TV-Vorschau 3. – 9. Februar 2018

Auch in der neuen Woche besetzt der Karneval wieder einige Sendeplätze auf Kosten historischer Beiträge. Dennoch gibt es einige Auswahl. Viel Spaß.

Samstag, 3. Februar

  • Baiae ist eine versunkene römische Stadt im Golf von Neapel. In alter Zeit haben dort römische Kaiser „mit den Reichsten der Reichen ihrer Zeit geschlemmt und zügellose Orgien gefeiert. Unterwasserarchäologen erforschen intensiv die einstige Stadt des Luxus und des Lasters.“ Arte stellt deren Ergebnisse um 20.15 Uhr vor: „Neros Stadt der Lüste“. — Der Sender bleibt bei dem berühmten und verschrieen römischen Kaiser Nero und stellt ihn in einem Zweiteiler ausführlich vor. Um 21.05 Uhr „Plädoyer für eine Bestie – Teil 1“, um 22 Uhr „Plädoyer für eine Bestie – Teil 2“.

Sonntag, 4. Februar

  • Eine mittelalterliche Schlacht als Doku-Spielfilm auf Phoenix. Um 20.15 Uhr findet der „Battle of Kings – Die Schlacht von Bannockburn“ statt. „Zu Beginn des 14. Jahrhunderts ist Schottland ein Land ohne König. Englands König Edward der Erste beansprucht das Gebiet für seine Nation. Gnadenlos schlägt er den Aufstand des tapferen Rebellen William Wallace nieder. Während der Besatzung der Engländer will einer das Land in die Unabhängigkeit führen: Robert The Bruce, ein abtrünniger Adliger, der einen König zu seinen Vorfahren zählt. Die Dokumentation schildert die entscheidende Schlacht um Bannockburn, als Robert The Bruce alle von Engländern gehaltenen Burgen in Schottland eingenommen hatte – mit einer Ausnahme: Stirling Castle.“ — Die ARD-Doku vom vorvergangenen Montag läuft um 23.15 Uhr: „Der Mossad, Die Nazis und die Raketen – Showdown am Nil“.
  • Während die Regionalsender der Karnevalshochburgen ihr Programm entsprechend gestalten, sendet der MDR fern aller Narretei historische Dokus. Um 22.25 Uhr geht es um die Schlacht von „Stalingrad“. „Der Film sucht einen individuellen Zugang zu der Schlacht, die allzu oft hinter den erschreckenden Opferzahlen verschwindet. Die psychologischen Folgen der Monate in Stalingrad sind für die Betroffenen vielfach bis heute nicht verarbeitet.“ — Um 23.55 Uhr folgt „Zurück zu Stalin – Die Angst der Sieger vor der Heimkehr“. „Als der Zweite Weltkrieg im Frühjahr 1945 zu Ende geht, herrscht unter den Alliierten Freude und Erleichterung. Endlich können die siegreichen Helden nach Hause zurückkehren. Der Frieden, die Normalität sind zum Greifen nahe. Dies gilt allerdings nicht für alle. Für die rund 4,2 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, Zwangsarbeiter und KZ-Überlebenden erweist sich die Hoffnung als trügerisch. Zwar werden sie aus den deutschen Lagern befreit. Doch bleibt ihr weiteres Schicksal ungewiss. Gerüchten zu Folge erwartet sie in der Heimat nichts Gutes.“
  • Auch RBB setzt auf Geschichte statt Karneval. Um 22.55 Uhr befasst sich die Doku „Vom Westen in die DDR“ mit dem relativ unbekannten Phänomen der „West-Flucht“. Immerhin: „Etwa eine halbe Million Menschen überquerten in den Zeiten des Kalten Krieges die innerdeutsche Grenze vom Westen in den Osten, um zu bleiben.“
  • „Sie galt als einflussreichste Frau der DDR, machte als Ministerin Karriere und verteidigte bis zu ihrem Tod im chilenischen Exil Mauer und Stacheldraht: Margot Honecker. Wer war sie wirklich?“ Die Antwort liefert um 23.30 Uhr ZDF-History in dem Beitrag „Margot Honecker – Die Bilanz“.

