TV-Vorschau 31. August – 6. September 2019
Die Ur- und Frühgeschichte der amerikanischen Ureinwohner wird weiter erzählt, der Abzug der Alliierten aus dem geeinten Deutschland und vor allem der Beginn des Zweiten Weltkriegs stehen im Mittelpunkt der Geschichtssendungen der kommenden Woche. Aber es gibt noch viel mehr. Viel Spaß bei der Auswahl.
Samstag, 31. August
- N-TV beschäftigt sich mit „Hitlers Nachkriegsplan“. Um 20.15 Uhr geht es um die „Gleichschaltung eines Volkes“, um 21.05 Uhr um „Freizeitüberwachung“, um 22.05 Uhr um „Transportwege des Reichs“. — „Giganten der Geschichte – Die Terrakotta-Armee“ stehen um 23.10 Uhr auf dem Programm, um 0.10 Uhr „Das Kolosseum“ und um 1.10 Uhr „Die Felsenstadt Petra“.
- Auf Arte geht die Doku-Reihe „Native America“ weiter. Teil 3 „Städte des Himmels“ läuft um 20.15 Uhr, Teil 4 schließt die Reihe mit dem Titel „Kampf um die Neue Welt“ um 21.05 Uhr ab.
- Vor 80 Jahren begann der erste Weltkrieg. Anlass für RBB den berühmten Film „Der große Diktator“ (USA 1940, Regie: Charles Chaplin) mit Charlie Chaplin in der Hauptrolle zu zeigen. — Um Mitternacht folgt mit „Sein oder Nichtsein“ (USA 1942, Regie: Ernst Lubitsch) eine zweite zeitgenössische filmische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Krieg. „Europa, 1939: Im von deutschen Truppen besetzten Warschau schließt sich eine Gruppe renommierter Shakespeare-Darsteller der Widerstandsbewegung an. Der nach London geflüchtete polnische Leutnant Sobinski bringt versehentlich einen Nazi-Spion auf die Fährte der Truppe. Um einer Verhaftung zu entgehen, hecken die Schauspieler einen tollkühnen Plan aus, um den Spion, die deutsche Gestapo und schließlich sogar Adolf Hitler höchstpersönlich nach allen Regeln der (Schauspiel-)Kunst an der Nase herumzuführen.“
- Tagesschau 24 erinnert um 20.15 Uhr an den Abzug der russischen Truppen aus Deutschland im Jahr 1994. „Als die Russen kamen … und gingen“. — Um 21.02 Uhr folgt aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ der Beitrag „Klein-Moskau in Karlshorst“. — Eine „Brandkatastrophe im Waffenlager“ im Jahr 1977 gedenkt eine Doku um 21.45 Uhr.
- Auch Phoenix erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Um 20.15 Uhr steht der „Sommer ’39“ im Blickpunkt. — Es folgt der Zweiteiler „Zweiter Weltkrieg“. 21.45 Uhr „Der erste Tag“. Um 22.30 Uhr folgt der zweite Teil: „Das erste Opfer“. — In der Reihe ZDF-History ist um 34.45 Uhr noch „Hitlers England“ zu sehen.
- ARD-alpha erzählt die Geschichte von „Hitlers Blitzkrieg“ weiter. Um 22.30 Uhr „Der Weg nach Dünkirchen“ und um 23.15 Uhr „Waffenstillstand“.
Sonntag, 1. September
- N-TV startet den Abend mit zwei Folgen der Reihe „Wendepunkte des Zweiten Weltkriegs“. Um 20.15 Uhr ist es der „Blitzkrieg“ und um 21.05 Uhr der „Kampf über England“.
- Heute vor 80 Jahren begann der Zweite Weltkrieg mit dem deutschen Überfall auf Polen. Arte sendet einen Themenabend. Um 20.15 Uhr läuft die Doku „Polen 39. Wie deutsche Soldaten zu Mördern wurden“. „Bereits im Polenfeldzug 1939 eröffnet die Wehrmacht einen Vernichtungskrieg – auch gegen die Zivilbevölkerung. Anlässlich des 80. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkriegs geht die Dokumentation der Frage nach, wie in kürzester Zeit aus ‚ganz gewöhnlichen Männern‘ Kriegsverbrecher werden konnten – und warum einige Wenige sich dem mörderischen Geschehen doch widersetzt haben.“ — Bereits gestern war die Doku „Sommer ’39“ im Programm von Phoenix, heute um 21.05 Uhr auch auf Arte.
