TV-Vorschau 24. – 30. Januar 2026

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar prägt das gesamte Wochenprogramm. Eine große Auswahl an Dokumentationen und Spielfilmen beleuchtet die Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschland unter vielen Aspekten.

Samstag, 24. Januar

  • Arte begibt sich ins alte Ägypten. Um 20.15 Uhr steht „Das Geheimwissen der Alten Ägypter: Magie & Medizin“ im Mittelpunkt. „Der Papyrus Ebers ist mit seinen etwa 3.500 Jahren das älteste vollständig erhaltene Medizinhandbuch der Welt. Auf 18,6 Metern wurden hier im alten Ägypten Rezepte niedergeschrieben. Als sich Georg Ebers 1872 auf die Suche nach der Schriftrolle macht, ist ihre Existenz fraglich und ihr sensationeller Zustand nur ein Gerücht …“ — Um 21.45 Uhr befindet man sich „Auf den Spuren der Cheops-Pyramide – Wunder der Architektur“. „Die Cheops-Pyramide gehört zu den Pyramiden von Gizeh, dem einzigen noch erhaltenen Weltwunder der Antike. Sie wird auch als ‚Große Pyramide‘ bezeichnet und wurde vor über 4.500 Jahren im westlichen Niltal, etwa 25 Kilometer von Kairo entfernt, als Grabmal des Königs Cheops erbaut. Wie konnten die Ägypter ohne moderne Werkzeuge ein so monumentales Bauwerk errichten?“
  • „Österreich – die ganze Geschichte“ geht weiter auf ARD-alpha. „Der Hexenprozess“ steht um 20.15 Uhr auf dem Programm, „Der Patient null“ um 21 Uhr (es geht um die Pest des Jahres 1679).

Sonntag, 25. Januar

  • Eine fast vergessene Geschichte aus dem Nachkriegsdeutschland, dargestellt in einem Holocaust-Drama mit August Diehl nach einer wahren Geschichte: „Plan A – Was würdest du tun?“ (BRD, ISR 2020, Regie: Doron Paz, Yoav Paz; 20.15 Uhr, ARD-alpha) mit anschließender Doku „Plan A – Die jüdischen Rächer“ (21.55 Uhr). „Max hat die Grauen des Konzentrationslagers überlebt, aber seine Familie und den Glauben an die Zukunft verloren. Getrieben von Wut und Rache schließt er sich der Jüdischen Brigade an, einer Einheit der britischen Armee, die im Geheimen Nazi-Kriegsverbrecher jagt und hinrichtet. Als die Brigade abberufen wird und Max nach Palästina auswandern soll, steht er plötzlich vor der Entscheidung: Soll er der ehemaligen Partisanin Anna nach Nürnberg folgen, wo Abba Kovner eine großangelegte Racheaktion plant, oder soll er Deutschland verlassen? Als Max sieht, wie die Deutschen ihre Vergangenheit und ihre Verantwortung ignorieren, radikalisiert er sich. Er schließt sich Kovner an, der die Aktion Nakam plant: Die Vergiftung des Trinkwassers in deutschen Großstädten, um möglichst viele Deutsche zu töten.“* — Um 22.40 Uhr folgt aus der Reihe „Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten“ ein Beitrag über „Rudolf Hofmann“.
  • Der MDR sendet zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus um 22.25 Uhr den Beitrag „Hitlers Volk – Ein deutsches Tagebuch: 1939–1945“ und um 23.55 Uhr „Im Land der Täter: Zwischen Heimat und Front“.
  • „In „Führer und Verführer“ (BRD, Slowakei 2024, Regie: Joachim A. Lang) geht es um die größten Verbrechen der Menschheit: Holocaust und Zweiter Weltkrieg. Der Film sucht auf bisher nicht gezeigte Weise Antworten auf wichtige Fragen der Geschichte: Wie konnte es den Tätern gelingen, ihre Verbrechen umzusetzen, und warum folgte die Mehrheit der Deutschen Hitler in diese Katastrophe?“ (ARD, 23.35 Uhr).

