TV-Vorschau 30. Dezember 2017 – 5. Januar 2018

Zum Jahreswechsel gibt es viel österreichische Geschichte, ein ganzer Tag dem Rückblick auf das 20. Jahrhundert gewidmet. Die Geschichte der Kaiserstadt Frankfurt am Main wird ebenso gewürdigt wie die Bedeutung der Kohleindustrie in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg bis zu ihrem Ende im kommenden Jahr.

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs einen guten Start ins Jahr 2018 und alles Gute!

Samstag, 30. Dezember

  • „Im Januar 2011, während in Kairo die ägyptische Revolution tobte, machten Forscher der Universität Basel im Tal der Könige zwei bedeutende Entdeckungen: ein Gewölbe mit Dutzenden von Toten und ein bisher unbekanntes Grab. Als die Archäologen und Wissenschaftler untersuchen, wessen sterbliche Überreste sie hier vor sich hatten, kamen sie zu einem erstaunlichen Ergebnis …“ Dies präsentiert die Doku „Die 1.000 Frauen des Pharao“ um 20.15 Uhr auf Arte. — Um 21.50 Uhr folgt „Planet Ägypten – Sehnsucht nach Unsterblichkeit“. „Um 3.000 vor Christus entsteht mit der Vereinigung von Ober- und Unterägypten der erste Territorialstaat der Geschichte. 3.000 Jahre sollte das Reich am Nil bestehen.“
  • „Ein malerisches Schloss in einem weitläufigen Waldpark – die Wiener Hermesvilla im Lainzer Tiergarten ist Schauplatz der “Universum”-Dokumentation „Der wilde Wald der Kaiserin“. Ende des 19. Jahrhunderts ließ Kaiser Franz Joseph I. das Schloss für Kaiserin Elisabeth errichten. Heute strömen jährlich eine halbe Million Touristen hierher.“ (Phoenix, 20.15 Uhr). — Der „Mythos Sisi“ folgt um 21 Uhr. — „Die Michaelergruft – Expedition in die Stadt der Toten“ „liegt im Zentrum Wiens und dennoch birgt sie noch heute Geheimnisse, welche die Forscher vor große Rätsel stellen. Die Michaelergruft ist eine der wenigen Grüfte weltweit, in der die Toten durch einen einzigartigen Prozess zum Teil bis heute als Mumien in ihren Särgen erhalten wurden. [„…“] Die Wissenschaftler wollen eine seit mehr als dreihundert Jahren verschlossene Gruft öffnen. Nur so können sie einzigartige Erkenntnisse über das Leben und Sterben unserer Ahnen gewinnen.“ (21.45 Uhr) — In der vergangenen Woche war das Hotel Sacher Gegenstand eines Historienzweiteilers, heute gibt es eine passende Doku: „Die Königin von Wien – Anna Sacher und ihr Hotel“ (22.30 Uhr). — Um 23.15 Uhr beschließt die Doku „Böse Bauten – Hitlers Architektur im Schatten der Alpen“ den Österreich-Geschichtsabend.

