TV-Vorschau 28. Juli – 3. August 2018

Gladiatoren und Wikinger, Luftkrieg gegen Hamburg, Bismarck und Marx, eine Serie vor dem Hintergrund des deutsch-dänischen Krieges von 1864 und ein Themenabend für Artur Brauner zum 100. – das und noch einiges mehr gibt es in der kommenden Woche an Geschichtssendungen. Viel Spaß!

Samstag, 28. Juli

  • N-TV führt die Reihe „Mega-Projekte der Nazis“ fort mit den Beiträgen „Die Wolfsschanze“ (20.15 Uhr), „Hitlers Kriegsschiffe“ (21.05 Uhr), „Die V1-Rakete“ (22.05 Uhr) und „Der Westwall“ (23.05 Uhr).
  • China war lange zeit ein isoliertes Land, in dem Wissenschaft und Kunst der europäischen weit voraus waren. „Als die Jesuiten Ende des 16. Jahrhunderts zum ersten Mal nach China kamen, fanden sie eine Zivilisation vor, die mit der Himmelsbeobachtung und Entwicklung von Kalendern bestens vertraut war. Bei dieser Begegnung kamen westliche und fernöstliche Wissenschaft erstmals miteinander in Berührung.“ Der Zweiteiler „Die Jesuiten und die chinesische Astronomie“ erzählt auf Arte von dieser Begegnung der Kulturen. Teil 1 „Die Verbotene Stadt“ berichtet um 20.15 Uhr davon, „Wie die Kunst der Zeitmessung den Missionaren half.“ Als der Bekehrungseifer der Jesuiten auf Widerstand stieß, folgte „Der Prozess“ (21.05 Uhr).
  • Die Luftangriffe der Alliierten haben im Zweiten Weltkrieg die deutschen Großstädte schwer getroffen, haben viele tausende Menschenleben gekostet und die Stadtbilder nachhaltig verändert. Daher sind sie in der Erinnerung fest verankert. Der Zweiteiler „Der Hamburger Feuersturm 1943“ greift einen besonders heftigen Angriff auf. Um 20.15 Uhr beginnt es mit dem Teil „Brandwunden“, gefolgt von „Brandnarben“ um 21.17 Uhr auf Tagesschau 24.
  • Um 21.45 Uhr sendet Phoenix aus der Reihe ZDF-History einen Beitrag über „Die zwei Leben des Otto von Bismarck“. — Zeitlich und thematisch passend folgt das Dokudrama „Karl Marx – der deutsche Prophet“ (BRD 2018, Regie: Christian Twente) mit Mario Adorf in der Hauptrolle um 22.30 Uhr.

Sonntag, 29. Juli

  • Die Wagner-Festspiele sind der Anlass für zwei Dokus auf Tagesschau 24. Um 20.15 Uhr geht es um „Die Wagners und Bayreuth – Eine deutsche Geschichte“. „Nazigrusel, Bühnenweihespiel, Intrigantenstadel – was macht den viel beschworenen Mythos um Richard Wagners fränkisches Provinztheater aus? Die Dokumentation nimmt von heute aus betrachtet die Geschichte Bayreuths genau und nüchtern in den Blick.“ — Um 21.02 Uhr folgt der „Mythos Bayreuth – die legendären Wagner Festspiele“. „edes Jahr im Juli und August wird die bayerische Kleinstadt Bayreuth zur großen gesellschaftlichen Bühne. Wagnerfans aus aller Welt reisen an, um den Inszenierungen der sagenhaften Geschichten von Lohengrin, Parsifal, Tristan und Isolde oder der Helden aus dem Ring des Nibelungen beizuwohnen. Fünf Wochen lang ist das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel das Zentrum der Opernwelt – geschaffen für die Aufführung der Werke eines einzigen Komponisten, in den 1870er Jahren, abseits der Metropolen, nach Richard Wagners eigenen Vorstellungen erbaut – Wirklichkeit gewordene Vision eines egomanischen Künstlers.“
  • „Die Geschichte des Südwestens“ im SWR sucht um 20.15 Uhr Antworten auf die Frage „Wie wir im Mittelalter lebten“? Um 21 Uhr erfahren die Zuschauer, „Wie wir um den rechten Glauben kämpften“.
  • ZDF-History fragt um 23.30 Uhr „Cäsar und Kleopatra: Macht oder Liebe?“

Montag, 30. Juli

  • „Geheimwaffe auf Schienen“ ist das Thema zweier Dokus auf N-TV. Um 20.15 Uhr heißt es „Der Amerikanische Bürgerkrieg“ und um 21.05 Uhr „Die Thailand-Burma-Eisenbahn“.