Montag, 5. Februar

  • Forschungsgeschichte auf ARD-alpha um 22.45 Uhr: „Einsteins Wien“. „Einstein und Wien – in dieser Wechselbeziehung steckt mehr als gemeinhin bekannt ist. Einstein war nicht nur einige Male in Wien und wohnte in einer Wohnung in Grinzing, als Hausgast beim Physiker Felix Ehrenhaft. Er bezog auch zentrale Ideen von den Wiener Gelehrten Ernst Mach und Kurt Gödel, mit denen Einstein befreundet war – Ideen, die im Biotop des legendären „Wiener Kreises“ entstanden waren. Der österreichische Astrophysiker Franz Kerschbaum begibt sich in dieser Produktion auf die Spuren von „Einsteins Wien“ und erklärt, welchen Anteil die Wiener Forschung an der Erkenntniswelt des amerikanischen Genies hatte. Gestaltung: Karl und Anna Sigmund.“
  • Um 23.05 Uhr steht „Heinrich VIII. – Tyrann der Tudors“ im Blickpunkt des Programms von N-TV. — Um 0.10 Uhr folgt ein Bericht über „Das Handbuch der Hexenjagd“, den sog. Hexenhammer, das als Leitfaden für die Hexenprosse der frühen Neuzeit verwendet wurde.

Dienstag, 6. Februar

  • Um 20.15 Uhr und 21.05 Uhr stehen wieder „Mega-Projekte der Nazis“ auf dem Programm von N-TV. Zunächst geht es um „Die Schlacht um Japan“, dann um eine „Geheimwaffe im Pazifik“. Beide Dokus befassen sich mit dem Pazifikkrieg, der Bezug auf die „Nazis“ erschließt sich nicht.
  • RBB führt seine Zuschauer um 20.15 Uhr wieder an „Geheimnisvolle Orte“, diesmal ist es „Die Humboldt-Universität“. „Die Berliner Humboldt-Universität Unter den Linden ist eine Lehrstätte mit großer Geschichte. 29 Nobelpreisträger hat sie hervorgebracht, Namen wie Planck, Einstein, Mommsen, Koch und Virchow sind mit ihr verbunden. Als Gründungsvater ging Wilhelm von Humboldt in die Geschichte ein, sein Bruder Alexander war einer der ersten Stars unter den Dozenten. Die Humboldts wollten Forschung und Lehre miteinander verbinden. Die Professoren selbst sollen forschen und ihre Ergebnisse an die Studenten weitergeben. Für diese Methode nennt man die Lehranstalt die ‚Mutter der modernen Universitäten‘.“
  • „Die Festung Königstein – August der Starke kehrt zurück“. „Der Film nimmt uns mit, auf die Festung Königstein, wo mit der neuen Dauerausstellung die Geschichte der Festung erzählt wird, die in acht Jahrhunderten nie eingenommen wurde.“ (MDR, 20.45 Uhr).

Mittwoch, 7. Februar

  • Der NDR erzählt in der Reihe „Hausbesuch“ die Geschichte bedeutender Gebäude und vom Alltag der heutigen Bewohner in opulenten Bildern und aus völlig neuen Perspektiven. Eine ferngesteuerte Kameradrohne zeigt zum Beispiel spektakuläre Ansichten der porträtierten Anwesen. Lang zurückliegende Ereignisse werden in kurzen Cartoons wieder lebendig. Um 21 Uhr geht es um „Die Fleischhauerstraße in Lübeck“.
  • „Die Spur der Ahnen“ führt den MDR und seine Zuschauer um 21.15 Uhr zu der Frage: „Ein KZ-Aufseher in meiner Familie?“

Donnerstag, 8. Februar

Heute eine Fehlanzeige.

Freitag, 9. Februar

  • „Die Wahrheit über Dracula“ erfährt der Zuschauer um 20.15 Uhr auf ARD-alpha. — Passend dazu folgt um 21.35 Uhr ein kurzer Blick auf die Geschichte eines transsilvanischen Dorfes. „Sighisoara (Rumänien) – Ort der kleinen Ewigkeiten“ (Reihe „Schätze der Welt – Erbe der Menschheit“). „Irgendwo im Mittelalter. In Sighisoara, einem kleinen Städtchen im Tal der Kokel, ist fast alles noch so, wie es um 1200 war, als sich vor allem Siedler hier niederließen. Die von ihnen gebaute Burganlage mit sieben Wehrtürmen und rund 150 Wohnhäusern ist das einzig erhaltene Ensemble dieser Art in Transsilvanien, zu deutsch Siebenbürgen.“
  • „In der aufgeregten Mitte Berlins gibt es einen Ort, um den sich Legenden ranken und an dem die Zeit stehen geblieben scheint. Seit über 100 Jahren ist Clärchens Ballhaus eine Institution. Zwei Weltkriege hat es überstanden und nicht weniger als fünf Gesellschaftssysteme. Heute ist das Haus in der Auguststraße das einzige von ungefähr 900 Berliner Ballhäusern, das als Tanzinstitution überlebt hat.“ Die Geschichte von „Clärchens Ballhaus“ zeigt die Folge der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ um 21.17 Uhr auf Tagesschau 24.

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