- Die Doku „Agfa 1939 – Meine Reise in den Krieg“ lief die letzten Tage schon mehrfach. Heute um 22.25 Uhr im MDR. — Der Beitrag „Für Goebbels an der Kamera“ folgt um 23.10 Uhr. „Zwei brennende Fragen lassen Gotthard Schnabel nicht los. Hat sein Vater Erich im Warschauer Ghetto im Auftrag von Joseph Goebbels gefilmt? Und war er, wie Dresdner Zeitzeugen berichten, tatsächlich einer der schlimmsten Nazis der Stadt?“ — Um 23.40 Uhr stellt sich die Frage „Hitlers Vorzeige-Pilot – Wo ist Vater geblieben?“.
- Das ZDF liefert um 23.55 Uhr Wissen kompakt oder „Der Zweite Weltkrieg – Das sollten Sie wissen“. „Zum 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges zeigt ‚ZDF-History‘ kompakt und umfassend, was in sechs Kriegsjahren passierte und wie dieser Krieg die Welt veränderte.“
Montag, 2. September
- ARD-alpha widmet den TV-Abend dem Thema 100 Jahre Bauhaus. Um 20.15 Uhr läuft die Doku „Bauhausfrauen“. „Die Dokumentation wirft einen ganz neuen Blick auf den Mythos Bauhaus und erzählt die Geschichte vom Bauhaus aus einer anderen Perspektive. Aus der der Frauen, die mit dem Versprechen auf ein neues, befreites Leben und Arbeiten voller Illusionen und Hoffnungen ans Bauhaus kamen – und mit alten Rollenbildern kollidierten.“ — Um 21 Uhr folgt „Shalom Bauhaus“. „In keiner Stadt der Welt stehen so viele Bauhaus-Bauten wie in Tel Aviv. Der Stadt, die wörtlich übersetzt ‚Frühlingshügel‘ heißt. Insgesamt 4000 dieser Gebäude errichteten Architekten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern in den 1930er- und 1940er-Jahren nach der Philosophie der Bauhaus-Bewegung aus Dessau: Ausgewogenheit statt Symmetrie. Form folgt Funktion. Lebensqualität statt Statusschnörkel.“ — Über die Errichtung eines Bauhaus-Museums in Weimar berichtet der Film „Ein neues Haus fürs Bauhaus“ um 21.30 Uhr.
- In Nachlässen verbergen sich oft wichtige Quellen nicht nur zur persönlichen Geschichte der Verstorbenen, sondern zur Geschichte allgemein. Der Dokumentarfilm „Nachlass“ nimmt dies zum Anlass, über die Aufarbeitung oder Verdrängung der NS-Vergangenheit zu reflektieren. „In Gesprächen mit sieben Nachkommen von NS-Tätern und Opfern geht der Film ihren Bewältigungsversuchen der unfasslichen Verbrechen nach, getrieben von dem Wunsch, sich von der Last verdrängter Schuld zu befreien.“ (3sat, 22.25 Uhr).
- Kunstgeschichte im NDR. „Der jüdische Maler Max Liebermann revolutionierte die Kunst in Deutschland. Nach dem Vorbild französischer Impressionisten wurde er zum Pionier der modernen Malerei.“ „Max Liebermann – Der Weg in die Moderne“ (23.15 Uhr).
- Das Schloss „Neuschwanstein“ und seine Geschichte sind Thema der neuen Folge der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um Mitternacht in der ARD.
- Theatergeschichte im WDR: „100 Jahre Aufregung – Das Bochumer Schauspiel feiert Jubiläum“ um 0.05 Uhr.
Dienstag, 3. September
- Arte erinnert um 20.15 Uhr mit dem Film „Ein seltsamer Krieg“ an den Frankreichfeldzug 1939/40. — Um 21.50 Uhr beleuchtet „Eine blonde Provinz – Polen und der deutsche Rassenwahn“ ein besonders Kapitel des Zweiten Weltkriegs. „Ohne Kriegserklärung marschierte die deutsche Wehrmacht am 1.9.1939 in Polen ein. Im Zuge einer großangelegten ethnischen Säuberung wurden Tausende Juden und Christen aus ihrer Heimat vertrieben und getötet. Im Westen Polens planten die Nazis eine ‚blonde Provinz‘ …“
- „Der Film „Werner G. – Der Kopf der Gladow-Bande“ erzählt die Geschichte von Werner Gladow, dem berüchtigten Berliner Bandenchef, der im Alter von 17 Jahren eine der ‘erfolgreichsten’ und erbarmungslosesten Verbrecherbanden der Nachkriegszeit anführte. Erzählt wird auch die Geschichte orientierungsloser Jugendlicher, die Halt und Anerkennung in einer kriminellen Gruppierung suchten. Gladow, fasziniert durch die Lektüre über den legendären Gangster Al Capone, hielt Ende der vierziger Jahre mit seinen Komplizen die Berliner Polizei in Atem. Über 350 Straftaten, darunter zwei Morde und 15 Mordversuche, gingen schließlich auf das Konto der Bande.“ (Tagesschau 24, 20.15 Uhr).