Dienstag, 31. Juli

  • In der ARD läuft um 20.15 Uhr der zweite Teil der Historienserie „Charité“: „Kaiserwetter“.
  • Arte widmet sich heute Stalin. Um 20.15 Uhr lautet das Thema der Doku „Hitler und Stalin – Porträt einer Feindschaft“. „Hitler und Stalin – zwei Diktatoren des 20. Jahrhunderts, die grausame Regime errichteten und entsetzliches Leid über Europa brachten. In einem Doppelporträt zeigen Ullrich H. Kasten und Hans- Dieter Schüt Aktion und Reaktion zweier Gewaltherrscher, die sich nie begegnet sind.“ — Um 21.45 Uhr folgt „Wawilow, Lyssenko und Stalin – Oder: Wie ernähren wir das Volk?“ „Das gesamte 20. Jahrhundert hindurch versucht die sowjetische Führung, eine Lösung für das Ernährungsproblem des Volkes zu finden – vergebens. Eigentlich sind die Böden in Russland und der Ukraine seit jeher fruchtbar. Und doch muss die Bevölkerung immer wieder hungern. Nach der Oktoberrevolution 1917 macht sich die junge Sowjetmacht daran, die Erträge zu steigern.“
  • „Oberflächlich gesehen war die Welt in weiten Teilen Europas im Sommer 1939 noch in Ordnung. Es war ungewöhnlich warm. Viele Menschen genossen das schöne Wetter und ignorierten Politik und böse Vorhersagen. Doch es war ein Leben am Rande des Abgrunds. Der Dokumentarfilm zeigt den Alltag im Europa dieser Monate: einen Alltag, den es kurze Zeit später nicht mehr geben sollte, und das alles in einem Europa, das in dieser Form aufhören sollte, zu existieren.“ „Sommer 1939“, Tagesschau 24, 20.15 Uhr.
  • RBB sendet den Beitrag „Hohenlychen – Das Sanatorium der Nazis“ aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 20.15 Uhr.
  • Wie gewohnt jeden zweiten Dienstag findet um 21.15 Uhr die MDR Zeitreise“ statt.
  • Gleich vier Beiträge der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ zeigt Phoenix. Um 22.15 Uhr beginnt die Reihe mit einem Beitrag über „Das Gefängnis Moabit“, um 23 Uhr gefolgt von der Sendung „Die Krankenhausstadt Buch – Heilstätte für Bettler, Bürger, Bonzen“. Um 23.45 Uhr geht es um den „Fluchtpunkt Entenschnabel“. Schließlich beendet „Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz“ den kleinen Themenabend.