Sonntag, 31. Dezember – Silvester

  • Auf Phoenix gibt es heute einen „ZDF-History – Jahrhundertrückblick“. „Das 20. Jahrhundert ist geprägt durch zwei Weltkriege, Völkermord, den Zerfall der europäischen Staatenwelt, Ost-West-Konflikt und Kalter Krieg. Dabei markieren die Russische Revolution von 1917 und der Fall der Berliner Mauer 1989 Anfang- und Endpunkt des ‚kurzen 20. Jahrhunderts‘. Der Thementages vermittelt einen Übersicht über dieses ‚Zeitalter der Extreme‘, das gekennzeichnet ist von scharfen ideologischen Gegensätzen zwischen Kommunismus, Faschismus und Nationalsozialismus sowie Arbeitslagern, fabrikmäßig organisiertem Genozid und Krieg. In der Primetime steht die Russische Revolution und den Zerfall der Sowjetunion; die beiden historischen Ereignisse, die Aufstieg und Fall des Sowjetimperiums bzw. Beginn und Ende des ‚sowjetischen Jahrhunderts‘ auf dem Programm. Dabei erzählt ‚ZDF-History: Oktoberrevolution – Der Umsturz, der die Welt veränderte‘, das erstmalig bei phoenix ab 20.15 Uhr gesendet wird, sowohl die Chronik der Ereignisse als auch die hitzige Atmosphäre des Revolutionsjahres 1917. Das Wendejahr 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer leitete neben der deutschen Wiedervereinigung 1990 auch den Zusammenbruch der Sowjetunion ein, der sich zwei Jahre darauf vollziehen sollte. Die dramatischen Monate um den gescheiterten Putschversuch gegen den damaligen Präsidenten der UDSSR Gorbatschow im August 1991 schildert um 21.00 Uhr die Dokumentation ‚Der Untergang der Sowjetunion‘.“ „Das ganze Programm gibt es hier“ zum Erkunden und Planen.
  • Cineasten werden um 21.40 Uhr auf Arte mit der biografischen Doku „Charlie Chaplin, wie alles begann – Ein Tramp erobert die Welt“ bedient.

Montag, 1. Januar – Neujahr

  • N-TV präsentiert aus der Reihe „Giganten der Geschichte“ um 22.05 Uhr die Inka-Stadt „Machu Picchu“ und um 23.05 Uhr „Die Terrakotta-Armee“ des ersten chinesischen Kaisers.

Dienstag, 2. Januar

  • Geschichte des Nationalsozialismus füllt das N-TV-Abendprogramm. In der Reihe „Mega-Projekte der Nazis“ geht es um 20.15 Uhr um „Die V1-Rakete“ und um 21.05 Uhr ist „Der Westwall“ an der Reihe. Anschließend werden „Nazi-Geheimnisse“ gelüftet: Um 22.10 Uhr „Himmlers dunkle Macht“, um 23.05 Uhr „Hitler und der Papst“ und um 0.10 Uhr „Hitlers okkulter Wahn“.
  • RBB sendet heute in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ einen Beitrag über „Die Schorfheide“ (20.15 Uhr). „Die Schorfheide, in unmittelbarer Nähe der alten und neuen Regierungsmetropole Berlin – eine einzigartige Landschaft, in der über Jahrhunderte hinweg deutsche Herrschaftsgeschichte geschrieben wurde. An keinem anderen Ort zeigt sich das seltsame, oft im Verborgenen gebliebene Wechselspiel von Jagd und Macht so prägnant wie hier. Wer den Spuren der ‚mächtigen‘ Jäger folgt, der stößt unvermittelt auf unbekannte Geschichten und Geheimnisse. Eine historische “Jagdstrecke” aller Couleur tut sich dabei auf: Monarchen, Sozialdemokraten, Nazis, Kommunisten.“
  • Der HR sendet um 21.45 Uhr ein Städteporträt von Frankfurt am Main: „Als Frankfurt hundert Gassen hatte – Wahre Geschichten aus der Altstadt“. „Die Frankfurter Altstadt, historisches Zentrum der Kaiserstadt am Main, galt als eines der wertvollsten Quartiere Deutschlands, mit vielen uralten Häusern noch aus den Zeiten des Spätmittelalters. In den Bombennächten 1944 ging sie unter, und die wenigen Häuser, die den Krieg überdauerten, fielen in den fünfziger Jahren der neuen Stadtplanung zum Opfer.“
  • Die zwölfteilige Reihe „Dokumente, die die Welt bewegen“ zeigt einige der wichtigsten im Österreichischen Staatsarchiv lagernden Schätze und erklärt sie in ihrem geschichtlichen Kontext. Die Reihe startet auf ARD-alpha um 22.45 Uhr mit der Folge „Franz Joseph – Ende einer Ära“. „Mit 18 Jahren hat er den Thron bestiegen und 68 Jahre lang regiert: Franz Joseph I. war der am längsten dienende Herrscher der Habsburger-Dynastie und bereits zu Lebzeiten eine Legende. Er wurde zur Symbolfigur der Monarchie, eines Vielvölkerreichs mit all seinen Potenzialen und Problemen.“* — Um 23.10 Uhr folgt Teil 2 „Der Wiener Kongress – ein Fest der Widersprüche“.