Montag, 26. Januar

  • „Darf man eine fiktive Geschichte über das reale Grauen des Holocaust erzählen? Der Ungar László Nemes wählt einen neuen Ansatz, den er ‚immersiv‘ nennt“ (TV Spielfilm). Sein Film „Son of Saul“ (Ungarn 2015) gewann unter anderem den Großen Preis der Jury von Cannes, den Golden Globe und einen Oscar. Arte, 21.55 Uhr. — Um 23.35 Uhr folgt die Dokumentation „Weltkarriere einer Lüge – Die Protokolle der Weisen von Zion“. „Sie gelten als Ursprung moderner Verschwörungserzählungen: die sogenannten Protokolle der Weisen von Zion. Obwohl bereits vor über 100 Jahren als Fälschung entlarvt, befeuern die darin verbreiteten Narrative noch heute Hass, Hetze und Gewalt. Die Dokumentation zeigt, wie eine obskure Schrift aus dem zaristischen Russland zum wesentlichen Bestandteil des modernen Antisemitismus wurde.“
  • Aus der Reihe „Lebenslinien“ berichtet um 22 Uhr im BR Eva Umlauf „Ich habe Auschwitz überlebt“. — Daran schließt sich um 22.45 Uhr der Spielfilm „Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen“ (BRD, HUN 2025, Regie: Carsten Gutschmidt) an (auch morgen im HR und übermorgen im WDR).
  • „Marko Feingolds Erlebnisse in der NS-Diktatur bestimmten sein gesamtes Leben. 1938 wurde er in Wien von den Nazis verhaftet, danach überlebte er vier Konzentrationslager.“ „Ein jüdisches Leben“, 3sat, 22.25 Uhr.

