TV-Vorschau 3. – 9. November 2018

Der 9. November fällt in die kommende Woche, das markanteste Datum der Deutschen Geschichte. Entsprechend voll ist auch das TV-Programm.

Samstag, 3. November

Sonntag, 4. November

  • In der Reihe Terra X geht der Historiker Christopher Clarke um 19.30 Uhr im ZDF der Frage nach: „Exodus? – Eine Geschichte der Juden in Europa“ (lief bereits in der vergangenen Woche auf 3sat). Der zweite Teil folgt am (Achtung!) Dienstag. — Um 23.45 Uhr läuft aus der Reihe „ZDF-History“ „Verwüstet, zerstört, entrechtet: Das Novemberpogrom 1938“. „Die Pogrome gegen deutsche Juden vor 80 Jahren waren geprägt von Hass und Gewalt. Wie war ein solcher Zivilisationsbruch möglich?“
  • Dem Wilden Westen widmet N-TV sein Abendprogramm. Um 20.15 Uhr geht es los mit „Western-Legenden: Billy the Kid“, gefolgt von „Western-Legenden: Jesse James“ (21.05 Uhr). Um 22.10 Uhr lernen wir dann „Das wahre Leben der Sheriffs“ kennen.
  • Sie begann in Deutschlands Norden, die Revolution. „1918 Aufstand der Matrosen“ erzählt um 20.15 Uhr im NDR von diesem Fanal: „3. November 1918: Auf den Straßen Kiels fallen Schüsse, Militäreinheiten eröffnen das Feuer auf demonstrierende Matrosen. Sieben Menschen sterben, 29 werden verletzt. Es ist der blutige Höhepunkt des Kieler Matrosenaufstandes und der letzte Auslöser für die revolutionäre Bewegung, die kurz darauf das ganze deutsche Reich erfasst und zum Sturz der Monarchie führt.“ (Lief letzte Woche schon auf Arte).
  • Das Historiendrama „Elizabeth“ (GB 1998, Regie: Shekhar Kapur) schildert das Leben der englischen Königin (20.15 Uhr, Arte). Die passende Doku „Elizabeth I. – Mörderin auf dem Thron“ folgt um 22.10 Uhr.
  • Die „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ sind auch im MDR zu sehen. Um 22.25 Uhr „Der Aufbruch“ und um 23.10 Uhr „Die Front“. Die letzten beiden Folgen sind dann in einer Woche zu sehen.
  • In das späte 4. Jahrhundert führt der Spielfilm „Agora – Die Säulen des Himmels“ (ESP 2009, Regie: Alejandro Amenábar). „In der Metropole Alexandria unterrichtet die Griechin Hypatia an der legendären Bibliothek der Stadt Mathematik, Philosophie und Astronomie. Die Wissenschaft bedeutet der jungen Frau alles, für die politischen und religiösen Konflikte ihrer Zeit interessiert sie sich kaum. Dennoch wird sie unweigerlich in die immer dramatischeren Auseinandersetzungen zwischen den Heiden, zu denen sie selbst gehört, und dem aufblühenden Christentum hineingezogen.“ (ARD, 0.05 Uhr).

Montag, 5. November

  • „Im Jahr 1900 wurde in Österreich-Ungarn ein riesiges Alpenbahn-Bauprogramm gestartet: die Transalpina. Der Film ‚Von den Alpen an die Adria‘ aus der Reihe ‚Auf den Schienen des Doppeladlers‘ beleuchtet das Mammutrojekt.“ (3sat, 20.15 Uhr). Um 21.05 Uhr folgt ebenfalls aus dieser Reihe der Beitrag „Der Weg nach Westen“. — Die ersten beiden Folgen der vierteiligen Doku-Reihe „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ laufen um 22.25 Uhr („Der Aufbruch“) und 23.10 Uhr („Die Front“).
  • Bereits vergangene Woche porträtierte Phoenix den früheren US-Präsidenten Richard „Nixon – Arroganz der Macht“. Heute sind die beiden Teile der Doku nochmals zu sehen, „Der Weg zur Präsidentschaft“ um 20.15 Uhr und „Der Vietnam-Krieg“ um 21 Uhr.
  • Im November richtet sich der Blick auch immer auf die NS-Progrome des Jahres 1938. In diesem Jahr sind es 80 Jahre her, dass die Synagogen in Deutschland angezündet wurden. Der WDR erinnert daran um 23.20 Uhr mit der Doku „November ‘38 – Als (auch) im Westen die Synagogen brannten“.
  • In der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ stellt die ARD um 23.30 Uhr „Die Synagoge mit der goldenen Kuppel“ vor. „Als die ‚Neue Synagoge‘ 1866 eingeweiht wurde, kam selbst der preußische Ministerpräsident und spätere Reichskanzler Bismarck und war beeindruckt vom Bau mit der goldenen Kuppel. Diese Synagoge erinnerte – ganz bewusst – an die spanische Alhambra. Ein Wunder der Baukunst und der Politik. Die ‚Neue Synagoge‘ war ein sichtbares Zeichen der Toleranz und Akzeptanz gegenüber Juden und gleichzeitig eine Provokation für Antisemiten: Sie war ein Symbol für das Selbstbewusstsein der jüdischen Gemeinschaft.“

