TV-Vorschau 8. – 14. September 2018

Der Dreißigjährige Krieg, die Geschichte der Psychoanalyse, die Zeit zwischen den Weltkriegen und einige Beiträge zum Denkmalschutz stehen in der kommenden Woche auf dem Programm. Viel Spaß bei der Auswahl.

Samstag, 8. September

  • Gleich fünf „Giganten der Geschichte“ bietet das N-TV-Programm. Um 20.15 Uhr „Die Maya-Pyramide“, um 21.05 Uhr „Die Felsenstadt Petra“, gefolgt von „Stonehenge“ um 22.05 Uhr. „Schottlands Schicksalsburg“ Sterling Castle ist um 23.05 Uhr an der Reihe, ehe der „Palace of Westminster“ um 0.10 Uhr den Reigen beschließt.
  • Arte präsentiert um 20.15 Uhr den „Mythos Gotthard – Pass der Pioniere“. „An kaum einem anderen Ort in den Alpen liegt so viel High Tech neben Naturgewalt wie am Gotthardmassiv. Der Film erzählt die spannende Geschichte seiner Erschließung – vom kleinen Pfad durchs Hochgebirge bis hin zum längsten Eisenbahntunnel der Welt.“
  • Psychoanalyse ist Thema des Abends auf Tagesschau 24. Und die Geschichte der Psychoanalyse wird um 21.30 Uhr in der Doku „Schmutzige Götter – Geschichte der Psychoanalyse in Berlin“ vorgestellt. „Die Geschichte der Psychoanalyse verknüpft sich im öffentlichen Bewusstsein vor allem mit Wien. Doch es ist vielmehr Berlin, das für den Beginn des ‚Jahrhunderts der Psychoanalyse‘ steht. Die Reichshauptstadt ist der zentrale Schauplatz für die Entstehung der Psychoanalyse in Deutschland. Hier kommt es in der Kaiserzeit zu prägenden Begegnungen zwischen Sigmund Freud und Pionieren der noch jungen Disziplin. Der Film folgt den Spuren Sigmund Freuds in Berlin und schildert die psychoanalytischen Verknüpfungen zwischen Wien und Berlin.“
  • In der vergangenen Woche präsentierte der WDR die Weltkulturerbeschätze Nordrhein-Westfalens. Heute ist Hessen dran. Um 21.45 Uhr stellt die Doku „Schätze der Menschheit in Hessen – Eine Reise zum Welterbe“ sie vor (HR).
  • In der Wiederholung der ZDF-History-Folge vom vergangenen Sonntag zeigt Phoenix um 23.15 Uhr den Beitrag „Die Ritter“.

Sonntag, 9. September

  • Der Beginn des Dreißigjährigen Krieges jährt sich in diesem Jahr zum 400. Mal. Terra X hat dazu einen Zweiteiler prudziert, dessen erster Teil heute um 19.30 Uhr im ZDF zu sehen ist: „Tagebücher des Überlebens“. „In neu entdeckten ‚Ego-Dokumenten‘ berichten einfache Menschen von ihrem Leben im Dreißigjährigen Krieg. Der Zweiteiler schafft über diese Tagebücher einen neuen Zugang zum epochalen Krieg und gibt den einfachen Menschen ein Gesicht und eine Stimme.“ Der zweite Teil läuft dann in einer Woche.
  • Denkmalschutz braucht viel Engagement und nicht weniger Geld. Seit rund 30 Jahren gibt es hierfür eine Stiftung: „Meister gegen den Verlust – 30 Jahre Deutsche Stiftung Denkmalschutz“ (23.55 Uhr, MDR). „Es ist eine Erfolgsgeschichte, geboren aus Ruinen: die Story der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die vor nunmehr 33 Jahren in Bonn von einflussreichen Wirtschafts-Bossen, privaten Mäzenen und Bundespräsident Richard von Weizsäcker aus der Taufe gehoben wurde. Aus damals 500 000 DM Stiftungskapital sind mittlerweile 500 Millionen Euro geworden! Bis zu 5000 Einzelobjekte konnten gefördert und somit vor Verlust und Vergessen gerettet werden.“ Ein Beitrag zum heutigen „Tag des offenen Denkmals“.