Dienstag, 27. Januar

  • 3sat widmet den Abend zwei bekannten Holocaust-Überlebenden. Um 20.15 Uhr steht der biografische Spielfilm „Rosenthal“ auf dem Programm. — Um 21.45 Uhr schließt sich die Dokumentation „Ich bin! Margot Friedländer“ an. — Um 23.20 Uhr widmet sich der Beitrag „Die drei Gerechten“ den Judenrettern Julius Madritsch, Raimund Titsch und Oswald Bousko, drei vergessene ‚Gerechte‘ aus Wien.
  • Arte beginnt den Abend mit dem Zweiteiler „Die Überlebenden – Neuanfang nach dem Holocaust“. „Die Befreiung der Konzentrationslager bedeutete für viele Überlebende keinen Neuanfang, sondern neue Ungewissheit. In „Displaced-Persons“-Camps harrten sie monate- oder sogar jahrelang aus. Ihre Berichte zeigen: Zwischen Trauma und Perspektivlosigkeit entstand eine improvisierte Welt, in der langsam neuer Lebensmut erwachte.“ Teil 1 beginnt um 20.15 Uhr, Teil 2 um 21 Uhr. — Um 21.50 Uhr erzählt der Dokumentarfilm „Der Plünderer – Das Geschäft mit der Nazi-Raubkunst“, „wie Nazi-Kunsthändler, allen voran Bruno Lohse nach 1945 jahrzehntelang mit geraubter Kunst Millionen machten, während Entrechtete vergeblich um ihr Erbe kämpften. Der Film verfolgt die Spuren vom besetzten Paris über das München der Nachkriegszeit bis in die Schweiz und zeigt, wie der globale Kunsthandel bis heute von Raubkunst profitiert.“„Das Geheimnis der Urnen von Prag“ beschließt um 23.40 Uhr den Themenabend. „Prag im Zweiten Weltkrieg: Inmitten der deutschen Besatzung wagten ein Vater und sein Sohn einen lebensgefährlichen Akt des Widerstands: Heimlich retteten sie im Krematorium Strašnice die Asche von mehr als 2.000 Opfern des Nationalsozialismus. Die Dokumentation enthüllt ein bis dato völlig unbekanntes Kapitel des Zweiten Weltkriegs.“
  • Viele von den Nationalsozialisten bedrohte Menschen richteten „Bittbriefe an den Papst“. „Pius XII. und der Holocaust“ ist das Thema um 20.15 Uhr auf Phoenix. — Um 21 Uhr richtet sich der Blick auf „Ruth Maier – Die österreichische Anne Frank“. „Ihre Tagebücher sind Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes „Memory of the World“. In ihrer Heimat Österreich aber ist sie kaum bekannt: Ruth Maier, 1920 in eine jüdische Familie in Wien geboren, schrieb akribisch Tagebuch – über ihre private Situation, aber auch die politischen Entwicklungen in Österreich vor und nach dem Einmarsch deutscher Truppen.“
  • Um 20.30 Uhr sendet der HR den Spielfilm „Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen“, der gestern bereits im BR lief und morgen im WDR laufen wird. — „Gegen das Vergessen: Helmut ‚Sonny‘ Sonneberg ist Fan von Eintracht Frankfurt, humorvoller Lebenskünstler und Holocaust-Überlebender. In diesem Film erzählt der 90-Jährige über sein Leben während des Nazi-Regimes, die Deportation ins Lager Theresienstadt, das Leben in Frankfurt davor und danach und seine Liebe zur Eintracht. Dabei trifft “Sonny” Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer und Spieler-Legende Jan-Age Fjörtoft.“ „SONNY – eine Geschichte über den Holocaust, Eintracht und Frankfurt“ (22.15 Uhr). — Der Beitrag „Wir leben weiter – Jüdisches Leben in Frankfurt nach 1945“ folgt um 22.45 Uhr. — Und um 23.15 Uhr fragt Y-History: „War mein Uropa ein Nazi?“. — „Hans Georg Calmeyer (1903–1972) war ein deutscher Jurist aus Osnabrück, der während des Zweiten Weltkrieges als ‚Rassereferent‘ der nationalsozialistischen Verwaltung in Den Haag über Leben und Tod von tausenden Menschen entschied. Die Dokumentation ‚Calmeyers Dilemma‘ beleuchtet die Frage: Hat Calmeyer niederländische Juden aktiv gerettet? Oder hat er lediglich einige vor der Verfolgung verschont?“ (23.50 Uhr). — „75 Jahre ist es her, dass der Internationale Suchdienst im nordhessischen Arolsen gegründet wurde. Viele dramatische Familiengeschichten sind durch ihn ans Tageslicht gekommen, haben Kummer und Leid erzeugt, aber auch glückliche Momente des unverhofften Wiedersehens. Wir erzählen diese persönlichen Schicksale, die nur ein Ausschnitt aus dem grauenhaften Kapitel deutscher NS-Geschichte sind. Autor Oliver Schmid hat sich auf Spurensuche begeben.“ „Größtes Archiv zu NS-Opfern wird 75“ (0.35 Uhr). — Der Film „Maries Vermächtnis“ „ist ein Statement gegen Hass und Hetze und erzählt die Geschichte der Frankfurter Unternehmerin, Stifterin und Frauenrechtlerin Marie Eleonore Pfungst (1862–1943).“
  • „Es ist eine Reise in eine dunkle Vergangenheit – und eine Erfahrung für die Zukunft. 17 Schülerinnen und Schüler aus Kirn in Rheinland-Pfalz reisen gemeinsam nach Auschwitz. Mit Neugierde, Respekt und vielen Fragen: Wie kam es zu solchen Gräueltaten? Welche Ideologie steckte dahinter und wie konnte sie entstehen? Es sind Themen, die relevanter sind denn je, mit dem Neuerstarken der extremen Rechten in Deutschland und anderen Ländern.“ „Schulfahrt nach Auschwitz“, tagesschau24, 20.30 Uhr. — Um 21.25 Uhr läuft der Beitrag „Vernichtet – Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust“. „Zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erzählt dieser Film die Geschichte einer Familie – sie wurde auseinandergerissen, deportiert und an verschiedenen Orten ermordet. Der Film führt an die Orte des Holocaust. Auschwitz, Kaunas und Treblinka. Aber auch nach Bielefeld, Berlin-Grunewald und an einen Ort mit dem Märchennamen Schniebinchen. Auschwitz ist überall.“
  • Der MDR erinnert mit der Doku „Spurensuche in Gardelegen – Das Massaker in der Isenschnibber Feldscheune“ an „eines der schwersten NS-Verbrechen wenige Tage vor Ende des 2. Weltkriegs. 1016 KZ-Häftlinge werden damals in eine Scheune bei Gardelegen getrieben. Die Scheune wird in Brand gesteckt, wer fliehen will, erschossen.“ Einer der Hauptverantwortlichen, Gerhard Thiele, lebte bis zu seinem Tod 1994 in Düsseldorf unbehelligt von der Justiz (21 Uhr). — Um 22.10 Uhr heißt es: „Rettet Auschwitz! Gedenken zwischen Massentourismus und Neubaugebiet“. „Verliert das KZ Auschwitz seine wahre Bedeutung als Symbol des Holocaust? Wird dieser Ort der Erinnerung eines Tages sogar ganz verschwinden? Auschwitz-Birkenau steht wie kein anderes Konzentrationslager der Nationalsozialisten für den planmäßigen Massenmord an Millionen Juden, Polen, Sinti und Roma und Kriegsgefangenen. Heute zählt die Gedenkstätte jährlich um die zwei Millionen Besucher aus aller Welt. Ist das noch ‚echtes‘ Gedenken oder purer Massentourismus?“ — Das Historiendrama „Martha Liebermann – Ein gestohlenes Leben“ (BRD 2022, Regie: Stefan Bühling) verbindet das Schicksal der Witwe des Malers Max Liebermann, die am Tag vor ihrer geplanten Deportation in das KZ Theresienstadt Suizid beging, mit dem wenig bekannten Solf-Kreis, einer von Frauen angeführten Widerstandsgruppe.
  • RBB erinnert an „Das Holocaust-Denkmal Berlin: Die Entstehung eines Mahnmals“. „Nach 15 Jahren kontroverser Diskussionen und politischer Auseinandersetzungen beginnt 2003 der Bau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin – auch bekannt als das Holocaust-Mahnmal. Doch bald treten Probleme auf … Die Doku-Serie blickt hinter die Kulissen und beleuchtet die vielen kleinen Konflikte, die plötzlich so groß werden, dass sie das gesamte Projekt ins Wanken bringen.“ Teil 1 läuft um 22.55 Uhr, Teil 2 um 23.25 Uhr, Teil 3 schließlich um 23.55 Uhr.
  • Der NDR sendet um Mitternacht den Film „Die Ungewollten – Die Irrfahrt der St. Louis“.
  • „Die Wannseekonferenz“ (BRD 2021, Regie: Matti Geschonnek) ist zu später Stunde um 0.15 Uhr im ZDF zu sehen.