Mittwoch, 3. Januar

Donnerstag, 4. Januar

  • Die Zerstörung der antiken Stadt Palmyra durch den IS und der Kampf gegen dieses Kulturverbrechen ist Thema der Doku „Die Rettung Palmyras“. „In einmaligen Bildern zeigt der Film die Ruinenstadt Palmyra vor und nach ihrer Zerstörung durch den IS und zeichnet ihren erfolgreichen Weg zur globalen Handelsmacht der Antike nach. ‚Stunde null‘ heißt das vom Deutschen Archäologischen Institut ins Leben gerufene Projekt zur Rettung Palmyras. Erstmals schildert der Film den Angriff des IS auf die Kulturstätte im Detail und wirft die Frage auf, wie das kulturelle Erbe Syriens bewahrt werden soll.“ (Phoenix, 20.15 Uhr).
  • Die Reihe „Dokumente, die die Welt bewegen“ wird auf ARD-alpha um 22.45 Uhr fortgesetzt mit dem Beitrag „Oberst Redl und die Spionage“. Um 23.10 Uhr folgt der „Dreikampf um den Thron“. — Um 23.35 Uhr folgt der letzte Teil von „Hannah Arendt – Das Mädchen aus der Fremde“ mit dem Titel „Amor Mundi“.

Freitag, 5. Januar

  • Nachkriegsgeschichte als dreiteiliges Historiendrama: „TANNBACH – Schicksal eines Dorfes“ (BRD 2014, Regie: Alexander Dierbach). Alle drei Folgen sind heute auf 3sat zu sehen. Um 20.15 Uhr „Der Morgen nach dem Krieg“, um 21.45 Uhr „Die Enteignung“ und schließlich um 23.25 Uhr „Mein Land, dein Land“. In zwei Wochen läuft die Fortsetzung im ZDF.
  • „Der lange Abschied von der Kohle“ ist das Thema einer Doku im WDR um 20.15 Uhr. 2018 schließt in Bottrop die letzte Zeche Deutschlands. Damit geht nicht nur ein Kapitel deutscher Wirtschaftsgeschichte zu Ende, die Kohle hat auch die Kultur ganzer Regionen seit vielen Jahrzehnten geprägt. „Das Ruhrgebiet ist in vielerlei Hinsicht ‚auf Kohle gebaut‘. Wenn im Dezember 2018 die letzten Tonnen Steinkohle gefördert und die letzten beiden Zechen geschlossen werden, dann geht viel mehr zu Ende als nur ein großes Kapitel der Industriegeschichte. Der Bergbau hat über viele Jahrzehnte die Landschaft und die Menschen geprägt, ihre Mentalität und Alltagskultur. Die unverkennbare Identität des Ruhrgebiets hat auch heute noch, nach langen, harten Jahren des Strukturwandels, viel mit Kohle zu tun. Der Filmemacher Werner Kubny schlägt in seinem Dokumentarfilm den Bogen von den 1950er Jahren, als die Kohleförderung ihren Höhepunkt erreichte, bis zum endgültigen Aus. Er erinnert an die Zeit, als der Bergbau der Motor des bundesdeutschen Wirtschaftswunders war und mit der Montanunion zur Keimzelle eines geeinten Europas wurde, an den Beginn der Zechenschließungen, die vielen Kämpfe der Bergleute um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und die Gründung der RAG, deren wesentliche Aufgabe es war und ist, die permanente Reduzierung der Standorte sozial abzufedern.“
  • „Mukran – Honeckers Superhafen“ aus der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ ist um 21.02 Uhr auf Tagesschau 24 zu besichtigen. Und um 21.47 Uhr folgt aus der selben Reihe der Beitrag über „Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz“.
  • Weiter geht es mit den „Dokumente(n), die die Welt bewegen“ auf ARD-alpha. Um 22.45 Uhr steht Maria Theresia – Die Matriarchin im Blickpunkt, um 23.10 Uhr stellt sich die Frage: Marie Antoinette – Verräterin oder Opfer?

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