TV-Vorschau 6. – 12. Januar 2018

Willkommen im neuen Jahr 2018. Die Vorschau auf die Geschichtssendungen der kommenden Woche, die u.a. die Fortsetzung des Nachkriegsdramas „Tannbach“ bietet, einen Themenabend Heimerziehung, chinesische, österreichische und frankfurter Geschichte und noch so manches mehr. Viel Vergnügen bei der Auswahl.

Samstag, 6. Januar

  • N-TV beginnt seinen Geschichtsabend über Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg mit der Doku „Churchills geheimes Waffen-Labor“ (20.15 Uhr). Um 21.05 Uhr folgt „Hitlers Jurassic Park“. „Mit Hilfe von namhaften Wissenschaftlern erstellten die Nazis Entwürfe für Jagdparks, in denen längst ausgestorbene Tiere zu Leben erweckt werden sollten. Die Idee der ‚Arisierung‘ nahm ein absurdes Ausmaß an: Mittels genetischer Manipulationen versuchte man die Evolution zu kontrollieren.“ — „Mein Kampf – Hitlers verstörendes Machwerk“ folgt um 22.05 Uhr. — Eine Stunde später, um 23.05 Uhr, lernen wir „Hitlers Leibarzt“ kennen. — Und um 0.10 Uhr steht „Der Tag, an dem Hitler starb“ im Blickpunkt.
  • „Das Geheimnis der königlichen Mumie“ steht im Mittelpunkt der Doku um 20.15 Uhr auf ARD-alpha. „Ein Jahrtausendfund schreibt Geschichte, eine Sternstunde der Archäologie: Die Mumie einer persischen Prinzessin, entdeckt im Jahr 2000 im pakistanischen Quetta. `‘Ich, Tochter des Xerxes, des großen Königs, Ruduamna …‘, beginnt die zierliche Inschrift auf einer goldenen Brustplatte. Die Nachricht vom Fund sorgt für Aufruhr. Er führt zurück in faszinierende Epochen der Menschheit, in die Zeit der griechischen Perserkriege und in das Zeitalter Alexanders des Großen. In der Presse überschlagen sich die Meldungen, die Wissenschaftswelt ist euphorisch. Wie ist es möglich, dass eine persische Prinzessin nach ägyptischem Vorbild mumifiziert wurde? Muss die Geschichte umgeschrieben werden? Experten aus aller Welt reisen nach Karachi, um die Mumie zu untersuchen. Doch bald tauchen erste Zweifel auf. Die Inschrift ist fehlerhaft, das Holz des Sarkophags stammt aus einer Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Am Ende herrscht ernüchternde Klarheit: Das Objekt ist eine Fälschung, für die offensichtlich eine Frau sterben musste. Internationalen Sammlern wurden sogar noch weitere Mumien angeboten. Denn Kunstfälschungen sind lukrativ. Nach dem Drogen- und Waffenhandel sehen Experten den Umsatz des illegalen Kunstmarkts an dritter Stelle weltweit.“ Wenn mich nicht alles täuscht, wurde dieser Fall Vorbild für einen Münster-Tatort.
  • Arte präsentiert um 20.15 Uhr „Pekings verbotene Stadt“. „Die Verbotene Stadt liegt am nördlichen Ende des Tian’anmen-Platzes in Peking. 1987 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Dokumentarfilm lüftet die Geheimnisse ihrer Erbauung während der Ming-Dynastie und erklärt, welche politischen Ambitionen sich hinter dem architektonischen Meisterwerk verbergen.“ — Um 21.45 Uhr folgt die Doku „Der Streitwagen der chinesischen Zhou-Dynastie“.
  • Phoenix berichtet über „Stalin – Der rote Zar“ um 21.45 Uhr in der Reihe ZDF-History.

