersee mitten im Suezkanal zwischen die Fronten des Sechs-Tage-Krieges. Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieser Gefangenen, die aus den unterschiedlichsten Nationen stammten. Mehr als acht Jahre ankerten die Seeleute inmitten des Konfliktes zwischen Israel und seinen Arabischen Nachbarn, bis sie im Mai 1975 in ihre Heimathäfen zurückkehren konnten.“ — Zum Abschluss des Themenabends folgt noch eine Doku über die „Titanic – Der Bau des Superschiffes“.
- Ein opulentes Historiendrama, frei nach historischen Begebenheiten von den Kämpfen und Intrigen um die Thronfolge Henry II. (1133–1189) sendet der BR um 22.50 Uhr. „The Lion in Winter – Kampf um die Krone des Königs“ (USA 2003, Regie: Andrej Kontschalowski). Es handelt sich übrigens um ein Remake von von „Der Löwe im Winter“ aus dem Jahr 1968 mit Peter O’Toole und Katharine Hepburn in den Hauptrollen. Weitere Infos hier.
Freitag, 27. Dezember
- „Die Anfänge der Menschheit“ sind Thema einer dreiteiligen Doku auf Phoenix. Um 20.15 Uhr geht es „Vom Affen zum Mensch“, um 21 Uhr um die „Familienbande“ und um 21.55 Uhr heißt es „Homo sapiens, der letzte seiner Art“.
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