Dienstag, 6. November

  • Ausnahmsweise sendet das ZDF eine Terra X-Folge nicht an einem Sonntag. Der zweite Teil der Geschichte der Juden in Europa mit dem Titel „Exodus? – Antisemitismus in Europa“ ist um 20.15 Uhr zu sehen.
  • Die MDR Zeitreise“ startet wieder um 21.15 Uhr. — „Jahrzehnte und Jahrhundertelang hatten Juden und Nichtjuden in Dörfer und Städten Mitteldeutschland Seite an Seite gelebt. Die Nachbarschaft kennzeichneten mittelalterliche Pogrome, Ausgrenzungen, aber auch lange Phasen friedlichen und fruchtbaren Zusammenlebens. Die eindrückliche Dokumentation „Wir waren doch Nachbarn“ von Uli Wendelmann und Denis Kliewer beleuchtet auf exemplarische Weise den Ablauf und die Auswirkungen der Reichspogromnacht in Ostdeutschland. Denn es war nicht nur eine Nacht, vielerorts dauerten das Wüten, der Mob, der Terror über eine Woche.“ (22.05 Uhr).
  • Gestern in der ARD, heute um 20.15 Uhr auf RBB: „Die Synagoge mit der goldenen Kuppel“ aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte. — Um 21 Uhr folgt die Doku zur Serie: „1929 – Das Jahr Babylon“.
  • 3sat blickt an diesem Abend ausführlich auf den Ersten Weltkrieg. Zunächst steht um 20.15 Uhr „Das Attentat – Sarajevo 1914“ (AUT, BRD 2014, Regie: Andreas Prochaska) und damit der Beginn des Kriegs im Blickpunkt. — Später folgen die Teile 3 „Die Heimat“ (22.25 Uhr) und 4 „Die Entscheidung“ (22.10 Uhr) der Reihe „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“. — Um 23.55 Uhr schildert der Film „Der Landesverrat – Wie ein Romand im Ersten Weltkrieg die Neutralität rettet“ (CH 2015, Regie: Hansjürg Zumstein) eine Episode des Ersten Weltkriegs aus der neutralen Schweiz.
  • Mit dem Film „Theresienstadt – Musik als Zuflucht“ erinnert der BR um 0.15 Uhr an den bewussten Einsatz von Kultur im KZ Theresienstadt, um die Weltöffentlichkeit und besonders das Rote Kreuz von den wahren Lagerzuständen abzulenken. „Die Kamera begleitet Alice Herz-Sommer und Coco Schumann (zwei Theresienstadt-Überlende) auf ihrem Erinnerungsweg zurück in eine schreckliche Vergangenheit und lässt den Zuschauer mit detaillierten Beschreibungen des Ghetto-Alltags hautnah an der Reise voller intimer, schmerzhafter Erinnerungen und Gefühle teilhaben. Musik von Komponisten, die in Theresienstadt interniert waren, unter ihnen Ilse Weber, Karel Svenk, Robert Dauber, Viktor Ullmann und Pavel Haas, ergänzt die Interviews und Rundgänge auf beeindruckende Weise.“