Mittwoch, 28. Januar

Donnerstag, 29. Januar

  • Geschichtsdonnerstag auf n-tv. Zwei Folgen „Apokalypse – Der Zweite Weltkrieg“ eröffnen den Abend. Um 20.15 Uhr ist es der „Kampf um Stalingrad“, um 21.05 Uhr „Das Ende des Krieges“. — „Hitlers Panzerzug – Die rollende Festung des Diktators“ ist um 22.05 Uhr Thema. — Um 23.30 Uhr und 0.20 Uhr schließen sich zwei Folgen der Reihe „Entschlüsselt – Die geheimen Gespräche der Nazis“ an.
  • Um 22.55 Uhr zeigt 3sat den Beitrag „Jüdischer Widerstand – Nicht wie Lämmer zur Schlachtbank“.
  • „ Hannah Arendt – Denken ist gefährlich“ — Einen Blick auf Leben und Denken der großen Philosophin wirft der SWR um 23.35 Uhr. „Ein Dokumentarfilm über das furchtlose Leben der wichtigsten politischen Denkerin des 20. Jahrhunderts, Hannah Arendt, und ihre Analyse der politischen Verhältnisse. Eindrückliche Archivbilder erzählen von einem selbstbestimmten Leben zwischen Weimarer Republik und Vietnamkrieg. Arendts Worte, gesprochen von Nina Hoss, warnen mit erschreckender Aktualität vor dem Erstarken autoritärer Systeme.“

Freitag, 30. Januar

  • „Nach wahren Begebenheiten erzählt das bewegende Drama „Die Kinder der Villa Emma“ (BRD, AUT 2013, Regie: Nikolaus Leytner) von einer gefährlichen Flucht, die sich während des Zweiten Weltkriegs zugetragen hat.“ 3sat, 20.15 Uhr. — „Prag 1938: Der Londoner Börsenmakler Nicky Winton wird mit dem Elend der Flüchtlinge konfrontiert. Nicky handelt. Eine Liste soll jüdischen Kindern die Flucht nach England ermöglichen.“ „One Life – Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ (22.25 Uhr).

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