Sonntag, 7. Januar

  • Heimerziehung in der Nachkriegszeit war in West- wie in Ostdeutschland ein (weiteres) dunkles Kapitel deutscher Geschichte. Das kommt erst langsam ans Licht. Tagesschau 24 widmet sich dem Thema mit drei Dokus. Um 20.15 Uhr geht es los mit „Endstation Freistatt – Das Erziehungslager im Moor“. „Es ist eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte: die oft unvorstellbaren Lebensbedingungen, unter denen Tausende von Kindern und Jugendlichen in den 1950er- und 1960er-Jahren in kirchlichen Heimen und staatlichen Fürsorgeanstalten aufwuchsen. Bis heute wird dieses Thema in der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt. Dabei leiden die meisten der ehemaligen Heimkinder noch heute unter den Folgen der teilweise brutalen Züchtigung.“ — Um 21.02 Uhr richtet sich der Blick gen Osten: „Schlimmer als Knast – Die Jugendwerkhöfe der DDR“. — Um 21.32 Uhr schließt „Die vergessenen Kinderheime in der DDR“ den Themenabend ab.
  • „Stalingrad“ war der Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs. Schockartig machte die Niederlage von Stalingrad den Deutschen klar, dass der Krieg verloren war. Bis heute leiden Überlebende beider Seiten am Trauma Stalingrad. Die Dokumentation begleitet ihren Weg anhand dreier Schicksale vom siegesgewissen Aufbruch bis zur Kapitulation und anschließender sowjetischer Gefangenschaft.“ (Phoenix, 20.15 Uhr).

Montag, 8. Januar

  • Vor drei Jahren startete das ZDF mit dem historischen Dreiteiler „Tannbach – Das Schicksal eines Dorfes“ in das neue Fernsehjahr. Es erzählt vom Schicksal eines fiktiven Dorfes im geteilten Nachkriegsdeutschland. Heute beginnt die Fortsetzug, ebenalls als Dreiteiler. Der vierte Teil (20.15 Uhr) titelt „Schatten des Krieges“. (BRD, Tschechien 2018, Regie: Alexander Dierbach) „Tannbach 1960. Der Kalte Krieg fordert seine Opfer. Im Westen stirbt ein Kind durch eine Granate, der Osten setzt die Kollektivierung mit allen Mitteln durch. Im Dorf wächst die Unruhe.“ Die weiteren Teile laufen am Mittwoch und Donnerstag.
  • Phoenix zeigt die ersten beiden Teile der Doku „Mohammed – Der Prophet“. Um 20.15 Uhr geht es um „Erste Offenbarungen“, um 21 Uhr beginnt „Kampf um Mekka“. Teil 3 gibt es dann morgen.
  • Die Serie „Giganten der Geschichte“ auf N-TV geht weiter mit den Beiträgen „Das Kolosseum“ (22.10 Uhr) und „Die Felsenstadt Petra“ (23.05 Uhr).
  • Weiter geht es auf ARD-alpha mit der Reihe von alpha-Österreich „Dokumente, die die Welt bewegen“. Teil 9 „Der Fall Jorisch“ läuft um 22.45 Uhr. Es geht um Raubkunst und die langjährige Suche von George Jorisch nach dem Klimtgemälde „Litzlsberg am Attersee“, welches bis 1939 im Hause seiner Großmutter hing. — Um 23.10 Uhr sind „Die Fälschungen der Habsburger“ an der Reihe. „Das Privilegium Maius gilt als eine der wohl geschicktesten Fälschungen des Mittelalters. Von Rudolf IV in Auftrag gegeben, baute er damit Macht und Einfluss der Habsburger für viele weitere Jahrhunderte aus.“

