TV-Vorschau 2. – 8. März 2024
Viel Spaß bei der Auswahl der Geschichtssendungen der kommenden Woche.
Samstag, 2. März
- ARD-alpha sendet aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ den Beitrag „Der Ostbahnhof · Das Tor zum Osten Reisetempel und Geisterstation“. „Nicht nur ein Bahnhof, eine riesige Bahnanlage, eine wahre Eisenbahnlandschaft war dort im Osten Berlins entstanden, damals, im 19.Jahrhundert. Somit ist der Ostbahnhof der dienstälteste Bahnhof Berlins, die einzige verbliebene große Bahnstation Berlins aus den Anfangsjahren. Er wurde immer mal wieder umgebaut und dazu noch umbenannt: von Frankfurter Bahnhof zu Schlesischer Bahnhof zu Ostbahnhof zu Hauptbahnhof und nun wieder Ostbahnhof. Sein Bahnhofsviertel war einst übel beleumundet, später aber auch angesagte Partymeile.“ (20.15 Uhr). — Um 21 Uhr folgt der Beitrag „Der Nordbahnhof · Reisetempel und Geisterstation“.
- Auch Phoenix bringt einen Beitrag der Reihe „Geheimnisvolle Orte“. Thema ist die „Schwarze Pumpe“. „Das kleine Gasthaus ‚Schwarze Pumpe‘ in der Trattendorfer Heide war Namensgeber für den größten Braunkohlevertrieb Europas: Das Gastkombinat Schwarze Pumpe in der Lausitz. Bis zur Wende ein Moloch voller Gift, Gestank und Dreck. Das Riesenwerk steht aber auch für einen technischen Kraftakt der jungen DDR und die Euphorie der Aufbaujahre.“ (22.30 Uhr).
Sonntag, 3. März
- Die biografische Doku „Kosmonaut Nummer 1: Juri Gagarin – Triumph und Tragödie“ erinnert um 22.20 Uhr im mdr an die Anfänge der Raumfahrt und ihren großen Pionier.
Montag, 4. März
- „Habsburg und die Alpen“ ist Thema einer zweiteiligen Doku im BR (22.45 Uhr). „Die Habsburger zog es in die Natur, und ab dem 19. Jahrhundert auch in die Alpen. Franz Joseph, Erzherzog Johann und auch Kaiserin Elisabeth strebten zu den Gipfeln und wurden damit ungewollt zu Trendsettern der neu entdeckten Leidenschaft der Menschen für die Berge. In der zweiteiligen Dokumentation ‚Habsburg und die Alpen‘ geht Regisseur Christian Papke den alpinen Wegen prominenter Habsburger nach und zeigt, wie sie auf größerer Seehöhe innere Ruhe und Abstand zum Herrscheralltag gewinnen wollten. Er beleuchtet dabei auch den Imagewandel der Berge innerhalb weniger Jahre: Früher hatte man sich als Kaiser in den Prater zur Jagd kutschieren lassen und hielt das Gebirge für Teufelszeug. Mit einem Mal waren Felswände und Sturzbäche en vogue und galten als Orte der inneren Erneuerung.“ Teil 2 läuft in einer Woche.
Dienstag, 5. März
- „Amerikaner und Deutsche nach dem Krieg“ ist Thema auf Phoenix. Um 20.15 Uhr geht es um „Die Befreier“. „Am Ende des Zweiten Weltkrieges kommen US-Soldaten als Besatzer nach Deutschland. In der amerikanisch besetzten Zone herrschen Unsicherheit und Faszination den Befreiern gegenüber.“ — Um 21 Uhr ist der Blick auf „Die Schutzmacht“ gerichtet. „Am 24. Juni 1948 riegeln die Sowjets Westberlin von der Außenwelt ab. Die Westalliierten, allen voran die Amerikaner, starten die Luftbrücke. Sie wird zum Symbol einer neuen Verbundenheit.“
- „Frauen auf der Überholspur“ ist Thema der Doku „Tempo, Mut, Erfindungskraft“. Der Film „erzählt die Geschichte des Automobils aus rein weiblicher Perspektive. Diese Liaison beginnt bereits vor über 130 Jahren und besteht bis heute. Anhand zahlreicher historischer Filmaufnahmen, Fotos und Animationen begeben wir uns auf die Spuren der ersten Frauen hinterm Steuer.“ (mdr, 22.10 Uhr).
Mittwoch, 6. März
- „Emanzipation, Frauenwahlrecht – es bedurfte mutiger Frauen, um diesen Zielen näherzukommen oder sie gar zu erreichen. Der Dokumentarfilm „Suffragette: Taten statt Worte“ zeichnet den Weg der Britin Emmeline Pankhurst und ihrer Mitstreiterinnen im Kampf um die Gleichstellung der Frau nach. Noch heute ist zu erahnen, wie groß Mut und Risikobereitschaft waren, um sich gegen die Konventionen aufzulehnen.“ Arte, 20.15 Uhr.