Montag, 10. September

  • N-TV hat zunächst wieder zwei „Giganten der Geschichte“ im Programm. Zunächst „Der Kölner Dom“ um 20.15 Uhr, um 21.05 Uhr dann „Das Kolosseum“. — Später folgen aus der Reihe „Imperien der Vergangenheit“ Beiträge über „Die Griechen“ (22.10 Uhr) und „Die Römer“ (23.05 Uhr).
  • „Der deutsche Abenteurer Gunther Plüschow unternimmt 1929 als Erster wagemutige Flüge über Feuerland in Südamerika. Doch seine Leidenschaft wird ihm zum Verhängnis. Fast 90 Jahre später folgt der Expeditionsreisende Arved Fuchs in Patagonien den Spuren des Flugpioniers, der zu Lebzeiten durch seinen Dokumentarfilm ‚Silberkondor über Feuerland‘ und seine Bücher ein Medienstar war – heute aber in Vergessenheit geraten ist.“ Die Doku „Der Flieger von Feuerland – Auf den Spuren eines deutschen Pioniers“ erinnert um 20.15 Uhr auf Phoenix an ihn.
  • Das biografische Drama „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“ über die Befreiung Südafrikas vom Apartheid-Regime ist um 23.15 Uhr im NDR zu sehen.
  • Letzte Woche bereits auf Arte, heute um 23.30 Uhr in der ARD: „Friedensgespräche – Die Oslo Tagebücher“ über die Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern, die die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander nährten wie nie zuvor und danach.

Dienstag, 11. September

  • Die achtteilige Doku-Serie „Krieg der Träume – 1918–1939“ zeigt anhand von autobiografischen Dokumenten die Geschichten von 13 Persönlichkeiten, die die Jahre zwischen den beiden Weltkriegen miterlebt und mitgeprägt haben. Wie Regisseur Peter dabei Spielszenen mit historischen Filmaufnahmen kombiniert, ist große Doku-Kunst und unbedingt sehenswert! (TV Spielfilm). Arte zeigt heute und an den nächsten beiden Abenden alle acht Folgen. Es geht los um 20.15 Uhr mit „Überleben“, gefolgt von „Frieden“ um 21.05 Uhr und „Entscheidungen“ um 22 Uhr.
  • „Die Havelschlösser von oben“ betrachtet RBB um 20.15 Uhr. „Preußens Könige und Prinzen schätzten schöne Aussichten. Am Ufer der Havel bauten sie ihre Sommerschlösser und Parks: Eine Kulturlandschaft, die als Ensemble einmalig in Europa ist. Vom Pfingstberg bis zur Pfaueninsel – der Film erkundet sechs Havelschlösser aus der Vogelperspektive und stellt ihre besondere Geschichte vor.“ — Um 21 Uhr geht es um „Das Neue Palais – Aufstieg und Fall Preußens“. „Das Neue Palais im Park von Sanssouci steht wie kaum ein anderes Schloss in Berlin und Brandenburg für den Aufstieg und Fall Preußens. Erbaut unter Friedrich II. wohnte hier am Ende des Kaiserreichs Wilhelm II. – als der ins Exil ging, war die Hohenzollernherrschaft Geschichte.“
  • Die MDR Zeitreise“ läuft wie immer an jedem zweiten Dienstag um 21.15 Uhr.
  • „Seit 500 Jahren besteht das Bergwerk Berchtesgaden. Auch wenn die Technik heute auf dem modernsten Stand ist, so ist das Prinzip immer gleich geblieben: in sogenannten Sinkwerken wird das Salz mit Süßwasser aus dem Felsen gespült. Ein paar dieser Stollen und Sinkwerke sind heute für Besucher zugänglich gemacht worden. […] In der Alten Saline von Bad Reichenhall muss das Salz nicht aus dem Berg herausgelöst werden, hier fließt die Sole kleinen und größeren Strömen ganz natürlich durch den Berg. Im Hauptbrunnhaus werden sie zu Quellen gefasst, aus der die Sole an die Oberfläche gepumpt wird. Die Energie dazu erzeugen zwei große Wasserräder die sich nun bereits über 150 Jahren drehen. Der Film von Niklaus Leuenberger begibt sich in den Museen in Bad Reichenhall und Berchtesgaden auf eine Entdeckungsreise rund um das ‚Weiße Gold‘.“ Aus der Reihe „Bayeriches Heimatmuseum“ zeigt ARD-alpha um 22.05 Uhr den 15minütigen Beitrag „Das weiße Gold aus dem Rupertiwinkel“.