Mittwoch, 1. August

  • Im Frühjahr war „Sally Perel in Oberhausen“. Er war der „Hitlerjunge Salomon“ (BRD, FRA, POL 1990, Regie: Agnieszka Holland), dessen Lebensgeschichte verfilmt wurde. „Nach den Übergriffen der Pogromnacht werden der 14-jährige Salomon und sein Bruder von den Eltern nach Lodz geschickt. Als deutsche Truppen in Polen einfallen, verlieren sich die Brüder. In Russland wird Salomon in einem Waisenhaus zum sowjetischen Patrioten erzogen. Mit dem Russland-Feldzug muss er erneut vor den Nazis fliehen. Von Wehrmachtsoldaten aufgegriffen, gibt er sich als verschleppter „Volksdeutscher“ aus, was ihn vor der Erschießung bewahrt. Mit 16 findet er bei der Wehrmacht in dem homosexuellen Soldaten Robert einen Freund, dem er sich anvertrauen kann. Sein Versuch, eines Abends wieder zu den Russen zu desertieren, misslingt und wird zu einem erfolgreichen Schlag der Deutschen gegen die Russen. Salomon alias Josef Peters wird zum Fronthelden. […] Die polnische Regisseurin Agnieszka Holland hat mit ‚Hitlerjunge Salomon‘ ein Melodram um einen jüdischen Jungen geschaffen, der überlebt, weil er sich verstellt und seine Herkunft verleugnet. Nationalsozialistische Rassetheorien über die Eigenschaften und Merkmale zur Erkennung von Juden werden ad absurdum geführt.“ Arte zeigt den Film zum Beginn seines Themenabends „Artur Brauner – Erfolg und Eigensinn; Zum 100. Geburtstag von Artur Brauner“ um 20.15 Uhr. — Im Anschluss folgt die biografische Doku „Der Unerschrockene – Der Berliner Filmproduzent Artur Brauner“, der als polnischer Jude 1918 in Lodz geboren wurde und den deutschen Nachkriegsfilm prägte (z.B. die Winnetou- und Edgar Wallace-Filme).
  • Auf Phoenix beginnt der TV-Abend mit einem Blick in die Antike. Um 20.15 Uhr stehen „Gladiatoren – Kampfmaschinen der Antike“ im Zentrum. — 21 Uhr folgt der ZDF-History-Beitrag „Die Stadt der Gladiatoren“. — Um 22.15 Uhr beginnt der Themenschwerpunkt „Wikinger“ ebenfalls mit einem ZDF-History-Beitrag „Das Geheimnis der Wikinger“. — Anschließend folgt die zweiteilige Doku „Die Frauen der Wikinger“. Um 23 Uhr „Sigruns Flucht nach Island“ und um 23.45 Uhr „Jovas Erbe und der Untergang Haithabus“. — Um 0.30 Uhr beendet der „Untergang der Wikinger – Die Missionierung des Nordens“ den Themenabend.
  • One wiederholt um 23.20 Uhr die gestrige Folge von „Charité: Kaiserwetter“.

Donnerstag, 2. August

  • In der deutschen Geschichte gibt es viele Ereignisse und Vorgänge, die im Fernsehen völlig übersehen werden. Wenn sie aber für andere Länder von Bedeutung sind, entstehen dort interessante Dokus, Spielfilme und Serien dazu. So geht es dem ersten der drei deutschen Einigungskriege im 19. Jahrhundert, dem „deutsch-dänischen Krieg von 1864“, in dem Preußen und Österreich gemeinsam gegen Dänemark zu Felde zogen, um das Herzogtum Schleswig nicht an Dänemark fallen zu lassen. Vor diesem Hintergrund spielt die achtteilige dänische TV-Serie „1864 – Liebe und Verrat in Zeiten des Krieges“. Arte zeigt heute die ersten vier Folgen („Teil 1“ um 20.15 Uhr, „Teil 2“ um 21.10 Uhr, „Teil 3“ um 22.10 Uhr und „Teil 4“ um 23.10 Uhr), der Rest folgt dann in einer Woche.
  • Der Schriftsteller Mark Twain bereiste 1878 Deutschland und hat seine Eindrücke literarisch festgehalten. „Schwer beeindruckt von der deutschen Kultur – und ebenso herausgefordert von der deutschen Sprache – reist er von Hamburg über Frankfurt nach Heidelberg bis in den Schwarzwald und nach Baden-Baden. In seinem vergnüglichen Bericht nimmt Twain die Deutschen und ihre Marotten liebevoll auf die Schippe. Alte Sagen faszinieren ihn ebenso wie die Heidelberger Studentenverbindungen.“ In der Reihe „Die große Literatour“ erinnert der MDR um 23.35 Uhr an „Mark Twains Deutschland“.

Freitag, 3. August

  • „Gold – seit der Antike das begehrteste Metall für die Menschheit. Aber warum eigentlich? Es ist zwar selten, aber praktisch wertlos, denn Gold ist nichts was man zum Leben braucht. Dennoch zerstörte die Gier nach Gold ganze Zivilisationen. Auf der Suche danach wurden Berge gesprengt und Landschaften für immer verändert. Doch das Gold beeinflusste die Geschichte auch auf andere Weise: die ersten Münzen waren aus diesem Material. Und das Gold folgte immer den Metropolen der jeweiligen Epoche, denn wo Wohlstand herrschte, da gab es auch Gold – ob in Athen, Rom oder Venedig.“ Der Dreiteiler „Die Macht des Goldes“ zeichnet den Weg des Goldes in der Menschheitsgeschichte nach. Heute läuft auf ARD-alpha um 20.15 Uhr der erste Teil „Magie und Mythos“. — Um 21 Uhr folgt „Triumph der Technik – Kriegsmaschinen im Altertum“.

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