Dienstag, 9. Januar

  • Heute gibt es auf N-TV wieder „Mega-Projekte der Nazis“. Um 20.15 Uhr „Die Wolfsschanze“ und um 21.05 Uhr „Hitlers Kriegsschiffe“. — Um 22.10 Uhr folgt die Doku „Hitler und die Apostel des Bösen“. „Hitler ist für das größte Verbrechen in der Geschichte verantwortlich. Doch ohne Hilfe hätte er seinen teuflischen Plan niemals in die Tat umsetzen können. Mehr als 15 Jahre lang rekrutierte er sorgsam seine ‚Apostel des Bösen‘, die ihm zur Macht verhalfen. Wer waren die Männer in seinem Schatten? Die Dokumentation untersucht bislang unbekannte Aspekte von Hitlers Persönlichkeit und zeigt auf, welchen Einfluss seine Hintermänner hatten.“
  • Phoenix beendet die Reihe „Mohammed – Der Prophet“ mit der Folge „Scharia und Dschihad“ um 20.15 Uhr.
  • Geschichte am Dienstag auf RBB: Um 20.15 Uhr aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ der Beitrag „Hitlers Wolfsschanze“ und um 21 Uhr geht es um „Eine Preußin auf dem Zarenthron“. „Genau an ihrem 19. Geburtstag im Jahr 1817 wird Prinzessin Charlotte von Preußen mit dem zukünftigen russischen Zaren vermählt und reiht sich damit ein in eine lange Reihe deutscher Prinzessinnen auf dem Zarenthron. 200 Jahre später sucht ihre Nachfahrin Maria von Preußen in St. Petersburg nach den Spuren dieser deutschen Frauen.“
  • Frankfurter Stadtgeschichte im HR. Um 21 Uhr steht „Der Bauch von Frankfurt – Die Geschichte der Großmarkthalle“ im Mittelpunkt, um 21.45 Uhr bekommen wir unter dem Motto „So war das alte Frankfurt – Bilder einer verschwundenen Stadt“ zu sehen.
  • Die letzten beiden Teile der alpha-österreich-Reihe „Dokumente, die die Welt bewegen“ sind heute auf ARD-alpha zu sehen. Um 22.45 Uhr geht es um „Künstler, Krieg und Propaganda – die Kriegsberichterstattung 1914–1918“ und um 23.10 Uhr steht „Der goldene Apfel – ein Osmane in Wien“ im Blickpunkt.

Mittwoch, 10. Januar

  • Im ZDF geht es um 20.15 Uhr weiter mit „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“. Der fünfte Teil schildert einen „Frieden aus Stein“ (BRD, Tschechien 2018, Regie: Alexander Dierbach). „Sommer 1961. Im geteilten Dorf Tannbach ahnt niemand, dass es die letzten Tage sind, bevor die Mauer gebaut und Deutschland für die kommenden Jahrzehnte in Ost und West getrennt wird.“
  • Zwei Beiträge der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ sind auf Phoenix zu sehen. Um 20.15 Uhr über „Das KaDeWe“, dem traditionsreichen Konsumtempel in Berlin. — Um 21 Uhr steht „Der Grenzbahnhof Probstzella“ zwischen Deutschland und Polen im Zentrum.
  • „Die Spur der Ahnen“ führt im MDR wieder eine Familiengeschichte zurück ins Dritte Reich. „Zwei brennende Fragen lassen Gotthard Schnabel nicht los. Hat sein Vater Erich im Warschauer Ghetto im Auftrag von Joseph Goebbels gefilmt? Und war er, wie Dresdner Zeitzeugen berichten, tatsächlich einer der schlimmsten Nazis der Stadt? 1944, spätabends im Wohnzimmer der Familie Schnabel in Dresden. Durch den Türspalt sieht der achtjährige Gotthard einen Film, den sein Vater im Warschauer Ghetto gedreht hat – heimlich, im Auftrag von Joseph Goebbels und getarnt als Jude – so die Familienüberlieferung. Die Bilder von den Leichen, die aus dem Fenster auf die Straße geworfen werden, lassen den Jungen nie wieder los.“ „Für Goebbels an der Kamera“ (21.15 Uhr).

Donnerstag, 11. Januar

  • Der sechste Teil der Reihe „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ spielt im Jahr 1968: „Traum von Frühling“ (BRD, Tschechien 2018, Regie: Alexander Dierbach). „Der Prager Frühling bringt Hoffnung auf eine Welt ohne Mauern. Doch im geteilten Dorf Tannbach wächst die Angst. Und wer doch an einen Neuanfang glaubt, wird bitter enttäuscht werden.“ (ZDF, 20.15 Uhr).
  • Eine Archäologin, eine Burg und doch mehr Gegenwart als Geschichte: vielleicht gerade deshalb interessant zu sehen, zu welchen Tätigkeitsfeldern die sog. „Orchideenwissenschaften“ führen können: „So geht Burg heute – Ein Jahr mit der Managerin von Burg Hohenzollern“ (SWR, 21 Uhr).

Freitag, 12. Januar

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