- „Exodus? Eine Geschichte der Juden in Europa“. „Der Historiker Christopher Clark ist auf dem Weg zu bedeutenden Schauplätzen in Europa und im Nahen Osten. Er sucht nach Zeugnissen jüdischer Geschichte und antisemitischer Verfolgung. Auf seiner Spurensuche spannt Clark den Bogen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Die Geschichte der Juden ist nicht nur eine der Verfolgung. Die Dokumentation beschreibt auch die Errungenschaften, mit denen das Judentum Europas Kultur bereichert hat.“ (3sat, 20.15 Uhr).
Donnerstag, 7. März
- Der Beitrag „1945 – Schicksalsjahr der Weltgeschichte“ eröffent um 20.15 Uhr das Programm von (n-tv). — Um 21.05 Uhr folgt die Doku „Die vergessenen Todescamps der Nazis“. — „Geheimwaffen des Zweiten Weltkriegs“ beschäftigen uns um 22.05 Uhr und 23.30 Uhr. — Um 0.30 Uhr schließt sich der Film „Mauthausen – Das Todescamp der Nazis“ an.
- Die Biografien zweier großer Musiker sind Themen im mdr. Um 23.10 Uhr verfolgen wir das Leben des „Kurt Weill – Von Dessau an den Broadway“. „Die Moritat von Mackie Messer aus der „Dreigroschenoper“ ist ein Ohrwurm. Wie kaum ein anderes Lied beschwört er die ‚Goldenen‘ Zwanziger herauf, das vergnügungssüchtige Berlin aus der Zeit kurz vor dem großen Zusammenbruch, der Zeit zwischen den Weltkriegen. Nie war Deutschland mit seiner Metropole Berlin aufregender als zu dieser Zeit. Mit der ‚Dreigroschenoper‘ gelingt Kurt Weill, dem jüdischen Kantorensohn aus Dessau, ein ungeheurer Wurf. Und das ist erst der Anfang. Mit seiner Musik fängt er den Zeitgeist ein und schafft zugleich etwas Universelles, das die Zeit überdauert und heute noch berührt.“ — Um 23.55 Uhr folgt „Die geniale Schwester – Fanny Hensel, geb. Mendelssohn“. „Im Sommer 1846 ist Fanny Hensel 40 Jahre alt und steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Endlich traut sie sich, ihre Kompositionen zu veröffentlichen. Sie ahnt jedoch nicht, dass ihr keine Zeit bleibt den Erfolg zu genießen. Die Schwester des berühmten Felix Mendelssohn Bartholdy ist zwar genauso begabt wie ihr Bruder, doch für sie gelten im 19. Jahrhundert andere Regeln. Während ihm von Kindheit an eine musikalische Karriere offensteht, wird Fanny in die Rolle der Hausfrau und Mutter gedrängt.“
- „Dass der spanische Diktator Franco nach dem Bürgerkrieg mehr als 100.000 Regimegegner umbringen ließ, ist von Historikern ausführlich dokumentiert. Ein anderes Verbrechen blieb jedoch bis vor kurzem weitgehend unbekannt: Organisierter Kindesraub. In den ersten Jahren der Diktatur ideologisch motiviert, entwickelte er sich bald zu einem lukrativen Geschäft, in das Ärzte, Anwälte, und vor allem die römisch-katholische Kirche verwickelt waren.“ „Kinderraub – Ein dunkles Kapitel der katholischen Kirche“, HR, 23 Uhr.
Freitag, 8. März
- Um 20.15 Uhr erinnert der WDR an „Die wilden Jahre – Unser Land in den 70ern“.
- Phoenix betrachtet dagegen ausführlich mit einem Dreiteiler „Die 90er – Jahrzehnt der Chancen“. Um 20.15 Uhr geht es los mit „1990–1992: Einheitsrausch und Eierwürfe“. — „1993–1996: Loveparade und Börsenfieber“ schließt sich um 21 Uhr an. — Dem Abschluss bilden die Jahre „1997–1999: Bimbeskanzler und Arschgeweih“ (21.45 Uhr).
- Der mdr sendet um Mitternacht das Historiendrama „Lotte am Bauhaus“ (BRD 2019, Regie: Gregor Schnitzler). „Weimar 1921: Das Leben der 20-jährigen Lotte Brendel als Ehefrau und Mutter an der Seite eines Mannes, der den elterlichen Tischlereibetrieb übernimmt, scheint vorbestimmt zu sein. Doch die eigenwillige und künstlerisch begabte Lotte schließt sich einer Gruppe junger Künstler an, bewirbt sich am Bauhaus und wird angenommen.“
Schreibe einen Kommentar