Mittwoch, 12. September

  • Arte sendet die Teile 4 bis 6 der Reihe „Krieg der Träume – 1918–1939“. Um 20.15 Uhr „Revolution“. „Crash“ um 21.05 Uhr und „Versprechen“ um 22 Uhr.
  • Im SWR läuft um 20.15 Uhr der zweite Teil der Serie „100 Jahre Landwirtschaft im Südwesten“. Thema: „Wie die Technik aufs Feld kam“. „Die Technisierung in der Landwirtschaft ist die Geschichte eines Wandels, der sich sinnlich erleben lässt. Früher nämlich konnte man die ‚Landluft‘ riechen, heute machen die Maschinen das Dorf und die Fluren so laut wie die Stadt. Der Wandel geht weiter wenn auch nicht immer so wie vorhergesehen. ‚Das ist erst der Anfang der Technik‘, sagte ein Opa seinem Enkel damals, als der erste Mähdrescher durchs Dorf fuhr: ‚Bei der nächsten Generation kommen fertige Brote hinten raus.‘“
  • „Die Spur der Ahnen“ führt diesmal in die Geschichte der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs. „Anastasia B. – der rätselhafte Tod meiner Großmutter“ (MDR, 21.15 Uhr).

Donnerstag, 13. September

  • Folge 7 der „Krieg der Träume – 1918–1939“ ist auf Arte um 20.15 Uhr zu sehen: „Verrat“. Der letzte Teil um 21.05 Uhr titelt „Krieg“. — Um 23.45 Uhr greift das Historiendrama „Die Klinik des Dr. Blanche“ (FRA 2014, Regie: Sarah Lévy) das Thema „Geschichte der Psychiatrie“ auf. „Paris, 1850: Die Klinik des Dr. Blanche (Stanley Weber) und das Krankenhaus Bicêtre des Professors Leuret (Lionnel Astier) konkurrieren gegeneinander: Welche der Koryphäen bekommt die beste Reputation, wer hat die bessere Therapie zur Behandlung von sogenannten Geisteskranken? Der junge Emile Blanche fordert mit seinen neuen Methoden die Wissenschaft heraus …“

Freitag, 14. September

  • „Die Doku-Reihe ‚Die großen Geheimnisse der Geschichte‘ geht ungelösten Rätseln der Menschheit rund um berühmte und berüchtigte historische oder auch unhistorische Figuren auf den Grund“ ARD-alpha zeigt vier Folgen. „Alexander der Große“ (20.15 Uhr), „Königin Kleopatra“ (20.40 Uhr), „Jesus“ (21 Uhr) und „König Artus“ (21.25 Uhr).
  • Viele archäologische Orte vergleichen sich gerne mit Pompeji. Die römische Stadt Colonia Ulpia Traiana bei Xanten wurde gerne als das „Pompeji des Nordens“ bezeichnet. Auch an der Oder scheut man den Vergleich nicht. In der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ wird „Küstrin – Pompeji an der Oder“ vorgestellt (Tagesschau 24, 21.17 Uhr), eine Stadt, die im zweiten Weltkrieg völlig zerstört und nicht mehr überbaut wurde. Seit „Mitte der 90er Jahre hat man die Straßenzüge und das wenige, was von den Häusern übrig blieb, wieder frei geräumt. In der aufwändig restaurierten Bastion Philipp, eine der drei übrig gebliebenen Verteidigungsanlagen der alten Festung, wird eine Dauerausstellung zur tragischen Geschichte Küstrins eröffnet.“

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