- Auf RBB geht es um 20.15 Uhr um „Geheimnisvolle Orte“, konkret steht „Der Rote Platz“ in Moskau im Mittelpunkt der Doku. — Um 21 Uhr folgt der erste Teil des Zweiteilers „Der große Abzug – Die Alliierten gehen“.
- Auch in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ geht es um 21 Uhr auf Phoenix um den „Bogensee – Goebbels Villa & Hochschule der FDJ“.
- Die zweite und abschließende Folge der Doku „Kriegskinder“ erinnert an die Zeit der Luftangriffe auf deutsche Städte. „Mit den Bomben kam die Angst“ (22.05 Uhr, MDR).
- „Sowohl der Lazarus-Orden als auch der Souveräne Malteserorden gründeten sich um 1098 in einem Leprakrankenhaus, um Verwundete sowie Kranke zu versorgen. Beide entwickelten sich erst später zu kirchlich anerkannten Ritterorden. Während der Lazarus-Orden nach der Französischen Revolution aufgelöst wurde, existieren die Souveränen Malteser bis heute. Die Doku erzählt die außergewöhnliche Geschichte der edelsten Ritter überhaupt.“ Die Doku „Gotteskrieger – Die Hospitaliter“ erzählt um 22.10 Uhr auf N-TV von dieser Geschichte.
Mittwoch, 4. September
- „Bis heute, über 70 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus, gehen Kinder und Enkel auf Spurensuche und fragen sich, wie ihre Eltern und Großeltern zu Hitler und zur NS-Ideologie standen.“ 3sat dokumentiert dies in dem Beitrag „Vater, Mutter, Hitler – Vier Tagebücher und eine Spurensuche“ um 20.15 Uhr.
- „Damals in Österreich – Unsere Ernährung“ ist Thema um 21 Uhr auf ARD-alpha.
- Der BR sendet die biografische Doku „König Ludwig II. von Bayern – Der einzig wahre König“ um 22 Uhr.
- Literaturgeschichte auf Arte: „Fallada – Im Rausch des Schreibens“ um 0.20 Uhr.
Donnerstag, 5. September
- Arte startet heute die ersten drei der sechs Folgen der Serie „Die Neue Zeit“ über die Geschichte des Bauhaus. Teil 1 „Nach dem Krieg“ (gemeint ist der Erste Weltkrieg) beginnt um 20.15 Uhr, Teil 2 „Der Prinz von Theben“ um 21 Uhr. Teil 3 „Die Märzgefallenen“ folgt um 21.45 Uhr.
- Bauhaus im MDR. „Der Film „Paul Klee und das Bauhaus“ geht [„um 23.05 Uhr“] gemeinsam mit Alexander Klee, dem Enkel, an die Orte, an denen sein Großvater Paul Klee gearbeitet hat: die ‚Bauhäuser‘ in Weimar und Dessau. Klees Leben und Wirken während seiner Bauhaus-Zeit wird an sehr authentischen Orten filmisch auferstehen.“ — Anschließend folgt der Spielfilm „Lotte am Bauhaus“ (BRD 2019, Regie: Gregor Schnitzler) um 23.35 Uhr.
Freitag, 6. September
- Auf ARD-alpha erzählt das Drama „Marie Curie“ (POL, FRA, BRD 2016, Regie: Marie Noelle) das Leben der berühmten Wissenschaftlerin (20.15 Uhr).
- „Der Zoologische Garten“ in Berlin ist Thema der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 21.17 Uhr auf Tagesschau 24. Er „feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Jubiläum. Damit ist er der älteste Zoo Deutschlands – und der artenreichste der Welt. In Berlin kennt ihn jeder und doch ist seine Geschichte fast unbekannt. Dabei war und ist sie eng verbunden mit den dramatischen Ereignissen Berlins.“
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