TV-Vorschau 10. – 16. Februar 2018

Endlich kommt passend zur fünften Jahreszeit auch eine Doku über dessen Geschichte. Jenseits des Karnevals gibt es Neuigkeiten aus der Vorgeschichte Amerikas, die Deutschland-Saga läuft komplett, neue Erkenntnisse der Mittelalterarchäologie und ein Blick in die Polizeiarbeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehören auch zum Geschichtsprogramm der kommenden Woche. Zum Abschluss läuft ein Themenabend zur Weißen Rose, dem studentischen Widerstand gegen die Nazis in München.

Samstag, 10. Februar

  • Die Hauptstadt der alten Bundesrepublik war Bonn am Rhein. Nach der Wiedervereinigung 1990 stellte sich die Frage, ob das so bleiben sollte, oder ob Deutschland wieder von Berlin aus regiert werden sollte. Sollte aus der Bonner Republik (wieder) eine Berliner werden? Und was würde das für das Land und seine Politik bedeuten? Ja für ganz Europa? „Der Wettstreit zwischen den Pro-Berlin- und Pro-Bonn-Fraktionen beginnt direkt nach der Wiedervereinigung. Von Oktober 1990 bis Juni 1991 kämpfen die Lobbyisten, spekulieren die Medien und diskutieren die Parteien. Es geht um viel, und der Riss geht mitten durch die politischen Lager.“ Die Doku „Das Bonn-Berlin Duell“ zeichnet um 20.15 Uhr auf ARD-alpha diesen spannenden Vorgang nach.
  • Arte führt uns um 20.15 Uhr in die präkolumbianische Archäologie Mittelamerikas. Die Doku „Naachtun – Verborgene Stadt der Mayas“ begibt sich auf die Spuren der alten Mayas: „Im Herzen des guatemaltekischen Dschungels macht ein internationales Team von Archäologen zum ersten Mal Grabungen in Naachtun, der letzten Stadt des Goldenen Zeitalters der Maya-Hochkultur. Warum hatte gerade Naachtun so außerordentlich lange bestand und überlebte den Untergang seiner mächtigen Nachbarstädte um fast 200 Jahre?“*

Sonntag, 11. Februar

  • In ZDF_neo läuft um 20.15 Uhr und 21.50 Uhr der Zweiteiler „Landgericht – Geschichte einer Familie“ (BRD, Tschechien 2017) nach dem gleichnamigen Roman von von Ursula Krechel. „Eine Familie, die Verfolgung und Exil in der Nazizeit überlebt, wagt nach Kriegsende in Westdeutschland einen Neuanfang.“
  • Auf Phoenix zeigt die Reihe „Spurensuche aus dem Weltall“ um 20.15 Uhr den Beitrag „Rom von oben“. „Einiges haben die Archäologen in den letzten Jahrhunderten ausgegraben, doch vieles ist noch immer im Erdreich verborgen oder im Meer versunken. Mithilfe modernster Ortungsmethoden haben nun Luftbildarchäologen eine neue Landkarte des Römischen Reiches erstellt. Laserscans, aufgenommen von Weltraumsatelliten, geben Hinweise auf die Lage verschütteter Städte und Siedlungen, Paläste und Tempel, historischer Schlachtfelder und Marschrouten, Straßen und Grenzen.“
  • Passend zur Jahrszeit die Doku: „Narrenrepublik Deutschland“ aus der Reihe ZDF-History erzählt um 23.40 Uhr die Geschichte des Karnevals. „Rheinischer Karneval und schwäbisch-alemannische Fasnet: Es sind die beiden närrischen Gegenwelten in Deutschland. Hier die Pappnase, da die Holzlarve. Gegenseitiges Verständnis – Fehlanzeige. Die Gründe dafür liegen weit zurück, tief im Mittelalter.“

Montag, 12. Februar – Rosenmontag

Dienstag, 13. Februar

  • Die MDR Zeitreise“ ist wieder um 21.15 Uhr zu sehen. — Um 22.05 Uhr folgt die Doku „Mythos Dresden – Der lange Schatten einer Bombennacht“.
  • N-TV begibt sich um 22.10 Uhr auf die „Spuren der Vergangenheit – Der Vietnam-Krieg“.
  • Die Franco-Diktatur ist in Spanien noch lange nicht aufgearbeitet. „Bis heute sind die Menschenrechtsverbrechen der Franco-Diktatur in Spanien ungesühnt. Die Dokumentation begleitet die argentinische Untersuchungsrichterin María Servini bei ihren Bemühungen, mutmaßlichen Tätern des Franco-Regimes aufgrund begangener Verbrechen gegen die Menschlichkeit den Prozess zu machen, die bislang von einem 1977 in Spanien erlassenen Amnestiegesetz profitieren.“ „Die Klage gegen die Franco-Diktatur“ (Arte, 23.50 Uhr). — Um 23.05 Uhr folgt ein Porträt des US-Politikers Robert McNamara, einem „der umstrittensten Politiker des 20 Jahrhunderts. Gleichzeitig gehört er zu den brillantesten Köpfen seiner Ära. In seiner Position als US-Verteidigungsminister stand er in engem Kontakt mit Kennedy und Johnson. Sein Status verlieh ihm enorme politische Macht. McNamara gibt in der preisgekrönten Dokumentation aufschlussreiche Hintergründe preis, die in den 60ern maßgeblich über die Kubakrise und den Vietnamkrieg entschieden.“ Die Doku „The Fog of War“ hat einen Oscar gewonnen.