Mittwoch, 7. November

  • Das Historiendrama „Clara Immerwahr“ (BRD 2014, Regie: Harald Sicheritz) erzählt die wahre, aber tragisch scheiternde Emanzipationsgeschichte der ersten promovierten Chemikerin Deutschlands und stellt gleichzeitig die Frage nach Moral in der Wissenschaft (3sat, 20.15 Uhr). — Um 22.25 Uhr folgt der historische Spielfilm „Westfront 1918“ (Deutschland 1930, Regie: Georg Wilhelm Pabst). „Vier Infanteriesoldaten durchleben den Ersten Weltkrieg von der euphorischen Zeit des Kriegsbeginns bis zur zermürbenden und aussichtslosen Endphase der grausamen Grabenkämpfe. – Der frühe Tonfilm ist ein schonungslos realistisches Dokument des Antimilitarismus und wurde daher schon im April 1933 verboten.“ — Um 23.55 Uhr geht es um „Die Propagandaschlacht im Ersten Weltkrieg“. „Der Erste Weltkrieg ist als erster Krieg ein globales Medienereignis, ein Kampf um Bilder und Begriffe. […] Der Film zeigt eine große Fülle der heute verfügbaren Propagandamaterialen wie Kriegswochenschauen, Propagandaspielfilme, Plakate, Flugblätter, Spielzeuge sowie Kinder- und Schulbücher aus allen beteiligten Ländern. Die fatalen Inhalte dokumentieren und veranschaulichen die Mechanismen der Verfälschung und Verteufelung des jeweiligen Kriegsgegners.“

Donnerstag, 8. November

Freitag, 9. November

  • Die Wiederholung des Beitrags „Die Synagoge mit der goldenen Kuppel“ der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ (lief am Montag in der ARD) ist um 21.17 Uhr auf Tagesschau 24 zu sehen.
  • Am Jahrestag des Kieler Matrosenaufstandes stehen natürlich „100 Jahre Weimarer Republik – Eine Zeitreise mit Guido Knopp“ im Blickpunkt. „Genau 100 Jahre nach dem Beginn der ersten deutschen Demokratie begibt sich der bekannte Fernsehhistoriker Prof. Guido Knopp auf Spurensuche an geschichtlich bedeutsame Orten in ganz Deutschland. In ausführlichen Gesprächen mit Fachleuten und Nachfahren von politischen Akteuren möchte er mehr über die erste deutsche Republik erfahren: Wie wird die Weimarer Republik heute in der Gesamtschau der deutschen Geschichte bewertet?“ (Phoenix, 20.15 Uhr). — Der Zweiteilier „Wir in den wilden Zwanzigern“ schließt sich an. „Charleston, Bubikopf, verruchte Schönheiten und smarte Gigolos – Mode und Style der ‚Goldenen Zwanziger‘ sind heute wieder im Trend. Doch was stimmt von unserem Bild? Wie haben die Menschen zwischen Rhein und Ruhr damals wirklich gelebt? Wie sah ihr Alltag aus? Wovon haben sie geträumt, was konnten sie sich leisten?“ „Teil 1 Aufbruch aus dem Chaos“ um 21.15 Uhr, „Teil 2 Goldene Jahre“ um 22 Uhr.
  • Am heutigen Tag jährt sich nicht nur der Aufstand gegen den Krieg zum hundertsten Mal, es ist auch genau 80 Jahre her, dass in Deutschland die Synagogen niedergebrannt wurden. ARD-alpha erinnert daran. Um 20.15 Uhr beleuchtet die Filmdokumentation „Wir waren doch Nachbarn“ „auf exemplarische Weise den Ablauf und die Auswirkungen der Pogromnacht am 9. November 1938 in Ostdeutschland. Wer waren Täter und Opfer vor Ort, wer Helfer und Zuschauer? Warum brannte die Synagoge in Suhl, in Görlitz jedoch nicht? Wie lief die Reichspogromnacht auf dem Dorf, in Kleinstädten wie Themar ab?“ (lief bereits am Dienstag im MDR) — Um 21 Uhr folgt der Beitrag „Synagogen – Monumente gegen das Vergessen“. Danach sind die gesamte Nacht hindurch Beiträge der Reihe „Zeuge/in der Zeit“ zu sehen (Details siehe „hier“).
  • Der Erste Weltkrieg war auch ein Krieg neuen Typs. Neue Waffen, neue Strategien und Taktiken wurden von allen Seiten ausprobiert und angewendet. Der Krieg aus der Luft war ein Novum. „1914–1918 – Der moderne Krieg“ stellt um 23.50 Uhr auf 3sat diese Seite des Ersten Weltkriegs dar.

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