Mittwoch, 14. Februar – Aschermittwoch

  • „Das Mittelalter gilt vielen als eher düstere Epoche. Doch es gibt Menschen, die Licht in dieses Dunkel bringen wollen indem sie in Gräbern und auf ehemaligen Schlachtfeldern in ganz Europa nach Skeletten und menschlichen Überresten aus jener Zeitepoche suchen.“ Licht in das Dunkel sollen auch die Beiträge der Reihe „Mysterien des Mittelalters“ auf Phoenix bringen. Um 20.15 Uhr geht es um den „Ritter von St. Bees“ aus dem 14. Jahrhundert. — Um 21 Uhr geht es um „Die verschwundene Armee von Azincourt“ (leider kein Link vorhanden).
  • In der Reihe „Unsere Geschichte“ macht der NDR heute wieder einen „Hausbesuch“ auf dem „Harmshof im Alten Land“ (21 Uhr). „In der Reihe “Hausbesuch“ wird die Geschichte eines bedeutenden Gebäudes und der Alltag seiner heutigen Bewohner erzählt – in opulenten Bildern und völlig neuen Perspektiven. […] Diese Folge führt nach Niedersachsen ins ”Alte Land“, ins größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas. Dort lebt der Apfelbauer Heinrich Stölken mit seiner Familie auf einem prachtvollen Altländer Hof, der komplett unter Denkmalschutz steht.“
  • „Die Spur der Ahnen“ führt im MDR um 21.15 Uhr zum „Sherlock Holmes von Dresden“. „Gregor Schubert ist Hobbygenealoge. Bei seinen Recherchen zur Familiengeschichte stößt er auf einen sogenannten ‚NS-Ahnenpass‘: Ein Stammbaum, wie ihn jeder in der NS-Zeit anfertigen musste, um seine lupenreine Abstammung von ‚Ariern‘ nachzuweisen. Dort entdeckt Gregor, dass sein Ururgroßvater Julius Zimmer – geboren 1844 in Nimtitz bei Meißen, gestorben 1903 in Dresden – Stadtgendarm in Dresden war. ‚Seit ich diesen Ahnenpass gefunden habe, hat mich die Frage nicht losgelassen: wie sah die Polizeiarbeit damals aus? Welche spektakulären Fälle gab es in dieser Zeit in Dresden? Und war mein Urur-Opa, Inspektor Zimmer, daran beteiligt?‘“

Donnerstag, 15. Februar

Freitag, 16. Februar

  • Der Themenabend auf ARD-alpha steht heute unter der Überschrift „Vor 75 Jahren: Die Weiße Rose“. Um 20.15 Uhr geht es mit der biografischen Doku „Die Widerständigen ‚also machen wir das weiter…‘“ los. „Es ist anrührend und erschütternd zugleich zu hören, wie die studentischen Widerstandskämpfer aus dem Kreis der Weißen Rose aufgrund ihrer innersten Überzeugung gegen die unmenschlich brutale Nazi-Diktatur aufbegehrten. Vor Katrin Seybolds konzentrierter Kamera kommen sie ausführlich zu Wort: Traute Lafrenz-Page, die Freundin von Hans Scholl, Birgit Weiß-Huber, die Tochter von Kurt Huber, Marie-Louise Schulze-Jahn, Gerda Freise, Ilse Ledin, Jürgen Wittenstein, Karin Friedrich u.v.a. … Ihre Erinnerungen vergegenwärtigen eine Welt, in der die Menschenrechte außer Kraft gesetzt und die Menschlichkeit verloren gegangen war.“ — Im alpha-Forum kommt um 21.35 Uhr „Hildegard Kronawitter, Vorsitzende Weiße Rose Stiftung, ehemalige Vorsitzende Rotes Kreuz München“ zu Wort. — Ein Beitrag aus dem Jahr 1958 folgt um 22.20 Uhr: „Die Weiße Rose“.
  • „Einst war sie die Vollendung Preußisch Arkadiens – wunderschön gelegen am Havelufer: die Sacrower Heilandskirche. Nach dem Mauerbau lag sie auf einmal im Niemandsland. Eine verbotene Zone, die dem Verfall preisgegeben war. Das Gotteshaus wurde so zum steinernen Symbol des Kalten Krieges.“ „Geheimnisvolle Orte: Die Sacrower Heilandskirche“ (Tagesschau 24, 21.17 Uhr).

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